Maskenpflicht wird deutlich ausgeweitet

Lübecker Nachrichten   03.11.2020

In Bad Oldesloe gilt nun tagsüber in der Fußgängerzone Maskenpflicht – Auch in Reinfeld sind jetzt mehrere Gebiete betroffen

Von Markus Carstens

Am Zob an der Oldesloer Hagenstraße herrscht Maskenpflicht, in den Bussen dann sowieso. Foto: mc

Bad Oldesloe. Wie überall im Land ist auch in Stormarn am Sonntag eine überarbeitete Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Dazu zählen unter anderem Kontaktbeschränkungen und die Schließung von gastronomischen Betrieben – und eine Ausweitung der Maskenpflicht.

„In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“ So steht es in der neuen Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn vom Sonntag.

In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wurden diverse Bereiche ermittelt, auf die das zutrifft. In Bad Oldesloe wurde die Maskenpflicht in der Fußgängerzone auf alle Werktage ausgedehnt. Bislang galt sie nur an den Wochenmarkt-Tagen, also mittwochs und sonnabends von 6 bis 18 Uhr. Jetzt muss auch an allen anderen Tagen außer am Sonntag von 8 bis 18 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Für die Bereiche Skateland, Dirt-Park und Streetworkout gilt das die gesamte Woche jeweils zwischen 8 und 19 Uhr, für den Zob/Hagenstraße zwischen 6 und 19 Uhr, dort allerdings nicht am Sonntag.

In Bargteheide sind weiterhin betroffen das Gelände des Schulzentrums, der Stadtpark, die Schulbushaltestelle am Volkspark (jeweils montags bis freitags 7 bis 18 Uhr) sowie der Fußgängertunnel am Bahnhof (montags bis sonnabends von 6 bis 22 Uhr), in Ahrensburg ein großer Innenstadtbereich, in Reinbek der S-Bahnhof-Vorplatz, in Trittau der Weg zwischen Gymnasium und Mühlau-Schule sowie in Bargfeld-Stegen der Bereich vor Kita und Grundschule.

Neu dabei sind Gebiete in Reinfeld. So darf der Marktplatz von Montag bis Freitag zwischen 6 und 18 Uhr nur noch mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden. Gleiches gilt für die Bushaltestelle Ahrensböker Straße vor der Matthias-Claudius-Schule und die Haltestelle an der Parkplatzanlage Schützenstraße.

Weiterhin sieht die Verordnung auch wieder Mindestflächen im Einzelhandel vor. Geschäfte – mit Ausnahme des Lebensmittelhandels – müssen zehn Quadratmeter pro Kundin oder Kunde bereitstellen. Ziel ist es, Abstände zu wahren.

Landrat Dr. Henning Görtz sagt dazu: „Im Monat November gelten für uns alle zahlreiche Einschränkungen, die unser tägliches Leben in vielen Bereichen erneut beeinflussen werden. Die zweite Corona-Welle hat so stark zugeschlagen, dass diese Maßnahmen erforderlich wurden. Die Infektionszahlen steigen weiterhin ungebremst, darum ist es richtig und nötig, dass wir wieder Teile unseres Zusammenlebens in Freizeit, Familie und Beruf einschränken.“

Viele hätten zwar keine Angst um sich selbst, sie sollten aber an den Schutz anderer denken. Görtz: „Wenn sich ein jüngerer Mensch infiziert und dabei nur geringe Beschwerden aufweist, so kann er trotzdem einen älteren Menschen anstecken, der damit in Lebensgefahr geraten könnte. Darum müssen wir Rücksicht nehmen, solidarisch sein und auch Maßnahmen mittragen, für die wir möglicherweise nicht ganz so viel Verständnis haben. Je disziplinierter und rücksichtsvoller wir sind, desto schneller kommen wir durch diese Krise.“

Über das Wochenende kamen 52 Neuinfektionen hinzu, der Inzidenzwert liegt bei 68,7. In stationärer Behandlung sind weiterhin vier Personen.

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