Mobile Spielgeräte im Jugendtreff

Stormarner Tageblatt  09.11.2020

Lokalpolitiker wollen Drohnen- und Action-Kamera-Wunsch für die Bad Oldesloer Freizeitstätte erfüllen

Die Bad Oldesloer Jugendfreizeitstätte soll Action-Kameras bekommen.  Patrick NIEMEIER
Die Bad Oldesloer Jugendfreizeitstätte soll Action-Kameras bekommen. Patrick NIEMEIER

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Fußballtore, Bälle, Drachen und Hula-Hoop-Reifen gibt es schon, jetzt soll lieber noch eine Action-Kamera-Ausrüstung folgen. Auf Antrag der Bad Oldesloer SPD-Fraktion war vor genau einem Jahr bei den Haushaltsberatungen der Kreisstadt mehrheitlich beschlossen worden, dass die Jugendfreizeitstätte zur kostenlosen Ausleihe für 1500 Euro mobile Spielgeräte anschaffen darf.
Ziel war es, die Umgebung der Juze am Exer für Jugendliche noch attraktiver zu machen, indem sie sich in der Juze kostenlos Spielgeräte ausleihen können. Allerdings merkte  der Kinder- und Jugendbereich daraufhin an, dass die Idee sehr nett gedacht sei, dass es allerdings bereits seit vielen Jahren einen entsprechenden Fundus an Spielgeräten gibt, die regelmäßig von Kindern und Jugendlichen ausgeliehen werden. Jährlich werde dieser Fundus aus den Haushaltsmitteln ergänzt oder defekte Dinge ersetzt. 
Außerdem muss mitgedacht werden, dass manche Ideen zur Freizeitgestaltung von Jugendlichen nicht mehr ganz zeitgemäß sind, in den Vorstellungen älterer Generationen. Das sieht man auch daran, dass der Wunsch die 1500 Euro jetzt einzusetzen, ein relativ anderer ist.
Denn der Jugendbereich der Stadt wünscht sich nun Go-Pro-Kameras, ein Videoschnittprogramm und eine Drohne, damit Jugendliche sich dieses Material ausleihen können und eigene Videos erstellen können.
Aus den Reihen der Lokalpolitik kam die Frage auf, ob das nicht Dinge seien, die man sich auch beim Kreisjugendring ausleihen könnte, doch insgesamt zeigten sich die Mitglieder des Bildungs- und Sozialausschuss einig, diesem Wunsch nachzukommen. „Es geht ja auch um kurze Wege bei der Ausleihe. Dann muss man nicht ,erst zum Kreisjugendring  und dort nachfragen, wenn man das in der Juze hat“, zeigte sich Dagmar Danke-Bayer (Die Grünen) überzeugt von der Idee.
Auch die Vertreter aller anderen Fraktionen waren dafür. Es wurde nur darauf hingewiesen, dass gerade mit Blick auf die Drohne eine entsprechende Schulung und eine Aufklärung über entsprechende gesetzliche Notwendigkeiten stattfinden müsse. Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak sagte zu, dass diese Schritte natürlich erfolgen würden. Auf Seiten des Kinder- und Jugendbeirats und der Jugendarbeit der Stadt zeigte man sich erfreut über das positive Signal.

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