Impfungen im Senioren-Treff?

Stormarner Tageblatt  24.11.2020

Kreis Stormarn bestätigt Einrichtung der Impfzentren im Raum Großhansdorf/Ahrensburg, Reinbek und Bad Oldesloe

Die Bad Oldesloer Jugendherberge soll ein Impfzentrum werden. niemeier
Die Bad Oldesloer Jugendherberge soll ein Impfzentrum werden. niemeier

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Dass Gerüchte über konkrete Standortplanungen schon vor finalen Gesprächen in die Medien gelangten, findet Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr beim Kreis, nicht gut. Fakt sei aber, dass er bestätigen könne, dass die drei Impfzentren in Bad Oldesloe, im Raum Großhansdorf/Ahrensburg und in Bad Oldesloe eingerichtet werden sollen.

Pressekonferenz im Landeshaus
Die kursierenden Gerüchte, die auf Medienberichten beruhen, dass diese Zentren im Senioren-Treff Jürgen-Rickertsen-Haus in Reinbek, in einem leerstehenden Flügel der Großhansdorfer Lungen-Clinic und in der noch bis mindestens März geschlossenen Jugendherberge Bad Oldesloe untergebracht werden sollen, wolle er nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. „Richtig ist, dass es am Dienstag eine Pressekonferenz des Sozialministeriums im Landeshaus gibt, auf der über die Standorte gesprochen wird“, erläutert Rehberg.
Entscheidend sei aber auch, dass es noch keine unterschriebenen Verträge mit Standorten gebe. „Vor allem eine dieser Vorab-Veröffentlichungen war nicht glücklich“, sagt Rehberg. „Ich gehe davon aus, dass die administrative Seite auch durch die Hilfe der Bundeswehr abgedeckt wird“, sagt Rehberg. Ungefähr 15 Mitarbeiter sind pro Impfzentrum notwendig.
Die drei Standorte werden in den nächsten Wochen für den neuen Zweck umgerüstet und sollen bis Sommer in der neuen Funktion genutzt werden. Es enstehen dort jeweils Behandlungs-, Beratungs- und Impfräume. Auch ein Wartebereich muss geschaffen werden.
Begehungen der jeweiligen Standorte sollen mit dem Technischen Hilfswerk erfolgen, das logistische Unterstützung bei der Umsetzung bieten soll. „Ich gehe davon aus, dass das an allen Standorten der Fall sein wird“, sagt Rehberg. Die medizinische Versorgung soll durch Personal der Kassenärzlichen Vereinigung erfolgen. Die Impfung wird auch in Stormarn natürlich freiwillig sein. Als erste Gruppen kommen Risikopatienten und Beschäftige aus Pflegeberufen und medizinischen Tätigkeiten dran.

750 Impfungen pro Tag sind das Ziel
Ungefähr 60.000 Impfdosen sollen ungefähr nach Stormarn gehen. Der Impfstoff sei teuer und der Kreis müsse in Vorleistung gehen, berichtet Rehberg. Natürlich werde das Lager geheimgehalten und entsprechend bewacht. Ziel sei es – laut Rehberg – jeden Tag bis zu 750 Personen im Kreis impfen zu können. In Beobachtungsräumen der Zentren verbleiben die Geimpften dann noch bis zu 30 Minuten, damit das medizinische Personal genau beobachten kann, ob sich Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen zeigen. Der Kreis-Fachbereichsleiter Andreas Rehberg geht davon aus, dass die Einrichtung noch vor Weihnachten bis zum 15. Dezember abgeschlossen sei. Dann könne zeitnah mit den  Impfungen gegen Covid 19 begonnen werden kann.

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