Lockdown: Das gilt jetzt in Stormarn

Lübecker Nachrichten   12.01.2021

Schulen und Kitas bleiben geschlossen – Es gibt eine Notbetreuung – Maskenpflicht auch in Kitas

Bad Oldesloe. Die Landesregierung ist den Beschlüssen, die zwischen Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder gefasst wurden, gefolgt und hat mit der jetzt veröffentlichten Corona-Bekämpfungsverordnung eine Verlängerung des Lockdown bis zum 31. Januar, strengere Kontaktbeschränkungen sowie eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Hochinzidenzgebieten beschlossen. Auch im Kreis Stormarn hat sich damit gestern einiges geändert.

Schulen, auch Berufsschulen und Kitas, bleiben bis zum Monatsende weitestgehend geschlossen. Es findet kein Präsenzunterricht statt, sondern lediglich eine Notbetreuung, in den Schulen nur für Kinder der 1. bis 6. Klasse. Für die Abschlussklassen gibt es Ausnahmen.

Die seit 16. Dezember geltenden Regelungen wurden verlängert. Dazu kommen diese neuen Regeln: Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum zu privaten Zwecken sind nur noch zwischen Personen eines gemeinsamen Haushalts und einer weiteren Person zulässig, unabhängig vom Alter. Es ist dabei unerheblich, in welchem der Haushalte die Zusammenkunft stattfindet. Ausnahmen gelten auch bei der Betreuung von Kindern unter 14 Jahren und pflegebedürftigen Personen.

Sie dürfen für Betriebsangehörige nur geöffnet bleiben, wenn dies für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe erforderlich ist.

Der Präsenzunterricht wird ausgesetzt. Für Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr an Abschlussprüfungen teilnehmen, soll es Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen in Präsenz geben. Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird eine Notbetreuung angeboten.

Sie bleiben geschlossen. Eltern, die keine alternative Betreuungsmöglichkeit haben, können eine Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn mindestens ein Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig ist, sie alleinerziehend und berufstätig sind, ihr Kind einen täglichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand hat oder ihr Kind aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert ist.

Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege können stattfinden, auf eine Notbetreuung beschränkt oder eingestellt werden.„Es besteht der eindringliche Appell an die Eltern, ihre Kinder, wenn irgend möglich, zu Hause zu betreuen“, schreibt Kreissprecher Michael Drenckhahn in einer Mitteilung und verweist auf die verschiedenen Möglichkeiten für Eltern.

Das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 wird für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt. Dieser Anspruch gilt auch, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtungen pandemiebedingt geschlossen sind. Verdienstausfall: Berufstätige Eltern können 67 Prozent ihres entstandenen Verdienstausfalls für bis zu zehn Wochen, Alleinerziehende für längstens 20 Wochen erstattet bekommen.

Die Maskenpflicht gilt jetzt auch in Kindertagesstätten für alle dort arbeitenden Erwachsenen. Weiterhin gilt die Maskenpflicht an den gekennzeichneten öffentlichen Orten und Bahnhöfen sowie im öffentlichen Nahverkehr.

Dazu sagt Landrat Dr. Henning Görtz: „Leider macht es das Infektionsgeschehen weiterhin erforderlich, strikte Maßnahmen zum Schutz der Menschen in unserem Kreis zu ergreifen. Mir ist bewusst, dass die Kontaktbeschränkungen und auch die Einschränkungen für Schulen, Kitas, Handel und Gewerbe extreme Einschnitte in unser privates, gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben mit sich bringen. Ich hoffe sehr, dass sich die Stormarnerinnen und Stormarner an die Regeln halten und ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren. Denn wenn wir in naher Zukunft wieder zu einem normalen Miteinander kommen wollen, muss es endlich gelingen, die Infektionsketten zu unterbrechen.“

Für den Januar werden Eltern von den Kosten der Kindertagesbetreuung entlastet. Das Land übernimmt die Beiträge unabhängig davon, ob Eltern ihr Kind zu Hause betreuen oder die Notbetreuung nutzen müssen. Dies gilt auch für die Kindertagespflege. Die Erstattung wird wie im Frühjahr 2020 abgewickelt.

Auch die Quarantäneverordnung für Ein- und Rückreisende wurde verlängert und geändert. Wer aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreist, muss sich weiterhin für zehn Tage absondern und sich höchstens 48 Stunden vor oder sofort nach der Einreise einem Covid-19-Test unterziehen und ihn nachweisen.

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