Vogelschießen fällt auch 2021 aus

Stormarner Tageblatt  03.04.2021

Bad Oldesloe: Die Traditionsveranstaltung ist das größte Kinderfest im Norden

Auf diesen Holzvogel wird mit einer Armbrust geschossen.
Auf diesen Holzvogel wird mit einer Armbrust geschossen.

Patrick Niemeier Die Nachricht kommt nicht komplett überraschend, wenn man auf die Inzidenzwerte und auch gerade die Infektionszahlen in Schulen schaut und dass offenbar immer mehr Kinder von Corona-Ansteckungen betroffen sind. Und trotzdem wird die Nachricht viele Oldesloer schockieren.

Normalerweise nehmen 3000 Kinder am Fest teil
Denn auch 2021 fällt das Bad Oldesloer Vogelschießen in seiner traditionellen Form aus. Das hat es in der Geschichte des Festes -soweit bekannt- noch nicht gegeben. Die Veranstaltung ist mit 3000 teilnehmenden Schülern und jedem Jahr mehreren tausend Zuschauern und Besuchern des Nachmittags- und Abendprogramms auf dem zentralen Exer, das größte Fest in der Region und eines der größten Kinderfest im Norden. Und auch wenn die Tradition aus anderen Gründen – wie zum Beispiel dem Schießen auf einen fiktiven Vogel – immer wieder auch in der Kritik stand, gehört es sozusagen zu den Oldesloer Traditions-Heiligtümern.
Das Problem ist wie schon im Vorjahr, dass eine Planbarkeit momentan absolut nicht gegeben sei, auch wenn man natürlich noch nicht komplett abschätzen kann, wie die Pandemie-Situation am Tag vor dem Sommerferien -in diesem Jahr der 20.Juni, dem traditionellen Vogelschießen-Datum- sein wird.
„Wir bedauern die Absage. Doch nach unserer Auffassung ist das Kindervogelschießen unter den aktuellen Bedingungen nicht planbar. Abstandsregeln sowie Kontaktbeschränkungen lassen weder eine Planung noch die Durchführung solch einer Veranstaltung zu“, sagt die Vorsitzende der Vogelschießer-Vereins Sabine Prinz, die auch Leiterin der Stadtschule ist. „Die Mitglieder des Vereins konservieren stattdessen die nicht eingesetzte Energie aus den letzten zwei Jahren zur Vorbereitung des Vogelschießens 2022 und darauf können wir uns alle freuen“,möchte Prinz aber versuchen wenigstens einen positiven Effekt aus der Geschichte zu ziehen. Die Stadtverwaltung betont , dass sie die Absage bedauert. Allerdings verstehe man die Entscheidung des planenden und veranstaltenden Vereins im Endeffekt auch. Eine Veranstaltung dieser Größe könne nur mit der nötigen Planungssicherheit auf die Beine gestellt werden. „Aktuell ist eine Veranstaltung dieser Größe nicht mal denkbar“, heißt in einer Mitteilung aus der Oldesloer Stadtverwaltung.

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