22 neue Klassenräume

Stormarner Tageblatt  06.04.2021

Berufliche Schule Bad Oldesloe stellt Anbau für 7,7 Millionen Euro fertig

Einweihung des Erweiterungsbaus: 2125 Quadratmeter reine Nutzfläche sind hinzugekommen. Kreis Stormarn

Einweihung des Erweiterungsbaus: 2125 Quadratmeter reine Nutzfläche sind hinzugekommen. Kreis Stormarn

Patrick Niemeier
Bad Oldesloe Es hat eine Weile gedauert seit den ersten Planungen, aber jetzt ist der Erweiterungsbau der beruflichen Schulen in Bad Oldesloe fertiggestellt worden. Vor sechs Jahren war die Schulleitung erstmalig auf die Kreispolitik zugekommen, weil der Raumbedarf deutlich gestiegen war.
Gründe die damals angeführt wurden und noch heute gelten, waren erhöhte Schülerzahlen, die Klassen mit „Deutsch als Zweitsprache“, neue Ausbildungswege und veränderte Ansprüche an modernen Unterricht.
Die politischen Diskussionen zu dem Thema zogen sich bis zum finalen Entschluss über zwei Jahre hin, bis im Mai 2017 der errechnete Mehrbedarf von 18 Klassen durch die zuständigen Ausschüsse des Kreis Stormarn anerkannt wurde.
Allerdings veränderte sich kurz darauf der Schulentwicklungsplan und dieser verlangte nun anders geschnittene Klassenräume, zusätzliche Büroflächen und ein pädagogisches Zentrum. Außerdem fand in der Zwischenzeit ein Workshop mit den an den Planungen und Entscheidungen Beteiligten von Schule, Verwaltung und Architekturbüro statt.

Klassische „Flurschule“ nicht zukunftsfähig
Dabei ging es darum, dass die Leitung der Beruflichen Schulen eine klassische „Flurschule“ nicht zukunftsfähig für kommende pädagogische Herausforderungen sah, sondern anders zugeschnittene Flächen für Klassenräume und Differenzierungsflächen als notwendig erachtete. Inklusive des gemeldeten Mehrbedarfs kam man so auf 22 Klassenräume mit einer Bruttogrundfläche von 2616 Quadratmetern, 2125 Quadratmeter davon reine Nutzfläche.
In den weiteren Planungen konnte die Maßnahme in Absprache mit den Architekten und Planern verfeinert werden. So gelang es, die benötigten Büroflächen und das pädagogische Zentrum im Altbau von 1977 unterzubringen. Dadurch fielen zwar dort alte Klassenräume weg, diese konnten aber im Neubau ersetzt werden.
Im Juli 2019 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, im November 2019 folgte das Richtfest und jetzt im März 2021 die Fertigstellung. Insgesamt kostete der Bau 7,7 Millionen Euro. Die Summe lag damit sogar unter den zunächst veranschlagten und genehmigten 7,85 Millionen Euro.
Die Arbeiten sind mittlerweile soweit abgeschlossen, dass das Gebäude seit diesem Monat zumindest zum Teil durch die Schule genutzt werden kann. Was noch fehlt ist die Fertigstellung des Außenbereichs und auch der Übergang zwischen Alt- und Neubau. Außerdem soll das Dach über dem Obergeschoss extensiv begrünt werden.

Unterricht auch klassenübergreifend
Modern ist die entstandene Aufteilung. Denn die beiden Geschosse sind nicht nur in Klassenräumen, sondern in Unterrichtsbereiche gegliedert. Diese Bereiche von 200 bis 460 Quadratmetern sollen fach- und klassenübergreifenden Unterricht ermöglichen. Die aufgeweiteten Flurzonen seien laut der Planer, dem Architektenbüro ams, für Unterrichtsdifferenzierung und Arbeitsgruppen vorgesehen. nie

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