Geld für Hospiz, Kita und Schule

Stormarner Tageblatt  07.06.2021

Spendenparlament Bad Oldesloe schüttet insgesamt 6900 Euro aus / Fünf Einrichtungen profitieren

Das war ein Segen: Die Scheckübergabe an die Antragsteller nach der Parlamentssitzung.  Uwe Möllnitz
Das war ein Segen: Die Scheckübergabe an die Antragsteller nach der Parlamentssitzung. Uwe Möllnitz

Patrick Niemeier
Auch in schwierigen Pandemie-Zeiten verteilt das Oldesloer Spendenparlament wieder Spenden an soziale Projekte. Nach der 45. Sitzung des Spendenparlaments konnten insgesamt 6900 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Doch was ist eigentlich das Spendenparlament? Die noch relative junge Idee wurde 1998 nach Hamburger Vorbild in Bad Oldesloe ins Leben gerufen. Die Mitglieder des Parlaments bringen sich mit jeweils mindestens 60 Euro pro Person pro Jahr ein. Damit ist ein gewisser Grundstock an Spendenvermögen vorhanden. Zusätzlich werden weitere Spenden eingeworben.
Unter anderem spendeten zum Beispiel in diesem Jahr die FDP Stadtverordneten Anita Klahn und Dr. Inga Maria Vosgerau wie angekündigt die erhöhten Bezüge aus ihren Aufwandsentschädigungen, gegen die sie gestimmt hatten. 1776 Euro konnten sie daher an das Spendenparlament überreichen und ihr Versprechen aus der politischen Diskussion umsetzen.
Zweimal im Jahr kommt das Parlament, das aktuell 106 Mitglieder hat, auf Einladung des Präsidiums zu Arbeitssitzungen zusammen und entscheidet dort über eingereichte Förderanträge, die zuvor allerdings schon von einer Finanzkomission geprüft wurden.
Im Plenum können dann noch offenen Fragen geklärt und auch mit den Bewerbern direkt diskutiert werden. Bei der aktuellen Sitzung wurden nun fünf Vorhaben positiv zugestimmt. Auf diese wurden die 6900 Euro verteilt.
Das stationäre Hospiz Lebensweg erhält Geld für die Anschaffung eines Tablettwagens, außerdem soll der Aufbau einer Bibliothek für Personal, Gäste und Angehörige unterstützt werden.
Die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land erhält Gelder für das Projekt „Zauberharfe“. Laut Musikschulleiter Marian Henze ist dieses Instrument auch für Senioren leicht zu erlernen. Vier Harfen sollen nun angeschafft werden, damit das Projekt gemeinsam mit Senioreneinrichtungen durchgeführt werden kann.
Die Klaus-Groth-Schule wünscht sich einen Schulgarten. Die Gelder aus dem Spendenparlament fließen in die Elternarbeit. Es soll nach Aussage der Bewerber ein Rückzugs- und Ruhebereich für Schüler entstehen. Auch die Kita „Wichtelhausen“ darf sich über eine finanzielle Zuwendung freuen. Es fehlte an Mitteln zur Erneuerung der Außenspielgeräte, nachdem Gelder für bauliche Anpassungen für die Corona-Maßnahmen genutzt werden mussten. Alle Antragssteller betonten, dass ohne das Spendenparlament die Projekte nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich wären.

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.