Kein Neujahrsempfang in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  11.12.2021

Entscheidung schweren Herzens gefallen

Bad Oldesloe Als zahlreiche Vertreter von Vereinen, Verbänden und aus der Lokalpolitik am 5. Januar 2020 im Kultur- und Bildungszentrum auf das neue Jahr anstießen, ahnte wohl noch niemand, dass eine Pandemie direkt vor der sprichwörtlichen Tür stand. Erste Meldungen aus China rund um Covid-19 gab es bereits, aber dass es das letzte Treffen dieser Art in der Kreisstadt für die nächsten Jahre sein würde, hätte wohl niemand gedacht. Doch es wird so kommen.
Denn nach 2021 fällt auch 2022 der Neujahrsempfang der Stadt Bad Oldesloe pandemiebedingt aus. Die Entscheidung sei keinesfalls leichtfertig gefallen, erzählt Bad Oldesloes Verwaltungschef Jörg Lembke. Doch am Ende habe man gemeinsam mit Bürgerworthalterin Hildegard Pontow entschieden, dass die Veranstaltung abgesagt werde.
„Und das obwohl ja eigentlich die Pandemie-Situation eine andere ist, als noch in diesem Frühjahr, möchte ich betonen“, sagt Lembke etwas frustriert. Fakt sei ja schließlich, dass mittlerweile viele Menschen bereits vollständig geimpft seien.
„Es wäre unter den gegebenen Umständen auch kein Problem gewesen, den offiziellen Teil im Saal des Kultur- und Bildungszentrums über die Bühne zu bringen. Zum Beispiel mit 2G oder 2G-Plus Regel“, sagt der Verwaltungschef. Mit Hygienekonzept, Einbahn-Regelungen wäre sicherlich die Sicherheit für alle Besucher gewährleistet gewesen.
Doch der Verwaltungschef der Kreisstadt und auch die Bürgerworthalterin denken, dass der Neujahrsempfang wesentlich mehr als dieser offizielle Part sei. „Eigentlich ist der zweite Teil ja besonders wichtig bei der Veranstaltung, finde ich“, sagt Lembke. Damit meint er den Austausch und das gesellige Beisammensein mit Buffet und Sekt im Foyer des Kubs. „Doch wie soll das gehen? Es würden sich viele Grüppchen bilden und es würde eng, vielleicht sogar etwas drängelig werden“, sagt Lembke. Und ausgerechnet beim Sekt- und beim Essen am Buffet müssten dann ja die Masken abgenommen werden. Diesen Teil der Veranstaltung auszulassen, sei auf der anderen Seite auch keine Option. „Schweren Herzens haben wir uns daher für die Absage entschieden. Wir hätten es uns alle anders gewünscht“, sagt Lembke.
Die Enttäuschung über die Absage ist auch daher besonders groß, weil sich der Empfang seit der Eröffnung des Kubs immer weiter etablierte und vor allem in den Jahren 2019 bis 2020 ein voller Erfolg war. Nun fällt er bereits das zweite Mal in Folge aus.
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