Sohlgleite verhindert Schlimmeres

Stormarner Tageblatt  26.02.2022

Hochwasser: Bau in Bad Oldesloe hat sich bewährt / Überschwemmungssituation im Kreis entspannt sich

Der Bereich am Zusammenfluss von Beste und Trave an der neuen Sohlgleite wurde präventiv gesperrt.  Patrick Niemeier
Der Bereich am Zusammenfluss von Beste und Trave an der neuen Sohlgleite wurde präventiv gesperrt. Patrick Niemeier
 

Patrick Niemeier

So manche Felder, Wiesen und auch Wanderwege am Rande von Flüssen und Seen sind in Stormarn noch überflutetet, aber insgesamt hat sich die Hochwasser- und Überschwemmungslage im Kreis entspannt. Das bestätigte Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr beim Kreis. „Häuser sind nicht mehr direkt in Gefahr. Wir hatten noch zwei kleinere Einsätze, bei denen es um Wasser im Keller ging zuletzt. Ansonsten ist die Lage deutlich beruhigt“, sagt Rehberg. Wasserpegel der Flüsse im Kreis seien rückläufig, die größte Überschwemmungsgefahr gebannt.
Einen besonders guten Job hat dabei die neue Sohlgleitet in Bad Oldesloe gemacht. Das betont Bürgermeister Jörg Lembke in der Kreisstadt. Der Bereich am Zusammenfluss von Beste und Trave war im vergangenen Jahr neu gestaltet worden. Normalerweise wäre bei einem Pegel von über 1,90 Metern damit zu rechnen gewesen, dass das Wasser deutlicher über die Ufer trete. Das sei aber nicht geschehen. „Wir haben natürlich ganz normal, wie gehabt, Sandsäcke verteilt und es haben Sicherungsmaßnahmen stattgefunden.

Bewährungsprobe bestanden
Aber wir werden den Alarmpegel wohl nun sogar anheben können. Denn selbst beim Erreichen der Zwei-Meter-Marke blieben die ganz großen Überschwemmungen aus“, sagt Lembke. Das Bauwerk habe die Bewährungsprobe sozusagen bestanden. Komplett vom Tisch sind damit auch Sorgen von Anwohnern, die bei der Entstehung der Sohlgleite sogar befürchtet hatten, es könne häufiger zu Überschwemmungen kommen. Lembke lobte ausdrücklich die Einsatzkräfte, die in Bad Oldesloe und ganz Stormarn im Sturmeinsatz gewesen seien. Auch am Zusammenfluss von Beste und Trave hatten THW und Feuerwehr nach dem Rechten geschaut.
Während die Lage in Stormarn sich also beruhigt hat, sind einige Feuerwehrleute aus Stormarn immer noch im Hochwasser-Einsatz. Die Feuerwehrbereitschaft „Technische Hilfe“ des Kreises sei weiterhin in Niendorf an der Ostsee unterwegs. Dort werden die Kräfte vor Ort dabei unterstützt, eine Ferienhaussiedlung vom Hochwasser zu befreien.

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