Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Der Friedhof blüht auf

Stormarner Tageblatt   31.08.2018

Friedhofsleiter Jörg Lelke und seine Frau Claudia haben den Eingangsbereich neu gestaltet

Neue Blütenpracht: Jörg und Claudia Lelke präsentieren den von ihnen neu gestalteten Eingangsbereich des Friedhofs. Olbertz
Neue Blütenpracht: Jörg und Claudia Lelke präsentieren den von ihnen neu gestalteten Eingangsbereich des Friedhofs. Olbertz

Andreas Olbertz Bad Oldesloe „Natürlich hätte ich das auch alleine machen können“, sagt Jörg Lelke. „Aber dann hätte es auch so ausgesehen“, räumt der Friedhofsleiter ein. Das wäre für den Eingangsbereich vielleicht nicht so optimal gewesen. Aber Dank des Einsatzes von Ehe- und Fachfrau Claudia Lelke an seiner Seite, erstrahlt der Haupteingang zum Friedhof an der Hamburger Straße in neuer Farben- und Blütenpracht.

Schon länger störte den Friedhofsleiter, dass die Kapelle nicht mehr zu sehen war. Zahlreiche Bäume verdeckten die Sicht. Nach jedem kräftigen Wind musste viel Totholz eingesammelt werden. „Wir hatten auch ständig Angst, dass uns ein Baum auf die Kapelle stürzt“, so Lelke. Deshalb kamen die abgängigen Birken zu Jahresbeginn weg. „Ich wollte das blumiger und freundlicher haben“, sagt Jörg Lelke.

Für die Neugestaltung bat er seine Frau um Hilfe. Die gelernte Gartengestalterin stürzte sich mit Begeisterung auf die Aufgabe. Er machte die Vorgaben, wohin die Reise gehen soll. Sein Wunsch war beispielsweise, einige Magnolien zu pflanzen, denn am rückwärtigen Eingang wurde vor einiger Zeit ein Magnolienhain angelegt. Pflegeleicht sollte die Fläche natürlich sein und auch ökologisch wertvoll. Gleichzeitig durfte der Platz aber auch nicht überfrachtet werden.

Blaue und weiße Blüten symbolisieren Wasser und Himmel. Der gelbe Sonnenhut dazwischen steht für Jesus. „Er ist das Licht der Welt“, erklärt Claudia Lelke. Schmale Steinreihen grenzen die Beete voneinander ab. Wie die Gestalterin erläutert, soll das an die bunten Bleiglasfenster in Kirchen erinnern. Eine kleine zentrale Blumenpyramide greift die Architektur des Kapelle auf.

Geplant ist, dass die Pflanzen den Sommer über bis in den Oktober oder gar Mitte November blühen. „Zwischen den Blumen stehen Gräser, die auch im Winter gut aussehen“, so Planerin Lelke. Im Herbst sollen noch Zwiebeln gepflanzt werden, die dann als Frühblüher farbliche Akzente setzen werden. „Es summt und brummt schon richtig toll“, freut sich Jörg Lelke über erste ökologische Erfolge. Bienen und Schmetterlinge nehmen die neuen Beete gut an. Vögel und auch Fledermäuse hätten den Bereich als Jagdrevier für sich entdeckt. „Die brauchen halt offene Fläche und die haben sie hier jetzt“, so Lelke: „Das ist ein Effekt, an den wir so nicht gedacht hatten. Ist doch schön.“

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Dreistreifige Visionen geben Rätsel auf

Stormarner Tageblatt   25.08.2018

Stormarner Wochenschau

Dreistreifige Visionen geben Rätsel auf

Megi Balzer
Megi Balzer

Verplant Mensch toll, die B 404 soll ausgebaut werden. Dreistreifig! Hä? Zebrastreifen? Oder wurde Adidas etwa als Sponsor gewonnen? Wollen wir doch mal hoffen, dass ein echter Ausbau mit zusätzlichen Fahrspuren gemeint ist und nicht nur eine gestreifte Design-Variante. Aber so ein gewiefter Tausendsassa wie Verkehrsminister Bernd Buchholz wird das schon richtig hinbekommen.

Also nehmen wir mal an, es sind tatsächlich Fahrspuren gemeint. Dann ist das doch eine gute Nachricht für tausende Autofahrer, die sich da täglich längs quälen. Okay, erst mal wird es natürlich schlimmer werden, weil ja gebaut werden muss. Aber danach flutscht es dann so richtig. Zumindest bis der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen wird.

Und es lohnt natürlich ein Blick auf die Details. Von Baubeginn ist noch keine Rede. Vorsichtshalber nennt das Ministerium gar keine Termine. Aktuell geht es nur darum, dass die Pläne ausliegen. Sie können jetzt begutachtet werden. Wenn es dumm läuft gibt es Widersprüche und Prozesse … da kann sich dann jeder selber ausmalen, wann wirklich gebaut werden könnte …

Versprochen „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, hat Helmut Schmidt mal gesagt. Das gilt natürlich nicht für Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke. Der hat sich Gedanken gemacht zum Thema Sport. Er ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die Stadt eine Drei-Feld-Halle braucht. Das ist ja ganz was Neues. Einen Standort hat er auch schon ausgeguckt. Dann kann es ja losgehen. Nicht? Leider nein! Ein Bürgermeister kann so viele und so gute Visionen haben, wie er will, er hat nur leider nichts zu entscheiden. Das ist die Aufgabe der Stadtverordneten. Die müssten dann auch beschließen, woher das Geld für eine neue Sporthalle kommen soll. Und da hapert es. Und als Beobachter wundert man sich, schließlich hat sich der Verwaltungs-Chef bislang eher als Sparkommissar hervorgetan, der lieber streicht und kürzt als zu sagen: Hier gibt es Chancen, Potenziale oder Notwendigkeiten, da müssen wir mal in die Vollen gehen. Der Auftrag aus der Politik lautete ja auch eher zu sehen, für welche Projekte es Fördermittel geben könnte. Wenn es dumm läuft war das nur eine Randnotiz fürs Protokoll, um sich später rausreden zu können: Ich wollte ja, aber die böse Politik …

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Zu laute Busse und zu tiefe Schlaglöcher

Stormarner Tageblatt   20.08.2018

Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke besuchte Stadtteil am Tegeleck

Bürgermeister Jörg Lembke liest die Forderungen der Anwohner.
Bürgermeister Jörg Lembke liest die Forderungen der Anwohner.

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Dass scheinbar gute Ideen nicht allen gefallen, war bei der Stadtteilbegehung von Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke am Tegel zu erleben. Zahlreiche Anwohner der Straße Up den Pahl beschwerten sich über die geplante Taktverdichtung im ÖPNV. Ein Vorwurf: die Busse fahren zu schnell, gefährden vor allem Kinder. Außerdem seien die „alten Busse“ sehr laut. Am Morgen sei oft an Schlaf nicht mehr zu denken, beklagten sich mehrere Senioren.

Was sie absolut nicht tolerieren würden, wäre daher der von den Oldesloe Politikern gewünschte Halbstundentakt, der eingeführt werden soll. „Das machen wir hier nicht mit“, sagten gleich mehrere Anwohner. Sie verlangen eine Verlegung der Strecke. Zudem haben sie kein Verständnis dafür, dass man bei der Neuausschreibung des ÖPNV nicht auf Elektroantriebe setze.

Außerdem, so die Anwohnder im Up den Pahl, hätten sie viel Geld für den Straßenausbau bezahlen müsse. Bereits jetzt sei der Busverkehr aber deutlich angestiegen, und die Straße werde dadurch stark belastet.

Den Vorschlag für verkehrsberuhigenden Maßnahmen wie Poller oder Straßenwellen lehnt Bürgermeister Jörg Lembke ab: Das sei nicht geplant. Und Beschwerden über den ÖPNV müssten an die Politik und den Kreis gerichtet werden.

Positive Nachrichten hatte er für Bewohner des Tegel. Die Straße werde nicht – wie mal angedacht – als Zuwegung für ein geplantes Neubaugebiet genutzt. Ausbesserungen der tiefen Schlaglöcher werde es aber erst mit einer kompletten Grundsanierung der Straße geben. Ob diese dann beitragspflichtig wird, hänge von den politischen Beschlüssen ab. Weitere Probleme wie eine Rattenplage und Abwasserschwierigkeiten sollen kurzfristig angegangen werden.

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Mehr klimatisierte Busse und verbessertes AS-Taxi

Stormarner Tageblatt   18.08.2018

Bei der Ausschreibung für das Netz Nordstormarn geht der Kreis auf viele Wünsche der Städte ein

Die Linie 8110 ist die nachfragestärkste Buslinie  im nördlichen Kreisgebiet und soll bald häufiger fahren. rob
Die Linie 8110 ist die nachfragestärkste Buslinie im nördlichen Kreisgebiet und soll bald häufiger fahren. rob

Rolf Blase Bad Oldesloe Im Busverkehr im Norden des Kreises soll es ab Ende 2019 diverse Verbesserungen geben. Der Kreis bereitet die Ausschreibung für das Netz Nordstormarn vor. Nachdem die Kommunen befragt worden waren, soll der Verkehrsausschuss dem Konzept in seiner Sitzung am Montag, 27. August, ab 18.30 Uhr im WAS-Gebäude am Bahnhof (Raum F 22) zustimmen.

W-Lan und Monitore Klar ist bereits, dass in den Grundnetzlinien (8110, 8120, 8130, 8140, 8150, 8160, 8170) sowie auf den Linien 8101, 8102 und 8103 im Oldesloer Stadtverkehr klimatisierte Busse fahren sollen. Videoüberwachung soll flächendeckend umgesetzt werden. Die Linie 8110 von Bad Oldesloe über Bargteheide nach Ahrensburg ist die nachfragestärkste im nördlichen Kreisgebiet und soll zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags doppelt so häufig fahren sowie mit W-Lan und Monitoren ausgestattet werden. Die Mehrkosten für den 30-Minuten-Takt werden auf jährlich 160 000 Euro geschätzt.

Die Taktverdichtung war auch eine Forderung der Stadt Bargteheide, von deren Vorschlägen vieles umgesetzt wird. So soll das Anruf-Sammel-Taxi Bargteheide-Umland erstmals auch zwischen den Gemeinden und Ortsteilen fahren. Bisher ist das AST Stormarn ein reiner Zielverkehr zwischen Stadt und Umlandgemeinden. Wer von Bargfeld-Stegen nach Jersbek wollte, musste erst nach Bargteheide. Das soll sich ändern. Fahrten mit dem AS-Taxi innerhalb von Gemeinden sind aus Kostengründen aber weiterhin nicht vorgesehen.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 soll Bargteheide auch einen innerstädtischen ÖPNV wie Reinfeld, Oldesloe und Ahrensburg bekommen. In die Wohngebiete südlich des Tremsbütteler Wegs, zwischen der Jersbeker und der Alten Landstraße sowie Zu den Fischteichen fährt kein Bus. Dort plant der Kreis den Einsatz von AS-Taxis, die zum Stadttarif fahren sollen. Die Kosten werden auf 40 000 Euro im Jahr geschätzt.

Zur Anbindung des Gewerbegebiets hatte Bargteheide einen 30 Minuten-Takt und eine Betriebszeit bis 22 Uhr „vorbehaltlich einer Kostenbeteiligung der Gewerbebetriebe von 50 Prozent“ vorgeschlagen. Der Kreis ist bereit, 75 000 Euro für einen Stundentakt werktags zwischen 6 und 22 Uhr zu zahlen. Die Mehrkosten von noch mal 45 000 Euro für die Taktverdichtung müsste die Stadt übernehmen. Die Vorschläge einer Extra-Haltestelle für den Bus 374 und den Schulbus 8111 zu einer normalen Linie aufzuwerten, sollen zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen werden.

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Betrachtungen zum Wochenausklang – Da kommt man ins Schwimmen

Stormarner Tageblatt   18.08.2018

Stormarner Wochenschau

Da kommt man ins Schwimmen

Megi Balzer
Megi Balzer

Seepferdchen Ja ist denn schon Weihnachten? Jeder Schüler soll bis zur Orientierungsstufe mindestens das Bronze-Schwimmabzeichen haben. Das ist der fromme Wunsch des Bildungsministeriums. Daran gäbe es auch gar nichts zu mäkeln, wenn es früher schlechter gewesen wäre. Die Quote der Nichtschwimmer ist in den vergangenen 40 bis 50 Jahren aber wieder deutlich angestiegen. Nahezu jeder zweite Viertklässler würde heute im Badesee untergehen. Landesweit gibt es nur an sieben von zehn Grundschulen Schwimmunterricht. Stormarn ist ein bisschen besser, aber deshalb noch lange nicht gut. Entweder gibt es keine Schwimmbecken oder -zeiten in der Nähe oder es fehlen die Lehrkräfte.

Da ist es besonders unverständlich, wenn die Schulen Hilfsangebote ablehnen müssen. Der Kreissportverband bietet in den Sommerferien Seepferdchen-Crash-Kurse und könnte auch eine Rettungsschwimmerin vermitteln, die Grundschülern das Schwimmen beibringt. Das sehen die Landesvorschriften nicht vor. Aber es gibt Hoffnung. In Berlin ist der Pädagogenmangel mittlerweile so groß, dass nur noch jede dritte neu eingestellte Lehrkraft auch auf Lehramt studiert hat. Da geht also noch was in diesem unserem Lande. So lange das keine Nichtschwimmer sind, kann man ja mal ein Auge zudrücken.

Gewicht Der Kreissportverband hat sich neben den seepferdchenlosen Grundschülern eine zweite offenbar hilfsbedürftige Gruppe von Kindern und Jugendlichen ausgesucht, für die eigentlich nicht die Sportvereine zuständig sind. In Kooperation mit einer Schulungseinrichtung werden Trainingsprogramme gegen Kinderadipositas angeboten. Die gibt es schon beim Oldesloer Volleyballclub und dem Ahrensburger TSV, nun sollen Glinde Reinbek und Barsbüttel dazu kommen. Natürlich geht es dem KSV auch darum, die Kinder für Sport in Vereinen zu gewinnen. Wer schon übergewichtig ist, braucht anscheinend einen Anreiz, sich vom körperlosen „Game“ zu trennen, das so gar nicht gut für den Körper ist. Wichtig ist, Spaß am Sport zu finden, egal ob Turnen, Fuß-, Hand-, Volleyball oder Schwimmen. Wer sich überwindet und dabei bleibt, wird sein (Über) Gewicht von selbst reduzieren (sofern es nicht krankhaft ist). Ob das eine staatliche oder eine Aufgabe für Vereine sein sollte, ist eine andere Frage. An erste Stelle ist das Aufgabe der Eltern. Wenn die ihrer Verantwortung nicht nachkommen, muss schon lange vorher und nicht erst jetzt was falsch gelaufen sein.

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