Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Mehr als Schwarzbier und Kümmel

Stormarner Tageblatt   28.05.2018

Gildefest mit traditionellen Böllerschüssen und schottischen Klängen der „Hamburg Caledonian Pipes & Drums“

Bad Oldesloe „In letzter Zeit ist alles etwas anders bei uns“, sagte der Obmann der Älterleute, Horst Möller. Die Oldesloer Bürgerschützengilde feiert die Proklamation ihrer neuen Majestäten diesmal im Bürgerhaus, nachdem im vergangenen Jahr das frisch renovierte Historische Rathaus genutzt wurde.

Neu beim Gildefest ist auch der lautstarke Begleitung durch die „Hamburg Caledonian Pipes & Drums“. Die Band begeisterte bereits im vergangenen Jahr die Oldesloer, als sie die Gilde mit einem Marsch durch die Fußgängerzone zum Rathaus geleitete, „echt schottisch“ in traditionellen Kilts und mit Dudelsäcken. Auch jetzt waren die „Drums & Pipes“ wieder das musikalische Highlight des Gildefests.

Auf dem Marktplatz wurden sie nur noch von den vier Böllerschüssen übertönt, die im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen weggefallen waren. Spätestens mit den Böllerschüssen, die sich wie Explosionen anhören, liefen viele Schaulustige zum Marktplatz, um zu sehen, was da los ist. „Die Schützen tragen wieder ihre Uniformen spazieren“, sagte eine Passantin und hielt sich vorsichtshalber die Ohren zu.

Die 15 Hamburger „Schotten“ bekamen für ihr Konzert viel Applaus, bevor sich wieder in Richtung Bürgerhaus in Bewegung setzte, wo Rainer Fehrmann die rund 60 Gildemitglieder und Gäste begrüßte. „Die Bürgerschützengilde und die Stadt sind seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden“, betonte der Noch-Bürgerworthalter, bevor Obmann Horst Möller zur Proklamation der neuen Majestäten schritt.

Hier gab es diesmal zwei Überraschungen. Vizekönig wurde Dieter Mewes, der erst seit vier Jahren Mitglied der Gilde und somit ein neues Gesicht in der Majestätenriege ist. Ralf Ramme ist mit 15 Jahren in Gilde schon ein alter Hase, doch nun schaffte er es erstmals zu Königswürden. „Ich wollte es ernsthaft versuchen. Und nun habe ich auch noch eine niedliche Königin an meiner Seite“, freute sich Ramme. Die Genannte ist Renate Janssen, die nicht zum ersten Mal Königin wurde. Vizekönigin wurde Christel Bergmann, Ehefrau des langjährigen Kommandeurs und Ex-Schützenkönigs Karl-Otto Bergmann. Zum Jungschützenkönig schoss sich der 15-jährige Sergej Ulrich mit einem hervorragenden Teiler von 52,9.

Mit Schwarzbier und Kümmel wurde das neue Königspaar dann zünftig gefeiert. Dabei kam auch der gute Zweck nicht zu kurz. Die Schützen sammelten bei ihrem Gildefest Spendengelder zugunsten der Hospizes „Lebensweg“, dessen Bau noch in diesem Jahr beginnen soll.

Susanne Rohde

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Was alles muss, kann, darf oder sollte

Stormarner Tageblatt   26.05.2018

Stormarner Wochenschau

Was alles muss, kann, darf oder sollte

Megi Balzer
Megi Balzer

Cocktail Ein wenig seltsam mutet es schon an: Da verunglückt ein Landwirt mit einem Traktor und die Feldspritze mit 1200 Litern eines Fungizides – also eines Mittels, das Pilze bekämpft – läuft aus. Feuerwehrleute in Vollschutz müssen die Brühe sichern, die Ortsdurchfahrt wird gesperrt. So weit so gut. Schön, dass die Freiwilligen Feuerwehr so schnell an der Unfallstelle in Zarpen waren und Schlimmeres verhindert hat. Nachdenklich wird man allerdings, wenn man bedenkt, dass dieses Pilzmittel auf die Felder gesprüht wird, deutschlandweit wohl viele tausend Liter. Dabei hat der Landwirt sicherlich den nötigen Sachverstand, um mit dem Gift umzugehen. Am Ende landet es auf dem Feld. Aber niemand – kein Landwirt und kein Spaziergänger – steht im Schutzanzug daneben. Merke: Die Dosis macht das Gift, das hat schon Paracelsus vor 500 Jahren erkannt und wird damit bis heute leicht verzerrt zitiert. Trotz dieser Erkenntnis mutet es seltsam an, dass eine Substanz auf der Straße ausgelaufen für den Menschen gefährlich ist, aber auf mehrere Hektar verteilt ihren Zweck erfüllt.

Gas geben Nein, eine Stadt muss keine Erdgas-Tankstelle betreiben. Aber es wäre auch kein Problem. In Bad Oldesloe haben die Vereinigten Stadtwerke die Erdgastanke sogar selbst für viel Geld gebaut. In Bargteheide könnte die Stadt sie für einen Euro übernehmen. Trotzdem wollten CDU und SPD nicht. Zugegeben, das ist keine städtische Aufgabe, aber das sind Ladesäulen für E-Autos auch nicht. Trotzdem buttert man da viel Geld rein. Macht ja vielleicht ein gutes Gewissen, wenn man sich auf Steuerzahlerkosten für angebliche Umweltfreundlichkeit rühmen kann. Gänzlich emissionsfrei wird Ökostrom aber nicht mal dann produziert, wenn er wirklich eins zu eins eingespeist wird. Auch Erdgasautos sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber besser als jeder andere Verbrenner und in der Umweltbilanz vermutlich sogar besser als E-Autos. Und im Gegensatz zu denen sind sie auch noch bezahlbar und alltagstauglich. Man muss halt nur wollen.

Reintreten Beim Stadtradeln wird ja auch so getan, als würde es der Umwelt irgendetwas bringen. Wenn man nett sein will, kann man das Ganze unter Symbolpolitik verbuchen: Seht her, wir motivieren euch mehr Fahrrad zu fahren. Das ist in Ordnung, auch wenn es nichts bringt, wenn die, die sowieso Rad fahren, das noch zusätzlich dokumentieren. Nur leider geht das auch immer mit Klimaschutz, ökologischem Fußabdruck und dem schlechten Gewissen einher, das man denen einredet, die motorisiert unterwegs sind. Zur Weltrettung ist Symbolpolitik denkbar ungeeignet. Wer Menschen überzeugen will, muss schon mehr bieten. Auf Lösungen stößt man nicht mit dem moralischen Zeigefinger, sondern nur durch fundierte Analysen.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

CDU Bad Oldesloe setzt verstärkt auf Harmonie

Stormarner Tageblatt   19.05.2018

CDU Bad Oldesloe setzt verstärkt auf Harmonie

Horst Möller

 Horst Möller

Bad Oldesloe In ihrer ersten Fraktionssitzung nach der Kommunalwahl haben die CDU Stadtverordneten einen neuen (alten) Fraktionsvorstand gewählt. Alter und neuer Fraktionsvorsitzender ist Horst Möller (Foto). Auch seine Stellvertreter Torsten Lohse und Lajoscha Rausch wurden in ihren Ämtern bestätigt. Alle drei hoffen, dass in den nächsten Jahre das Miteinander der Politiker etwas reibungsloser verläuft als bisher. Deshalb hat die CDU allen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften ein Gespräch angeboten, um zu klären, wie ein harmonischeres Verhältnis bei allen sachlichen Unterschieden bewerkstelligt werden könnte. Hierbei sollen auch die Möglichkeiten angesprochen werden, wie am Montag, 4. Juni, eine reibungslose und einvernehmliche konstituierende Stadtverordnetenversammlung ermöglicht werden kann.

Weiterhin wurden auf der Fraktionssitzung jeweils einstimmig Hildegard Pontow als Bürgerworthalter-Kandidatin und Horst Möller als Kandidat für das Amt des ersten Bürgermeister-Stellvertreters gewählt.

Weitere Personalentscheidungen, auch die Besetzung der Ausschüsse, werden endgültig in den folgenden Fraktionssitzungen am 22. und 29. Mai beschlossen. st

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Da brat mir doch einer ’nen Storch …

Stormarner Tageblatt   19.05.2018

Stormarner Wochenschau

Da brat mir doch einer ’nen Storch …

Megi Balzer

 Megi Balzer

In Not Es grenzt an einen schlechten Treppenwitz: Der hintere Fahrstuhl im Oldesloer Bahnhof, der eigentlich heil ist, aber trotzdem nicht benutzt werden darf, weil die Notrufleitung eine Macke hat. Und was machen die Betroffenen dann: Sie greifen zum Handy und rufen sich Hilfe. Warum sie das nicht auch im Fall der Notfälle aus dem Inneren eines fest steckenden Aufzugs machen könnten … in Deutschland muss halt alles doppelt und dreifach sicher sein. Und wer ist Schuld? „Natürlich die Bahn“, ist man geneigt zu urteilen. Es würde zwar zu den gängigen Vorurteilen passen, greift in diesem Fall aber offensichtlich zu kurz. Es geht – wie so häufig – ums liebe Geld. Ein Vertrag mit der Bahn wurde schlicht nicht verlängert. Ob da jemand in der Verwaltung glaubte, das auch billiger hin zu bekommen? Das Ergebnis sehen wir jetzt. Damit könnte man durchkommen. Behinderte sind schließlich für ihre Leidensfähigkeit bekannt und reißen auch die Klappe nicht weit auf. Wobei … Letzteres könnte glücklicherweise der Geschichte angehören. Sie domonierten die städtische Veranstaltung zum ÖPNV, äußerten ihre Wünsche und brachten massiv Kritik vor – eben auch wegen des Fahrstuhls. Vielleicht erleben wir da ja jetzt eine große Wende.

Unter Strom Satte 300 000 Euro für eine Elektro-Tankstelle. Ganz schön viel Schotter. Ob sich das jemals rentiert? Wohl kaum, aber für die Umwelt ist uns doch nichts zu teuer. Das kann man sich doch schön ans Revers heften: Wir haben eine Hightech-E-Tankstelle. Und wenn dann noch wissenschaftlich belegt ist, dass der Standort einfach supi ist … was will man dann noch mehr? Aber mal ganz ehrlich – Autobahnnähe hin oder her: Wer soll da hinfahren? Ein E-Auto ist nun mal nicht in zwei Minuten aufgetankt. Das dauert deutlich länger. Und was macht man so lange? In Ahrensburg kann man sich nur die Beine in den Bauch stehen. Ansonsten ist da nix. Nicht mal ein Kaffeeautomat, den heutzutage doch sogar jede Waschstraße hat (und selbst die ist schneller). Ein Baumarkt da hinten. Attraktiv geht anders. Da muss die Ebbe im Tank schon groß sein, um dort freiwillig zu halten.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

CDU Bad Oldesloe: Horst Möller wieder zum Fraktionsvorsitzenden gewählt

Bericht der CDU Bad Oldesloe   17.05.2018

        Horst Möller                                      Torsten Lohse                                              Lajoscha Rausch

Bad Oldesloe. In der Fraktionssitzung am 15. Mai 2018 wurde nach der Kommunalwahl ein neuer Fraktionsvorstand gewählt. Alter und neuer Fraktionsvorsitzender ist Horst Möller. Auch seine Stellvertreter Torsten Lohse und Lajoscha Rausch hatten ihre Ämter bereits in den letzten Jahren bekleidet. Alle drei hoffen, dass in der vor uns liegenden Wahlzeit das Miteinander etwas reibungsloser verläuft als bisher. Deshalb hat die CDU allen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften ein Gespräch angeboten, um zu klären, wie man ein harmonischeres Verhältnis auch bei allen sachlichen Unterschieden bewerkstelligen kann. Hierbei sollen auch die Möglichkeiten angesprochen werden, wie am 4. Juni eine reibungslose einvernehmliche konstituierende Stadtverordnetenversammlung ermöglicht werden kann.

Weiterhin wurden auf der Fraktionssitzung jeweils einstimmig Hildegard Pontow als Bürgerworthalter-Kandidatin und Horst Möller als Kandidat für das Amt des ersten Bürgermeister-Stellvertreters gewählt.

Weitere Personalentscheidungen, auch die Besetzung der Ausschüsse, werden endgültig in den 2 folgenden Fraktionssitzungen am 22.  und 29. Mai beschlossen.

Alle waren sich einig, unserer neuen Bürgerworthalterin ihr Amt bereits in der ersten Stadtverordnetenversammlung so leicht wie möglich zu machen.

Hildegard Pontow

Veröffentlicht unter Beiträge |