Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Bad Oldesloe will das Ehrenamt würdigen

Lübecker Nachrichten   18.12.2019

Im neuen Jahr soll erstmals ein Ehrenamtspreis verliehen werden – Dazu soll es auch eine Ehrenamtsmesse geben – Die Stadt kostet das 15 000 Euro

Das Stadthaus von Bad Oldesloe. Die Stormarner Kreisstadt möchte einen Ehrenamtspreis ausloben. foto: Markus Carstens

Bad Oldesloe. Zum Abschluss des Jahres sprach Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke den Stadtverordneten auf deren Weihnachtssitzung ein großes Dankeschön aus „für die wirklich gute Zusammenarbeit“. Es sei nicht immer leicht, allein an diesem Abend füllten die Tagesordnungspunkte einen ganze Neckermann-Katalog. „Es ist viel ehrenamtliche Arbeit. Sie kommen meistens gut vorbereitet und glänzen mit konstruktiven Beiträgen“, sagte Lembke in Richtung der 34 Stadtpolitiker.

Die wiederum beschlossen dann auf ihrer letzten Sitzung des Jahres, die Arbeit von anderen Ehrenamtlern der Stadt besonders zu würdigen. Fortan soll es in Bad Oldesloe zu einer jährlichen Verleihung eines Ehrenamtspreises kommen. Eingebettet wird die Würdigung von engagierten Bürgern in eine Ehrenamtsmesse. Die Kosten für alles zusammen werden mit rund 15 000 Euro veranschlagt. An der Summe störten sich einige Stadtverordnete, so dass die Zustimmung am Ende nicht einstimmig ausfiel.

„Die Ausübung eines Ehrenamts verlangt einem sehr viel ab und wird häufig nicht wertgeschätzt“, sagte Martin Nirsberger von der CDU. „Wir wollen diese wertvolle Arbeit mit eine jährlichen Preisverleihung ehren und eine Anerkennungskultur schaffen“, so Nirsberger weiter, der auch Vorsitzender des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses ist. Dieser hatte der Einführung des neuen Preises bereits im Vorwege mehrheitlich zugestimmt. Doch auch dort gab es bereits kritische Stimmen von SPD und FDP, die am Ende dagegen stimmten oder sich enthielten.

In der Stadtverordnetenversammlung wares es drei Abgeordnete der FBO, die dagegen votierten; fünf Politiker enthielten sich. „Das liegt nicht daran, dass wir das Ehrenamt nicht wertschätzen“, sagte Anita Klahn für die FDP. Ihre Partei fand jedoch die anfallenden Kosten zu hoch.

7000 Euro sollen für die Ehrenamtsmesse veranschlagt werden, bis zu 8000 Euro sollen für den Preis ausgegeben werden – je nach Anzahl der nominierten Kandidaten und Gruppen oder Vereine. Der Preis soll in mehreren Kategorien – zum Beispiel Sport, Kultur, Gesellschaft – verliehen werden und jeweils mit 500 Euro für die jeweilige Arbeit dotiert sein. Das Preisgeld soll auch mithilfe der Oldesloer Wirtschaft finanziert werden.

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Sozialarbeit wird nicht ausgeweitet

Lübecker Nachrichten   18.12.2019

Sozialarbeit wird nicht ausgeweitet

Bad Oldesloe. Wieder nichts: Die Schulsozialarbeit an der Theodor-Mommsen-Schule (TMS) sowie der Ida-Ehre-Schule wird nicht aufgestockt. Ein Antrag der Grünen für eine weitere Stelle fand in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung am Montag nach sehr lebhafter Debatte ganz knapp keine Mehrheit.

„Sind Ihnen die Kinder nichts wert?“, hatte Sabine Braasch in der Einwohnerfrage provokant gefragt. Sie ist die Vorsitzende des Schulelternbeirates der TMS und setzt sich schon länger für eine personelle Aufstockung ein. „Eine Kraft reicht überhaupt nicht mehr aus“, sagte Braasch den LN. Doch mit Blick auf die Finanzen und auch einen Hinweis des Landesrechnungshofes stimmte die Politik dagegen. mc

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Manager für Klimaschutz abgelehnt

Stormarner Tageblatt  18.12.2019

Manager für Klimaschutz abgelehnt

Bad Oldesloe Demos für mehr Klimaschutz, „Fridays for future“, Vorträge, Infoveranstaltungen – der durch Menschen verursachte Klimawandel ist ein großes Thema weltweit, aber auch in Stormarn und in Bad Oldesloe. Daher wollten die Grünen als „wichtiges Zeichen“ und „um voranzukommen“, wieder einen Klimaschutzmanager in der Stadt etablieren. Diesen gab es schon mal, dann war die Stelle unbesetzt und dann wurde sie gestrichen. Jetzt beantragte Wilfried Janson für seine Fraktion ab 2020 wieder einen solchen Posten einzurichten. „Wir haben noch zehn Jahre, um das Ruder herumzureißen. Gelingt uns das nicht, dann wird es weltweit zu Veränderungen kommen, die wir dann nicht mehr umkehren können. Jeder muss etwas machen, wir können nicht immer auf andere Länder, andere Städte oder andere Kreise zeigen. Wir müssen aktiv werden und radikal vorankommen“, so Janson.

„Wir müssen handeln“

Die Aufgaben des Managers wären etwa, die lokalen Klimaschutzaktivisten zu vernetzen – und vor allem die Koordination und Umsetzung des bestehenden Klimaschutzkonzeptes. Auch sei es dann möglich, mehr Fördermittel einzuwerben und den Klimaschutz aktiv mitzugestalten. Jetzt sei es so, dass es zwar gute Ideen und zum Teil Beschlüsse gebe, aber diese könnten wegen des mangelnden Personals in der Stadtverwaltung nicht umgesetzt werden. Unterstützung kam von der SPD und den Linken. „Wir müssen handeln. Es reicht nicht, den jungen Aktivisten von Fridays for Future nur auf die Schulter zu klopfen. Im Kreistag ist eine Resolution erlassen worden, die als Motto hat: ,Wir haben verstanden’ – dann sollten wir das jetzt auch beweisen“, so Hendrik Holtz (Die Linke).

FBO, CDU und FDP sahen das anders. „Beim Kreis gibt es zwei Fachleute für Klimaschutz. Sie sind Ansprechpartner und seit Jahren im Thema. Dorthin kann man sich mit den Anliegen wenden“, so Anita Klahn (FDP). Im Endeffekt gab es für die Einrichtung des Postens keine Mehrheit. Der Antrag wurde mit 14 Ja- zu 18 Nein-Stimmen, eine Enthaltung, abgelehnt. Mehrere Zuschauer verließen noch während der Abstimmung wütend und enttäuscht den Saal. nie

 
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Klare Mehrheit für den Haushalt 2020

Stormarner Tageblatt  18.12.2019

Die letzte Sitzung des Oldesloer Stadtparlaments in diesem Jahr war geprägt von heftigen Diskussionen und Millionen-Investitionen.

Letzte Sitzung des Jahres: Abstimmung in der  Oldesloer Stadtverordnetenversammlung. niemeier
Letzte Sitzung des Jahres: Abstimmung in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung. niemeier

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Die Stadt Bad Oldesloe geht mit einem sehr positiven Haushalt ins Jahr 2020 und doch war die Stimmung in Stadtverordnetenversammlung nicht ungetrübt. Denn dass man mit über sechs Millionen Euro Plus 2020 rechnen darf, ist auf einen Einmal-Effekt durch Gewerbesteuernachzahlungen inklusive Zinsen zurückzuführen. Darauf wies auch Finanzausschussvorsitzender Torsten Lohse (CDU) hin. Denn für die nächsten Jahre sieht es in der Prognose gar nicht mehr so gut aus. Statt plus steht dann nämlich ein Minus vor dem Ergebnis.

Dank an Kämmerin „Wir werden uns Gedanken machen müssen. Ein Haushalt ist immer ein Kompromiss. Was besonders wichtig und unverzichtbar erscheint, das ist von Fraktion zu Fraktion unterschiedlich“, so Lohse. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit vor allem auch mit der scheidenden Kämmerin Mandy Treetzen. Positiv wurden von verschiedenen Seiten Investitionen in Brandschutz, Schulen oder Feuerwehr hervorgehoben. Dennoch bestimmten heftige Diskussionen den Sitzungsverlauf. Am Ende verweigerten vier FBO-Mitglieder ihre Zustimmung zu dem Haushalt, der mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde. Als größte Investition ist bei der Stadt der Ankauf von Grundstücken und Gebäuden vermerkt. Für diesen Posten, der nicht öffentlich erklärt wurde, stehen stolze 6,5 Millionen Euro bereit. 520.000 Euro stehen für zwei neue Feuerwehrfahrzeuge im neuen Haushalt. 1,5 Millionen fließen in den Brandschutz der Ida-Ehre-Schule. Das „Radhaus“ am Bahnhof schlägt mit 635.000 Euro zu Buche. Für die Sanierung des Industriegleises am Sandkamp wurden 550.000 Euro veranschlagt.

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Bad Oldesloe, wie es früher einmal war

Lübecker Nachrichten   17.12.2019

Rechtzeitig zu Weihachten ist ein weitere Band der Serie „Bad Oldesloe in alten Bildern“ erschienen.

Beginn der Lübecker Chaussee mit Blick stadteinwärts in den 1930er Jahren. Dort, wo auf dem Foto die Wasserfläche der Trave zu sehen ist, stehen heute das Polizeigebäude und ein Teil der Feuerwehr.Fotos: von Hausen, hfr

Bad Oldesloe. Gerade in der Weihnachtszeit schwelgt man in Erinnerungen. Eine Auffrischung in Sachen Erinnerung an das alte Oldesloe hält der elfte Band der Buchreihe „Bad Oldesloe in alten Bildern“ parat. Dem Oldesloer Verlag von Hausen ist es wieder gelungen, ein interessantes Buch auf den Markt zu bringen.

Dabei konnte der Verlag sich wieder auf den Hobbyhistoriker Erwin Doeubler verlassen. Er steuerte über 60 Bilder bei: alte Straßenzüge und Ansichten, Bilder über das Schloss Blumendorf und das Gebäude der Theodor-Mommsen-Schule. „Mit Erwin Doeubler haben wir seit Jahren ein tolles Verhältnis. Was er uns an Bildmaterial zur Verfügung stellt, ist einfach nur klasse“, freut sich Verleger Nico von Hausen über die Zusammenarbeit mit dem Hobbyhistoriker.

Auch wird im neuen Buch das Thema Kleingarten behandelt. Dank Ralf Klesch bekommt man einen kleinen Einblick in das Thema, wobei auch viele private Fotos abgedruckt sind.

Ein breites Spektrum deckt auch die Geschichte des Tennis- und Hockeyclubs „Blau-Weiß“ ab. Darin sind zum Beispiel Bilder vom Tenniszirkel aus dem Jahre 1913 enthalten. Auch zeigt das Titelfoto des Buches eine Aufnahme aus dem Jahre 1954, als ein Vergleich der Tennis-Landesverbände Hamburg, Niedersachsen, Nordwest (Bremen) und Schleswig-Holstein Hunderte Zuschauer an die Anlage im Kurpark lockte.

Auch der Hockeysport wird betrachtet. Im Travestadion fand 1950 ein Punktspiel gegen Phönix Lübeck statt. „Ein seltener Anblick, denn Hockey wurde im Travestadion nicht oft gespielt“, weiß Nico von Hausen durch den 1. Vorsitzendes des THC, Carsten Gehrke.

Die Feuerwehrmänner Ernst-Günter Schütz und Paul-Otto Ehrich verrichten zwar keinen aktiven Dienst mehr, doch dank ihrer privaten Bilder bekommt man einen kleinen Einblick in das Feuerwehrwesen. „Neben Einsätzen und Festen wird auch der Neubau der Feuerwache in der Lübecker Straße betrachtet“, berichtet von Hausen jun. stolz. Dr. Manfred Brembach hat einen Beitrag zur Sohlgleite am Exer geschrieben und mit Bildern ausgestattet.

Ein paar besondere Impressionen trug Holger Benz bei, denn von seinen Eltern und Großeltern bekam er etliche historische Aufnahmen. Bilder vom Oldesloer Kurhaus kurz vor und während des Abrisses im Jahre 1938 wurden ebenso abgedruckt wie das Oldesloer Rathaus mit Hakenkreuzfahne und ein Umzug ein Jahr später.

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