Archiv der Kategorie: Presseartikel

Stormarner Schnappschuss

Stormarner Tageblatt  01.02.2023Susanne Rohde-PosernSusanne Rohde-Posern

Bad Oldesloe An der B75 in Richtung Reinfeld liegt rechterhand die Fischräucherei „Kneeden Quell“. Der Betrieb besteht aus einem Fischereihof, der hofeigenen Räucherei sowie einigen Teichanlagen direkt an der Trave. Die Fischereirechte wurden den Vorfahren der Eigentümerfamilie Jacobsen bereits im Jahre 1584 vom dänischen König übertragen. Seitdem besteht die Fischerei an ihrem heutigen Standort.
srp

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Verwaltung weiter im „Corona-Modus“

Stormarner Tageblatt  01.02.2023

Bad Oldesloe hält an der Terminvergabe für die Bürger fest

Die Stadtverwaltung in Bad Oldesloe hält auch nach der Pandemie an der Terminvergabe für Dienstleistungen fest  Patrick Niemeier
Die Stadtverwaltung in Bad Oldesloe hält auch nach der Pandemie an der Terminvergabe für Dienstleistungen fest Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Wer in der Stadtverwaltung Bad Oldesloe eine Erledigung zu machen hat, der muss vorher einen Termin vereinbaren. Seit der Corona-Pandemie kann das auch in vielen Fällen auf der Homepage der Stadt erfolgen. Die jeweilige Dienstleistung kann nur an dem jeweiligen Termin erfolgen.
Dass das auch jetzt noch immer so abläuft, während doch fast alle übrigen Corona-Maßnahmen aufgehoben seien, kritisiert die FBO-Fraktion. „Während sich das öffentliche Leben erfreulicherweise normalisiert und auch die coronabedingten Sondermaßnahmen zurückgenommen wurden und werden, scheint die Stadtverwaltung mit der Entwicklung nicht Schritt zu halten“, sagt Matthias Rohde (FBO).
Es könne nicht sein, dass für fast alle Anliegen zuvor eine „Zwangs-Terminvereinbarung“ notwendig sei. Das sei unangemessen und werde der Dienstleister-Funktion der Verwaltung gegenüber den Bürgern nicht gerecht.

FBO fordert Rückkehr zum alten Modus
„Daher sollte die Verwaltung die nächsten Schritte der Öffnung gegenüber den Oldesloerinnen und Oldesloern und ihren Anliegen nun auch zeitnah tun“, teilt Rohde mit. Das müsse trotzdem nicht bedeuten, dass Mitarbeiter der Verwaltung nicht trotzdem auch mobil arbeiten könnten.
Die Sicht der Verwaltung dürfte die FBO erstaunen. Denn es sei keineswegs geplant, in Zukunft nochmal auf die verpflichtende Terminvereinbarung zu verzichten, ist aus der Verwaltung zu vernehmen. Im Gegenteil: die Möglichkeit online Termine zu vereinbaren, soll sogar noch auf die Bereiche ausgeweitet werden, in denen das noch nicht funktioniert.
„Unsere Erfahrungen mit dem Vorgehen ist gut. Außerdem müssen Bürger nicht mehr so lange vor Ort warten und die Verwaltung ist ja keineswegs geschlossen. Man kann sie zu den normalen Zeiten betreten und am Info-Point im Erdgeschoss auch Informationen erhalten oder Termine vereinbaren“, sagt Agnes Heesch, bei der Stadtverwaltung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Es stimme entsprechend nicht, dass die Verwaltung nicht „normal“ zugänglich sei.
In anderen Städten wie zum Beispiel Reinbek oder Glinde sei das bereits längere Zeit normal. Es sei nur mit dem Titel „Bürgerportal“ anders benannt und werde so als Service erkannt. Im Rahmen der definitiv weiter fortschreitenden Digitalisierung werde auch in Bad Oldesloe der Weg zum „Rathaus online“ erfolgen.
Langfristig könnten so einige Termine vor Ort ganz vermieden werden, indem der Service online erfolgen kann. Entsprechend wäre es eher ein Schritt zurück, die Terminvereinbarung wieder aufzuheben, heißt es aus dem Rathaus.

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Trauer um CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann

Stormarner Tageblatt  31.01.2023Gero Storjohann, der fast 20Jahre lang für den Wahlkreis Segeberg-Stormarn Mitte als Abgeordneter der CDU im Bundestag saß, ist nach einer schweren Erkrankung verstorben.  CDU

Gero Storjohann, der fast 20Jahre lang für den Wahlkreis Segeberg-Stormarn Mitte als Abgeordneter der CDU im Bundestag saß, ist nach einer schweren Erkrankung verstorben. CDU

Patrick Niemeier

Bad Oldesloe Ein nicht nur im Kreis Stormarn sehr bekanntes Gesicht wird nicht mehr zurück auf die politische Bühne kommen. Gero Storjohann, der fast 20 Jahre für die CDU im Bundestag saß, ist am Sonntag trotz langer intensivmedizinischer Behandlung an den Folgen einer schweren Erkrankung verstorben. Das bestätigte gestern sein Büro.
Seit dem 1. April 2022 befand sich Storjohann nach einem medizinischen Notfall in intensivmedizinischer Betreuung. Sein Bundestagsmandat behielt er allerdings bis zu seinem Tod. An welcher Erkrankung Storjohann litt, blieb unbekannt.
Storjohann, der 1958 in Seth im Kreis Segeberg geboren wurde, gehörte der CDU-Fraktion im Bundestag seit 2002 an. Im Februar wäre er 65 Jahre alt geworden. 1975, mit 18 Jahren, war Storjohann in die Junge Union eingetreten. Zwei Jahre später folgte der Eintritt in die CDU. „Er zeichnete sich zeitlebens dadurch aus, immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen zu haben und diese ernst zu nehmen. Auch von seinen Mitarbeitern wurde er wegen seiner angenehmen Umgangsweise geschätzt“, heißt es im Nachruf seines Bundestagsbüros in Berlin.
Vor seiner Zeit in Berlin war er CDU-Landtagsabgeordneter (1994 bis 2002). Dort war er wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Großes Engagement für die Verkehrspolitik
Im Bundestag lag ihm besonders die Verkehrspolitik am Herzen. Er engagierte sich dabei vor allem auch für die Bereiche Verkehrssicherheit und die Förderung des Radverkehrs. Stolz verkündete er entsprechend in seinem Wahlkreis regelmäßig Erfolge auf diesem politischen Gebiet. „Zu seinen liebsten Beschäftigungen gehörte das Fahrradfahren: von der täglichen Runde um sein Dorf, den täglichen Wegen im Zentrum Berlins, über ausgedehnte Fahrradtouren bis hin zum Urlaub auf zwei Rädern“, erinnern sich die Mitarbeiter seines Büros in Berlin. Die Förderung des Radverkehrs werde in den Köpfen vieler Mitbürger noch lange mit seinem Namen verbunden bleiben.
„Ebensolange wie für die Verkehrspolitik setzte Gero Storjohann sich im Petitionsausschuss für die vielfältigen Belange der Bürger ein, die an den Bundestag herangetragen werden. Zuletzt konnte er dies als Sprecher für Petition der CDU/CSU-Fraktion in hervorgehobener Position tun“, blickt sein Büro auf sein Engagement zurück. In Stormarn traf man Storjohann auf vielen Veranstaltungen, zuletzt auch im Februar 2022 auf dem Oldesloer Marktplatz bei einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine. Er setzte sich zudem für den Erhalt der Lungen-Fachklinik in Borstel ein. Auch engagierte er sich für das „Parlamentarisches Patenschafts-Programm“. Als Pate ermöglicht er zahlreichen jungen Stormarnern und Segebergern ein Jahr in den USA.
Der in seinem Geburtsort Seth lebende Storjohann hinterlässt seine Ehefrau Maren und drei erwachsene Söhne.

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Kita-Krise verschärft sich

Stormarner Tageblatt  31.01.2023

Demo und Podiumsdiskussion in Bad Oldesloe angekündigt

Auch in der von Jana Schmidt geleiteten Kita Moordamm sorgt man sich um die künftige Betreuung der Kinder.  Joshua Hirschfeld
Auch in der von Jana Schmidt geleiteten Kita Moordamm sorgt man sich um die künftige Betreuung der Kinder. Joshua Hirschfeld

Patrick Niemeier

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Verpasst Bad Oldesloe seine Chance?

Stormarner Tageblatt  30.01.2023

Seit Jahren wird über Stellflächen für Camper gesprochen – passiert ist aber noch nichts

Die wenigen Stellplätze auf dem Exer sind beliebt.  Finn Fischer
Die wenigen Stellplätze auf dem Exer sind beliebt. Finn Fischer

Patrick Niemeier

Aus einer Lachnummer wurde eine Erfolgsgeschichte. Als Agnes Heesch, bei der Stadt Bad Oldesloe für den Tourismus zuständig, vor Jahren zum ersten Mal über die Bedeutung des Wohnmobil-Tourismus in Bad Oldesloe sprach, waren die Zweifel in der Lokalpolitik groß. Damals machten sich einige Oldesloer sogar lustig über ein solches Projekt. Welcher Tourist sollte schon mit seinem Wohnmobil in Bad Oldesloe halten wollen?

Oldesloer erkennen ihre Potentiale nicht
Abgesehen davon, dass sich in solchen Fragen eines der Grundprobleme in der Stormarner Kreisstadt zeigt – nämlich, dass die Oldesloer hyperkritisch mit ihrer eigenen Stadt umgehen – zieht sich das Unterschätzen des lokalen Tourismus weiter durch die Jahre. Und so setzen sich um neuen – nachweislich benötigten – Stellplätze, immer wieder vor allem Bedenkenträger durch.
Mögliche Plätze auf dem Poggensee-Parkplatz sind komplett gestrichen und der Ausbau der Plätze am Bürgerpark zieht sich. Eine seit Jahren angedachte Verbesserung der Sanitär-Situation am Exer lässt auch noch auf sich warten. Kurzum: Diese Dinge scheinen bei lokalpolitischen Entscheidungen zumindest keine Priorität zu haben.
Das kritisiert auch Nicole Brandstetter von der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe. „Leider haben wir bei der Diskussion rund um die Wohnmobilstellplätze wieder erlebt, dass viele Partikularinteressen statt des Gemeinwohls vertreten wurden. Bad Oldesloe kann es sich nicht leisten, wichtige Entscheidungen zur Tourismuswirtschaft zu verschieben“, macht sie deutlich.
„Aber auch das ist – wie viele andere Dinge – eine Frage der Gesamtstrategie: Möchte man in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren das touristische Potential von Bad Oldesloe nutzen? Wenn ja, wie?“, fragt Brandstetter. „Wenn Statistiken belegen, dass Wohnmobilreisende Bad Oldesloe vermehrt anfahren und sich ein fortlaufender Boom abzeichnet, dann lohnt es sich, das Potential der Wohnmobilisten zu nutzen und zügig Plätze mit entsprechender Infrastruktur zu schaffen“, macht sie deutlich.
Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Image einer Stadt sei nämlich die Mundpropaganda. „Zufriedene Gäste erzählen es weiter“, weiß Brandstetter. Keine gute Visitenkarte geben die immer wieder von Vandalismus betroffenen Toiletten an den vorhandenen Wohnmobilstellplätzen an der Stormarnhalle ab. Diese werden außerdem bald gar nicht mehr genutzt werden können, wenn die Sanierung der Halle beginnt.
Auch Günther Knubbe vom ehrenamtlichen Stadtgestalter-Verein „Wir für Bad Oldesloe“ betont, dass die Stadt Bad Oldesloe eine Chance verpasst, wenn sie die Wohnmobilstellplätze nicht weiter ausbaut. „Wohnmobile sind Trend, viele, gerade auch ältere Menschen, erfahren sich damit ihren Urlaub. Wir sollten deutlich mehr Stellplätze haben auch an anderen Orten in der Stadt“, betont Knubbe.
Der Standort auf dem Exer sei von der Ortswahl perfekt, aber zu klein. „Wir haben dort einen Prospekthalter für unsere Wanderkarten, die dort extrem gut angenommen werden. Die Wanderkarten, von denen schon 25.000 Stück verteilt wurden, werben sehr gut für die Naherholung und die Innenstadt“, sagt Knubbe.
Und wie geht es nun weiter, seitdem die Lokalpolitik sich mit knapper Mehrheit gegen neue Stellplätze am Poggensee aussprach? „Die Verwaltung konzentriert sich jetzt zunächst auf die Planung der bereits beschlossenen Standorte Exer und am Kurparkstadion“, sagt Heesch.
Die Vergabe zu den Vorplanungsarbeiten sei bereits erfolgt. „Zur Vorbereitung der Planungsarbeiten wurde ein Beteiligungsverfahren durchgeführt, bei dem Anforderungen und Bedürfnisse für die jeweiligen Standorte abgefragt und festgelegt worden sind. Die Planungsergebnisse zu den Standorten werden in der zweiten Jahreshälfte den politischen Gremien vorgestellt“, sagt Heesch. Das bedeutet auch, dass es im Sommer 2023 noch keine neuen Plätze geben wird.

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