Archiv der Kategorie: Presseartikel

Von Misstrauen zu besserem Miteinander

Stormarner Tageblatt  06.09.2019

Klausurtagung der Oldesloer Lokalpolitik und der Verwaltung soll für gegenseitiges Verständnis sorgen

Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie
Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Zerschnittenes Tischtuch, zerschlagenes Porzellan, zerrüttetes Vertrauen – all diese sprachlichen Bilder und Vergleiche wurden in den vergangenen Jahren schon verwendet, wenn es um das Verhältnis zwischen der Oldesloer Stadtverwaltung und Teilen der politisch Verantwortlichen geht. Kaum eine Ausschusssitzung, in der nicht irgendwer aus der Lokalpolitik mindestens andeutete, die Verwaltung mauschele und tue insgeheim nicht das, was ihre Parlamentarier auf den Weg gegeben hatten.

Eindeutig geregelt ist der Ablauf auf kommunaler Ebene: Das Lokalparlament entscheidet, die Verwaltung führt aus. Doch ist alles durchführbar? Mangelt es womöglich ehrenamtlichen Lokalpolitikern an Kenntnissen über das was kommunalpolitisch möglich ist?

Die SPD möchte diesen Problemen auf den Grund gehen. Ein externer, professioneller Berater solle engagiert und gemeinsam eine Klausurtagung zur Stärkung der Vertrauensbasis durchgeführt werden. Ist das zielführend? Im Ausschuss wurde darüber kontrovers diskutiert.

Die deutlichste Meinung dazu hatte Wolfgang Schmidt (Fraktionsgemeinschaft Familienpartei / Freie Wähler): „Schuld ist allein der Bürgermeister. Der ist das Problem. Ich könnte diverse Dinge aufzählen, in denen er sich nicht richtig verhalten hat. Da muss ich nicht mit Sach- und Fachbereichsleitern diskutieren. Der Bürgermeister ist es, mit und über den gesprochen werden muss“, betont Schmidt.

„Ich verstehe die Kritik in Teilen, möchte aber gar nicht, dass wir über Einzelpersonen sprechen. Es darf daher durchaus um die ganze Verwaltung gehen. Wir würden uns nur wünschen, dass es dann eher Tagungen und Austausch pro Ausschuss gibt. Generell ist die Zielrichtung, sich mal so zusammenzusetzen gut“, sagte Hendrik Holtz (Linke).

„Die Idee stammt ja mit von mir. Dass da nun leider nicht die CDU mit draufsteht, hat seine Gründe, aber es bedeutet, dass wir generell mit dahinter stehen. Allerdings würden wir die Teilnehmerzahl auf die Stadtverordneten begrenzen und nicht die bürgerlichen Mitglieder mit einbeziehen in einer ersten Auftaktrunde aus der sich ja mehr ergeben kann“, so Andreas Lehmann (CDU). Auch die FBO sieht die Idee als durchaus sinnvoll an, hadert aber noch mit dem Format. „Der Grundgedanke ist gut, und da können wir so auch mitgehen“, sagte Matthias Rohde (FBO).

Die FDP sprach sich dafür aus, in kleinerer Runde zu tagen. Ansonsten drohe ein Treffen zwischen Stadtverordneten, bürgerlichen Ausschussmitgliedern und einem Großteil der Verwaltung komplett aus dem Ruder zu laufen. Zielführend sei das dann trotz des positiven Grundgedankens im Endeffekt nicht.

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Mehr Personal für den Datenschutz

Stormarner Tageblatt  06.09.2019

Mehr Personal für den Datenschutz

Bad Oldesloe Je digitalisierter und globalisierter die Welt wird, desto größer wird gleichzeitig die Herausforderung in Sachen Datenschutz. Daher haben die Mitglieder des Bad Oldesloer Hauptausschuss einer zusätzlichen Dreiviertelstelle in diesem Bereich zugestimmt. Allerdings wird die Stelle – wie auch schon die bestehende Stelle – nicht bei der Stadt angesiedelt sondern beim Kreis Stormarn. Finanziert wird der gemeinsame Datenschutz nämlich neben dem Beitrag aus Bad Oldesloe durch den Kreis Stormarn, die Städte Bargteheide, Reinbek, Reinfeld und den Ämtern Bad Oldesloe-Land und Bargteheide-Land. Diskutiert wurde, ob eine zusätzliche 0,75-Stelle ausreiche oder ob man eine zusätzliche ganze Stelle schaffen sollte. Hendrik Holtz (Die Linke) befürchtet, dass die Stelle nicht attraktiv für Bewerber auf dem umkämpften Markt sein könnte. Hauptamtsleiter Malte Schaarmann erklärte aber, dass man sich bereits mit dem anderen Verwaltungen auf die 0,75-Stelle geeinigt habe. Andreas Lehmann (CDU) lobte die Möglichkeit, sich gemeinsam mit den anderen Städten und Kommunen um den Datenschutz kümmern zu können. „Das ist ein Luxus für den wir dankbar sein könnten. Eine positive Zusammenarbeit“, so der Christdemokrat. nie

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„Blaulicht-Meile“ in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  05.09.2019

THW und Co. präsentieren sich und die Technik / Riesenrutsche und Hüpfburg für Kinder

Bad Oldesloe Das Technische Hilfswerk (THW) Bad Oldesloe lädt Sonnabend, 7. September, von 14.30 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Elly-Heuss-Knapp-Straße in Bad Oldesloe ein. Bei einer großen „BlaulichtMeile“ werden THW-Großgeräte wie Baumaschinen, große Kranwagen und andere THW-Spezialtechnik vorgestellt. Mit dabei sind auch der Löschzug-Gefahrgut, die Technische Einsatzleitung, die Feuerwehr Bad Oldesloe, der ASB und viele weitere Blaulicht-Organisationen und stellen sich und ihre Technik vor. Riesenrutsche, Hüpfburg und ein Kuchenbüfett runden das Programm für Jung und Alt ab. Bei den vielfältigen Angeboten ist für Jung und Alt etwas dabei. Neben den Einsatzeinheiten des THW mit den Bergungsgruppen, der Fachgruppe Sprengen, der Fachgruppe Logistik und den Führungseinheiten stellen sich auch die THW-Jugendgruppen und viele weitere Einsatzorganisationen vor.

Bei der Blaulicht-Meile mit großer Technikschau sind unter anderem dabei: Die Freiwillige Feuerwehr Stadt Bad Oldesloe, der Arbeiter-Samariter-Bund Stormarn-Segeberg, der Pumpenzug des THW des Kreises Herzogtum Lauenburg, die Technische Einsatzleitung Kreis Stormarn, der Löschzug-Gefahrgut Kreis Stormarn, die Bundeswehr und die THW-Ortsverbände Ratzeburg, Ahrensburg, Northeim, Hamburg-Wandsbek und Lübeck.

Mit der Riesenrutsche und der Hüpfburg sowie vielen Aktionen zum Mitmachen gibt es für Groß und Klein viel zu entdecken. Für das leibliche Wohl hat die THW-Helfervereinigung Bad Oldesloe einiges im Angebot. Zudem gibt es eine Tombola.

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Notwendig oder gar überflüssig?

Stormarner Tageblatt  05.09.2019

Kritik am verkaufsoffenen Sonntag

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Es ist eine unendliche und dauerhaft imageschädigende Geschichte. Wieder steht ein verkaufsoffener Sonntag in Bad Oldesloe vor der Tür und wieder gibt es Unstimmigkeiten und Fragezeichen.

Grund dafür ist, dass es seit dem Ende der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute keine stabile Vereinigung mehr gegeben hat, die sich ausschließlich für die Belange der Innenstadthändler einsetzt und die Verantwortung für Aktionen wie den verkaufsoffenen Sonntag übernimmt. Während in Ahrensburg und Bargteheide seit vielen Jahren die Kaufleute-Vereinigungen „Ahrensburger Stadtforum“ und der „Ring Bargteheider Kaufleute“ erfolgreiche, beliebte und etablierte verkaufsoffene Sonntage auf die Beine stellen, bricht in der Kreisstadt vor fast jeder Ausgabe die Diskussion darüber aus, wer die Verantwortung übernimmt und ob es in Zukunft überhaupt noch verkaufsoffene Sonntage geben soll.

Fest steht seit langer Zeit, dass die Stadt Bad Oldesloe zu ihrer Aussage steht, dass sie nicht die Organisation und Durchführung der verkaufsoffenen Sonntage übernehmen wird. Diese Aufgabe sehe man eindeutig bei den Kaufleuten – das stellte Bürgermeister Jörg Lembke immer wieder klar. Teile der Kaufmannschaft zeigen umgekehrt mit dem Finger auf die Stadt und sagen, dass die Stadt etwas tun müsse.

Fakt ist: Für dieses Jahr waren vier Sonntage angemeldet. 4000 Euro aus dem Stadtsäckel stehen pro Sonntag als Zuschuss zur Verfügung. Ehrenamtlich erklärte sich Hans-Jörg Steglich bereit, die Koordination zu übernehmen und Ansprechpartner zu sein. Doch nun schließt zum 30. September die „Löwenapotheke“ seiner Frau, während er mehr politische Verantwortung übernommen hat. Steglich zog sich daher nach den ersten beiden Ausgaben in diesem Jahr zurück. „Wenn sich kein neuer Koordinator findet, wird es die verkaufsoffenen Sonntage nicht mehr geben“, stellte Bürgermeister Jörg Lembke kürzlich klar.

Am 22. September soll nun aber ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden. Mehrere Kaufleute zeigen sich darüber verwundert, weil sie keinen festen Ansprechpartner kennen. Das Veranstaltungsmanagement der Stadt ist den Kaufleuten schon als temporäre Lösung so weit entgegengekommen, dass es zwei Mal im Jahr ermöglicht wird, am Rande von städtischen Veranstaltungen zu öffnen. Am 22. September ist es das „Bier- und Genussfestival“ auf dem Marktplatz. Das Gerücht aber, dass die Stadt Veranstalter des verkaufsoffenen Sonntags sein wird, stimmt nicht. Dieser muss von einem Vertreter der Kaufleute angemeldet und koordiniert werden. Diese Person ist dann für die überregionale Werbung zuständig und es müsste – abgesehen vom Marktplatz mit der städtischen Veranstaltung – weitere Aktionen in übrigen Straßen geben. Die Genehmigung ist an strenge Auflagen und Gesetzesvorgaben gebunden.

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Zusammen leben – zusammen wachsen

Stormarner Tageblatt  03.09.2019

Die „Interkulturelle Woche“ dauert diesmal vom 10. September bis zum 24. Oktober

Eine bunt gemischte Truppe von Vertretern verschiedener Vereine und Einrichtungen organisieren die Interkulturelle Woche in der Kreisstadt.  Susanne Rohde
Eine bunt gemischte Truppe von Vertretern verschiedener Vereine und Einrichtungen organisieren die Interkulturelle Woche in der Kreisstadt. Susanne Rohde

Susanne Rohde Bad Oldesloe „Ich bin immer wieder von den Socken, wenn ich sehe, was Ehrenamtler hier alles auf die Beine stellen. Und ich freue mich, dass es wieder gelungen ist, ein tolles Programm zu organisieren. Das ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke, der gestern zusammen mit den Vertretern vieler Vereine und Einrichtungen das umfangreiche Programm für die „Interkulturelle Woche“ in Bad Oldesloe vorstellte. Dabei handelt es sich allerdings um fast sieben Wochen, in denen insgesamt 26 Veranstaltungen angeboten werden – von Konzerten und Lesungen über Theater und Filmvorführungen bis zu kulinarischen Highlights mit gemeinsamem Kochen und einem leckeren internationalen Büfett.

Die bundesweiten Interkulturellen Wochen, die diesmal unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“ stehen, werden landesweit nur noch in Norderstedt, Ahrensburg und Bad Oldesloe durchgeführt, in der Kreisstadt allerdings dann gleich fast zwei Monate lang und zusammen mit einer „Fairen Woche“. Das umfangreiche Programm ist bunt und abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack etwas. Den Anfang macht am Dienstag, 10. September, das Bella-Donna- Haus mit der Veranstaltung „Komm Schwester, erzähl’ uns von deinem Land“. Ab 19 Uhr berichten Frauen aus Armenien vom Leben in ihrer Heimat. Dazu gibt es kleine kulinarische Köstlichkeiten, Musik und Tänze. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 13. September, lädt das Diakonische Werk zu einem Internationalen Kickerturnier in die Gemeinschaftsunterkunft am Sandkamp ein, hier ist allerdings eine Anmeldung nötig. Ein faires Frühstück wird am Sonntag, 15. September, ab 10 Uhr im Bürgerhaus angeboten. „Hier wollen wir auch die Beste-Trave-Schokolade aus fairem Handel vorstellen“, so Dr. Hartmut Jokisch, der die Interkulturelle Woche als Kurator betreut.

Das Familienzentrum Oase veranstaltet am Mittwoch, 18. September, ab 15 Uhr einen Märchennachmittag in vielerlei Sprachen, wobei das Märchen Rapunzel im Fokus steht. „Flucht über das Mittelmeer“ ist das Thema, über das Stefan Schmidt, Flüchtlingsbeauftragter des Landes, ebenfalls am 18. September ab 18 Uhr im Kub berichten wird.

Feven Yoseph ist die erste Gesangsdozentin Äthiopiens und lebt inzwischen mit ihrem deutschen Mann in Berlin. Am Freitag, 20. September, kommt die Musikerin um 20 Uhr mit „Chanting soul“ ins Bella-Donna-Haus. „Feven Yoseph ist eine wunderschöne Frau mit einer ebensolchen Stimme“, betont Dagmar Greiß von Bella Donna.

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