Archiv der Kategorie: Presseartikel

Brücke wegen akuter Schäden gesperrt

Stormarner Tageblatt  22.09.2022

Brücke wegen akuter Schäden gesperrt

Die Brücke zwischen der Straße „Am Stadion“ und dem Weg hinter der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe.  Patrick Niemeier
Die Brücke zwischen der Straße „Am Stadion“ und dem Weg hinter der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe. Patrick Niemeier

Bad Oldesloe Als die mangelnde Standsicherheit deutlich wurde, handelte die Oldesloer Stadtverwaltung unverzüglich. Akute Schäden machen es notwendig, dass die Brücke, die die Straße „Am Stadion“ mit dem Weg hinter der Asklepios-Klinik verbindet, komplett und unverzüglich gesperrt wird. „Aufgrund der mangelnden Standsicherheit des Bauwerks, hervorgerufen durch Querschnittsschwächungen an den Gründungspfählen wurde am 19. September eine sofortige Sperrung des Brückenbauwerkes notwendig“, sagt Ute Obel, Leiterin des Bauamtes der Kreisstadt.Nur durch diese Maßnahme könne der Verkehrssicherungspflicht nachgekommen werden.
Wie lange die Sperrung andauert, ob sie saniert werden kann – all das steht noch nicht fest. „Ein Gutachten soll über den Schadensumfang und weitergehende Maßnahmen entscheiden“, sagt Obel.
In den letzten Jahren hatte es mehrere Diskussionen in Bad Oldesloe gegeben, weil zwei Brücken über die Trave und die Beste nicht saniert sondern komplett abgerissen wurden.
nie

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Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Oldesloer Verein stellt neue Idee vor

Stormarner Tageblatt  22.09.2022

Dr. Astrid Hintze (vorne) und Mitstreiter aus Verwaltung und Wir-Verein.  Wir für Bad Oldesloe
Dr. Astrid Hintze (vorne) und Mitstreiter aus Verwaltung und Wir-Verein. Wir für Bad Oldesloe

Wer an dem Forum teilnehmen möchte, muss sich unter www.badoldesloe.de/Wirtschaftsforum anmelden. Der Eintritt ist frei.

Bad Oldesloe Innovation, Ideen, digitale Bildung und gelebte Zukunftsvisionen müssen und sollen kein Thema sein, das nur Metropolen überlassen wird. Der Verein „Wir für Bad Oldesloe“, der sich seit einigen Jahren auf die Fahne geschrieben hat, die Kreisstadt konstruktiv und kreativ mitzugestalten, bringt dafür eine neue Idee ins Spiel: Ein „Digitalisierungs- und Nachhaltigskeitszentrum“ (DNZ) für Bad Oldesloe.

Einen kreativen Ort schaffen
In einem solchen Zentrum soll es dann – so die Idee dahinter – Workshops, Kurse, Arbeitsgruppen für Jugendliche und Schüler, Arbeitsräume für Selbstständige oder auch Treffpunkte für Unternehmen mit ihren Kunden oder auch einfach einen kreativen Ort für Firmen geben, der außerhalb der gewohnten Umgebung liegt – man könnte sagen: eine Art kleines digitales Bildungszentrum mit Innovationslabor.
Astrid Hintze ist Mitglied im Wir-Verein, und möchte die Initiative und das Konzept genauer vorstellen, das von vielen Oldesloern weiterentwickelt werden kann. „Ich erlebe Bad Oldesloe als eine großartige Stadt mit sehr viel Potenzial“, sagt Hintze. Um beim Transfer zu mehr Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu unterstützen, könnte ein DNZ genau der richtige Weg sein. Die Schaffung eines DNZ wäre ein zentrales Element um Firmen, Verwaltung und den Oldesloern zu helfen, so ihre Auffassung. Beim Wirtschaftsforum der Stadt Bad Oldesloe möchte sie heute ab 19 Uhr in der Sparkasse Holstein ihr Konzept vorstellen.
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Tobias Koch gibt Vorsitz der CDU Stormarn ab

Stormarner Tageblatt  22.09.2022

Tobias Koch gibt Vorsitz der CDU Stormarn ab

Tobias Koch will sich auf die Arbeit im Landtag konzentrieren.  CDU
Tobias Koch will sich auf die Arbeit im Landtag konzentrieren. CDU

Bad Oldesloe Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzender der CDU Stormarn – das ist auf Dauer doch etwas zu viel, hat Tobias Koch festgestellt. Daher wird der Stormarner Landtagsabgeordnete im November auf dem Kreisparteitag der Stormarner Christdemokraten nicht mehr für das Amt kandidieren.
„Seit acht Jahren darf ich den CDU-Kreisvorstand als Vorsitzender unterstützen. Allerdings merke ich, dass meine Aufgaben in Kiel mich zunehmend stärker beanspruchen“, sagt Koch. „Nun hat mich die CDU-Landtagsfraktion für die neue Legislaturperiode erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt – ein Vertrauensvorschuss, der mich sehr ehrt“, sagt Koch. Er wolle sich dieser Aufgabe mit aller Kraft widmen.
Auf der anderen Seite sei es ihm ein Anliegen, dass die CDU Stormarn ebenfalls einen Vorsitzenden habe, der vollen Einsatz zeigen könne. Die lokalen Herausforderungen müssen schließlich auch gemeistert werden. „Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, nicht erneut für den Kreisvorsitz zu kandidieren“, sagt Koch.
Er hat auch bereits eine Nachfolgerin für das Amt vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um die 46-Jährige Marion Schiefer aus Reinbek. Sie ist Richterin und seit 25 Jahren CDU-Mitglied. Sie trat damals der Jungen Union der CDU Wiesbaden bei. Schiefer war in Wiesbaden 12 Jahre lang Stadtverordnete und ein halbes Jahr Landtagsabgeordnete. 2014 wurde sie in Stormarn zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt.
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Irritationen um das Reisezentrum

Stormarner Tageblatt  22.09.2022

CDU befürchtet Schließung am Bahnhof Bad Oldesloe, Deutsche Bahn gibt Entwarnung

Der Bahnhof in Bad Oldesloe soll auch 2023 noch über ein Reisezentrum verfügen.  Patrick Niemeier
Der Bahnhof in Bad Oldesloe soll auch 2023 noch über ein Reisezentrum verfügen. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Wird das Kundenzentrum der Deutschen Bahn im Bahnhof Bad Oldesloe geschlossen? Das meint zumindest die CDU Bad Oldesloe gehört zu haben. „Wie die CDU Bad Oldesloe erfahren hat, soll zum Jahreswechsel das Reisezentrum am Bahnhof geschlossen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Oldesloer Christdemokraten. Woher man diese Informationen bezogen hat, erwähnt die CDU nicht.
Präventiv machen die Christdemokraten aber bereits klar, dass sie sich für den Erhalt des Reisezentrums einsetzen werden. „Bad Oldesloe ist ein Bahnknotenpunkt und ein wichtiger Einstiegsbahnhof für das Oldesloer Umland bis weit über die Kreisgrenzen hinaus“, betont CDU-Stadtverbandsvorsitzender Jens Wieck. „Die Stadt Bad Oldesloe tut viel für den Bahnhof, und allein die große Menge an Menschen, die Bad Oldesloe als Pendler nutzen, zeigt, wie wichtig und richtig dieses Engagement ist“, führt Wieck weiter aus.
Der Bahnhof ist laut der Christdemokraten aus der Kreisstadt ein wichtiger Teil der Verkehrswende. „Dazu gehört auch ein ausreichender Service in der Beratung und dem Fahrtkartenverkauf durch ein Kundenzentrum der Deutschen Bahn an diesem Standort“ berichtet Jens Wieck weiter „Fahrkartenautomaten alleine reichen da nicht: es braucht eine Möglichkeit der Beratung und des Fahrkartenkaufs.“
Man sei daher bereits aktiv geworden und hoffe auf die Unterstützung durch den Kreis Stormarn. Außerdem habe man einen Brief an Landrat Dr. Henning Görtz geschrieben. Auch werde man im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss der Stadt Bad Oldesloe eine Anfrage stellen, einen Brief an die Bahn schreiben und einen entsprechenden Antrag auf dem nächsten Kreisparteitag der CDU Stormarn stellen.
Doch laut der Deutschen Bahn ist das alles total überflüssig. Auf Nachfrage des Stormarner Tageblatts reagiert man überrascht. Eine Bahnsprecherin stellt klar, dass es nicht geplant sei das Reisezentrum im Bahnhof Bad Oldesloe zu schließen. „In Bad Oldesloe wird es weiterhin einen personenbedienten Verkauf geben“, verspricht die Sprecherin im Namen der Bahn. Sie könne sich aber erklären, wie das Gerücht zustande komme. Denn mit dem Fahrplanwechsel im Dezember komme es zu einem Betreiberwechsel des Reisezentrums. Dieses werde zukünftig von einer Agentur der DB betrieben. DB Regio gewann 2018 die Ausschreibung „Elektronetz Ost“Das hänge mit der Ausschreibung des „Elektronetzes Ost“ zusammen. Dieses wurde 2018 von der NAH.SH GmbH ausgeschrieben und die DB Regio gewann.
Der neue Verkehrsvertrag gilt übrigens vom Dezember 2022 bis Dezember 2035. Am Verfahren hatten sich vier Unternehmen beteiligt – auf den Betrieb der insgesamt 175 Kilometer langen Strecken hatte am Ende aber nur die DB Regio geboten und auch den Zuschlag erhalten. Zum Bereich gehören die Strecken Lübeck-Travemünde – Lübeck Hbf (RB 86), Lübeck Hbf – Hamburg Hbf (RE 8/80) und Lübeck Hbf – Puttgarden (RB 85).
Im Rahmen dieses neuen Vertrages komme es auch zu dem Betreiberwechsel im Reisezentrum des Bahnhofs Bad Oldesloe, erklärt die Deutsche Bahn.

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„Basiert auf falschen Zahlen“

Stormarner Tageblatt  22.09.2022

Streit ums Kurparkstadion: SC Union Oldesloe erhebt neue Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung

Die Nutzung des Kurparkstadions sorgt für Zoff in Bad Oldesloe.  Patrick Niemeier
Die Nutzung des Kurparkstadions sorgt für Zoff in Bad Oldesloe. Patrick Niemeier

Finn Fischer

Vor einer knappen Woche demonstrierte der SC Union Oldesloe mit rund 250 Mitgliedern am Rande des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses. Hintergrund ist die Pachtvergabe an den SV Türkspor, der die Ausschreibung um das Kurparkstadion gewonnen hatte. Der SCU fühlt sich in dem Verfahren benachteiligt und forderte von der Stadt unter anderem die Herausgabe der Zahlen, die als Berechnungsgrundlage genommen wurden.
Die liegen dem Verein jetzt vor. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die Stadt Bad Oldesloe auf Mitgliederzahlen zurückgegriffen hat, die der Kreissportverband (KSV) erhoben hat. Das Problem: Sie sollen in keinster Weise die Realität widerspiegeln, wie Vereinssprecher Nico Hoff gegenüber dem Stormarner Tageblatt erklärte. Demnach sei die reale Mitgliederzahl weit höher als die, die dem KSV vorliegt. „Wir haben die Stadt bereits während des Vergabeverfahrens darauf hingewiesen und erklärt, wie die unterschiedlichen Zahlen zustande kommen“, sagte Hoff . Sowohl der Wechsel einer gesamten Handball-Sparte 2019 als auch der Anschluss der ehemaligen VfL-Damen an den SC Union 2021 würden darin keine Berücksichtigung finden.
Laut Hoff sei es der Coronapandemie geschuldet gewesen, dass dem Kreissportverband Steigerungen der Mitgliederzahlen nicht gemeldet wurden. „Dass die Zahlen des KSV fehlerhaft sind, haben wir der Stadt erklärt und es machte auf uns den Eindruck, dass dies Berücksichtigung findet“, erklärt Hoff.
Die Stadt begründete die KSV-Zahlen als Grundlage für die Berechnung der Punkte während des Vergabeverfahrens, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Denn alle Vereine melden dem KSV jährlich ihre Mitgliederzahlen. Das klingt zunächst nach einem fairen Verfahren. Nico Hoff sieht das anders: „Es ist eine schwache Begründung. Im Grunde kann jeder Verein dem KSV Fantasiezahlen melden. Das wird nicht überprüft.“
Für seinen Verein ist das ärgerlich. Immerhin geht es um hunderte Mitglieder. Tatsächlich bleibt fraglich, ob die Art der Datenerhebung des KSV einer Überprüfung auch rechtlich standhalten würde. 2017 und 2018 waren die Abweichungen zwischen KSV-Zahlen und realen Mitgliederzahlen noch vergleichsweise gering. 2019 wechselte dann die Handballsparte des VfL Oldesloe zum SC Union. Das sorgte für eine regelrechte Mitgliederexplosion.
Dem Kreissportverband waren in dem Jahr 111 SCU-Mitglieder gemeldet. Tatsächlich waren es 248. Diese Entwicklung findet sich erst ein Jahr später beim KSV wieder. Zwei Jahre später ein ähnliches Bild. Der VfL-Damenfußball wechselt zum SC Union. Statt 231 (KSV) hat der Verein in Wirklichkeit 340 Mitglieder.
„Der Trend setzt sich fort. Mittlerweile haben wir weit über 400 Mitglieder“, sagt Nico Hoff. Das sei ein weiterer Kritikpunkt. Das Wachstum der Vereine sei in dem Vergabeverfahren ebenfalls nicht berücksichtigt worden. Der Vereinssprecher kann sich vorstellen: Hätte die Stadt beim Pachtvergabeverfahren die richtigen Zahlen als Grundlage genommen, „dann hätten wir das Rennen vielleicht gemacht.“ Die Aussichten, dass das Verfahren mit den korrekten Mitgliederzahlen wiederholt wird, stehen schlecht. Daran wird wohl auch ein geplantes Gespräch zwischen dem Bürgermeister und Vertretern des SC Union Oldesloe nichts mehr ändern. Eigentlich war die Aussprache für Montag angesetzt. Doch zwei SCU-Vorstandsmitglieder sind an Corona erkrankt.
Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) will den Frieden unter den Sportvereinen wieder herstellen – oder es zumindest versuchen. Auf der anderen Seite muss man feststellen, dass die Verwaltung und ihr Vorgehen gegenüber Vereinen – sei es die DLRG oder jetzt die Fußballvereine – zuletzt mehrfach massiv in der Kritik stand. Nach der Demonstration vor der Festhalle sagte Lembke dem Verein zu, eine Lösung zu finden: „SC Union wird alle Möglichkeiten haben, seinen Sport weiter ausüben zu können. Wir werden dafür sorgen, dass der SC Union hier in keinster Form benachteiligt wird.“

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