Archiv der Kategorie: Presseartikel

Oldesloer Schützen sammeln für das Hospiz Lebensweg

Markt   06.02.2019

Bürgerschützengilde von 1627 feierte Jahresbeginn mit Grünkohl und Tanz

Karl-Otto Bergmann, Kommandeur der Bürgerschützengilde, überreichte SabineTiedtke eine Spende für Lebensweg. Foto: Dirk Ahlers

Bad Oldesloe (om/ka). Am 26. Januar begann die Bür- gerschützengilde von 1627 das neue Jahr mit dem traditionellen Grünkohlessen, zu dem über 50 Gildemitglieder und Gäste aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Vereinen kamen. Bereits beim Königsessen und Katerfrühstück des Gildefestes im Mai 2018 haben die Oldesloer Schützen eine Spendensammlung für das Hospiz Lebensweg Stormarn durchgeführt.

Der Erlös der Sammlung konnte nun im Rahmen des Grünkohlessens an die Mitbegründerin der Hospizbewegung, Sabine Tiedtke, übergeben werden.

Karl-Otto Bergmann, der der Bürgerschützengilde seit nunmehr 19 Jahren als Kommandeur vorsteht, wurde vom langjährigen Präsidenten und jetzigem Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, Gerhard Quast, für seinen über 40-jährigen Einsatz für den Schießsport und für seine sportlichen Erfolge mit der Ehrennadel des Präsidenten in Gold geehrt. Nach dem Grünkohlessen wurde noch ausgiebig weitergefeiert.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Betrachtungen zum Wochenausklang: Guter Auftritt, schlechter Auftritt

Stormarner Tageblatt   02.02.2019

Stormarner Wochenschau

Guter Auftritt, schlechter Auftritt

Megi Balzer
Megi Balzer

Patrick Niemeier und Stephan Poost Papierflut Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Die Bäume nicht, aber die Papierberge, zumindest jene an den Bargteheider Schulen. Und nichts weist darauf hin, dass es an anderen Schulen anders ist. Die Idee, nun kopierfreie Tage auszurufen, taugt allenfalls dazu, das Problem zu benennen. Was nun kommen muss, ist eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von 4 500 000 kopierten Blättern, mehr als 1000 pro Jahr, für jeden Schüler. Stichwort Digitalisierung. Doch Fakt ist bisher: Je mehr Computer, Handys, Tablets und Co. genutzt wurden, desto mehr Papier wurde parallel verbraucht. Schon in den 80er Jahren kursierte bei einem großen Automobilhersteller der Witz, das Archäologen, wenn sie denn das Werk in 1000 Jahren ausgraben, auf die Idee kommen könnten, eine Papierfabrik entdeckt zu haben. „Ja“, wird dann ein Archäologe sagen, „die hatten aber eine erstklassige Autowerkstatt!“

Reaktionszeit Die Oldesloer Stadtverwaltung hat Fehler eingeräumt und will es in Sachen Feuerwehr besser machen. So weit so gut! Doch wenn eine Verwaltung, wie im Falle der Kritik der Feuerwehr in Bad Oldesloe, nicht innerhalb eines Nachmittags sprechfähig ist und eine kurze Stellungnahme abgeben kann, dann stimmt etwas nicht. Die Öffentlichkeit will Antworten von den Verantwortlichen. Allerdings nicht Tage später, sondern dann, wenn ein Missstand publik wird. Es müssen ja keine Aufsätze sein.

Spannung Man darf gespannt sein, wie viele Schüler am 15. März zur angekündigten „Friday for future“-Demo nach Oldesloe kommen, schließlich zieht sich ein Riss durch die Schullandschaft und man streitet über die Frage, ob Schüler den Unterricht schwänzen dürfen, um zu demonstrieren. Kultusministerin Karin Prien kündigte bereits Sanktionen an. Die Frage bleibt auch, ob Regelverletzungen zum Konzept eines Protests gehören. Kritiker werfen den Schülern nun vor, der Unterrichtsausfall sei zusätzliche oder sogar die Hauptmotivation. Wenn man jetzt etwas boshaft wäre, könnte man den Schülern zurufen: „Hey, ist doch ganz einfach, geht dieser Machtprobe aus dem Weg, demonstriert nach der Schule!“ Wie gesagt, wenn man boshaft wäre…

Fähnchen „Ich mache das mit den Fähnchen!“, dachte sich ein Rümpeler Bürger und markierte die Hundekothaufen vor seiner Haustür mit bunten Schildern. Was mögen wohl die Hundebesitzer darüber denken, die ihren Hund an eben jener Stelle sein Geschäft verrichten lassen? Wir werden es nicht erfahren, denn sie werden sich wohl nicht zu Wort melden. Aber der Rümpeler Bürger scheint alles richtig gemacht zu haben, wenn keine weiteren Fähnchen mehr dazu kommen.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Stadtverwaltung bittet Feuerwehr um Verständnis

Stormarner Tageblatt   01.02.2019

Desolate Löschteiche, nicht gelieferte Schutzkleidung, fehlender Notstrom: Oldesloe will Probleme lösen

 
 
 

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Die Kritik der Oldesloer Ortswehren an der Verwaltung war in ihrer Deutlichkeit auf den Jahresversammlung überraschend hart. Auch die Lokalpolitik zeigte sich erschrocken, als sie von den Missständen erfuhr (wir berichteten). „Uns wurde immer gesagt, dass das Verhältnis zu der Verwaltung eng und sehr gut sei. Das scheint ja irgendwie nicht ganz zu stimmen“, sagt unter anderem der Stadtverordnete Hendrik Holtz (Die Linke). Natürlich war man sich über Parteien und Fraktionen hinweg einig, dass versäumte Tätigkeiten und nicht eingehaltene Zusagen, dringend nachgeholt werden müssten. „Wir sind aber optimistisch, dass die Verwaltung das bereits jetzt aktiv angeht“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU, Horst Möller.

Mittlerweile hat sich jetzt auch die Stadtverwaltung auf Nachfrage des Stormarner Tageblatts konkreter geäußert. Der Hauptgrund für die aufgetretenen Probleme sei der schon oft beklagte Personalmangel, heißt es aus dem Bürgermeisterbüro. „Die weiterhin anhaltenden personellen Engpässe in der Verwaltung, gepaart mit einem ungeplanten, langfristigen Dienstausfall im Bereich Feuerwehren haben dazu geführt, dass wichtige Maßnahmen nicht plangemäß umgesetzt werden konnten. Kurzfristige Nachbesetzungen sind aufgrund aufwändiger, gesetzlich vorgeschriebener Verfahren für Stellenbesetzung im Öffentlichen Dienst und der angespannten Arbeitsmarktsituation oftmals und auch in diesem Fall nicht möglich“, so Agnes Heesch, Sprecherin der Stadtverwaltung Bad Oldesloe. Doch genau in diesem Bereich setze die Verwaltung nach den alarmierenden Meldungen auf den Jahresversammlungen jetzt an. Dafür ist sogar eine neue Stelle geschaffen worden. „Um die volle Handlungsfähigkeit der Feuerwehren sicherzustellen und dem aufgestauten Mangel schnellstmöglich entgegenzuwirken, konnte für den Bereich Feuerwehren ab dem 1. Februar eine zusätzliche 0,75 Stelle besetzt werden, auch die bisherige halbe Stelle für den Bereich Feuerwehren wird voraussichtlich ab Februar wieder besetzt sein“, erklärt Heesch.

Auch ansonsten kommt jetzt Fahrt in die Aufarbeitung. Einige der angeführten Mängel waren unter anderem: Der Zustand der Einsatzzentrale in der Hauptfeuerwache in der Lübecker Straße, der ins Stocken geratene Aufbau eines Lagers für Großschadenslagen sowie die seit einem Jahr in Aussicht gestellten, aber nie eingetroffenen Schutzbekleidungen für die Jugendfeuerwehr. All das hatte der Oldesloer Ortswehrführer Kai-Uwe Gatermann in Anwesenheit von Bürgerworthalterin Hildegard Pontow und dem stellvertretenden Bürgermeister Horst Möller auf dem Tisch gebracht. Besonders fiel auch der Umstand auf, dass zum Teil Aufwandsentschädigungen nicht ausgezahlt wurden. „Das geht natürlich gar nicht“, so Christdemokrat Möller. Auch Vertreter anderer Fraktionen betonten, dass man so Ehrenamtler im schlimmsten Fall demotiviere und verprelle.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Betrachtungen zum Wochenausklang: Von Geld, Neugier und Kompetenzen

Stormarner Tageblatt   26.01.2019

Stormarner Wochenschau

Von Geld, Neugier und Kompetenzen

Megi Balzer
Megi Balzer

Stephan Poost und Patrick Niemeier Kompetenzgerangel Was ist eigentlich wichtiger für einen künftigen Bauamtsleiter der Kreisstadt? Die soziale Kompetenz, also die Umgangsweise mit Mitarbeitern und Bürgern oder aber die fachliche Kompetenz? Die FBO legte im Hauptausschuss die Priorität auf die soziale Kompetenz, das Fachliche könne er sich ja aneignen… Sucht die Stadt jetzt einen Sozialpädagogen mit Aufbaustudium, Fachrichtung Bauingenieurwesen? Nein, ganz so ist es dann doch nicht, denn eine Mehrheit gab es dafür nicht, die fachlichen Anforderungen geringer zu gewichten.

Daseinsvorsorge Die Jugendfeuerwehr Bad Oldesloe wartet seit über einem Jahr auf Schutzkleidung. Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn scheinbar spart die Stadt Bad Oldesloe an den zukünftigen Feuerwehrleuten. Eigentlich kann sich das heutzutage keine Stadt erlauben, denn ehrenamtlich seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen, liegt bei Jugendlichen nicht hoch im Kurs. Für einen funktionierenden Brandschutz braucht es auch in zehn Jahren noch motivierte Feuerwehrleute und die kommen vor allem aus den Jugendwehren. Diese vernünftig auszustatten, ist eine Form von Daseinsvorsorge und eine der Hauptaufgaben einer Kommune. Oder erwartet man in Bad Oldesloe, dass die Kinder und Jugendlichen in Freizeitkleidung und mit Fahrradhelmen ihre Übungen abhalten, wie unsere Karikaturistin es gezeichnet hat?

Zu teuer? Fast 14 000 Euro, um ein paar Mülleimer einzuzäunen – das kam der SPD im Oldesloer Finanzausschuss doch etwas sehr übertrieben finanziert vor. Auch der Bau selbst wirkt an der Klaus Groth-Schule tatsächlich ein wenig überdimensioniert. Doch der scheidende Bauamtsleiter beteuerte, dass es leider nicht billiger gehe. Vermutlich ist es der Amtsschimmel, der mit vielen Auflagen die Preise nach oben galoppieren lässt.

Keine Neugier? Sind die Stormarner weniger neugierig geworden? Immer häufiger äußern Veranstalter, die schon länger im Geschäft sind, diesen Verdacht. Auch das Team vom Marstall Ahrensburg machte diese Beobachtung. Denn in ihrer Kabarett-Reihe ziehen vor allem die bekannten Namen die meisten Zuschauer an. Der so genannte „Entdeckerfaktor“ wird auch bei Konzertveranstaltern immer häufiger vermisst. Ist der Name nicht hinlänglich bekannt, bleibt der Saal leer, auch wenn die Musikrichtung und das Format an sich populär und beliebt sind. Häufig wird mittlerweile vorher von Besuchern bei Facebook, Instagram und Co. nachgeschaut, wer wie viele „Gefällt mir“- Angaben sammeln konnte. Doch da gerade die ja sogar käuflich manipulierbar sind, ist das sicher kein Qualitätsfaktor. Und ist es nicht viel spannender, selbst etwas für sich zu entdecken, was noch nicht jeder kennt?

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Auf der Suche nach einem neuen Bauamtsleiter

Stormarner Tageblatt   25.01.2019

Ende März soll Nachfolger von Thilo Scheuber feststehen / Soziale oder fachliche Kompetenz wichtiger?

Beschlossen: Thilo Scheuber wechselt zu Landrat Henning Görtz in die Kreisverwaltung. Der Zeitpunkt steht  nicht fest. Nie
Beschlossen: Thilo Scheuber wechselt zu Landrat Henning Görtz in die Kreisverwaltung. Der Zeitpunkt steht nicht fest. Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Dass Oldesloes Bauamtsleiter Thilo Scheuber zum 1. Juli seinen Arbeitsplatz bei der Stadt in Richtung Kreisverwaltung verlässt, war ein Schock für Bürgermeister Jörg Lembke und die bereits durch Personalmangel belastete Verwaltung. Dass der Kreis Stormarn Scheuber gern als Nachfolger auf dem Posten des scheidenden Bauamtchefs sieht, unterstreicht die Kompetenz des Fachmanns.

Der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema Scheuber-Nachfolge beschäftigt und sich Gedanken über die Stellenbeschreibung gemacht.

Der FBO stieß es dabei unangenehm auf, dass im Bereich der sozialen Fähigkeiten und dem Umgang mit den Bürgern in dem Anforderungsbereich nicht die höchsten Prioritäten gesetzt wurden. „Wir wollen einen Bauamtsleiter, der sich mit den Bürgern gut austauschen kann, der ihre Sorgen versteht“, betonte Matthias Rohde.

„Wir suchen vorrangig einen Bauamtsleiter, der eben das Bauamt leitet“, machte Hauptamtsleiter Malte Schaarmann klar, dass fachliche Kompetenzen eben eine stärkere Gewichtung hätten. „Ich finde, wir können bei den fachlichen Kompetenzen eher Abstriche machen und das soziale stärker gewichten. Denn den fachlichen Bereich kann er oder sie sich dann ja noch aneignen“, so Rohde mit seiner Replik.

Die fachliche Befähigung in der Stellenanforderung geringer zu gewichten – dafür fand sich keine Mehrheit. Aber die übrigen Fraktionen und Ausschussmitglieder waren einverstanden, dass die Kompetenzen „Soziales Miteinander“ und Umgang mit den Bürgern in die Reihe der stärksten Gewichtung aufgenommen wurden.

Hendrik Holtz (Die Linke) machte dann noch ein anderes Problem in der Ausschreibung aus. „Wir haben gesehen, dass die Stelle in zwei halbe Steilen teilbar sein soll. Das macht aus unserer Sicht keinen Sinn. Das wird zu Konflikten führen. Wie soll das laufen? Machen dann zwei Leute dasselbe?“, so Holtz. Und Matthias Rohde sprang ihm bei: „Auch wir halten das für nicht zielführend. Das können keine zwei Halbtagsstellen sein. Dann kommt der eine mal hierhin und der andere mal dahin und wer führt mit wem dann die Mitarbeitergespräche.“

„Ich finde, dass das sehr wohl geht. Wir sollten das andersrum sehen, dass das auch Chancen birgt“, so Inga Marie Vosgerau (FDP). „Natürlich ist das machbar. Ich selbst habe früher im Jugendbereich der Stadt eine geteilte Leitungsposition inne gehabt. Das lief gut. Man teilt sich die Bereiche auf, natürlich hat man auch mal Konflikte, aber die lassen sich lösen“, schritt Personalrätin Karin Heinzen ein.

Veröffentlicht unter Presseartikel |