Archiv der Kategorie: Presseartikel

„Landrat zu sein, erfüllt mich persönlich sehr“

Stormarner Tageblatt  30.04.2021

Stormarns Kreischef Dr. Henning Görtz zieht im umfangreichen Interview eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren im Amt

Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz (l.) mit Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth bei einer Veranstaltung des Kreisfeuerwehrverbands. Niemeier
Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz (l.) mit Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth bei einer Veranstaltung des Kreisfeuerwehrverbands. Niemeier

Patrick Niemeier

Es war ein bewusster Weg, den Dr. Henning Görtz 2016 einschlug, als er sich als Kandidat für den Landrats-Posten in Stormarn aufstellen ließ. Zuvor war er mehrere Jahre lang Bargteheider Bürgermeister gewesen. Viel ist seitdem passiert, zahlreiche Herausforderungen warteten auf Görtz in der Kreisverwaltung. Dazu zählt natürlich auch seit über einem Jahr die Corona-Pandemie. Im Interview mit dem Stormarner Tageblatt berichtet er ausführlich über die vergangenen Jahre, erreichte Ziele und noch ausstehende Projekte.

Fünf Jahre Stormarner Landrat – gab es einen Moment, an dem Sie den Schritt vom Bargteheider Bürgermeister in dieses Amt bereut haben?

Nein, keinen einzigen Moment. Die fünf Jahre waren trotzdem nicht nur eine leichte Zeit. Vor allem die Corona-Pandemie ist natürlich seit einem Jahr ein Thema, das einen von der Situation her belastet, aber außerdem auch einschränkt in der täglichen Arbeit. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich überzeugt davon bin, dass es ein richtiger und wichtiger Schritt war, aus Bargteheide zum Kreis zu wechseln, was mich persönlich auch sehr erfüllt.

Ist der Job als Landrat so, wie Sie ihn sich vorgestellt haben? Fühlten Sie sich gut vorbereitet?

In den allermeisten Bereichen war ich gut darauf eingestellt. Zum einen war ich schon lange gut im Kreis vernetzt durch meine politische Tätigkeit und mein Amt als Bürgermeister. Es gibt außerdem viele Parallelen zur Arbeit eines Bürgermeisters. Das sind drei Säulen. Erstens: die Verwaltung leiten – das Management. Zweitens: das wichtige Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung organisieren. Ohne Politik geht nichts. Da muss man offen und fair miteinander umgehen, was aus meiner Sicht hier gut und vertrauensvoll funktioniert. Der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und der Wirtschaft ist die dritte Säule, die mir gerade natürlich sehr fehlt.

Was waren bisher Projekte, die in den fünf Jahren aus Ihrer Sicht richtig gut funktioniert haben?

Ich möchte da zunächst einmal die Dinge nennen, die nicht selbstverständlich sind, aber unseren Kreis seit vielen Jahren prägen: die Schuldenfreiheit, das gute Verhältnis mit den Kommunen und das gute Verhältnis in der Politik. Diesen Dreiklang – das „Stormarner Modell“ – konnten wir gemeinsam stabilisieren und zwar über die letzte Kommunalwahl hinaus, nach der sich das ja auch hätte verschlechtern können. Das war und ist mir wichtig.

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Stormarner Wochenschau: Klare Regeln, auch in Sachen Corona

Stormarner Tageblatt  30.04.2021

Klare Regeln, auch in Sachen Corona

Karikatur: Megi Balzer
Karikatur: Megi Balzer

Patrick Niemeier und Stephan Poost

Nachhelfen
Regeln sind dazu da, das Miteinander in unserem Land zu gestalten. Das gilt für viele Bereiche, ob Steuergesetze, Hausordnungen, Verkehrsregeln oder eben auch die Regeln zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Man kann die Regeln gut finden oder eben nicht. Das ich auf dem Balkon keinen Holzkohlengrill betreiben darf, schränkt mich persönlich ein, aber meine Nachbarn finden das sicher gut. Auch viele Corona-Regeln nerven, sind vielleicht im Einzelfall nicht immer sinnvoll. Nur kann ich da meine eigene Meinung eben nicht zum Maß aller Dinge machen und ich füge mich, obwohl es nervt. 470 Bußgeldbescheide hat der Kreis bisher verschickt. Ist das viel, ist das wenig? Ich weiß es nicht. Es scheint auf jeden Fall nötig, wenn Einzelne ihre Freiheiten als wichtiger erachten, als die Rechte ihrer Mitmenschen.

Erste Meldung
Wer hätte gedacht, dass sich so viele Menschen im Land irgendwann mit Virologen auseinandersetzen? Man kann ja fast schon sagen, dass sehr viele Mitbürger einen Lieblingsvirologen haben, je nachdem, ob man hören möchte, dass die Maßnahmen zu hart oder zu weich sind, zu früh oder zu spät erfolgen. Und so ist das nun auch mit den Inzidenzwerten. Diese sind entscheidend für die Anwendung der Maßnahmen. Doch welche Zahlen zählen wann? Die vom Kreis am Nachmittag herausgegeben, die vom Land am Abend veröffentlichten oder die vom Robert-Koch-Institut in der Nacht mit Verzögerung auf die Homepage gestellten? Mittlerweile hat man sich ganz offiziell geeinigt. Maßgeblich sind die des RKI. Daran können sich auch Bürger dementsprechend verlässlich orientieren. Das mag nicht jedem schmecken und Kritik an dem gefühlten Wirr-Warr der Zahlen in manchen vergangenen Monaten ist berechtigt, doch auch wenn es durch diese Lösung nun Verzögerungen bei den Meldungen auch gesunkener Inzidenzen gibt, ist es zumindest eine transparente, eine einheitliche Regelung.

Viel passiert
Als sich Dr. Henning Görtz vor fünf Jahren entschied, das Amt des Landrats im Kreis anzutreten, fühlte er sich gut auf das Amt vorbereite. Doch auf eine Pandemie kann man vermutlich in diesem Ausmaß gar nicht vorbereitet sein. Dass die schweren Erkrankungen und fast 300 verstorbenen Infizierten ihm nahe gehen, merkte man im ausführlichen Interview. Viele Vorwürfe muss sich die Kreisverwaltung auch gerade in der Pandemie anhören, sie habe hier oder da nicht richtig oder nicht schnell genug informiert und gehandelt. So mancher Vorwurf ist beim Kreis allerdings an der falschen Stelle, weil er gar nicht verantwortlich war oder ist für bestimmte Entscheidungen. Außerdem hat sich der Tonfall von Kritik oder vorgetragenen Anliegen in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Görtz erträgt das mit Fassung, doch es gibt für ihn auch Grenzen. „Die Ton macht die Musik“, sagt er und die Musik möchte er sich gerne auch noch eine zweite Amtszeit lang gönnen, wenn er denn 2022 weitermachen darf.

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Grundsteinlegung für Großprojekt

Stormarner Tageblatt  29.04.2021

Startschuss für Baubeginn der neuen Firmenzentrale der Vereinigte Stadtwerke GmbH (VS) in Ratzeburg

Horst Kühl (v.l.), Aufsichtsratsmitglied der VS sowie Geschäftsführer Marius Lembicz und Olaf Poetzing ließen die Zeitkapsel gemeinsam in den Boden ein.  Vereinigte Stadtwerke
Horst Kühl (v.l.), Aufsichtsratsmitglied der VS sowie Geschäftsführer Marius Lembicz und Olaf Poetzing ließen die Zeitkapsel gemeinsam in den Boden ein. Vereinigte Stadtwerke

Hier können Interessierte den Baufortschritt beobachten: www.vereinigte-stadtwerke.de/vs-baut/neubau.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde kürzlich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Vereinigte Stadtwerke GmbH (VS) und der Vereinigte Stadtwerke Immobilien GmbH der Grundstein für die neue Firmenzentrale der VS in Ratzeburg gelegt. Unter Einhaltung der corona-konformen Bedingungen besichtigte man gemeinsam das Baufeld und war erfreut über die Fortschritte. „Als kommunaler Unternehmensverbund fühlen wir uns in erster Linie der Region und den dort lebenden Menschen verbunden. Wir sind hier einer der größten Arbeitgeber und in den vergangenen Jahren stark gewachsen“, betont Marius Lembicz, Geschäftsführer VS. „In Ratzeburg haben wir uns daher für den Bau eines neuen Verwaltungs- und Technikstandortes mit angeschlossenem Werkgelände entschieden. Das geplante Objekt führt den Technikstandort Mölln und das bisherige Verwaltungszentrum in Ratzeburg zusammen.“
Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb hat das Bauunternehmen Goldbeck den Zuschlag für die Realisierung des neuen Standortes erhalten. Die Gesamtgröße des zur Bebauung vorgesehenen Grundstückes beträgt 31.000 Quadratmeter und liegt im neu erschlossenen Gewerbegebiet „Neuvorwerk“. Die neue Firmenzentrale befindet sich damit zwischen den bisherigen Standorten in Mölln und Ratzeburg und ist auch mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln gut erreichbar.
„Der neue kombinierte Verwaltungs- und Technikbau soll als eine moderne, wirtschaftliche und produktive Arbeitswelt gestaltet werden. Gleichzeitig soll die neue Firmenzentrale ein hohes Maß an Flexibilität bieten, übergreifende Zusammenarbeit fördern und Effizienz im Hinblick auf Flächen, Abläufe, Prozesse sowie Kommunikation ermöglichen“, berichtet Lembicz.
Das Gelände wird mit einem modernen Gebäudekomplex mit ca. 160 Arbeitsplätzen und 60 technischen Arbeitsplätzen bebaut, in dem das Kundenzentrum ebenfalls untergebracht ist. „Selbstverständlich bleiben wir mit unseren Kundenzentren an allen fünf Standorten in Ratzeburg, Mölln, Nusse, Bad Oldesloe und Reinfeld auch weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden vor Ort erreichbar“, erklärt Lembicz. In einem direkt angeschlossenen Gebäude sollen im Erdgeschoss eine Kantine sowie mehrere Sitzungsräume, deren Größe flexibel auf verschiedene Veranstaltungsformate angepasst werden kann, bereitgestellt werden. Vorgesehen sind außerdem Werkstätten sowie Lagerflächen und ein Lagergebäude, das weitere Büroarbeitsplätze und die Poststelle enthält. Die Mitarbeiter können so auf kurzen Wegen vom Verwaltungsgebäude direkt auf den Betriebshof gelangen.

Nachhaltigkeit steht an erster Stelle

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Stormarn um 12 Uhr

Stormarner Tageblatt  29.04.2021

Stormarn um 12 Uhr

Ann-Sophie Bäth
Ann-Sophie Bäth

Bad Oldesloe Gerade in Pandemie-Zeiten sind ja Spazierengehen und Wandern besonders in Mode gekommen. Naherholung hat einen neuen Stellenwert, während Fernreisen ausfallen. Viele Wanderer gehen gerne ins Brenner Moor in Bad Oldesloe. Das größte binnenländische Salzmoor in Schleswig-Holstein. nie

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Bad Oldesloe: Sperrung wegen Feuer an Böschung

Stormarner Tageblatt  29.04.2021

Bad Oldesloe: Sperrung wegen Feuer an Böschung

Bad Oldesloe Nach einem Böschungsbrand war die Bahnstrecke zwischen Bad Oldesloe und Lübeck vergangenen am Montag nachmittag für eine halbe Stunde lang voll gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Oldesloe wurde um 13.40 Uhr alarmiert. Als die Feuerwehrleute kurz nach dem Alarm am Einsatzort eintrafen, brannten kurz hinter dem Ortsausgang in der Nähe einer Eisenbahnbrücke rund 60 Quadratmeter der Böschung neben dem Bahndamm. Mit einer Hochdruck-Löschlanze rückten die Feuerwehrleute gegen die Flammen vor und hatten nach kurzer Zeit den Brand gelöscht. Danach gab das Notfallmanagement der Bahn die Strecke wieder frei. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

rtn

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