Archiv der Kategorie: Presseartikel

Silberner Schlüssel für großen Einsatz

Stormarner Tageblatt   11.01.2016

Zum zweiten Mal vergibt die Stadt Oldesloe beim Neujahrsempfang besondere Auszeichnung: Claudia Franke von „Essen für alle“ geehrt

Bad Oldesloe

ST-Silberner Schlüssel2-2016-01-11„Es ist nicht mein Verdienst allein“: Claudia Franke mit Schlüssel und einem Teil ihres Teams    Foto: Nie

Es ist schon eine besondere Auszeichnung: Der „Silberne Ehrenschlüssel“ mit dem die Stadt besondere Ehrenamtler auszeichnet. Er wurde gestern feierlich überreicht. Zum Abschluss des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs im Bürgerhaus startete Bürgerworthalter Rainer Fehrmann mit seiner Laudatio.

Eine Besonderheit der Auszeichnung soll es sein, dass die betroffene Person bis zuletzt nichts von der Ehrung weiß. „Ich bedanke mich bei allen Mitwissern, dass es uns erneut gelungen ist, das so durchzusetzen“, freute sich Fehrmann. Im Verlauf seiner Rede – die Hinweise auf die Preisträgerin liefern sollte – verringerte sich der Kreis möglicher Kandidatinnen quasi sekündlich immer weiter. „Sie heißt nicht Eva, aber sie ist die Efa“, löste Fehrmann am Ende die Spannung im Raum auf: „Es ist Claudia Franke von der Oldesloer Tafel: Essen für alle.“

Sie habe diese Auszeichnung besonders verdient, weil sie sich seit mehr als anderthalb Jahrzehnten für die Ärmsten der Armen einsetze und „bei ihr Integration gelebt wird“, erläuterte Fehrmann.

Gerade im vergangenen Jahr habe sie sich auch wegen der Flüchtlingszuzüge mit immens gewachsenen Anforderungen konfrontiert gesehen. „Sie ist mit ihren Mitstreitern das soziale Gewissen unserer Stadt“, sagte der Bürgerworthalter: „Und dabei immer gut gelaunt und mittendrin.“

Die Geehrte nahm die Auszeichnung, die in diesem Jahr von der Volksbank Stormarn gesponsort wurde, dankend entgegen. Sie habe natürlich jetzt keine Rede vorbereitet, weil sie ja gar nicht auf so eine Ehrung gefasst war, gab sie zu Protokoll.

Doch natürlich wolle sie die Chance nutzen, auf die Arbeit von Efa hinzuweisen. „Diese Auszeichnung ist nicht mein Verdienst allein. Aktuell sind 50 Helfer für Efa tätig und wir könnten durchaus noch mehr Unterstützer gebrauchen. Sie sind uns herzlich willkommen“, sagte Franke in ihrer kurzen Ansprache. Die Herausforderungen wüchsen eher, als dass sie geringer würden.

Der Verein entstand 1997 aus dem „Runden Tisch gegen Gewalt und Isolation von Asylbewerbern und Migranten in Bad Oldesloe“, den die damalige Bürgerworthalterin Ilse Siebel ins Leben gerufen hatte. 1999 übernahm der Verein schließlich die Außenstelle der damaligen Stormarner Tafel in Bad Oldesloe. Seitdem heißt er „Oldesloer Tafel – Efa“ Mittlerweile gibt es vier Hauptprojekte: Die Oldesloer Tafel, das Essen für alle, den Drachenturm und die Efas Kleiderkiste.     nie

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Keine Zuschüsse mehr für den VfL?

Stormarner Tageblatt   11.01.2016

Stadtverwaltung schlägt Sozialausschuss vor, Gelder für Oldesloes größten Sportverein nicht zu bewilligen

Bad Oldesloe

Das ist ein Tagesordnungspunkt, bei dem es hoch her gehen könnten: Bei der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch, 13. Januar, ab 19 Uhr im Sitzungszimmer des Verwaltungsgebäudes geht es um den Antrag um die Erhöhung des jährlichen Zuschusses an den VfL von 2014. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung: Es gibt keine Erhöhung und der Zuschuss für 2015 wird komplett gestrichen. „Das hat uns in unseren Grundfesten erschüttert“, gesteht Dieter Thom, einer der stellvertretenden VfLVorsitzenden.

Der Antrag hat bereits eine lange Vorgeschichte. Schon seit vielen Jahren erhält der Sportverein einen Zuschuss für die Unterhaltung der Außensportanlagen im Travestadion – knapp 13 000 Euro jährlich. „Das haben Walter Busch und Bürgermeister Gottfried Baethge damals noch ausgehandelt“, erinnert sich Dieter Thom. Was genau seinerzeit ausgehandelt wurde, lässt sich mittlerweile nicht mehr ermitteln. Deshalb legt die Stadt den immer noch gültigen Pachtvertrag zugrunde. Darin ist definiert, welche Aufgaben die Stadt und welche der Verein zu erledigen haben.

Im August 2014 beantragte der VfL eine Erhöhung des Zuschusses für das Stadion auf 19 800 Euro, da sich allein die Energiekosten auf 17 500 Euro beliefen. Hinzu käme, dass in den Sommermonaten das Stadion fast täglich für den Schulsport genutzt werde. Die Reinigung der Umkleiden trage ebenfalls der VfL, führte der damalige Vorsitzende Uwe Rädisch im Ausschuss aus.

Im Februar vergangenen Jahres hatten die Ausschussmitglieder einstimmig beschlossen, dass der VfL durch Nachweise die gestiegenen Energiekosten belegen soll. Fern sei die von der Mitgliederversammlung beschlossene Jahresrechnung vorzulegen.

In der Folge fanden zahlreiche Gespräche statt. Ergebnis: Der VfL hat gar keine stark gestiegenen Energiekosten. Die Verbrauchsabrechnung für den Masurenweg habe ein Guthaben ausgewiesen und am Travestadion haben die Abrechnungen der Jahre 2012 bis 2014 Mehrkosten von insgesamt 140,92 Euro ergeben. Das Fazit ist klar: „Hier wird aus Sicht der Verwaltung kein Handlungsbedarf gesehen, die bisherigen Zuschüsse zu erhöhen.“

Dieter Thom: „Eine Ablehnung der Erhöhung, das würde uns zwar schmerzen, aber das könnte ich noch nachvollziehen.“ Aber die Verwaltung geht in der Sitzungsvorlage noch einen Schritt weiter. „Aus den vorliegenden Bilanzunterlagen zieht die Verwaltung die Schlussfolgerung, dass es aufgrund der vorhandenen Eigenmittel gemäß der Rahmenrichtlinie zur Gewährung von Zuwendungen keiner Bezuschussung des Vereins bedarf.“ Im Klartext: Der Verein hat genug Geld auf der hohen Kante, der braucht keine städtischen Zuschüsse.

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Manche sind schnell, andere nicht

Stormarner Tageblatt   09.01.2016

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2016-01-09Schnell sein Wie gut, dass es die Vereinigten Stadtwerke gibt, ist man geneigt zu sagen. Mit ihrer Tochter VSG Media sorgt das Unternehmen in Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg für schnelle Glasfaseranschlüsse. Das ist für Privatkunden schön, für Unternehmen sogar lebenswichtig. Der schnelle Internetzugang ist in der IHKUmfrage des vergangenen Jahres zum wichtigsten Standortfaktor geworden. Und die Bedeutung wird noch wachsen, weil zunehmend digital kommuniziert wird, Menschen aus ganz unterschiedlichen Orten gemeinsam an Projekten arbeiten und in Zukunft auch Maschinen miteinander „sprechen“ werden. Als Unternehmen in Bargteheide mit Abwanderungsgedanken spielten, weil es kein schnelles Internet gab, bestand die Lösung darin, die VSG Media mit ins Boot zu holen. Bei den Großunternehmen wie Telekom oder Vodafone hatte man angefragt, „aber die haben uns am, langen Arm verhungern lassen“, sagt ein Insider. Echte Glasfasertechnik bieten die Großen sowieso nicht an. Ab Verteilerkasten geht es meist mit Kupfer weiter. Was für den Privathaushalt ausreicht, für Firmen aber keine Alternative ist.

Warum bekommen kleine regionale Firmen etwas hin, zu dem Konzerne nicht in der Lage sind? Weil die Großen bundes- oder weltweit unterwegs sind und sich die Rosinen rauspicken, indem sie nur dort investieren, wo leicht viel Geld zu verdienen ist. Auf dem Land geht das erst mal nicht. Dann hat man entweder jemanden aus der Region, der sich darum kümmert, oder man wird abgehängt.

Leidstelle Das härteste Thema seiner fast 18 als Landrat war die Integrierte Rettungsleitstelle, hat Klaus Plöger mehr als einmal gesagt. Es wurde über eine gemeinsame Leitstelle mit dem Kreis Segeberg nachgedacht, ein mögliches Zusammengehen mit der Leitstelle der Polizei war mal Thema. Schließlich möbelte Stormarn die Technik alleine auf, man baute um, ein zweites Mal, als das Herzogtum Lauenburg mit ins Boot kam. 2013 schloss sich auch der Kreis Ostholstein an. Ruhe kehrte so nie ein, was sich auch an häufigen Wechseln des Personals, die LeitungsPosition nicht ausgenommen, zeigte. Auch wenn 2016 das Jahr der Digitalisierung ist, erstmals besteht jetzt die Chance auf ruhigeres Fahrwasser. Der neue Chef kommt aus dem Haus, kennt den Laden also, mit fünf neuen Disponenten wird die Sollstärke erreicht, die auch die Gutachter empfohlen haben. Und das Thema Neubau einer größeren Leitstelle ist erstmals auf die Zukunft vertagt.

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Café Laurent: Neuer Pächter zieht ein

Lübecker Nachrichten   08.01.2016

Zwei Wirte aus Großhansdorf unterzeichnen Mietvertrag mit der Stadt Bad Oldesloe.

Von Dorothea von Dahlen

LN-Laurent-neu-2016-01-08Verstehen sich wie Brüder: die neuen Betreiber des Cafés, Antonio Jafarsad (l.) und Alessio Zagari. Foto: dvd

Bad Oldesloe. Die Tinte ist trocken: Gestern haben zwei Gastronomen aus Großhansdorf ihre Unterschriften unter den Pachtvertrag für das Café Laurent am Oldesloer Markt gesetzt. Damit ist die stadteigene Gewerbeimmobilie mit nur kurzer Unterbrechung wieder vermietet. Wegen Unstimmigkeiten hatten die früheren Betreiber Anfang Januar nach nur fünf Monaten das Handtuch geworfen, wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilte.

„Wir haben seit 15 Jahren immer als Team gearbeitet und halten zusammen wie zwei Brüder“, sagt Alessio Zagari (36). Er und sein Kompagnon Antonio Jafarsad (34) führen bereits das italienische Restaurant „La Perla del Sud“ in Großhansdorf, den Golfclub in Siek und das D’Alessio in Hamburg und bringen somit einschlägige gastronomische Erfahrungen mit.

Gäste, die vom Leerstand des Cafés in Bad Oldesloe mitbekamen, hätten ihnen mehr zum Spaß vorgeschlagen, ob sie es nicht übernehmen wollten. „Sie sagten, es fehlt ein Lokal, in dem man gute Unterhaltung und Spaß hat“, erzählt Jafarsad. „Denn einen Tisch decken  und etwas darauf abstellen, kann man auch zu Hause.“

Der mediterranen Ausrichtung des Laurents wollen die beiden Sizilianer treu bleiben. Es soll frischen Fisch, Fleisch, Pasta und Pizza nach Originalrezepten geben. „Unser Koch kommt am 20. Januar mit seiner Mannschaft aus Italien“, kündigt Zagari an. Er wird im Restaurant als Geschäftsführer präsent sein.

Die Fehler, die ihre Vorgänger gemacht haben, wollen die neuen Betreiber auf jeden Fall vermeiden. Sie hätten sich genau erkundigt, was zum Scheitern geführt habe, wollten aber im Detail nicht erörtern, worin das Missgeschick gelegen habe. „Wir jedenfalls möchten unsere Gäste kennenlernen und ihr Vertrauen gewinnen. Nur so können wir erfahren, was ihnen gefällt und sicher sein, dass sie sich bei uns wohlfühlen“, sagt Zagari.

Aus diesem Grunde haben die beiden Geschäftspartner auch beschlossen, es zur Eröffnung des Restaurants am 29. Januar so richtig krachen zu lassen. „Es soll eine Überraschung für unsere Kunden werden. Wir wollen den Laden voll haben“, fügt Jafarsad hinzu. Er verriet nur soviel, dass es Livemusik und ein Buffet geben wird. Los geht die Feier um 19 Uhr.

Auch späterhin soll es Veranstaltungen im Laurent geben, eine Italienische Nacht vielleicht – mit Tanz und Gitarre, schlagen die beiden Wirte vor. Doch letztlich entscheide der Gast, welche Form der Unterhaltung er vorziehe.

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Ein professionelles Team im Einklang

Lübecker Nachrichten   08.01.2016

Die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land verzeichnet mit 1691 Schülern einen regen Zulauf

Von Dorothea von Dahlen

LN-Musikschule-2016-01-08Dozenten an derMusikschule: (hinten v. r.) Leiter Alireza Zare mit Katharina Gutzeit und Felix Renner, vorne Ellen Studtfeld (l.) und Natalya Klem. Foto:Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Manchmal bekommt Ellen Studtfeld abends eine richtige Gänsehaut. Aber nicht, weil ihr kalt ist. „Ich stelle mir vor, welche Lieder die Kinder jetzt wohl mit ihren Eltern singen. Und das ist sehr schön“, erzählt sie. Als Lehrerin an der Musikschule für Stadt und Land widmet sie sich dem jüngsten Nachwuchs. Schon in der „Musikwiege“ – einem Treff für Mütter mit Kind – wird den Lütten ein Gespür für Rhythmus und Melodien vermittelt.

Musikschulleiter Alireza Zare lobte denn auch gestern die Erfolge, die Ellen Studtfeld in den vergangenen acht Jahren erzielt hat. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass ein intensiver Kontakt zu den Kindergärten entstanden ist. Unlängst erst seien Kooperationen mit der Kita Stoppelhopser und dem Waldkindergarten abgeschlossen worden. „Ich möchte allen Kindern den Zugang zur Musik erleichtern, nicht nur denen, die zu Hause mit ihren Eltern ohnehin singen“, sagt die Dozentin. 19 Kurse in frühkindlicher Bildung bietet sie in Bad Oldesloe und Reinfeld an.

Dieses Engagement sorge für eine große Akzeptanz der Musikschule und habe über die Jahre hinweg zu einer Verdopplung der Schülerzahlen geführt, berichtet Zare. Mit 806 jungen Musikern habe er 2007 angefangen, mit Stand vom Vorjahr seien es jetzt sogar 1691. Darin eingeschlossen seien sowohl Teilnehmer des Gruppen- und Einzelunterrichts als auch der Projektarbeit an Schulen und Kita wie etwa „Klasse musiziert“ oder „Rhythmus und Bewegung“. Zu den beliebtesten Instrumenten gehören Gitarre mit 130 und Klavier mit 117 Schülern, dicht gefolgt von Holz-, Blech- und Blasinstrumenten (112 Schüler).

Auch intern hat sich die Musikschule weiterentwickelt. Seit Anfang des Jahres gibt es fünf Fachbereiche mit jeweils eigenverantwortlich agierenden Leitern. Während Ellen Studtfeld für den Elementarbereich zuständig ist, organisiert Natalya Klem, alles, was den Unterricht von Tasteninstrumenten anbelangt, Felix Renner betreut die Sparte Streichinstrumente und Martin Herrmann die Blasinstrumente. Ganz neu im Reigen der schönen Künste ist der Fachbereich Tanz. Denn jetzt ist Katharina Gutzeits Ballettschule offiziell der Musikschule als eigener Fachbereich angegliedert. Gemeinsame Projekte, die Musik und Tanz verbinden, gab es bereits an Oldesloer Schulen.

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