Archiv der Kategorie: Presseartikel

Schluss mit kostenlosem Surfen

Lübecker Nachrichten   10.02.2016

Hotspots im Oldesloer Preisparadies und in der Café-Lounge Mocca sind abgeschaltet – Ärger mit Nachbarn

Von Britta Matzen

Bad Oldesloe. Kurz mal Mails checken, Musikvideos anschauen oder mit Freunden skypen – der Verein „Wir für Bad Oldesloe“ hat seit dem Sommer 2015 Besuchern der Innenstadt an verschiedenen Stellen kostenloses Surfen ermöglicht. Doch damit ist erst mal Schluss. „Wir haben unseren Router abgestellt“, sagt Angela Dittmar vom Sonderposten-Markt Preisparadies. Grund: Die Beschwerden über die Nutzer häuften sich. „Vermieter und Anwohner haben sich über Lärm und Dreck beklagt“, so Dittmar. „Und ich kann es mir mit den Nachbarn nicht verscherzen.“

Als die ersten Proteste kamen, hätten sie zunächst die Nutzungszeiten eingeschränkt. „Statt rund um die Uhr und am Wochenende haben wir das kostenlose WLan auf unsere Öffnungszeiten reduziert.“ Gebracht hätte das nichts. Die Party vor der Tür ging weiter. „Die haben Chipstüten und alle möglichen Dinge hier liegen lassen, sogar in die Ecken uriniert, und ich musste das wieder sauber machen“, erzählt die Geschäftsfrau. „Schade, dass viele Leute das Angebot für den freien Internetzugang nicht zu schätzen wissen. Das tut mir vor allem leid für diejenigen, die darauf angewiesen sind und sich immer ordentlich verhalten haben“, bedauert Dittmar.

Die ganze WLan-Aktion sei doch als Anreiz gedacht gewesen, um die Innenstadt zu beleben und die Einkaufszone attraktiver zu machen. Sie hätten extra den Router ins Schaufenster gestellt, um die Reichweite auf bis zu 100 Meter zu erhöhen. „Aber das war ein Schuss in den Ofen“, muss Dittmar jetzt im Nachhinein feststellen. „Es gibt eben viele, die das ausnutzen – zum Nachteil aller“, fügt Ehemann Martin Dittmar hinzu. Freies WLan wollen die Dittmars deshalb in der nächsten Zeit nur noch in ihren Geschäftsräumen anbieten.

Auch Stevan Stevanovic hat in seiner Café-Lounge Mocca an der Hude dem kostenlosen WLan kürzlich den Saft abgedreht. „Ich habe es ausgeschaltet, in den letzten Monaten gab es Probleme. Die Kunden waren zu laut, und Nachbarn haben sich beschwert.“ Vor zwei Monaten sei es eskaliert – es sei zu einer Schlägerei unter den WLan-Nutzern gekommen. „Das war nicht so schön für unser Café“, so der Gastronom. Auch technische Schwierigkeiten hätte es gegeben. „Weil so viele zeitgleich im Netz waren, ist meine eigene Internetverbindung total langsam geworden.“ Hinter der Idee vom kostenlosen WLan steht Stevanovic aber nach wie vor. „Ich werde etwas Ruhe einkehren lassen und dann das freie Internet bis 16 oder 17 Uhr anbieten. Damit dürfte es keine Probleme mehr geben.“

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Auf Sonder- und anderen Irrwegen

Stormarner Tageblatt   06.02.2016

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2016-02-06Sonderweg Von wegen „Vereinigte Oldesloer Linke“, wie vor allem aus Unionskreisen immer wieder gewettert wird. Das werden sich beim Neujahrsempfang der Grünen einige verwundert die Augen gerieben haben: Kein Kandidat, keine Wahlempfehlung nix von den Grünen zur Bürgermeisterwahl.

Dass die Grünen keinen eigenen Kandidaten aufstellen … naja, im Alleingang wären dessen Chancen ziemlich überschaubar. Da die Grünen aber angeblich einen ziemlich überzeugenden Bewerber an der Hand hatten, wurde der Kontakt zur SPD gesucht. Das muss dann allerdings eher suboptimal abgelaufen sein, hört man so aus der Gerüchteküche. Die SPD soll sich zwar zu gemeinsamen Gesprächen bereit erklärt haben, hatte sich aber intern längst auf Maria Herrmann verständigt. Dumm gelaufen. In der Folge waren die Grünen natürlich beleidigt. Kann man verstehen. Offenbar so beleidigt, dass sie der Bewerberin der SPD sogar die Unterstützung verweigerten und lieber ohne alles in den Wahlkampf ziehen. Was die Grüne Basis von derlei Spielchen hält, machte sie bei der folgenden Abstimmung klar: Maria Herrmann setzte sich gegen alle anderen Bewerber, auch den unbekannten Grünen Superkandidaten, durch. Schaumer mal, wie das noch weiter geht.

Filmriss Schöner Mist: Nun ist das Oldesloer Kino zu. Insolvenz. Da jetzt wieder raus zu kommen, wird ein schweres Stück Arbeit. Dabei wäre die Lösung eigentlich so einfach gewesen: Die Stadt mietet das angrenzende Hotel, löst damit ihre Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen und verschafft Betreiber Heinz Wittern damit den persönlichen und finanziellen Spielraum, um sich wieder ganz auf das Kino zu konzentrieren. Seit August wurde verhandelt. Eine Unterschrift unter den Vertrag kam nicht zustande, das Ergebnis sehen wir jetzt.

Es gehört nicht zur Aufgabe der Stadt, einem privaten Unternehmer unter die Arme zu greifen. Warum eigentlich nicht? Ein Kino gehört zur Lebensqualität in einer Stadt wie Sportanlagen und Kitas, wie befahrbare Straßen und gepflegte Grünanlagen. Aber so ist nun mal Oldesloe. Die Stadt braucht keine Flüchtlingsunterkunft mehr. Thema durch. Sich kümmern, nach Alternativen suchen, Perspektiven eröffnen … leider Fehlanzeige.

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Mensa für Oldesloer Schüler: Kaum jemand kommt zum Essen

Lübecker Nachrichten   05.02.2016

Nicht nur Unmut über die Qualität der Speisen – Stadtpolitiker beraten am Mittwoch

Von Britta Matzen

LN-Mensa-2016-02-05Nichts los – und das mittags kurz nach 12 Uhr. Gähnende Leere an der Essensausgabe im Schulzentrum. Fotos:Tanja Jäckh, LN-Archiv

Bad Oldesloe. Schüler, Eltern und Lehrer der Ida-Ehre-Schule sind mit der Situation in der Mensa im Schulzentrum unzufrieden. Hauptkritikpunkt: „Die Atmosphäre in der Mensa ist nicht gut. Der Raum wird für andere Zwecke missbraucht. Die Schüler toben über die Tische und nutzen ihre Handys. Es herrscht einfach keine Atmosphäre, wo man in Ruhe was essen kann“, bemängelt Sabine Bauer vom Vorstand des Schulelternbeirats der gebundenen Ganztagsschule.

Zudem sei die Qualität des Essens auch häufig grenzwertig. „Oft ist kein Nachschlag mehr da, teilweise sollen die Gerichte nicht richtig durchgegart sein, und eine Salatbar, die sich viele ältere Schüler wünschen, gibt es auch nicht.“ Aktuell werden nur fertige Salatteller von der Betreiberfirma Dussmann angeboten. Dabei gab es schon mal eine Salatbar. „Aber die wurde geschlossen, da Salatteller unverhältnismäßig befüllt wurden und der Umgang mit den frei zugänglichen Salatkomponenten nicht ordnungsgemäß erfolgte“, teilt die Verwaltung der Stadt mit.

Grundsätzlich sei die Qualität aber eher ein zweitrangiges Problem, in erster Linie gehe es um die Situation, sind sich Schulelternbeirat und Verwaltung einig. „In der Mensa ist es so unruhig, dass kaum noch jemand zum Essen kommt“, so Bauer. Geschuldet sei es ihrer Auffassung nach der Tatsache, dass drei Schulen die Mensa des Schulzentrums nutzen – die Ida-Ehre-Schule, die Theodor-Mommsen-Schule (TMS) und die Theodor-Storm-Schule (TSS). „Mit den drei Schulen hat es immer nur ein Kuddelmuddel geben. Die Probleme mit der Mensa sind deshalb seit Jahren ein Dauerthema“, weiß Bauer zu berichten.

So wollte die Mensa-AG, in der Schüler, Lehrer und die Leitung aller drei Schulen sowie die Verwaltung und der Mensabetreiber vertreten sind, gemeinsame Regeln für die Nutzung aufstellen. „Aber die Mensa AG ist auch nicht vorangekommen. Letztendlich ist es so, dass es keine festgeschriebenen Mensaregeln gibt.“ Und anscheinend auch keine Aufsicht, die sich bei den Schülern durchsetzen kann. „Es stellt sich als Problem dar, dass einige Schülerinnen und Schüler keine Weisungen von Lehrkräften anderer Schulen entgegen nehmen wollen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Auch das in der Mensa-AG festgelegte Handy-Verbot werde nicht durchgesetzt. „Das ist alles ungut und führt nur dazu, dass sich keiner mehr gern in der Mensa aufhält. Besonders für die kleinen Schüler ist das schrecklich. Von der Stadtschule kennen sie es ganz anders – da können sie zu festen Zeiten in einem geschlossenen Raum in Ruhe essen. Das wünschen wir uns auch für unsere Schule. Das wird auch von den Eltern eingefordert“, so Bauer.

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„Obergrenzen für Flüchtlinge sind nicht das richtige Mittel“

Lübecker Nachrichten   05.02.2016

CDU-Landeschef Ingbert Liebing diskutierte in Stormarn zur Flüchtlingspolitik. Viele Zuhörer stellten Fragen nach Integration und Schutz vor Kriminalität

Von Bettina Albrod

LN-Liebing-Flüchtlinge-2016-02-05Ingbert Liebing (l.) und Torsten Geerdts, Vorstandssprecher des Deutschen Roten Kreuzes, stellten sich den Fragen des Publikums. Foto: Bettina Albrod/hfr

Großhansdorf. Guter Flüchtling, böser Flüchtling – zwischen diesen Polen bewegt sich die Debatte in der Flüchtlingspolitik. Um ihre Position klar darzustellen, hatte die CDU Stormarn am Mittwoch den Vorsitzenden der CDU-Schleswig-Holstein, Ingbert Liebing, und Torsten Geerdts, Vorstandssprecher des Deutschen Roten Kreuzes, zu einer Podiumsdiskussion nach Großhansdorf eingeladen. Viele Besucher waren der Einladung gefolgt und hörten, dass aus dem „wir schaffen das“, der Kanzlerin allmählich ein „wir schaffen das, wenn“ wird.

„Viele Menschen bewegt die Sorge: Wie geht das weiter?“, erklärte Liebing in seinem Eingangsreferat. „Zunehmend stellt sich das Gefühl ein, wir kommen an unsere Grenzen. Auch ein starkes Land wie Deutschland ist auf Dauer überfordert.“ Mit den Asylpaketen I und II beginnen die Politiker gegenzusteuern, aber Liebing sieht noch viel Handlungsbedarf. „Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen, damit die Menschen gar nicht erst ihr Land verlassen“, so der Politiker und räumte ein, dass da in der Vergangenheit schwere Fehler gemacht worden seien. Flüchtlinge, die nur aus wirtschaftlichen Gründen kämen, sollten zurück geschickt werden. Der Europapolitik stellte Liebing ein Armutszeugnis aus, hier werde viel Überzeugungsarbeit nötig sein, um zu gemeinsamen Ergebnissen zu kommen. Wichtig sei, dass die Flüchtlinge die deutsche Leitkultur akzeptierten. „Wer gegen unser Recht verstößt, wird wieder nach Hause geschickt.“

Torsten Geerdts betonte in seinem Referat, wie wichtig die Hilfe der Ehrenamtlichen, der Polizei, der Wohlfahrt und der Bundeswehr für die Versorgung der Flüchtlinge sei. „Wir haben die Menschen aufgenommen und versorgt, aber die große Aufgabe der Integration steht noch aus.“ Falsch sei es, die Probleme in der Flüchtlingspolitik nicht offen zu kommunizieren. „Es gibt Konflikte in den Aufnahmeeinrichtungen, darüber muss man reden.“ Als Aufgabe der Zukunft sieht Geerdts die Integration. „Wir bieten Info-Veranstaltungen zur deutschen und zur arabischen Kultur an. Wir müssen voneinander wissen.“ Nötig seien eine gute Migrations-Sozialberatung, Sprachförderung, eine bessere Ausstattung der Kitas und Schulen, auf die traumatisierte Kinder zukämen, und Hilfe in den Pflegeberufen. „Der Bund hat zusätzliche Stellen für ein freiwilliges soziales Jahr geschaffen, hier konnten wir auch Stellen mit Flüchtlingen besetzen, die schon länger hier sind.“ Wie Liebing stellte auch Geerdts klar heraus, dass die deutsche Leitkultur der Maßstab in Deutschland sei.

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Das Stadtfest-Logo 2016

Stormarner Tageblatt   05.02.2016

Bad Oldesloe

ST-Stadtfest-2016-02-05Foto: st

Da ist doch alles drin: Gänseliesel tanzt in ihrem Brunnen, zwei Gänse sind dabei. Die PeterPaulKirche, das Blaue und das Rathaus: Das Stadtfest 2016 hat ein Logo, das nur in Bad Oldesloe entstanden sein kann. „Wir haben hier vor Ort die Ideen gesammelt und im Team umgesetzt“, sagt Christine Tiedemann, StadtfestVeranstalterin in Bad Oldesloe. Eine Stehlampe taucht die Stadtwappen in ein anheimelndes Licht, das Motto des Stadtfestes 2016 ist „Feiern wie zu Hause“. „Wir möchten, dass sich alle darin wiederfinden und wohlfühlen“, sagt Tiedemann.

Die Medienpartner des Stadtfestes – Stormarner Tageblatt und Oldesloer Markt – sind im neuen Stadtfestlogo zu finden. „Unsere Zeitungen werden über das Stadtfest umfangreich berichten. Neuigkeiten erfahren Sie zuerst bei uns“, sagt Stephan Poost, Redaktionsleiter von Tageblatt und Oldesloer Markt. In jeder Woche lüften nun die Veranstalter ein Geheimnis, das Logo wird auch immer wieder in der Tages- und der Wochenzeitung zu finden sein. „Das Fest wird von den Ideen und Wünschen der Oldesloer leben“, sagt Christine Tiedemann.    st

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