Archiv der Kategorie: Presseartikel

Man muss sich an Dinge rantrauen“

Lübecker Nachrichten   22.05.2016

LN-Serie zur Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe – Maria Herrmann (SPD)

Von Britta Matzen

Bad Oldesloe. „Willkommen in meinem Ökohaus“, sagt Maria Herrmann lachend. Die Bürgermeister-Kandidatin der SPD steht auf ihrer Auffahrt und ist gerade dabei, Plakataufsteller mit ihrem Konterfei in ihren roten VW-Caddy zu laden. „Das Wetter ist so schön. Wollen wir uns nach draußen setzen?“ Wir stehen in ihrem lichtdurchfluteten Wohnzimmer, die Tür ins Grün ist weit geöffnet. „Ja, mein wilder Garten“, meint Herrmann schmunzelnd, verschwindet dann, um kurz darauf mit blauen Sitzauflagen und Kaffee wiederzukommen. „Einmal im Jahr wird gemäht“, meint die SPD-Frau und weist auf die gelbe Löwenzahn-Pracht, die uns umgibt. Die Natur im Herrmannschen Garten ist am Explodieren: Weiße Blütenstände des Birnenbaums schaukeln sanft im Frühlingswind, davor streckt ein kleiner Apfelbaum seine mit rosa Blüten besetzten Zweige in alle Himmelsrichtungen. „Das ist ein wilder Apfelbaum. Gleich im ersten Jahr hat er Früchte getragen, und die schmeckten auch noch. Also habe ich den Stamm nicht zur Vogeltränke umfunktioniert, was ich eigentlich vorhatte.“

Über 21 Jahre wohnt Maria Herrmann in ihrem Einfamilienhaus in der Oldesloer Amalie-Dietrich-Straße. „Mit diesem Haus haben mein Exmann und ich uns einen Traum verwirklicht.“ Es ist ein Ökohaus, das sie mit natürlichen Materialien wie Lehmputz, Holz und Zellulose errichtet haben. Auch beim Innenausbau setzt sich der Ökogedanke fort: Die Böden sind aus Holz, Türen, Treppe und auch die Möbel. „Bei dem Haus haben wir viel selbst gemacht“, erzählt Herrmann. So habe die Stadtpolitikerin die Zwischenräume des Bodens eigenhändig mit Zellulose geflockt, Fliesen verlegt und Bretter mit der Kreissäge auf Länge geschnitten. „Man muss sich an Dinge einfach rantrauen. Dann stellt man fest, man kann das und hat richtig Spaß daran.“

Kinder sind bereits erwachsen

Derzeit wohnt die 57-Jährige allein in dem 160 Quadratmeter großen Eigenheim. Ihr Exmann, zu dem sie ein gutes Verhältnis habe, lebe in einer Nachbargemeinde, die beiden Kinder, Nils (27) und Ina (25), seien mittlerweile auch ausgeflogen. „Ina macht work and travel in Island, und Nils hat Schiffbau studiert und arbeitet in einem Konstruktionsbüro in Lübeck.“

„Ich könnte mir vorstellen, aus meinem Haus ein Wohnprojekt zu machen – als WG oder ähnliches. So dass man hier gemeinsam alt werden kann. Unten das Bad habe ich dafür schon mal ausgebaut“, erzählt Herrmann. Mit wem sie hier künftig zusammenleben wolle – das habe sie noch nicht entschieden.

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Kandidaten im Test – wer kann Bürgermeister?

Stormarner Tageblatt   21.05.2016

ST-Kandi1-2016-05-21Foto: Olbertz
Bad Oldesloe

Wahlslogans können sie. Aber wie schlagen sich die vier Bewerber um das Bürgermeisteramt beim etwas anderen Test des Stormarner Tageblatts. Bei einer SegwayTour durch die Stadt wurde unter anderem im Krankenhaus Halt gemacht. Dort mussten die Kandidaten ihre Fingerfertigkeit am OPSimulator beweisen. Nicht die einzige Prüfung, der (v. li.) Jörg Lembke, Jörg Feldmann, Sebastian Schulz und Maria Herrmann unterzogen wurden.  Seiten 26 / 27

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Visionen und geplatzte Ideen

Stormarner Tageblatt   21.05.2016

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2016-05-21Querdenker Es muss schön sein, wenn man Fördergelder verteilen und sich auch noch im Erfolg mitsonnen kann. Damit die Freude möglichst breit ausstrahlt, hat die EU „Europa in meiner Region“ ersonnen. Bei der Aktion soll den Bürgern gezeigt werden, wo die Steuergelder bleiben. Bei der Basler AG und Job Thermo Bulbs waren die Fördermittel jedenfalls gut angelegt. Der Ahrensburger Unternehmen nutzen das Geld für innovative neue Produkte, dank derer sie weiter Geld verdienen. Das gefiel SchleswigHolsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer genauso gut wie Erich Unterwurzacher aus der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission. Beim Rundgang zeigte Firmengründer Norbert Basler den Besuchern das Haus und die Produktion und auch den Flur, der eigens für Querdenker eingerichtet wurde. Getreu dem Motto „Der Erfolg von heute ist die Falle von morgen“ soll dort alles in Frage gestellt werden, um neue Ansätze zu finden und kreativ Ideen zu entwickeln. Bei Basler ist das verinnerlichte Firmenkultur, manchen Besuchern war es etwas fremd. Jedenfalls hörte man beim Weitergehen den geflüsterten Satz „Das sollte man bei der Kommission auch mal einführen.“ Wär ja mal eine Idee.

Doppisch Mehr als 21 000 Euro Mehrkosten bei einem Etatansatz von rund 24 000 Euro mit der Begründung „Beschaffung von diversen Gegenständen unter 150 Euro, die nicht dem Sammelposten zugeordnet werden können.“ Wofür werden so viele Kleinteile benötigt, wie klein sind sie und wieso lassen sie sich nicht zuordnen? Hat der Bürgermeister aus Versehen 100 000 Kugelschreiber mit seinem Konterfei bestellt? Das alles könnte einen Kommunalpolitiker schon stutzig machen, die Ahrensburger Stadtverordneten werden den Punkt aber wohl durchwinken. In Wahrheit gab es nämlich nicht mal eine Mehrausgabe. Bei der Bestellung für Schulen war jeder Tisch und jeder Stuhl einzeln auf dem Konto für „Sammelposten“ verbucht worden. Das war in der kameralistischen Buchhaltung so üblich, aber nun gibt es eine andere Welt, die Doppik, und dort müssen solche Beschaffungen auf einem anderen Produktsachkonto verbucht werden. Mit echtem Geld hat das nichts zu tun. Aber die Form ist gewahrt.

Seifig Karin Hoffmann von den Grünen ist ja immer für eine Idee zu haben. Jetzt überraschte sie mit dem Vorschlag, in den leerstehenden IhrPlatz könne doch ein Kino rein. Was da für Filme gezeigten würden, liegt auf der Hand: Seifenopern. Eine Idee, die natürlich genau so schnell platzte, wie die gleichnamigen Blasen, denn ob es überhaupt zu der angekündigten Zwangsversteigerung kommt, ist fraglich und ob die Stadt dann mitbietet, muss noch diskutiert werden. Aber das kann man ja mal. Ein potenter Investor für die Immobilie wäre einem städtischen Zugriff allerdings vorzuziehen.

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Achtung! Hagenstraße wird aufgerissen

Lübecker Nachrichten   21.05.2016

Zufahrt für sechs Wochen stark eingeschränkt / Stadtwerke und VSG-Netz erneuern Versorgungsleitungen

Von Dorothea von Dahlen

LN-Hagen1-2016-05-21Mitarbeiter des Hamburger Unternehmens Bas bauten gestern die Ampelanlagen am Parkplatz in der Hagenstraße auf. Fotos: von Dahlen/Oertel (1)

Bad Oldesloe. Wer nicht gerade schwere Dinge zu transportieren hat oder schlecht zu Fuß unterwegs ist, sollte ab Montag beim Besuch der Oldesloer Hagenstraße lieber das Auto außerhalb parken. Denn in der stark frequentierten Straße erneuern Stadtwerke und VSGNetz GmbH wichtige Versorgungsleitungen. Die Straße ist deshalb zur einen Seite hin ganz gesperrt für den Fahrzeugverkehr zur anderen wird sie zum Nadelöhr.

„Wir haben die Trinkwasserleitung im Beer-Yaacov-Weg gelegt und müssen nun auch die Versorgung in der Hagenstraße erneuern“, erklärt Christian Claussen, bei der VSG-Netz GmbH zuständig für Planung.

Da die Leitung in der Mitte der Fahrbahn liege, müssten für die Zeit von sechs Wochen andere Verkehrsregelungen getroffen werden, damit ungehindert gearbeitet werden könne.

Beteiligt an der Sanierung sind auch die Stadtwerke. „Wenn die Hagenstraße schon aufgerissen wird, wollen wir bei dieser Gelegenheit auch gleich die Schmutz- und Regenwasserleitungen erneuern“, sagt Geschäftsführer Jürgen Fahl. Das biete sich förmlich an, um zu vermeiden, dass die Straßen später noch ein weiteres Mal gesperrt werden müsse. Dieser Teil der Arbeiten sei zum Abschluss der Baumaßnahme geplant.

LN-Hagen2-2016-05-21Ab Montag geht hier nichts mehr: Nur die Tiefgarage der Sparkasse ist erreichbar. Der Markt kann ebenfalls noch beliefert werden.

Ab Montag wird es also ernst. Von der Schützenstraße kommend ist es dann zwar immer noch möglich, in die Hagenstraße einzubiegen, doch auf Höhe des historischen Rathauses ist Schluss. Die Zufahrt zur Tiefgarage der Sparkassenfiliale bleibt somit erreichbar, die Parkplätze seitlich des Kreditinstituts fallen nach Aussagen von Christian Claussen aber weg. Dafür gelangen die Beschicker ungehindert auf den Marktplatz, so dass der Einkauf dort mittwochs und sonnabends ohne Einschränkungen möglich ist. Auf die Sperrung wird übrigens schon in der Hamburger Straße mit einem Schild „Sackgasse ohne Wendemöglichkeit“ hingewiesen.

Von der Lübecker Straße aus betrachtet, stellt sich die Situation anders dar. Die Hagenstraße verliert hier den Status einer Einbahnstraße und kann von dieser Seite aus befahren werden. Damit ist der Parkplatz hinter dem Stadthaus auch während der Bauarbeiten erreichbar. Wer ihn verlassen will, dreht eine Runde und gelangt über die Busspur zurück zur Lübecker Straße. Um Kollisionen in der engen Hagenstraße zu vermeiden, wird die Zu- und Ausfahrt nur wechselseitig möglich sein. Das regeln Ampelanlagen, die schon gestern auf der Mittelinsel und am Pferdemarkt aufgestellt worden sind.

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Abenteuerspielplatz mit neuem Angebot

Lübecker Nachrichten   21.05.2016

In Bad Oldesloe eröffnet im August ein Naturkindergarten

LN-Erle-2016-05-21Gerade erst ist der Bauwagen angeliefert worden. Im August geht dann das neue pädagogische Angebot an den Start. Foto: hfr

Bad Oldesloe. Auf dem Abenteuerspielplatz Erle in Bad Oldesloe fällt im August der Startschuss für ein neues Betreuungsangebot. Der Naturkindergarten Erle wird eröffnet.

In der Gruppe Erlinge werden von da an 15 Kinder ab drei Jahre bis zum Schuleintritt von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr betreut. Das in Bad Oldesloe neue Konzept eines Naturkindergartens vereint die Elemente eines Waldkindergartens mit denen eines Farmkindergartens.

„Zum einen geht es darum, die Natur durch vielfältige Naturerlebniserfahrungen mit allen Sinnen zu erleben. Zum anderen ist dieses Konzept von der tiergestützten Pädagogik geprägt“, erklärt Betreuerin Nina Reher. Kurz gesagt heißt das, dass künftig auch Tiere ihren Platz auf dem Abenteuerspielplatz finden, die Kinder streicheln können, die sie aber auch gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften versorgen dürfen.

Zurzeit gibt es auf dem Platz viele Hügel, Gebüsche, im Sommer eine Rutschbahn und im Winter eine Rodelbahn, einen großen Unterstand und einen Bauwagen.

Weitere Informationen gibt es unter www.erle-bad-oldesloe.de oder unter Telefon 0157/373 22 047.

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