Archiv der Kategorie: Presseartikel

Leerstand online anzeigen

Stormarner Tageblatt   15.12.2015

Wohnraum für Flüchtlinge aufspüren / Oase bringt Hamburger Portal nach Bad Oldesloe

Bad Oldesloe

Das ist eine Premiere für SchleswigHolstein. Das MehrgenerationenHaus Oase hat im Internet einen Leerstandsmelder gestartet.

Miet- und Sozialberater GerdGünter Finck bringt es auf eine einfache Formel: „Ohne Wohnung keine Arbeit, ohne Arbeit keine Integration.“ Die Stadtverwaltung sei zwar bemüht, die zugeteilten Flüchtlinge möglichst dezentral – also in eigenen Wohnungen – unterzubringen, doch das werde immer schwieriger. Finck: „Flüchtlinge müssen in provisorischen Notunterkünften wohnen, während gleichzeitig Wohnraum leer steht.“ Das soll mit dem Leerstandsmelder zukünftig anders werden. Unter www.leerstandsmelder.de/oldesloe können leer stehende Wohnungen oder Häuser gemeldet werden. Dafür muss der Anzeigende sich registrieren. Die Meldung wird automatisch an die Oase geleitet. Dort werden die eingehenden Leerstände „gefiltert“: Handelt es sich wirklich um Leerstand, ist es vielleicht eine Doppelmeldung … Anschließend wird sie anonymisiert an die Stadtverwaltung gegeben, damit die sich des Sachverhalts annimmt. Die Behörde kann klären, wem das Objekt gehört und mit dem potenziellen Vermieter Kontakt aufnehmen.

Patin des Projekts ist die SPDLandtagsabgeordnete und flüchtlingspolitische Sprecherin Serpil Midyatli. „Ich freue mich um so mehr, als wir jetzt weg von der reinen Flüchtlingsarbeit hin zur Integration kommen“, sagt die Politikerin. Sie begrüßt ausdrücklich alle Anstrengungen, Flüchtlinge dezentral unterbringen zu wollen. Midyatli: „In den meisten Fällen klappt das auch sehr gut, aber je dichter es an Hamburg geht, desto schwieriger wird es. Das ist ein Service für die Stadt, denn das Rathaus ist nicht darauf ausgerichtet, Wohnraum zu finden.“ Sie betont, dass es nicht nur darum gehe, Leerstand anzuprangern, sondern auch darum, Hürden für Vermietung abzubauen. Wenn sich Privatleute die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Haus vorstellen könnten, dafür aber kleinere Umbauten nötig seien, könnte das Portal helfen, die nötigen Kontakte zu vermitteln. Grade für solche Fälle zahle das Land doch ab März die Pauschale von 2000 Euro pro Flüchtling. „Da müssen flexible Lösungen mit Vermietern gefunden werden, denn das geht schneller als neu zu bauen“, mahnt sie. GerdGünter Finck ist vom Fach. Er hat Wohnungswirtschaft gelernt und gelehrt, hat eine Vergangenheit in der der Hausbesetzerszene, gehört zu den Gründungsmitglieder von „Mieter helfen Mietern“ und erwarb sich in Oldesloe einen Ruf im Zusammenhang mit Problemen am Stoltenrieden. Seit einiger Zeit bietet er jeweils mittwochs von 13.30 bis 15 Uhr Mietberatung für Flüchtlinge und Geringverdiener. Hinter dem LeerstandsmelderPortal steht der Hamburger Verein „Gängeviertel“. Nach einem erfolgreichen Start in der Hansestadt wurde es auf das Bundesgebiet ausgedehnt.

Andreas Olbertz
 
Kommentar
Blockwarte
ST-Andreas OlbertzAndreas Olbertz, Redakteur,  Kontakt: ol@shz.de
Die Aufgabe ist groß, keine Frage. WohnungsLeerstand für die Unterbringung von Flüchtlingen aufzuspüren, ist ein hehres Ziel. Aber geht der Leerstandsmelder nicht einen Schritt zu weit? Werden da nicht alle Blockwarte der Stadt aufgerufen, (Nicht-)Vermieter nicht nur zu denunzieren, sondern auch gleich an den Pranger zu stellen? Werden als nächstes Hundebesitzer gemeldet, die den Kot ihrer Vierbeiner nicht wegmachen, oder Umweltferkel, die den Müll nicht konsequent trennen? Da wird das Tor zur Nachbarschaftsbespitzelung ganz weit aufgestoßen.
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KuB eröffnet im September 2016

Lübecker Nachrichten   13.12.2015

LN-Treetzen-2015-12-13Mandy Treetzen Foto: dvd

Bad Oldesloe. Das neue Kultur- und Bildungszentrum (KuB) der Kreisstadt soll aller Voraussicht nach am 2. oder 3. September kommenden Jahres eröffnet werden. Das gab Kämmerin Mandy Treetzen bei der Sitzung des Hauptausschusses bekannt. Da es sich um das bei weitem größte Bauprojekt handele, das die Stadt in den vergangenen Jahren finanziert habe, werde das Ereignis mit einem großen Fest gefeiert. Die Vorbereitungen dafür müssten entsprechend früh beginnen.  dvd

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Vorlesen für mehr Kaufkraft

Lübecker Nachrichten   13.12.2015

Oldesloerinnen betreuten Kinder, damit die Eltern shoppen konnten

LN-WIR-Lesen-2015-12-13Unterhielten die Kinder: (v. l.) Silke Mosemann, Klaus Spieldenner, Astrid Janßen-Schadwill. Die kleinen Oldesloer wie (v. l.) Lotta, Finja, Luna fanden das viel besser als zu shoppen   Foto: ukk

Bad Oldesloe. Die beiden Erfinderinnen der symbolischen Oldesloer Einkaufstüten haben einmal mehr gezeigt, wie Kaufkraft in der Stadt gebunden werden kann.

Mit ihrer Kinderbetreuungsaktion gestern im neuen Café Laurent am Markt wollten Angela Dittmar und Nicole Brandstetter den Eltern ein wenig mehr Ruhe für den Weihnachtseinkauf geben – und das scheint ihnen gelungen zu sein.

„Eine tolle Aktion“, lobte Katrin Neitzke, die Mama von Lotta (3) und Finja (5). Einkaufen ohne Kinder an der Hand sei einfach leichter. Die Mädchen ihrerseits trafen auf diese Weise nicht nur ihre Freundin Luna (4), sie bekamen auch von den Erwachsenen ein unterhaltsames Programm geboten. Während Silke Mosemann vom Familienzentrum Oase die pädagogische Betreuung übernahm, griff der Oldesloer Krimiautor Klaus Spieldenner zur Gitarre und sang mit ihnen. Außerdem hatte er extra für diesen Tag eine Geschichte geschrieben. Darin geht es um den Raben Corbus.

Doch nicht nur der Krimiautor findet die Idee der beiden Macherinnen vom Verein „Wir für Bad Oldesloe“ gut. Gräfin Bettina von Kerssenbrock griff helfend ein mit einer Story unter dem Titel „Bald ist Weihnacht“, eine Geschichte in der die Oldesloer Wappenfigur Petrus eine Rolle spielt. Und Astrid Janßen-Schadwill las vom schwarzen König Melchior vor. Die Erwachsenen lösten sich gegenseitig ab. Erwartet wurde auch Bürgermeisterkandidatin Maria Herrmann.

Als Service gegen den Stress in der Vorweihnachtszeit versteht Nicole Brandstetter die Aktion. Die Oldesloer Geschäftswelt in der Mitte zwischen Hamburg und Lübeck leidet seit Jahren unter dem Abfluss von Kaufkraft in die Metropolen. Mit ihren roten Einkaufstüten wollen Brandstetter wie Dittmar die Oldesloer Konsumenten stärker binden. Einen Rückschlag erlebten sie, als die größte Tüte, die ein Metallgerüst überspannt, verbogen und zerfetzt wurde. Doch die Unternehmerinnen gaben nicht auf. Es dauerte ein paar Tage, dann stand das Vorzeigestück dank treuer Helferinnen wieder an seinem Platz. „Wir müssen etwas tun“, sagt Brandstetter, „damit der Handel überleben kann.“   ukk

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>>> Politiker und Parteien haben das Wort: Engagiert für Bad Oldesloe – auch für uns?

Markt   09.12.2015  

Engagiert für Bad Oldesloe – auch für uns?

Birgit Reichardt-Mewes 5x7Birgit Reichardt-Mewes (CDU)    Foto: hfr

Auch in diesem Jahr sind die Haushaltsberatungen nur mit knapper Mehrheit zu Ende gegangen. Die Gräben, die nicht zuletzt durch die jetzt herrschende Mehrheit aus SPD, Grüne, Linke und Herrn Schmidt durch ihre Kompromisslosigkeit erzeugt wurden, haben sich verfestigt. Leider ist die früher von der SPD verfochtene Maxime, dass eine Mehrheit sich nicht absolutistisch verhalten dürfe und auf die Minderheit zuzugehen habe, völlig in Vergessenheit geraten.

In diesem Spannungsfeld werden wir im nächsten Jahr einen neuen Bürgermeister/in wählen – was dürfen wir denn nun von der ersten Bewerberin, der neuen Kandidatin und jetzigen Fraktionsvorsitzenden der SPD, erwarten?

Ein/e Bürgermeister/in sollte die verschiedenen politischen Strömungen miteinander verbinden, zum Wohle der Stadt ausgleichen und eine tragbare Lösung mit größtmöglicher Zustimmung erarbeiten. Wenn wir dann aber sehen, dass im Umweltausschuss in dieser Woche jede Beratung über Klimaleitsätze von der Kandidatin abgelehnt und stattdessen sofortige Abstimmung beantragt wurde, stehen berechtigte Zweifel an einer solchen Fähigkeit im Raum.

Wie aber geht man mit einem/r Bürgermeister/in um, der/die anderen Meinungen nicht mit Toleranz und der Bereitschaft zum Kompromiss begegnet? Nach eigenem Bekunden hat die Kandidatin „Angst“ in der Verwaltung festgestellt. Gibt es da vielleicht einen inneren Zusammenhang?

Eine andere Hauptaufgabe für jeden Bürgermeister ist es, die Finanzen der Stadt im Auge zu behalten. Bei einem Minus von über 4 Mio. im Haushalt, das nur durch neue Kredite gedeckt werden kann, bleibt da nicht viel Raum für große Wünsche übrig. Das ist im „Wahlprogramm“ der Kandidatin nicht zu finden, stattdessen will sie weiter ohne nachhaltiges Konzept investieren – natürlich auch ohne Rücksicht auf die Bürger, die das alles bezahlen müssen.

Es gibt halt doch Unterschiede zwischen der Führung einer Fraktion und der einer Stadt mit ihren Einwohnern.

Zum Schluss noch eine alte Weisheit: Mögen uns im Kampf um das Bürgermeisteramt auch noch so schöne Versprechungen gemacht werden über Toleranz und Miteinander, wirklich überzeugen können uns doch nur Taten.

Birgit Reichardt-Mewes

CDU-Fraktion Bad Oldesloe

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Aktion: Sie shoppen – wir lesen!

Stormarner Tageblatt   09.12.2015

WirVerein lädt Kinder zum Vorlesen ein und Eltern können entspannt ihre Weihnachtseinkäufe ohne Nachwuchs erledigen

Bad Oldesloe

Der Verein „Wir für Bad Oldesloe“ sorgt im Rahmen seiner Imagekampagne „Ich bin für Einkaufen in Bad Oldesloe“ am dritten Adventssamstag für weihnachtliche Vorfreude bei Klein und Groß. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr wird die Empore im Café Laurent am Markt zum Kinderland: Während die Kleinen kindgerechten Weihnachtsgeschichten lauschen, haben die Großen stressfrei Zeit zum Einkaufen. „Ein Beschäftigungsangebot für Kinder ist immer eine Hilfe für die einkaufenden Eltern. Und auch der Handel profitiert“, so Nicole Brandstetter vom WirVerein, die sich die Kampagne und Aktion gemeinsam mit Angela Dittmar ausgedacht hat.

Zwölf Bad Oldesloer ermöglichen Familien, ihre Weihnachtseinkäufe ohne Kinder zu erledigen und lesen dem Nachwuchs Geschichten von 20 Minuten Länge vor. Der Bad Oldesloer Buchautor Klaus Spieldenner liest seine selbst verfasste Geschichte vom Weihnachtsraben und begleitet seinen Text auf der Gitarre.

Bürgermeisterkandidatin Maria Herrmann erwartet die Kinder mit der Geschichte vom verschnupften Weihnachtsbaum, der zum Glücksbaum wird. Bettina Gräfin Kerssenbrock erzählt in einem Text von Barbara Pronnet von dem Stern der Hoffnung. „Mit den Weihnachtsgeschichten möchten wir Kinderaugen zum Leuchten bringen und auch ein Lächeln auf Elterngesichter zaubern“, sagt Angela Dittmar, selbst Mutter von drei Kindern. Die Erwachsenen haben die freie Wahl, ob sie sich zusammen mit ihren Kleinen auf eine Fantasiereise durch weihnachtliche Märchenwelten begeben oder ob sie die Zeit lieber für ein paar Weihnachtseinkäufe nutzen möchten.

Bis zu 20 Kinder zwischen vier und zehn Jahren werden maximal jeweils zwei Stunden durch geschultes Personal aus dem Mehrgenerationenhaus Oase beaufsichtigt. Zusätzlich zum Vorlesen liegen für die Kinder viele bunte Malstifte sowie Ausmalbilder bereit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Vorlesen im Café Laurent ist kostenfrei.   st  

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