Archiv der Kategorie: Presseartikel

Mit mehr Elan für die Innenstadt

Lübecker Nachrichten   10.11.2015

Neue Interessengemeinschaft feilt schon kräftig an den nächsten verkaufsoffenen Sonntagen in Bad Oldesloe

Von Dorothea von Dahlen

LN-Innenstadt-2015-11-10Wollen die Entwicklung der Innenstadt voranbringen: (v. l.) Dieter Harms, Marcus Straßburg, Eva-Marie Bruszies und Marco Schmidt. Foto: Dahlen

Bad Oldesloe. Red-Shopping-Day, Gutscheinaktionen, verkaufsoffene Sonntage – diese Aktionen haben  nach Meinung vieler Geschäftsleute zu einer Belebung der Oldesloer Fußgängerzone beigetragen. Waren für die Organisation dieser Events bisher hauptsächlich die Mitglieder des Marketing-Vereins und das Veranstaltungsmanagement der Stadtverwaltung verantwortlich, so wollen sich die Gewerbetreibenden der Stadt künftig selbst stärker einbringen.

Um Marco Schmidt, Eva-Marie Bruszies, Marcus Straßburg und Dieter Harms hat sich eine Gruppe von Geschäftsleuten gebildet, die den positiven Trend mit eigenen Aktionen weiter verstetigen wollen. Ein fester Verein mit Statut und Mitgliedsbeiträgen, wie es die unlängst aufgelöste Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) darstellte, schwebt ihnen indes nicht vor. „Wir wollen uns in lockerer Runde ganz zwanglos treffen. Wer Lust hat, etwas auf die Beine zu stellen, ist gern gesehen“, sagt Schmidt und spricht damit nicht nur die Händler, sondern auch Dienstleister und Gastronomen aus dem gesamten Stadtgebiet an.

Mit Elan hat sich die Interessengemeinschaft Innenstadt in die Vorbereitungen des ersten verkaufsoffenen Sonntags im neuen Jahr gestürzt, den sie erstmals in eigener Regie veranstaltet. Wenn alles klappt, erleben die Oldesloer am 3. Januar 2016 einen „Winterzauber“ der besonderen Art. Geplant ist, für diesen Tag eine Eisstockbahn auf dem Marktplatz aufzubauen. Da es zu viel Aufwand bedeuten würde, eine Spritzbahn mit Eis anzulegen, ist eine Kunststoffbahn im Gespräch, auf der Curlingstöcke auch gut rutschen. Für die Jüngsten ist ein Programm auf der Hude geplant mit Stockbrotbacken und einem Märchenerzähler. Im Bereich Besttorstraße/Brunnenstraße wird ein Snowboard-Simulator ausprobiert.

„Es ist ein Testballon. In Städten wie Bad Segeberg hat man sehr gute Erfahrungen mit dem Öffnen der Geschäfte am ersten Sonntag gemacht. Die Kunden warten auf solche Aktivitäten“, sagt Eva-Marie Bruszies. Davon sind auch die anderen Händler überzeugt. „Das Wochenende ist lang. Die Kinder haben noch Ferien. Da können die Leute auch in Ruhe ihre Gutscheine einlösen“,betont Straßburg.

Ihren ersten Einsatz werden die Kaufleute aber beim Weihnachtsmannwecken am 27. November haben. Dieses Mal unterstützen sie Stadt und Feuerwehr, die diese Veranstaltung schon seit vielen Jahren ausrichten. Außerdem sollen in diesem Jahr 60 Tannenbäume im ganzen Stadtgebiet aufgestellt und von Jungen und Mädchen aus Oldesloer Kindergärten geschmückt werden.

Frühlingsfest und Grünkohlessen

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Für Mensch und Tier lief’s unrund

Stormarner Tageblatt   07.11.2015

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2015-11-07Verlockend: Also, rund läuft das alles nicht. Erst wurde altStadt relativ unfreundlich und ohne Rücksprache mit der Politik ausgebootet. Sicher kann man das nicht alleine der Verwaltung als Fehler anlasten. Auch wenn dem Verein in jüngster Zeit immer mehr die Puste ausgegangen ist, darf man nicht vergessen, dass da von etlichen Oldesloern eine ganze Menge Zeit, Energie und Herzblut reingesteckt worden ist – das war „unser“ Stadtfestverein. Dann hat die Stadt 20 000 Euro in ein Mittelalterspektakel investiert und hinterher haben sich alle gefragt: Was sollte das denn? Im September war die reichlich peinliche Sitzung, wo selbst der Hauptamtsleiter keinerlei Auskünfte zum Stadtfest geben konnte. Und jetzt also 10 000 Euro für den neuen Stadtfestorganisator. Das mag im Gesamtmaßstab des Haushalts und verglichen mit anderen Städten ein Klacks sein, aber es darf sich eben keiner darüber aufregen, dass Politik da jetzt besonders gründlich und mit Befindlichkeiten rauf guckt. Durchwinken kann keine Lösung sein. Vermutlich gibt es drei Möglichkeiten: Der Vertrag wird gekündigt (was auch immer das kosten mag) – Stadtfest tot. Die Stadt könnte die Notbremse für 2016 ziehen, die Zeit nutzen, zu definieren, was wir eigentlich wollen, um dann 2017 mit Volldampf durchzustarten. Oder aber, es kommen schnellstens alle Akteure an einen Tisch, klären Befindlichkeiten sowie offene Fragen und stehen dann hundertprozentig hinter Veranstalter Tiedemann. Punkt. Wenn noch lange weiter genörgelt wird, ist das für das Stadtfest tödlich.

Wer lockt wen? Eigentlich muss man sich verwundert die Augen reiben. Bei 10 000 Euro für das Stadtfest wird ein Aufstand gemacht, weil doch ein kommerzieller Veranstalter nicht unterstützt werden darf … aber die mehr als 60 000 Euro für das Veranstaltungsmanagement werden mehr oder weniger durchgewunken? Hallo! 20 000 Euro für Halligalli in der Fußgängerzone? Geht’s noch? Das ist doch wohl Aufgabe der Geschäftsleute, für Stimmung vor ihren Läden zu sorgen. 5000 Euro für ein JedenTagSilvesterKonzert im Kurpark? Komisch, Dieter Harms sind die Tickets dermaßen aus der Hand gerissen worden, dass ein 2. Konzert am Sandkamp angesetzt werden musste – ohne städtische Zuschüsse. Andere Punkte könnte man ebenfalls kritisch hinterfragen. Hoffentlich passiert das noch.

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Stadtfest auf der Kippe

Stormarner Tageblatt   06.11.2015

Oldesloer Sozialausschuss lehnt einen Haushaltsbeschluss über Veranstaltungsetat ab

Bad Oldesloe

Das sieht nicht gut aus für das Oldesloer Stadtfest. Erneut haben sich die Mitglieder des Sozialausschusses geweigert, das von der Verwaltung beantragte Geld für Veranstaltungen zu bewilligen. 10 000 Euro Zuschuss für den Veranstalter des Stadtfestes standen besonders in der Kritik. Damit ist fraglich, ob die große Feier im kommenden Mai überhaupt stattfinden kann.

„Warum übernimmt die Stadt das unternehmerische Risiko eines kommerziellen Veranstalters?“, eröffnete Carsten Stock (SPD) das Feuer. Die Antwort von Kulturmanagerin Inken Kautter kam sofort: „Wir finden keinen Veranstalter, der das ohne Zuschuss macht.“ Der sei der Firma Tiedemann Art Production vertraglich zugesagt worden.

Bürgermeister Tassilo von Bary holte etwas aus. „Früher hat uns das Stadtfest 50 000 DM gekostet“, erklärte er. Auch der Verein altStadt habe 5000 Euro Zuschuss und für Notfälle eine Bürgschaft über 5000 Euro erhalten. Vorstandsmitglied Sabine Stock stellt es allerdings etwas anders dar. Der Verein habe maximal 4000 Euro zweckgebunden für das Programm im Kulturhof erhalten – das musste sehr detailliert beantragt werden und durfte maximal die Hälfte der Kosten ausmachen. Für das Stadtfest 2016 gibt es aber keine Kalkulation. In der Sitzungsvorlage steht bei Kosten lediglich pauschal 76 000 Euro. Das sei „absolut über den breiten Daumen geschätzt. Zurzeit übersteigt die Ausgaben- noch die Einnahmenseite“, so Inken Kautter. Der einzige feststehende Posten sei 20 000 Euro für das Bühnenprogramm.

Die CDU ist von dem Zuschuss ebenfalls nicht überzeugt. „Da kommen ja noch 7000 Euro Bauhofleistungen dazu. Dann sind wir bei roundabout 25 Prozent“, monierte Gudrun Möllnitz. Da half es auch nichts, dass die Kulturmanagerin darauf verwies: „So ein Stadtfest ist kein Goldtopf am Ende des Regenbogens.“ Ohne Zuschuss werde der Veranstalter das Stadtfest sicher nicht organisieren. Angesichts der unklaren finanziellen Sicherheit sei fraglich, ob das Stadtfest überhaupt wie geplant vom 27. bis 29. Mai stattfinden könne.

Die Argumente gingen hin und her. Angela Fehrmann (CDU) machte den Vorschlag: „Bei den Bierständen – da kann man bestimmt noch preisgestalterisch dran drehen.“ Und Gudrun Möllnitz stellte klar: „An manch anderer Stelle verlangen wir von Antragstellern sehr genaue Angaben und hier sollen wir das Geld einfach so raus hauen.“

Auch eine Sitzungsunterbrechung brachte keinen Durchbruch, aber immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer. „Wir wollen heute keinen Beschluss fassen“, erklärte Rosemarie Behrend (SPD). Ein gewisser zeitlicher Druck sei unbestritten, deshalb erwartet die Politik, dass bis zur Stadtverordnetenversammlung eine ausführliche Sitzungsvorlage präsentiert werde mit einer Darstellung des Konzepts und einer Kalkulation, „um erkennen zu können, wo wir eventuell kürzen können“. Das wurde einstimmig angenommen.

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Freude in Kitas: Stadt gibt weiteres Geld

Lübecker Nachrichten   06.11.2015

Bad Oldesloe übernimmt zusätzliche Personalkosten für Erzieher – Damit werden Schließzeiten nicht verlängert

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Ein gutes Ende haben die Diskussionen um die Personalkosten an Oldesloer Kindertagesstätten gefunden: Zwei Jahre lang hatte es darüber Auseinandersetzungen zwischen Stadtverwaltung und Eltern sowie Kita-Trägern gegeben. Letztere hatten im Juli sogar damit gedroht, die jährliche Schließzeit zu erhöhen, damit die Erzieherinnen ihren Verpflichtungen jenseits der reinen Kinderbetreuung nachkommen können. Zugleich sollten so krankheitsbedingte Engpässe besser aufgefangen werden. Dies konnte während der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss unter Beifall zahlreicher Gäste von der Initiative Eltern für Eltern abgewendet werden.

Neun Oldesloer Kita-Träger hatten den Antrag eingereicht, die Stadt möge die Personalkosten der Erzieherinnen im Krankheitsfall vom ersten Tag an übernehmen. Rosemarie Behrend (SPD) zeigte sich erstaunt, wie umfangreich die Aufgaben der Kita-Angestellten sind. „In den vergangenen zehn bis 15 Jahren ist die Verwaltungsarbeit ja enorm angewachsen“, sagte sie und bedankte sich beim zuständigen Arbeitskreis für die detaillierte Aufstellung der zusätzlichen Tätigkeiten von Erziehern.

„Die Neuregelung ist wirklich überfällig. Man sieht immer nur die praktische Arbeit mit Kindern, was noch dahinter steht nicht“, sagte auch Dagmar Danke-Beyer (Grüne). Auch sie sprach sich ebenso wie Gudrun Möllnitz (CDU) dafür aus, die so genannte Verfügungszeit der Erzieherinnen zu erhöhen.

Kritische Töne wurden indes aus den Reihen der Freien Bürger für Bad Oldesloe laut. Ausschussvorsitzende Annelie Strehl (FBO): „Auch wenn ich den Zorn aller auf mich ziehe. Ich meine, für die Verfügungszeiten sind der Kreis Stormarn und das Land zuständig.“ Bad Oldesloe leide unter einem hohen Schuldenstand, der die Leistungsfähigkeit stark einschränke. Darüber hinaus sei die Stadt auch nicht der richtige Ansprechpartner in dieser Frage. Deshalb hat Strehl nach eigenen Angaben einen Antrag an den Petitionsausschuss des Landes gestellt, um die Angelegenheit klären zu lassen. Ungeachtet dessen stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich für den Antrag der Kita-Träger.

Sehr zur Freude der Initiative Eltern für Eltern, die sich im Frühjahr gegründet hatte, um sich für familienfreundlichere Bedingungen in der Kreisstadt einzusetzen. Dazu zählte auch die Abschaffung der Regelbeitragsstufe, die ebenfalls am Mittwochabend im Ausschuss beschlossen wurde. Neben einer Begrenzung der Elternbeiträge hatte die Gruppe gefordert, alles daran zu setzen, dass die Qualität der Kinderbetreuung in Bad Oldesloe nicht leidet.

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Ob es 2016 ein Stadtfest in Bad Oldesloe gibt, ist ungewiss

Lübecker Nachrichten   06.11.2015

Kommunalpolitiker lehnen den beantragten Zuschuss für die kommerziell organisierte Veranstaltung ab

Bad Oldesloe. Ob es 2016 ein Stadtfest in Bad Oldesloe geben wird, ist ungewiss. An der Finanzierung ist im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss heftige Kritik geübt worden. Die Mitglieder stießen sich daran, dass der Eventagentur, die das Ereignis ausrichten soll, ein Zuschuss von 10 000 Euro gewährt werden soll.

„Ein Unternehmer muss sein Risiko selbst tragen. Wir sollten jemanden finden, der es ohne Beteiligung der Stadt macht“, sagte Carsten Stock (SPD). Bürgermeister Tassilo von Bary (parteilos) hielt dem entgegen, dass die Stadt bisher jedes Mal 50 000 Euro zugeschossen habe. Gudrun Möllnitz (CDU) gab zu bedenken, dass beim Zuschuss weitere 7000 Euro hinzugerechnet werden müssen, da auch der Bauhof mitwirke. Sie empfahl, noch einmal mit der Agentur zu sprechen, ob es nicht eine sparsamere Variante gibt. Denn allein für Bands habe sie 20 000 Euro eingeplant.

Dagmar Danke-Beyer (Grüne) merkte an, dass sich die Stadt bei vielen kommerziellen Aktionen finanziell beteilige, davon spreche aber niemand. Das Fest sei eine Werbung für die Stadt und die Aus
gabe somit gerechtfertigt.

„Niemand hat zugestimmt, dass eine private Agentur engagiert werden soll“, warf Jens-Peter Friese (SPD) ein. Der Ausschuss werde nur mit den Kosten konfrontiert. Bürgermeister Tassilo von Bary räumte ein, dass es ein Fehler gewesen sei, die Politik nicht rechtzeitig zu informieren. „Aber wir haben sehr spät eine Absage von den Vereinen bekommen. So waren wir gezwungen, schnell auszuschreiben, damit es überhaupt ein Stadtfest gibt“, betonte von Bary.

Kulturmanagerin Inken Kautter sagte, die Agentur gebe mehr Geld aus für das Programm, als sie einnehme. Zudem habe sie der Stadt zugestanden, dass Vereine und Verbände einen Teil der Flächen, die sonst für Stände verpachtet werden könnten, nutzen dürften. Auf die Frage, ob es ein Konzept gebe, an dem sich die Ausgaben messen lassen, erklärte Kautter, die Agentur arbeite daran fieberhaft. Letztlich votierte die Ausschussmehrheit dafür, das Thema bis zur Stadtverordnetenversammlung zu vertagen. Bis dahin solle das Konzept vorliegen. „Ich muss der Agentur den Beschluss mitteilen. Es kann sein, dass sie jetzt nicht weiterarbeitet und das Stadtfest 2016 ausfallen muss“, sagte Kautter.

„Wir haben einen unterschriebenen Vertrag und das Vertrauen der Stadt. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Oldesloern ein tolles Stadtfest für Bad Oldesloe auf die Beine zu stellen“, sagte gestern Agenturchefin Christine Tiedemann. „Es ist bedauerlich, dass wir bisher gegen viel Widerstand ankämpfen mussten. Wir hoffen darauf, in Zukunft mit breiter Unterstützung all unsere Kräfte für das Gelingen eines wunderbaren Stadtfestes bündeln zu können.“   dvd

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