Archiv der Kategorie: Presseartikel

War’s das oder kommt noch was?

Stormarner Tageblatt   23.04.2016

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2016-04-23Wer suchet So, so: In der Oldesloer Verwaltung gehen also Mails verloren. Irgendein Server macht mal eben die Klappe dicht und wenn ihm danach ist, lässt er noch mal was durch. Vielleicht war es auch ein Knoten in der Leitung. Neuland halt. Da musste die NamensJury kurzerhand erneut tagen. Per Telefonkonferenz wurden die Nachzügler nachträglich noch mal beleuchtet. Puh, die peinliche Angelegenheit hat Kulturmanagerin Inken Kautter ja noch mal souverän glatt bügeln können. Thema durch.

Thema durch? Wohl kaum. Denn mit der JuryEntscheidung ist ja lange noch nichts entschieden. Montag wird der Hauptausschuss darüber diskutieren und die Akteure werden sich schon mal aufwärmen für das Finale am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung. Da soll dann die endgültige Entscheidung fallen.

Mehrheitsentscheidung hin oder her, die CDU war von Anfang an gegen das Beteiligungsverfahren und Jury, sieht sich jetzt natürlich bestätigt und will folglich den Vorschlag „dasKUB“ ablehnen. Alle anderen anwesenden Stadtverordneten hatte sich im Februar nicht nur für das Verfahren ausgesprochen, sondern auch dafür, das Ergebnis zu übernehmen. Ein BlankoScheck für die Jury. Die stecken jetzt natürlich in einer Zwickmühle, denn bislang ist noch niemand aufgesprungen und hat gerufen: „Ich finde dasGUT.“ Um es mal vorsichtig zu formulieren. „Für mich wäre ein Umfallen an der Stelle der sauberere Weg“, sagt CDUFraktionsvorsitzender Horst Möller. Aber das sagt sich so leicht, er muss ja nicht umfallen. Alle anderen werden mit sich den Konflikt ausmachen müssen: Übernehme ich das Ergebnis der Jury obwohl es mir nicht gefällt oder stimme ich für den bereits etablierten Namen Kub? Aber um ehrlich zu sein: Das sind wahre Luxusprobleme. Wenn wir weiter keine Sorgen haben, geht es uns echt gut.

Gefunden Plöger geht und Görtz kommt. Die Spitze der Kreisverwaltung bekommt einen neuen Chef. Das ist schon rauf und runter berichtet worden. Hier noch ein Abschiedsgeschenk, dort eine Beförderung zum Ehrenmitglied. Großes Tschingderassabum zum Abschied, jetzt noch mal schnell ein Tränchen verdrücken, das sollte es nun aber auch gewesen sein. Endgültig. Und tschüß Klaus Plöger. Viel Spaß im Ruhestand. Ehre, wem Ehre gebührt, aber aus ganz pragmatischen Gründen sollte mit Heldenverehrung jetzt Schluss sein. Klaus Plöger hinterlässt in Stormarn ziemlich große Fußstapfen. Die auszufüllen oder eigene Marken zu setzen, wird für Henning Görtz schon schwer genug. Wenn dann aber überall noch Plöger hinter getrauert wird, dürfte es schier unmöglich werden.

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Jörg Feldmann will in Bad Oldesloe als Mediator auftreten

Lübecker Nachrichten   22.04.2016

Der CDU-Kandidat diskutierte mit Bürgern der Stadt über die Situation von Familien

Von Dorothea von Dahlen

LN-Feldmann1-2016-04-22Als Expertinnen in Sachen Sozialpolitik nahmen auch die Landtagsabgeordneten Anita Klahn (FPD, l.) und Katja Rathje-Hoffmann (CDU) an Jörg Feldmanns Diskussionsveranstaltung teil. Foto:von Dahlen

Bad Oldesloe. Der Anfang ist gemacht. Der erste Bewerber für den Bürgermeistersessel in der Kreisstadt hat sich der Öffentlichkeit präsentiert. CDU-Kandidat Jörg Feldmann diskutierte mit Oldesloern über die Sorgen von Familien – an seiner Seite die sozialpolitischen Sprecherinnen ihrer Landtagsfraktionen Anita Klahn (FDP) und Katja Rathje-Hoffmann (CDU).

‚Ich kann keine fertigen Rezepte präsentieren und will auch keine Versprechungen abgeben. Ich behalte mir vor, einen unbefangenen Blick auf die Stadt zu werfen‘, schickte Feldmann gleich zu Beginn voraus. Er stelle immer wieder fest, dass den Oldesloern ihre Stadt nicht egal ist. Ihr Engagement gelte es zu unterstützen. Zum anderen sehe er es als wichtige Aufgabe, ‚das Profil einer Kleinstadtmetropole wieder zu schärfen‘. Bad Oldesloe habe eine besseres Infrastruktur als manch andere Kommune und könne mehr Selbstbewusstsein vertragen.

Ob des Hauptthemas war es nicht überraschend, dass unter den 40 Besuchern der Weinwelt27 auch Mitglieder der Initiative ‚Eltern für Eltern‘ das Wort ergriffen. Tom Winter etwa forderte von Feldmann konkrete Ideen, wie die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Bad Oldesloe verbessert werden könne. Als Beispiel nannte er die Finanzierung sozialpädagogischen Personals an der Stadtschule. Nicht alle Probleme seien auf kommunaler Ebene angesiedelt, erklärte Feldmann. Das untermauerte Anita Klahn. Sie erklärte, dass die Einführung der gebundenen Ganztagsschule eine Idee der Landesregierung gewesen sei und nun auch das Land in der Pflicht sei, die Betreuung der Schüler zu bezahlen. Und da müsse man mitunter Härte zeigen.

Auf Winters Frage, wie er jüngere Leute in der Stadt halten wolle, damit Bad Oldesloe nicht langsam vergreist, erklärte Feldmann, dass er der Wirtschaft nur raten könne, jungen Angestellten familienfreundlichere Arbeitszeiten anzubieten. Im Zuge des demografischen Wandels werde sich der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte verschärfen. Innovative Arbeitszeitmodelle könnten da ein wichtiger Anreiz sein. Feldmann wies aber auch darauf hin, dass einige der aufgezählten Probleme nicht in der Entscheidungsgewalt eines Bürgermeisters lägen. Er könne aber als Mediator wirken, das Interesse an einer Zusammenarbeit wecken und versuchen, die schwierigen politischen Verhältnisse in Bad Oldesloe zu entspannen. ‚Was ich hier erlebe, kenne ich so aus der kommunalpolitischen Arbeit nicht‘, sagte Feldmann.

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Historisches Rathaus wird saniert

Lübecker Nachrichten   22.04.2016

Gebäude bekommt neue Farbe, neue Technik und neue Beleuchtung – Die Kosten betragen 1,3 Millionen Euro

Von Britta Matzen

LN-Rathaus1-2016-04-22Das historische Rathaus in Bad Oldesloe ist eingerüstet. Das Gebäude wird in den nächsten Monaten saniert. Fenster, Türen und Fassade erhalten einen neuen Anstrich. Auch innen wird gewerkelt. Fotos: Matzen

Bad Oldesloe. Diesen Anblick müssen die Oldesloer für die nächsten Monate aushalten: Das historische Rathaus ist eingerüstet und wird bis zum Sommer Baustelle sein. ‚Das Rathaus wird im Zuge der Bauarbeiten am neuen Kultur- und Bildungszentrum (KuB) pinselsaniert‘, teilt Frauke Busdiecker vom ausführenden Architektenbüro Sunder-Plassmann mit. 30 Jahre ist es her, dass an dem klassizistischen Bau, den der dänische Architekt Christian Frederik Hansen Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet hat, Verschönerungsarbeiten vorgenommen wurden. ‚1986/87 war die letzte tiefgreifende Renovierung‘, sagt Kämmerin und Projektleiterin Mandy Treetzen.

LN-Rathaus2-2016-04-22Auch der Ratssaal ist derzeit eine Baustelle. Dort, wo die Wand derzeit mit Folie bedeckt ist, schließt der neu gestaltete Wintergarten an.

Jetzt wird es auch höchste Zeit, Arbeit in das Schmuckstück zu stecken, hat der Oldesloer Maler Stefan Henning festgestellt. ‚Die Fensterrahmen sehen nicht mehr schön aus, die Farbe blättert schon ab‘, so der Handwerker, der seit einigen Tagen draußen auf dem Gerüst herumturnt und die Fenster von außen anschleift. Anschließend erhalten sie einen dunkelgrauen Anstrich. ‚Viel Arbeit, aber für uns ein Leckerli. Wir arbeiten für eine Hamburger Firma, aber mein Kollege und ich kommen aus Oldesloe. Das ist natürlich toll, mal vor der Haustür arbeiten zu können.‘ Und dann ausgerechnet das historische Rathaus sanieren zu dürfen, das sei schon etwas Besonderes.

LN-Rathaus3-2016-04-22Bleiben erhalten: die Glastüren aus der Zeit des Historismus in der Beletage.

Für 1,3 Millionen Euro wird der denkmalgeschützte Hansen-Bau nach Auskunft von Mandy Treetzen jetzt saniert. Dabei werden nicht nur die Fenster mit neuer Farbe versehen. Auch die Außen- und Innentüren sowie die Wand- und Deckenflächen bekommen einen Überholungsanstrich. ‚Statt taubenblau werden die Wände jetzt zartgrau‘, sagt Architektin Busdiecker. ‚Außerdem werden die Böden abgeschliffen, gelaugt und weiß pigmentiert, Ausbesserungen am Dach vorgenommen und Risse im Mauerwerk beseitigt.‘

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Bad Oldesloe: Streit um Kino-Grundstück

Lübecker Nachrichten   22.04.2016

Grüne fordern, das Objekt zu kaufen – SPD und CDU wollen erst Zustand prüfen

Bad Oldesloe. Das Oho-Kino ist offenbar ein neuer Zankapfel der Oldesloer Politik. Die Idee, das Gebäude des insolventen Lichtspielbetriebs zu kaufen, um darin sozial Bedürftige unterbringen zu können, war im Bau- und Planungsausschuss aufgekommen. Auch den Finanzausschuss hat das Thema schon passiert. Die Abstimmung, die dort am Mittwoch gelaufen ist, hat jetzt Grünen-Politikerin Karin Hoffmann auf die Palme gebracht.

Hoffmann moniert, dass ihr Antrag, die Stadt möge sich als Kaufinteressentin um das Kino-Grundstück bemühen, sowohl von SPD als auch von der CDU abgelehnt wurde. ‚Für 500 000 Euro ein überflüssiges Café bauen, das ist okay. Aber 400000 Euro für ein städtebaulich wichtiges Grundstück, das ist zu viel‘, schreibt sie.

‚Wir sind doch gar nicht so weit auseinander‘, sagt dagegen Maria Herrmann (SPD), die den Bau- und Planungsausschuss leitet. Dieses Gremium habe sich schon eingehend mit dem Thema befasst und sei zum Schluss gekommen, dass der Kauf grundsätzlich eine gute Lösung wäre. Nur müsse vorher geprüft werden, wie es um die Substanz des Gebäudes bestellt sei. Sollte der Zustand bedenklich sein, wäre es ungünstig, es zu erwerben. ‚Wir haben der Stadt im Bau- und Planungsausschuss am Montag schon einen Prüfauftrag erteilt. Deshalb mussten wir im Finanzausschuss gegen den Antrag der Grünen stimmen‘, erklärt Herrmann.

Das bestätigte auch Björn Wahnfried, der für die SPD im Finanzausschuss sitzt. ‚Der Sanierungsaufwand muss im Verhältnis stehen zum Kaufpreis. Wir können doch nicht aufs Blaue hinaus eine solche Summe ausgeben‘, sagt er. ‚Zudem sind wir als Feierabendpolitiker nicht kompetent genug, zu entscheiden, ob das Haus in gutem Zustand ist.‘ Für Wahnfried beruht das Ganze auf mangelnder Abstimmung innerhalb der Grünen-Fraktion. Denn deren Mitglieder hätten am Montag im Bauausschuss für den Prüfauftrag gestimmt.

Enttäuscht zeigt sich Wahnfried darüber, dass seit der Finanzausschuss-Sitzung ein anderes Thema nun ganz vom Tisch ist. So wird die Stadt wohl erst einmal nicht selbst bauen, um mehr Unterkünfte für sozial Bedürftige zu schaffen. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, lieber private Investoren für solche Projekte zu suchen.

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Kino – erst prüfen, dann (vielleicht) kaufen

Stormarner Tageblatt   22.04.2016

Kino – erst prüfen, dann (vielleicht) kaufen
 
Bad Oldesloe

Das Oldesloer Kino und das angrenzende Hotel stehen wegen eines laufenden Insolvenzverfahrens zum Verkauf (wir berichteten). Die Oldesloer Grünen hatten zum Finanzausschuss den Antrag gestellt, die Stadt solle die Immobilie kaufen. „Aus städteplanerischen Gründen, vor allem im Hinblick auf die rückseitige Bebauung der angrenzenden Königstraße, wäre das von großer Bedeutung“, argumentiert Stadtverordnete Karin Hoffmann.

Doch da wollten CDU und SPD nicht unbedingt mitgehen. „Das ist doch schon im Bauausschuss beraten worden“, sagte Björn Wahnfried (SPD): „Dort ist ein Prüfauftrag erteilt worden, denn ohne Detailwissen ist ein Kauf nicht gerechtfertigt.“ Die Verwaltung soll prüfen, ob das Hotel als Baustein beispielsweise in das Obdachlosenkonzept der Stadt integriert werden kann. Außerdem müssen natürlich der Kaufpreis (im Raum stehen 400 000 Euro) und der Umbau beziehungsweise Sanierungsaufwand belastbar ermittelt werden. „Wenn es nicht so schwarz ausfällt, würden wir das Ding ja kaufen“, so Wahnfried: „Aber nur so rum, es kann nicht sein, dass wir erst kaufen und dann gucken, wie wir es nutzen.“ Das Argument der Innenverdichtung im Bereich Königstraße könne nicht zählen, denn das sei längst gelöst. Auch für CDUFraktionschef Horst Möller gilt das Nein der Christdemokraten nur für den Moment. „Wir hören uns an, was der Prüfauftrag erbringt und dann entscheiden wir. Über jeden vernünftigen Vorschlag kann man diskutieren. Vor allen Dingen wollen wir jetzt nicht den Preis hoch treiben.“

Karin Hoffmann stellten derartige Überlegungen nicht zufrieden. „Für 500 000 Euro ein überflüssiges Café umbauen, das ist ok“, kritisiert sie, „aber 400 000 Euro für ein städtebaulich wichtiges Grundstück sind zu viel?“ Sie befürchtet, dass die Stadt ohne Kino weiter an Attraktivität verliert.

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