Die Wohnmobil-Platznot ist geblieben

Stormarner Tageblatt  13.06.2020

Bad Oldesloe ist touristisch oder als Zwischenstopp bei Urlaubern beliebter als gedacht – das führt auch zu Konflikten

Zwei der falsch geparkten Wohnmobile auf dem Exer.Nie
Zwei der falsch geparkten Wohnmobile auf dem Exer.Nie

Bad Oldesloe In der bisherigen Hochphase der Corona-Pandemie war auch in Sachen Wohnmobil-Urlaub Pause angesagt. Somit fiel es nicht auf, dass sich in Bad Oldesloe noch nichts verbessert hat für Urlauber, die mit ihren mobilen Ferienwohnungen in der Kreisstadt anhalten. Doch jetzt, während auch dieses touristische Segment wieder anläuft, zeigt sich, dass eine Problematik nicht gelöst wurde. Weil die vorgesehenen Parkplätze für Wohnmobile auf dem Exer nicht ausreichen, weichen Fahrzeuge dort in steigender Zahl auf normale Parkplätze aus. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders. „Wir werden mit dem Ordnungsamt und der Bußgeldstelle besprechen, wie man jetzt mit denen umgeht, die dort natürlich nicht den ganzen Tag und nicht so stehen können“, sagt Sprecherin Agnes Heesch, die auch für den Tourismus in der Kreisstadt verantwortlich ist. „Es zeigt sich aber das, was wir schon im vergangenen Jahr gesagt haben. Der Bedarf ist da und wir müssen etwas tun. Entsprechend sollen die tatsächlichen Bedarfe ermittelt werden und wie man dann vorgeht“, so Heesch weiter. Sie und Bürgermeister Jörg Lembke seien der Überzeugung, dass zusätzliche Plätze geschaffen werden müssen. Zunächst hatte man das für 2020 angekündigt, mittlerweile ist eine mögliche Umsetzung auf 2021 verlegt. Agnes Heesch geht von rund 5000 Übernachtungen in Wohnmobilen in Bad Oldesloe pro Jahr aus. nie

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Radfahrer-Ärger in der Fußgängerzone

Stormarner Tageblatt  12.06.2020

Corona-Shutdown: Oldesloer Drahtesel-Nutzer gewöhnten sich offenbar an eine leere Innenstadt

Radler fahren durch die  Oldesloer Fußgängerzone.Nie
Radler fahren durch die Oldesloer Fußgängerzone.Nie

Bad Oldesloe Der Corona-Shutdown sorgte wochenlang dafür, dass in der Oldesloer Fußgängerzone viele Läden geschlossen blieben und somit fehlten auch die Passanten. Freigegeben war die Fußgängerzone tagsüber zwar nicht für den Radverkehr, aber da der Passantenverkehr so gering war, gewöhnten es sich zu viele Radfahrer an, auf dem Drahtesel durch die Stadt zu fahren – und es störte sich ja auch kaum jemand daran. Jetzt ist der Shutdown beendet, doch die Radfahrer haben sich offenbar noch nicht wieder umgewöhnt. Mehrere Bürger berichteten der Redaktion über Ärger mit Radfahrern in der Fußgängerzone.

Mehrfach sei es fast zu Zusammenstößen und einige Male zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen. Bevor etwas Schlimmeres passiere, müsse die Verwaltung hier aus Sicht mancher Mitbürger dringend einschreiten und für Fahrradstreifen sorgen, hieß es. Beim Ortstermin zeigte sich, dass dieser Eindruck sich in der Praxis bestätigte. Der Verwaltung lagen nach eigener Angabe noch keine konkreten Beschwerden vor. Man sei allerdings auch nicht zuständig, nehme die Hinweise aber ernst. „Die Kontrolle des sogenannten fließenden Verkehrs wird von der Polizei übernommen. Die Verwaltung wird die Polizeidienststelle entsprechend informieren“, so Stadtsprecherin Agnes Heesch. Wichtig sei, dass die Regeln eingehalten werden, die auch vor dem Covid-19-Virus existierten. „Die Stadtverwaltung appelliert an alle, die geltenden Regeln für die Fußgängerzone dringend einzuhalten. Das Befahren der Fußgängerzone mit dem Fahrrad ist in der Zeit von 8.30 bis 19 Uhr untersagt“, so Heesch. nie

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Stadtinfo in Bad Oldesloe öffnet wieder

Stormarner Tageblatt  12.06.2020

Stadtinfo in Bad Oldesloe öffnet wieder

Bad Oldesloe Ab sofort hat auch die Stadtinfo für den Publikumsverkehr wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Freitag jeweils von 10 bis 14 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 sowie von 14 bis 18 Uhr. Am Mittwoch ist die Stadtinfo geschlossen. Der Zutritt erfolgt über den Nebeneingang beim Café und ist nur mit einem Mund- und Nasenschutz möglich. Das Stadtinfo-Team bittet um Beachtung der Auflagen. st

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Corona-Durststrecke für Vereine und Kultur

Stormarner Tageblatt  11.06.2020

In Bad Oldesloe stehen städtischen Immobilien bis Ende der Sommerferien „Externen“ nicht zur Verfügung

Keine Veranstaltungen in der Festhalle.Nie
Keine Veranstaltungen in der Festhalle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Gesperrte städtische Gebäude, abgesagte Versammlungen und ausfallende Veranstaltungen vom Ball bis zum Konzert – für das Kultur- und Vereinsleben setzt sich in der Kreisstadt die Durststrecke den gesamten Sommer über fort.

Trotz der Anpassungen der notwendigen Covid19-Maßnahmen auf Landesebene, bedeutet es nicht, dass alle Lockerungen auf lokaler Ebene direkt zu Veränderungen führen. Bürgermeister Jörg Lembke hat für die Kreisstadt beschlossen, dass alle städtischen Gebäude von Externen bis Ende des Sommers nicht genutzt werden dürfen. Das betrifft externe Veranstalter, aber auch lokale Vereine, die nicht bereits Mieter in einer städtischen Immobilie sind.

„Die städtischen Räume bleiben bis zum Ende der Sommerferien ausschließlich der Nutzung durch Verwaltung, Politik und für die Gesellschaft lebensnotwendige Maßnahmen vorbehalten. Zu Letzteren gehören unter anderem ein etwaiges Notkrankenhaus in der Stormarnhalle oder Blutspenden-Termine“, erklärt der Verwaltungschef. Somit stehen das Bürgerhaus, der Kub-Saal, die Schulaulen, die Festhalle und die Stormarnhalle mindestens bis zum Ende der Sommerferien nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

„Darüber hinaus muss die Verwaltung aufgrund der herrschenden Abstands- und Hygieneregelungen sicherstellen, dass bis zum Ende der Sommerferien insbesondere die größeren städtischen Räume ausschließlich der Verwaltung und der Politik vorbehalten sind. Selbst für Sitzungen, die normalerweise in kleineren Räumen abgehalten werden, muss derzeit in den Bürgerhaussaal oder Kub-Saal ausgewichen werden. Deshalb ist bis zum Ende der Sommerferien zunächst jede Drittnutzung ausgeschlossen“, bestätigt Lembke entsprechende Gerüchte.

Drittnutzer oder externe Nutzer seien alle die, die städtische Räume nutzen wollen, die sie aber nicht bereits dauerhaft als Mieter nutzen. So könnten zum Beispiel die Musikschule oder die Oldesloer Bühne natürlich ihre Räume nutzen, die sie gemietet haben, aber keine darüber hinaus. „Die Stadt nutzt derzeit ihre eigenen Räumlichkeiten da wo es unbedingt notwendig ist. Dies gilt auch für Volkshochschule und andere städtische Nutzer“. Der Vorwurf, dass es eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ sei, wenn VHS oder Musikschule bereits starten dürfen, aber externe Anfragen wie Angelscheinprüfungen, private Feiern von Hochzeit bis Geburtstag im Bürgerhaus, Yoga-Kurse und ehrenamtliche Treffen abgewiesen werden, möchte er nicht stehen lassen. „Es kann hier von keiner Zwei-Klassen-Gesellschaft die Rede sein, wenn die bereits vor Corona vorhandenen Mieter ihre eigenen Räume im Kub und Bürgerhaus nutzen“, so Lembke.

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Bad Oldesloer Bürgermeister hält an Abrisswunsch fest

Stormarner Tageblatt  11.06.2020

Bad Oldesloer Bürgermeister hält an Abrisswunsch fest

Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe.Niemeier
Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe.Niemeier

Bad Oldesloe Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe haben es schon häufig in die Schlagzeilen geschafft. In den meisten Fällen allerdings – neben dem positiven Engagement, das dort im Stadtteilzentrum „Plan B“ betrieben wird – durch negative Vorfälle, wie kaputte Fahrstühle, ausgefallene Heizungen, Mietnomaden, Müllberge auf dem Parkplatz oder Zwischenfälle, die Einsätze von Rettungskräften notwendig machten. Häufig kommen daher Nachfragen aus der Lokalpolitik, ob die Verwaltung nicht stärker einschreiten könne, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Doch abgesehen vom Brandschutz und dem Begutachten baulicher Mängel ist der Handlungsspielraum der Stadtverwaltung begrenzt.

Da die beiden ortsbildprägenden Gebäude auch architektonisch nicht gerade zu den Höhepunkten der Kreisstadt gehörten, äußerte Bürgermeister Jörg Lembke bereits Ende 2019 den Plan, sie abzureißen. Im aktuellen Bau- und Planungssausschuss hat er diesen Wunsch erneuert. Aus der Politik gibt es dafür aber weiterhin wenig Rückendeckung. Die mehrheitliche Meinung bleibt wie Ende 2019: Der Abriss ist kurzfristig kein Thema. nie

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