Oldesloer Bildung bundesweit vorne mit dabei

Stormarner Tageblatt  25.02.2020

Oldesloer Bildung bundesweit vorne mit dabei

Bad Oldesloe Dass Kultur und Bildung in der Stormarner Kreisstadt eine besondere Rolle spielen, hat sich längst herumgesprochen. Investitionen in diesem Bereich wurden im vergangenen Jahrzehnt stets als wichtig erachtet. Das zahlt sich als Standortfaktor mittlerweile aus. Bei einer bundesweiten Untersuchung von Mittelstädten zwischen 20.000 und 75.000 Einwohnern zum Thema Bildung landete Bad Oldesloe auf einem hervorragenden 8. Platz.

„Wir gehörten sogar noch zu den kleineren der untersuchten Städte und natürlich ist es ein Superergebnis, wenn wir dort alles so hinter uns lassen können“, ist Bürgermeister Jörg Lembke stolz. Genau genommen hat sich die Kreisstadt gegen 577 andere Städte der entsprechenden Größenordnung durchgesetzt. Untersucht wurden durch das Magazin „Kommunal“ und das Standortanalysetool „Contor Regio“ unterschiedliche Faktoren. So spielt der Anteil der unter 25-jährigen Mitbürger (in Bad Oldesloe 25,6 Prozent) eine Rolle, wie viele Schulabbrecher es gibt und wie viele Schüler Abitur machen. Eine wichtige Rolle spielte bei der Untersuchung auch, wie viele Menschen in in den Bereichen „Erziehung und Bildung“ beschäftigt sind – von Schulen über Kindergärten bis hin zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie der Volkshochschule im Kub.

Auch die Entfernung zu Hochschulstandorten wie Lübeck oder Hamburg spielte eine wichtige Rolle. Besonders bei den Punkten der Anzahl der Mitarbeiter in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen sowie dem Anteil der Abiturienten an der Gesamtschülerzahl konnte die Kreisstadt punkten.

Die beiden weiteren Stormarner Städte der untersuchten Größenordnung Reinbek und Ahrensburg landeten bei dieser Suche nach den Mittelstädten-Bildungshochburgen in Deutschland übrigens relativ abgeschlagen auf den Plätzen 304 und Platz 127. nie

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Strengere Regeln für Gewerbegebiet „Teichkoppel“

Stormarner Tageblatt  24.02.2020

Strengere Regeln für Gewerbegebiet „Teichkoppel“

Die ersten Bautätigkeiten sind zu erkennen. Niemeier
Die ersten Bautätigkeiten sind zu erkennen. Niemeier

Bad Oldesloe Die Kritik an den geplanten Ansiedlungen im privat vermarkteten Gewerbegebiet an der „Teichkoppel“ wird lauter.

Viele Oldesloer glauben, dass der private Investor und Grundstückbesitzer Peter Eggers Verwaltung und Politik über den Tisch gezogen hat. Statt der erhofften Ansiedlungen mittelständischer, regionaler Unternehmen mit qualifizierten Arbeitsplätzen seien die bisher größten verkündeten Ansiedlungen ein Verteilzentrum von Amazon und ein Großlager von Asklepios. Vor allem die Rethwischfelder fordern, dass Politik und Verwaltung eingreifen.

„Egal wie enttäuscht man vielleicht ist, möchte ich klarstellen, dass sich Peter Eggers juristisch nicht falsch verhält. Er verkauft seine Grundstücke im Rahmen des Erlaubten“, erklärt Bürgermeister Jörg Lembke. Für die zweite Hälfte des Gewerbegebiets möchte aber auch er andere Regeln aufstellen. Es müsse eine neue Erschließungsstraße gebaut werden, dafür werde der B-Plan sowieso angefasst und dann könne man durchaus bestimmte Ansiedlungen ausschließen. Oder aber auch bestimmte zulassen: Bisher seien nämlich Hotelerie oder Gastronomie nicht zulässig.

Außerdem sei es so, dass die Investoren meistens wollen, dass ihre Straßen von der Stadt übernommen werden, damit sie sich nicht um Erhaltung und Winterdienst kümmern müssen. Auch das lasse sich durchaus an gewisse Bedingungen knüpfen, so Lembke.

Die Sorge der Rethwischfelder vor Verkehrs- und Parkchaos im Ortsteil direkt vor ihren Häusern könne er durchaus verstehen, sehe das Problem aber nicht als so groß an. „Wir haben Zusagen von Amazon, dass sie genügend Parkplätze für ihre Mitarbeiter vorhalten. Das glaube ich erstmal.“

Die Stadt treibe ihrerseits die Gewerbegebietserweitung zwischen Grauber Straße und Rögen voran. „Ich sehe das auch nicht als Konkurrenz zur Teichkoppel“ Dort werden die Flächen sehr bald bestimmt komplett belegt sein, bis wir soweit sind“ erklärt Lembke. nie

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Was die Gemüter erhitzt…

Stormarner Tageblatt  22.02.2020

Stormarner Wochenschau

Was die Gemüter erhitzt…

Patrick Niemeier und Cordula Poggensee

Ein Platz mit ohne Nun ist er also weg: der Muschelläufer. Und das Rondeel quasi verwaist. Keiner weiß, für wie lange der überdimensionierte Mann im blauen Anzug auf dem noch mehr überdimensionierten Schneckengehäuse untersucht werden muss, ob er wieder aufgepäppelt werden kann oder er es überhaupt wieder schafft. Fast 15 Jahre stand die Plastik auf dem idyllischen Platz, immer im Blick der Fußgänger und Café-Besucher. Und tat, was er offenbar am besten konnte: Gemüter spalten. Die einen fanden ihn ganz okay, die anderen schrecklich. Im Grunde die perfekte Ausstattung für diesen Platz, denn wenn den Besuchern die Gesprächsthemen ausgingen, ließ sich immer noch über den Muschelläufer erklecklich streiten. Und nun? Der große Blonde mit dem blauen Anzug gehört weiter zum Rondeel. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er im Augenblick gar nicht da ist: Und so ist das Rondeel jetzt der Platz mit ohne Muschelläufer…

Leinen los Landleben und Hund – das passt zusammen. Allerdings gilt das häufig eher für die beteiligten Menschen, denn „Land und Hundeleben“ bedeutet für die Vierbeiner auch in der ländlichen Gemeinde Leinenzwang. Weder innerhalb der Orte noch außerhalb oder in den benachbarten Wäldern dürfen Hunde häufig das tun, was sie am meisten mögen: Frei herumrennen und toben. Ganz abgesehen davon, dass die Vierbeiner durch das Herumtollen mit anderen Hunden ein artgerechtes Sozialverhalten lernen, müssen sie auch auf den Spaß an der Bewegung verzichten. Entsprechend ist der Vorstoß in Trittau, in der Gemeinde eine große Freilauffläche für Hunde anzulegen, sowohl für die Tiere als auch für ihre Besitzer ein Grund zu Freunde. Und wenn der Zaun erst steht, heißt es mitten auf dem Land: Leine los….

in der Opferrolle Dass es für die Landwirte nicht einfach ist, dass sie sich immer mehr Bürokratie ausgesetzt fühlen, was zu Frust führt, ist verständlich. Dass sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten – das ist Fakt. Dass sie nicht fair vom Lebensmittelhandel behandelt werden, ist ein Unding. Da muss man ansetzen und gesamtgesellschaftliche Lösungen finden, die auch sehr viel mit Konsumverhalten und Kapitalismuskritik zu tun haben. Es braucht den Dialog und das Miteinander. Das war auf dem Kreisbauerntag durchaus Thema. Immer wieder wurde der Dialog gefordert. Doch teilweise vermisste man dabei ein wenig mehr Selbstkritik. Es wirkte in manchen Beiträgen so, als werde den Landwirten übel mitgespielt, als seien die Verbraucher undankbar, als sei die Gesellschaft undankbar. Doch andererseits wäre jeder Landwirt ohne seine Abnehmer seine Existenzberechtigung los. Klimaschutz und Tierschutz sind nicht erfunden worden, um Landwirte zu gängeln, sondern entstehen aus Notwendigkeiten heraus. Fakt ist: Die Opferrolle steht den eigentlich doch selbstbewussten Landwirten nicht.

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Uneinsichtige Parksünder immer dreister

Stormarner Tageblatt  22.02.2020

Uneinsichtige Parksünder immer dreister

Parkchaos am Rande des Kreisbauerntags: Egoismus im Stil von „Ich parke wo ich will – Hauptsache ich habe einen Platz.“Nie
Parkchaos am Rande des Kreisbauerntags: Egoismus im Stil von „Ich parke wo ich will – Hauptsache ich habe einen Platz.“Nie

Bad Oldesloe Parken in Bad Oldesloe ist ein Dauerbrenner-Thema geworden, das regelmäßig für Aufregung sorgt. Fakt ist: Parksünder werden auch in Bad Oldesloe immer dreister.

Am Rande des Kreisbauerntags reagierte Bürgermeister Jörg Lembke schockiert über das Parkverhalten einiger Landwirte und Mitbürger auf dem Exer. Sie parkten die Fußwege rund um den Exer zu, stellten sich auf Grünflächen und sogar auf kleine Erdhügel. Lembke konnte kaum glauben, was er sah und was ihm Ordnungsamtsmitarbeiter auf Fotos zeigten. „Sie bekommen natürlich alle Strafzettel. Das ist keine Frage. Ob nun Kreisbauerntag ist oder nicht. Es gelten für alle die gleichen Regeln, da kann man nicht einfach parken, wie man will. Ich stelle mich doch bei einem Landwirt auch nicht einfach auf den Acker“, so der erzürnte Verwaltungschef. Es gebe in Innenstadtnähe insgesamt 1200 Parkplätze. Dann müsse man vielleicht ein paar hunderte Meter weiterfahren.

„Hier wird jeder gleich behandelt, was die Regeln angeht“, betont er. Gerüchte darüber, dass er oder andere Verwaltungsmitarbeiter keine Knöllchen erhalten, seien schlichtweg Blödsinn. „Natürlich bekomme auch ich mal ein Ticket, wenn ich vergessen habe, eine Parkscheibe auszulegen“, sagt er. Dass die Mitbürger aber das „gefühlte“ Recht gerne für sich definieren, habe man unlängst wieder gemerkt, als ein Zirkus in der Stadt gastierte. Die Zufahrt zum Exer – und damit auch das Parken dort – war komplett untersagt. Entsprechende Schilder waren aufgestellt worden. Mitbürger, die ihr Fahrzeug trotzdem illegal auf dem Exer parkten, erhielten Post. „Das wird dann auch gleich teurer, weil das Schild missachtet wurde, dass die Zufahrt zum Exer untersagte“, so der Verwaltungschef. „So manche Betroffene haben sich dann bei mir gemeldet und beschwert. Sie fühlen sich tatsächlich im Recht, weil sie es anders sehen. Da bleiben wir aber hart. Das muss gezahlt werden“, so der Verwaltungschef.

Das immer dreistere und uneinsichtige Verhalten mancher Autofahrer zeige sich auch in verbalen und körperlichen Angriffen auf Kontrolleure, so Lembke. Es komme regelmäßig zu Strafanzeigen nach Streitigkeiten Das erkläre, dass die Mitarbeiter manchmal etwas angespannt seien, entschuldige aber nicht, falls auch diese sich mal im Ton vergreifen. „Das darf selbst in Stresssituationen natürlich nicht passieren, dass Mitarbeiter gegenüber Bürgern unhöflich werden. Darüber sprechen wir“, so Lembke. nie

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E-Vergabe: Information für Bieter

Stormarner Tageblatt  21.02.2020

E-Vergabe: Information für Bieter

Bad Oldesloe Für Vergabeverfahren besteht je nach Schwellenwert bereits seit Oktober 2018 die Pflicht zur E-Vergabe. Das bedeutet, dass die gesamte Kommunikation zwischen Bieter/Bewerber und Vergabestelle ausschließlich elektronisch erfolgt. Dies betreffe neben der Bereitstellung der Vergabeunterlagen und der Abgabe von Angeboten/Teilnahmeanträgen auch die gesamte Bieterkommunikation. Aufgrund der strengen Vorgaben an die Datensicherheit und Vertraulichkeit erfolge die Abwicklung der E-Vergabe über hierfür eingerichtete Vergabeportale, heißt es aus der Stadtverwaltung Bad Oldesloe. Sie nutzt die Vergabeplattform „Deutsche eVergabe“. Die Zentrale Vergabestelle der Stadtverwaltung bietet am Freitag, 6. März, von 16 bis 18 Uhr im Historischen Rathaus (Hagenstraße 17/18) für interessierte Unternehmen eine Informationsveranstaltung zum Umgang mit der Vergabeplattform an. Teilnehmern wird vermittelt werden, wie sie an elektronischen Vergabeverfahren teilnehmen können, e das Vergabeportal bedienen und wie sie ihre Angebote über das Vergabeportal korrekt abgeben. Außerdem wird über Rügen und Bieterfragen gesprochen, sowie über die Vermeidung von Fehlern bei der Angebotsabgabe, die zum Ausschluss aus Vergabeverfahren führen können.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis Freitag, 28. Februar gebeten unter www.badoldesloe.de/ausschreibungen oder Tel. (04531) 504-512. Die Teilnahme ist kostenfrei. st

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