Bernd Schmidt in den Ruhestand verabschiedet

Lübecker Nachrichten    29.09.2015

LN-Feuerwehr-2015-09-29Bernd Schmidt wurde zum Ehrengemeindewehrführer ernannt, hier flankiert von seinem Nachfolger Olaf Klaus (l.) und dessen Stellvertreter Thomas Proß.

Bad Oldesloe. Für die freiwilligen Feuerwehren in Bad Oldesloe ist am Wochenende eine Ära zu Ende gegangen: Der langjährige Gemeindewehrführer Bernd Schmidt ist offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden.

Etwa 100 Gäste waren der Einladung in die Feuerwache gefolgt, darunter auch viele Weggefährten Schmidts aus seiner überörtlichen Tätigkeit für die Oldesloer Feuerwehr. Schmidt ist seit dem 8. März 1973 Mitglied der Feuerwehr, hatte in den vielen Jahren Ämter als Gruppenführer, Zugführer und als stellvertretender Ortswehrführer inne, ehe er am 11. März 1997 zum Gemeindewehrführer gewählt wurde. Dieses Amt übte er dann insgesamt 18 Jahre aus.

Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen trat Schmidt in diesem Jahr nicht für eine weitere Amtszeit an. „Wir haben innerhalb aller vier Ortswehren den Entschluss gefasst, Bernd Schmidt zum Ehrengemeindewehrführer zu ernennen“, sagte sein Nachfolger an der Spitze der vier Ortswehren, Olaf Klaus. Die Entscheidung fiel mit Zustimmung der Löschmannschaften in Rethwischfeld, Poggensee, Seefeld und der Stadt Bad Oldesloe. Olaf Klaus überreichte Bernd Schmidt eine große Ernennungsurkunde.

Kreisbrandmeister Gerd Riemann zog noch eine kleine rote Schatulle aus der Tasche. Nach einer kurzen Laudatio ehrte er Schmidt für seine Verdienste im Feuerwehrwesen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Von den Aktiven erhielt der scheidende Gemeindewehrführer einen Reisegutschein, den Bernd Schmidt in der kommenden Woche mit seiner Lebensgefährtin Anita einlösen möchte.  jeb

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Fußball und Grillabend zum größten muslimischen Fest

Lübecker Nachrichten    29.09.2015

SV Türkspor und Moschee feiern mit jungen Sportlern in Bad Oldesloe

Von Susanna Fofana

LN-Grill-2015-09-29Eine ausgelassene Stimmung herrschte bei dem Fest für die Jugendlichen, die gemeinsam im Garten der Oldesloer Moschee feierten.

Bad Oldesloe. Weihnachten ist niemand gern allein. Und so organisierten die Aktiven im Oldesloer SV Türkspor gemeinsam mit der Oldesloer Moschee am vergleichsweise größten muslimischen Fest, dem Opferfest, einen Grillabend für die jugendlichen Flüchtlinge aus dem Kinder- und Jugendhaus St. Josef.

Schon das Fußballtraining im Kurparkstadion war etwas Besonders, da einige Profi-Fußballer der afghanischen Nationalmannschaft aus Hamburg und Bremen angereist waren, um gemeinsam mit den Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea zu üben. Bisher gibt es das Fußballtraining einmal in der Woche. Für einen zweiten Sportnachmittag werden noch Trainer gesucht. Nach dem Fußballspiel ging es mitsamt der Betreuer aus dem Kinder- und Jugendhaus St. Josef zur Oldesloer Moschee, wo gemeinsam mit der Sport-Ersatzfamilie gefeiert wurde.

Der Grill glühte schon, als die ersten Gäste eintrafen. Dazu standen viele Salate und türkische Pizza direkt aus dem Ofen bereit. Begrüßt wurden die Besucher von Rafet Simsek, dem Vorsitzenden der Moschee, und Önder Karanfil, dem Vorsitzenden von Türkspor. Auch Oldesloes Bürgerworthalter Rainer Fehrmann und der stellvertretende Bürgermeister Horst Möller aßen gemeinsam mit den Jugendlichen an diesem besonderen muslimischen Feiertag.

Für den 16-Jährigen Afghanen Hassan war es das erste Opferfest ohne die Familie. „Ich bin sehr glücklich und zufrieden darüber, wie es hier für mich läuft“, sagte der 16-Jährige, der aus der Nähe von Kabul stammt. In Afghanistan habe er am Opferfest mit seiner Familie die Moschee besucht. Es wurde ein Tier geopfert und gab viel Besuch von Verwandten.

Neun Jahre lang ging Hassan in seiner Heimat zur Schule. Jetzt liegen mitsamt Studium neun weitere Ausbildungsjahre vor ihm. Da er so viele Probleme in Afghanistan hautnah erlebt hat, möchte der Jugendliche später in der Politik etwas bewegen. Hassan: „Ich tue alles dafür, um dieses Ziel zu realisieren.

Der 15-Jährige Mustafa hatte keine Chance, in seiner afghanischen Stadt Bahran die Schule zu besuchen. „Der Ort wird von Taliban regiert“, betonte er. Die würden sich nicht für Bildung interessieren. Nur seine Eltern hätten ihn etwas unterrichtet. Eineinhalb Jahre, die er im Iran lebte, habe er dann gearbeitet und von seinem Verdienst privat eine Schule finanziert. Er sei „dankbar, dass ich hier so gut aufgenommen werde.“ Es gehe ihm hier sehr gut. Mustafa: „Das weiß ich zu schätzen.“

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Stammtisch der CDU

Stormarner Tageblatt   29.09.2015

Bad Oldesloe

Wie gewohnt findet am ersten Montag im Monat ab 15.30 Uhr im Café Vaterland der CDUStammtisch statt. Am 5. Oktober werden die Themen für das nächste Jahr erarbeitet und die aktuellen Entwicklungen in Bad Oldesloe diskutiert. Interessierte sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

st
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Runder Tisch koordiniert Flüchtlingsarbeit

Stormarner Tageblatt   29.09.2015

Bad Oldesloe

Bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung in Bad Oldesloe haben viele Bürger, Vereine und Institutionen Hilfe angeboten und sich bereit erklärt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Um diese Hilfsangebote zu koordinieren und die unterschiedlichen Stellen zu vernetzen, lädt die Migrationssozialarbeit in Zusammenarbeit mit Q8 in einem ersten Schritt zum Runden Tisch ins Bürgerhaus ein. Dieser findet heute ab 19.30 Uhr statt. Vereine und Institutionen, die möglicherweise nicht direkt angeschrieben wurden, sind ebenso eingeladen. Vorbereitend wurden konkrete Angebote und Ideen bereits abgefragt und gesammelt. Beim Treffen soll erarbeitet werden, welche Unterstützung die Einrichtungen benötigen und wo Ehrenamtler unterstützen können. In Zusammenarbeit mit der Stadt soll das weitere Vorgehen abgestimmt und logistisch koordiniert werden. „Wir wollen möglichst Parallelstrukturen vermeiden und Energien bündeln“ sagt Kirstin SchwarzKlatt, Leiterin der Migrationssozialarbeit. In einem zweiten Schritt werden dann alle Bürger, die sich jetzt schon engagieren oder engagieren wollen, einbezogen und ebenfalls eingeladen. Das soll zeitnah geschehen.

st
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Kreis stimmt Flüchtlingsheim in Oldesloe zu

Stormarner Tageblatt   28.09.2015

Bad Oldesloe

ST-Swh-2015-09-28Das ehemalige Schwesternwohnheim in Oldesloe  Foto: Nie

Das ehemalige Schwesternwohnheim der Asklepios Klinik in Bad Oldesloe, das seit zwei Jahren leer steht, kann durch die Stadt zum Flüchtlingsheim umgestaltet werden. Wenn sich die Stadtverwaltung und die Klinik auf einen Vertrag einigen, wird der Kreis nicht intervenieren, obwohl diese Nutzungsform nicht vorgesehen war. Das beschloss der Kreistag einstimmig auf seiner jüngsten Sitzung. Die Stadt Bad Oldesloe möchte das Heim für fünf Jahre von Asklepios mieten und die Räumlichkeiten als Flüchtlingsunterkunft nutzen.

Auch das Kreisprogramm zur Entlastung der Kommunen bei der Aufnahme von Asylsuchenden wurde einstimmig verlängert und mit mehr Geldmitteln ausgestattet. „Es gibt Orte , in denen Mietern in stadteigenen Wohnungen gekündigt wird, damit Flüchtlinge einziehen können. Das setzt falsche Zeichen und stört den sozialen Frieden“, warnte Joachim Germer von den Grünen. „Es ist wichtig, dass wir tun, was wir können, aber auch schauen, was wir nicht leisten können. Es darf zu keinen Fehlentwicklungen kommen. Wir müssen unsere Grenzen sehen“, stimmte Maik Neubacher (CDU) zu.   nie

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