Aktion: Sie shoppen – wir lesen!

Stormarner Tageblatt   09.12.2015

WirVerein lädt Kinder zum Vorlesen ein und Eltern können entspannt ihre Weihnachtseinkäufe ohne Nachwuchs erledigen

Bad Oldesloe

Der Verein „Wir für Bad Oldesloe“ sorgt im Rahmen seiner Imagekampagne „Ich bin für Einkaufen in Bad Oldesloe“ am dritten Adventssamstag für weihnachtliche Vorfreude bei Klein und Groß. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr wird die Empore im Café Laurent am Markt zum Kinderland: Während die Kleinen kindgerechten Weihnachtsgeschichten lauschen, haben die Großen stressfrei Zeit zum Einkaufen. „Ein Beschäftigungsangebot für Kinder ist immer eine Hilfe für die einkaufenden Eltern. Und auch der Handel profitiert“, so Nicole Brandstetter vom WirVerein, die sich die Kampagne und Aktion gemeinsam mit Angela Dittmar ausgedacht hat.

Zwölf Bad Oldesloer ermöglichen Familien, ihre Weihnachtseinkäufe ohne Kinder zu erledigen und lesen dem Nachwuchs Geschichten von 20 Minuten Länge vor. Der Bad Oldesloer Buchautor Klaus Spieldenner liest seine selbst verfasste Geschichte vom Weihnachtsraben und begleitet seinen Text auf der Gitarre.

Bürgermeisterkandidatin Maria Herrmann erwartet die Kinder mit der Geschichte vom verschnupften Weihnachtsbaum, der zum Glücksbaum wird. Bettina Gräfin Kerssenbrock erzählt in einem Text von Barbara Pronnet von dem Stern der Hoffnung. „Mit den Weihnachtsgeschichten möchten wir Kinderaugen zum Leuchten bringen und auch ein Lächeln auf Elterngesichter zaubern“, sagt Angela Dittmar, selbst Mutter von drei Kindern. Die Erwachsenen haben die freie Wahl, ob sie sich zusammen mit ihren Kleinen auf eine Fantasiereise durch weihnachtliche Märchenwelten begeben oder ob sie die Zeit lieber für ein paar Weihnachtseinkäufe nutzen möchten.

Bis zu 20 Kinder zwischen vier und zehn Jahren werden maximal jeweils zwei Stunden durch geschultes Personal aus dem Mehrgenerationenhaus Oase beaufsichtigt. Zusätzlich zum Vorlesen liegen für die Kinder viele bunte Malstifte sowie Ausmalbilder bereit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Vorlesen im Café Laurent ist kostenfrei.   st  

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CDU: Vertrauen für die Polizei

Lübecker Nachrichten   09.12.2015

LN-Polizei-2015-12-09Horst Möller (CDU Bad Oldesloe) Rainer Wiegard und Jürgen Lamp    Foto: CDU

Bad Oldesloe. Die Stormarner CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Koch und Rainer Wiegard haben gestern nach Besuchen der Polizeizentralstationen in Ahrensburg und Bad Oldesloe bekräftigt, bei der in der kommenden Woche im Landtag anstehenden namentlichen Abstimmung über die Einrichtung eines „Polizeibeauftragten“ mit „Nein“ zu stimmen und sich stattdessen für Personalverstärkungen einzusetzen.

„Unsere Polizeibeamten leisten einen hervorragenden Dienst für denen „ihnen unser Dank gebührt“, sagten beide. „Wir brauchen keinen zusätzlichen Misstrauensbeauftragten, der unsere Polizistinnen und Polizisten mit weiterem überflüssigem Papierkram überschüttet. Für Beschwerden gibt es bereits hinreichende Möglichkeiten. Und unsere Beamten arbeiten schon jetzt jenseits der Belastungsgrenze. Deshalb brauchen unsere Ordnungshüter die Rückendeckung der Politik“, erklärten Wiegard und Koch. So sei beispielsweise die Zahl der Einbruchsdelikte in diesem Jahr stark gestiegen. In einigen Monaten habe die Zahl doppelt so hoch gelegen, wie im gleichen Monat des Vorjahres. Die Aufklärungsquote bei diesen Delikten lag im ersten Halbjahr landesweit um 22 Prozent unter der des Vorjahres. Bereits vor der Flüchtlingskrise hätten die Polizeikräfte kaum ausgereicht.

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Preis für Winterdienst und Reinigung zieht an

Lübecker Nachrichten   09.12.2015

Grünen-Fraktion plädierte im Oldesloer Bau- und Planungsausschuss für ein gerechteres Umlagemodell

Bad Oldesloe. Wie gerecht können Gebührensatzungen eigentlich sein? Diese Frage trieb die Mitglieder des Oldesloer Bau- und Planungsausschusses jetzt um. Mit dem neuen Berechnungsmodell, das die Verwaltung für Straßenreinigung und Winterdienst vorgelegt hatte, konnten sich einige nicht anfreunden.

Auf Kritik stieß zunächst der Vorschlag, die Gebühren künftig im Januar für ein ganzes Jahr zu erheben, analog zur Grundsteuer des Finanzamts. Beklagt wurde, dass im Falle eines Hausverkaufs der alte Eigentümer allein auf den Kosten sitzen bleibe, während der neue erst Anfang des Folgejahres zur Kasse gebeten werde. Gegenvorschläge, die Gebühren monatlich abzurechnen, wies Kämmerin Mandy Treetzen indes vehement zurück. „Das wäre der reine Wahnsinn. Der Verwaltungsaufwand wäre viel zu hoch“, sagte sie. Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) setzte sich ebenfalls für eine „bürgernahe Regelung“ ein. Sie plädierte aber dafür, den bisher praktizierten vierteljährlichen Rhythmus beizubehalten. Dem schloss sich die Mehrheit im Ausschuss an.

„Ich habe Probleme mit der Kalkulation“, legte Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson nach. Ihn stört es, dass bei der Gebührenberechnung preislich nicht zwischen Straßen unterschieden wird, die vordringlich von Schnee geräumt werden und solchen, die als nachrangig behandelt werden. In letzterem Fall seien die Anwohner klar benachteiligt. „Sie erhalten eine geringere Leistung, kommen mit ihrem Auto viel später aus der verschneiten Straße raus und bezahlen dann noch einen höheren Durchschnittspreis. Das ist ungerecht“, monierte Janson. Er schlug vor, die Kosten des Winterdienstes zusammenzuziehen und sie dann auf den Meter umgerechnet unter allen Anliegern aufzuteilen.

„Bei nachrangigen Straßen brauche ich mehr Maschinen, Zeit und Personal“, hielt Mandy Treetzen dem entgegen. Kleinere Straßen zu räumen sei mit einem höheren Aufwand verbunden, da dort keine großen Fahrzeuge eingesetzt werden könnten. Dies müsse sich im Preis der Dienstleistung niederschlagen. Gebührensatzungen richteten sich stets nach dem Verursacherprinzip, sagte die Kämmerin. „Das ist völlig schlüssig dargestellt und exakt nach der Kommunalen Abgabenordnung berechnet“, sprang ihr Uwe Rädisch (CDU) bei.

Zu einer Steigerung der Kosten hat offenbar auch der harte Winter 2011 gesorgt. Da die Ausgaben für den Räumdienst damals höher gelegen hätten als die eingenommenen Gebühren, sagte Mandy Treetzen, müsse die Unterdeckung nun ausgeglichen werden.

Stimmen auch die Stadtverordneten am Montag, 14. Dezember, der Satzung zu, so wird die wöchentliche Straßenreinigung inklusive Winterdienst bei Straßen mit Priorität von 2,25 auf 2,44 Euro angehoben, der Winterdienst ohne Straßenreinigung gar von 0,78 auf 2,59 Euro. Anlieger der Fußgängerzone zahlen statt 27,38 fortan 29,57 Euro bei dreimaliger Reinigung wöchentlich. dvd

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Bad Oldesloe muss neue Plätze in Kitas und Krippen schaffen

Lübecker Nachrichten   08.12.2015

Politiker wollen weitere Gruppen einrichten – Tagesstätten prüfen Ausbauprojekte

Von Britta Matzen

LN-Kitas-2015-12-08Erst vor vier Jahren erhielt der Waldkindergarten diesen Neubau. Jetzt hat er schon wieder zu wenig Platz. *Foto:mt

Bad Oldesloe. Die Stadt ist weit davon entfernt, ein ausreichendes Betreuungsangebot für Kleinkinder zur Verfügung stellen zu können. Für das Kindergartenjahr 2016/2017 sind rund 100 Oldesloer Jungen und Mädchen für einen Krippenplatz angemeldet. Es werden aber nur 80 Plätze frei. Mindestens 20 Kinder sind unversorgt. Zusätzlich stehen noch 32 Kinder auf der Warteliste, die in diesem Jahr nicht zum gewünschten Termin berücksichtigt werden konnten.

Im Elementarbereich decken sich zwar die Anmeldungen annähernd mit den frei werdenden Plätzen. Allerdings sind hier die Kann-Kinder nicht berücksichtigt, die zwischen Juli und September 2016 sechs Jahre alt werden. Ebenfalls nicht berücksichtigt ist der Zustrom der Flüchtlingskinder sowie eine Reserve für zuziehende Familien. „Wir brauchen deshalb dringend Krippen- und Kitaplätze“, erklärte jetzt Bürgermeister Tassilo von Bary (parteilos) den Mitgliedern des Sozialausschusses.

Auch die Verwaltung hat nach einer Auswertung von Beleg- und Wartelisten festgestellt, dass ein Bedarf an zusätzlichen Krippenplätzen sowie im Elementarbereich vorhanden sei. Sie plädierte deshalb dafür, mindestens eine zusätzliche Elementargruppe einzurichten. Alle Oldesloer Kindertagesstätten wurden deshalb gebeten, ihre Möglichkeiten für die Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze zu prüfen – konzeptionell sowie mit Blick auf mögliche Kosten für Aus- und Umbaumaßnahmen.

Richtig teuer würde die Umsetzung in der Kindertagesstätte Stoppelhopser Am Steinfelder Redder werden, die gerade erst einen drei Millionen Euro teuren Neubau erhalten hat. Rund 183 000 Euro Investitionskosten hatte der Träger für die Einrichtung einer neuen Elementar- oder Krippengruppe veranschlagt. Hierzu müsse ein Bungalow errichtet werden mit 100 Quadratmetern Nutzfläche. Hinzu kämen 17 000 Euro Ausstattungskosten und 115 000 Euro Betriebskostenzuschuss, da zwei Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden müssten. „Das ist schon eine Hausnummer, wenn man die Zahlen sieht“, meinte Gudrun Möllnitz (CDU). Dennoch beschlossen die Mitglieder des Sozialausschusses, das Stoppelhopser-Projekt auf die mittelfristige Prioritätenliste zu setzen. Für den Waldorfkindergarten am Rümpeler Weg soll ebenfalls eine mittelfristige Planung angeschoben werden, da die Einrichtung ohnehin saniert werden müsse, worauf von Bary hinwies. Kosten seien noch nicht benannt.

Die Mitglieder des Sozialausschusses einigten sich auf drei Projekte, die die Verwaltung kurzfristig aufbereiten soll, um sie den Gremien vorzulegen: Kita Spatzennest, Abenteuerspielplatz Erle und Waldkindergarten Muckestutz. Bei der Kita Spatzennest hat der Betreiber angeboten, die Gruppengröße von 16 auf 17 Kindern pro Gruppe zu erweitern – dies koste nichts und schaffe zwei weitere Plätze.

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Auch die Oldesloer Jugendherberge möchte Hilfesuchenden Quartier bieten

Lübecker Nachrichten   08.12.2015

LN-Jugendherberge-2015-12-08Weitere Unterkunft für Flüchtlinge: die Jugendherberge am Konrad-Adenauer-Ring. Foto: LN-Archiv

Bad Oldesloe. Die Stadt Bad Oldesloe schafft kurzfristig neue Quartiere für Menschen aus Krisengebieten. Nachdem schon gestern damit begonnen wurde, die Sporthalle der Klaus-Groth-Schule für den Einzug von 20 Personen herzurichten, soll es nun weitere Unterbringungsmöglichkeiten in der Oldesloer Jugendherberge geben. Die Verhandlungen zur Nutzung des Hauses stehen laut der Oldesloer Stadtverwaltung vor dem Abschluss.

„Von den Behörden sind wir gefragt worden, ob wir Flüchtlinge aufnehmen können. Wir haben uns gern dazu bereit erklärt, schließlich haben Jugendherbergen eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Das Deutsche Jugendherbergswerk fühlt sich verpflichtet, Menschen in Not zu helfen. Ich denke, wir können einen Beitrag leisten, um den Flüchtlingen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben“, sagt Angela Braasch-Eggert, Präsidentin des Deutschen Jugendherbergswerks. Das DJH helfe im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Die Jugendherberge, so erklärt Thomas Sobczak, Fachbereichsleiter Bürgeramt, biete den Vorteil, dass es dort auch Familienzimmer gebe, während die Turnhalle der Klaus-Groth-Schule nur für Einzelpersonen geeignet sei. Dort würden derzeit alles für sie wohnlich hergerichtet. Ursprünglich habe die Stadt das Objekt ausgewählt, um vorzusorgen, wenn neue Flüchtlinge über den Jahreswechsel eintreffen. Doch würden die ersten wohl schon ab dem 14. Dezember einziehen. Derzeit bekomme die Stadt wöchentlich zwischen zehn und 20 Personen zugewiesen. Da ihr Eintreffen stets zehn Tage vorher angekündigt werde, könne sich die Verwaltung darauf gut einstellen.

Während die Bewohner der Turnhalle an der Kurparkschule Zugang zur Lehrküche haben, gibt es in der Klaus-Groth-Schule keine Kochgelegenheit. „Um die Verpflegung sicherzustellen, werden wir einen Catering-Service organisieren“, sagt Thomas Sobczak. Eine externe Essensversorgung werde aber auch in der Jugendherberge nötig sein. Aufgrund eines Wasserschadens könne die Küche derzeit nicht genutzt werden.

Alle Aufgaben, die die Stadt versehen muss, laufen laut Sobczak koordiniert. Nur ein Problem habe es zwischenzeitlich mit der Mittagsverpflegung gegeben. „Doch dank der Kontakte, die wir auf der Bürgerversammlung geknüpft haben, war es möglich, in kürzester Zeit Leute zu finden, die sich darum ehrenamtlich kümmern“, sagt der Fachbereichsleiter.  dvd

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