Unterkunft am Sandkamp bald fertig

Lübecker Nachrichten   12.02.2016

Nächste Woche sollen die ersten Flüchtlinge die neuen Räumlichkeiten beziehen

Bad Oldesloe. Verschnaufpause bei der Unterbringung von Asylbewerbern in Bad Oldesloe: „Gegenwärtig hält sich der Zustrom der Flüchtlinge in Grenzen. Wir haben im Moment kaum Zuweisungen – so stellt es sich auch landesweit dar“, teilte Thomas Sobczak von der Stadtverwaltung bei der Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses (BSKA) mit. Grund dafür sei unter anderem der Winter. Die Stadt sei ein Stück weit froh über den Umstand, da sie sich verstärkt um die Zentralunterbringung im Sandkamp kümmern konnte. „Am 15. Februar werden die Flüchtlinge aus der Jugendherberge im Sandkamp einziehen. Im weiteren Verlauf werden die in der Sporthalle der Kurpark-Schule untergebrachten Flüchtlinge folgen“, so Sobczak. Die neue Gemeinschaftsunterkunft am Sandkamp biete Platz für 50 Personen.
Auch das ehemalige Schwesternwohnheim, das als Gemeinschaftsunterkunft für 80 Personen ausgebaut werde, gehe gut voran. „Wir rechnen damit, dass wir am 1. Mai die ersten Plätze belegen können.“ Die Stadt treibt die Sanierungsarbeiten unter Hochdruck voran. Denn sobald es wärmer wird, rechnen die Behörden wieder mit deutlich mehr Flüchtlingen.  bma

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Bad Oldesloe blüht auf

Lübecker Nachrichten   10.02.2016

LN-Einkaufen-2016-02-10Bad Oldesloe. Blumentaschen in Blau und Weiß: Seit gestern erblühen 500 Stiefmütterchen, Hyazinthen und Primeln in Oldesloes Innenstadt. Damit läutet der Wir-Verein den Frühling ein. „Mit der Aktion wollen wir die Stadt für die Bürger und Besucher attraktiv machen“, sagen die Initiatorinnen Nicole  Brandstetter (r.) und Angela Dittmar. Die Bepflanzung der Blumentaschen hat die Gärtnerei von Foller übernommen, die die Stecklinge seit dem Herbst herangezogen hat. Einziger Wermutstropfen: Statt der ursprünglich 24 Exemplare zieren nur noch 23 die City. „Eine Blumentasche ist verschwunden. Wir hoffen, dass sie wieder auftaucht und dass es nur ein Dummejungenstreich war“, so Dittmar. Wer die Tasche gesehen hat, kann sich im Preisparadies, Brunnenstraße 1, melden.   bma

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Schluss mit kostenlosem Surfen

Lübecker Nachrichten   10.02.2016

Hotspots im Oldesloer Preisparadies und in der Café-Lounge Mocca sind abgeschaltet – Ärger mit Nachbarn

Von Britta Matzen

Bad Oldesloe. Kurz mal Mails checken, Musikvideos anschauen oder mit Freunden skypen – der Verein „Wir für Bad Oldesloe“ hat seit dem Sommer 2015 Besuchern der Innenstadt an verschiedenen Stellen kostenloses Surfen ermöglicht. Doch damit ist erst mal Schluss. „Wir haben unseren Router abgestellt“, sagt Angela Dittmar vom Sonderposten-Markt Preisparadies. Grund: Die Beschwerden über die Nutzer häuften sich. „Vermieter und Anwohner haben sich über Lärm und Dreck beklagt“, so Dittmar. „Und ich kann es mir mit den Nachbarn nicht verscherzen.“

Als die ersten Proteste kamen, hätten sie zunächst die Nutzungszeiten eingeschränkt. „Statt rund um die Uhr und am Wochenende haben wir das kostenlose WLan auf unsere Öffnungszeiten reduziert.“ Gebracht hätte das nichts. Die Party vor der Tür ging weiter. „Die haben Chipstüten und alle möglichen Dinge hier liegen lassen, sogar in die Ecken uriniert, und ich musste das wieder sauber machen“, erzählt die Geschäftsfrau. „Schade, dass viele Leute das Angebot für den freien Internetzugang nicht zu schätzen wissen. Das tut mir vor allem leid für diejenigen, die darauf angewiesen sind und sich immer ordentlich verhalten haben“, bedauert Dittmar.

Die ganze WLan-Aktion sei doch als Anreiz gedacht gewesen, um die Innenstadt zu beleben und die Einkaufszone attraktiver zu machen. Sie hätten extra den Router ins Schaufenster gestellt, um die Reichweite auf bis zu 100 Meter zu erhöhen. „Aber das war ein Schuss in den Ofen“, muss Dittmar jetzt im Nachhinein feststellen. „Es gibt eben viele, die das ausnutzen – zum Nachteil aller“, fügt Ehemann Martin Dittmar hinzu. Freies WLan wollen die Dittmars deshalb in der nächsten Zeit nur noch in ihren Geschäftsräumen anbieten.

Auch Stevan Stevanovic hat in seiner Café-Lounge Mocca an der Hude dem kostenlosen WLan kürzlich den Saft abgedreht. „Ich habe es ausgeschaltet, in den letzten Monaten gab es Probleme. Die Kunden waren zu laut, und Nachbarn haben sich beschwert.“ Vor zwei Monaten sei es eskaliert – es sei zu einer Schlägerei unter den WLan-Nutzern gekommen. „Das war nicht so schön für unser Café“, so der Gastronom. Auch technische Schwierigkeiten hätte es gegeben. „Weil so viele zeitgleich im Netz waren, ist meine eigene Internetverbindung total langsam geworden.“ Hinter der Idee vom kostenlosen WLan steht Stevanovic aber nach wie vor. „Ich werde etwas Ruhe einkehren lassen und dann das freie Internet bis 16 oder 17 Uhr anbieten. Damit dürfte es keine Probleme mehr geben.“

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Auf Sonder- und anderen Irrwegen

Stormarner Tageblatt   06.02.2016

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2016-02-06Sonderweg Von wegen „Vereinigte Oldesloer Linke“, wie vor allem aus Unionskreisen immer wieder gewettert wird. Das werden sich beim Neujahrsempfang der Grünen einige verwundert die Augen gerieben haben: Kein Kandidat, keine Wahlempfehlung nix von den Grünen zur Bürgermeisterwahl.

Dass die Grünen keinen eigenen Kandidaten aufstellen … naja, im Alleingang wären dessen Chancen ziemlich überschaubar. Da die Grünen aber angeblich einen ziemlich überzeugenden Bewerber an der Hand hatten, wurde der Kontakt zur SPD gesucht. Das muss dann allerdings eher suboptimal abgelaufen sein, hört man so aus der Gerüchteküche. Die SPD soll sich zwar zu gemeinsamen Gesprächen bereit erklärt haben, hatte sich aber intern längst auf Maria Herrmann verständigt. Dumm gelaufen. In der Folge waren die Grünen natürlich beleidigt. Kann man verstehen. Offenbar so beleidigt, dass sie der Bewerberin der SPD sogar die Unterstützung verweigerten und lieber ohne alles in den Wahlkampf ziehen. Was die Grüne Basis von derlei Spielchen hält, machte sie bei der folgenden Abstimmung klar: Maria Herrmann setzte sich gegen alle anderen Bewerber, auch den unbekannten Grünen Superkandidaten, durch. Schaumer mal, wie das noch weiter geht.

Filmriss Schöner Mist: Nun ist das Oldesloer Kino zu. Insolvenz. Da jetzt wieder raus zu kommen, wird ein schweres Stück Arbeit. Dabei wäre die Lösung eigentlich so einfach gewesen: Die Stadt mietet das angrenzende Hotel, löst damit ihre Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen und verschafft Betreiber Heinz Wittern damit den persönlichen und finanziellen Spielraum, um sich wieder ganz auf das Kino zu konzentrieren. Seit August wurde verhandelt. Eine Unterschrift unter den Vertrag kam nicht zustande, das Ergebnis sehen wir jetzt.

Es gehört nicht zur Aufgabe der Stadt, einem privaten Unternehmer unter die Arme zu greifen. Warum eigentlich nicht? Ein Kino gehört zur Lebensqualität in einer Stadt wie Sportanlagen und Kitas, wie befahrbare Straßen und gepflegte Grünanlagen. Aber so ist nun mal Oldesloe. Die Stadt braucht keine Flüchtlingsunterkunft mehr. Thema durch. Sich kümmern, nach Alternativen suchen, Perspektiven eröffnen … leider Fehlanzeige.

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Mensa für Oldesloer Schüler: Kaum jemand kommt zum Essen

Lübecker Nachrichten   05.02.2016

Nicht nur Unmut über die Qualität der Speisen – Stadtpolitiker beraten am Mittwoch

Von Britta Matzen

LN-Mensa-2016-02-05Nichts los – und das mittags kurz nach 12 Uhr. Gähnende Leere an der Essensausgabe im Schulzentrum. Fotos:Tanja Jäckh, LN-Archiv

Bad Oldesloe. Schüler, Eltern und Lehrer der Ida-Ehre-Schule sind mit der Situation in der Mensa im Schulzentrum unzufrieden. Hauptkritikpunkt: „Die Atmosphäre in der Mensa ist nicht gut. Der Raum wird für andere Zwecke missbraucht. Die Schüler toben über die Tische und nutzen ihre Handys. Es herrscht einfach keine Atmosphäre, wo man in Ruhe was essen kann“, bemängelt Sabine Bauer vom Vorstand des Schulelternbeirats der gebundenen Ganztagsschule.

Zudem sei die Qualität des Essens auch häufig grenzwertig. „Oft ist kein Nachschlag mehr da, teilweise sollen die Gerichte nicht richtig durchgegart sein, und eine Salatbar, die sich viele ältere Schüler wünschen, gibt es auch nicht.“ Aktuell werden nur fertige Salatteller von der Betreiberfirma Dussmann angeboten. Dabei gab es schon mal eine Salatbar. „Aber die wurde geschlossen, da Salatteller unverhältnismäßig befüllt wurden und der Umgang mit den frei zugänglichen Salatkomponenten nicht ordnungsgemäß erfolgte“, teilt die Verwaltung der Stadt mit.

Grundsätzlich sei die Qualität aber eher ein zweitrangiges Problem, in erster Linie gehe es um die Situation, sind sich Schulelternbeirat und Verwaltung einig. „In der Mensa ist es so unruhig, dass kaum noch jemand zum Essen kommt“, so Bauer. Geschuldet sei es ihrer Auffassung nach der Tatsache, dass drei Schulen die Mensa des Schulzentrums nutzen – die Ida-Ehre-Schule, die Theodor-Mommsen-Schule (TMS) und die Theodor-Storm-Schule (TSS). „Mit den drei Schulen hat es immer nur ein Kuddelmuddel geben. Die Probleme mit der Mensa sind deshalb seit Jahren ein Dauerthema“, weiß Bauer zu berichten.

So wollte die Mensa-AG, in der Schüler, Lehrer und die Leitung aller drei Schulen sowie die Verwaltung und der Mensabetreiber vertreten sind, gemeinsame Regeln für die Nutzung aufstellen. „Aber die Mensa AG ist auch nicht vorangekommen. Letztendlich ist es so, dass es keine festgeschriebenen Mensaregeln gibt.“ Und anscheinend auch keine Aufsicht, die sich bei den Schülern durchsetzen kann. „Es stellt sich als Problem dar, dass einige Schülerinnen und Schüler keine Weisungen von Lehrkräften anderer Schulen entgegen nehmen wollen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Auch das in der Mensa-AG festgelegte Handy-Verbot werde nicht durchgesetzt. „Das ist alles ungut und führt nur dazu, dass sich keiner mehr gern in der Mensa aufhält. Besonders für die kleinen Schüler ist das schrecklich. Von der Stadtschule kennen sie es ganz anders – da können sie zu festen Zeiten in einem geschlossenen Raum in Ruhe essen. Das wünschen wir uns auch für unsere Schule. Das wird auch von den Eltern eingefordert“, so Bauer.

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