Stormarn um 12 Uhr

Stormarner Tageblatt   22.10.2015

ST-Kurparkkreisel-2015-10-22Foto: gusick
Bad Oldesloe

Ein herbstlicher Blick auf den Kreisel am Kurpark und das Gebäude der Kreisverwaltung in Bad Oldesloe. Die bunt gefärbten Blätter der Bäume bedecken zum Großteile die Rasenfläche vor der Kreisverwaltung. Der Kreisverkehr sieht hingegen so aus, als wäre er extra fein säuberlich herausgeputzt. Die Art der Verkehrsregelung hat sich an dieser Stelle bestens bewährt. Selbst durch die Sperrung der Ratzeburger Straße stadteinwärts kommt es hier auf der Umleitungsstrecke zu keinen größeren StauAnsammlungen. Das hätte bei einer Ampelregelung an diesem Kreuzungsbereich vermutlich ganz anders ausgesehen.   gus

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Alles im Blick: Hier entsteht ein neues Einkaufszentrum

Stormarner Tageblatt   22.10.2015

ST-Alte Post-2015-10-22Foto: Gusick
Bad Oldesloe

Auf der Baustelle für das neue Einkaufszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Post an der Lübecker Straße wird fleißig gearbeitet. Derzeit werden die Fundamente für das Gebäude, das im Sommer 2016 fertig sein soll, erstellt. Das obere Deck des angrenzenden Parkhauses ist fast wie eine Tribüne. Von hier aus kann jede Ecke der Großbaustelle eingesehen werden und täglich sind Fortschritte zu erkennen, die die Bauarbeiter erzielen. Allerdings verschwindet der schöne Panoramablick, wenn das neue Gebäude steht. gus

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Ratzeburger Straße bekommt neuen Asphalt in Oldesloe

Lübecker Nachrichten   20.10.2015

LN-Ratzeburger1-2015-10-20LN-Ratzeburger2-2015-10-20Bad Oldesloe. Autofahrer in Bad Oldesloe müssen mal wieder Geduld aufbringen. Grund: Die vielbefahrene Ratzeburger Straße bekommt eine neue Asphaltdecke. Die Bundesstraße 208 wird dadurch zwischen der Sehmsdorfer Straße und der Kreuzung Industriestraße/Lily-Braun-Straße zur Einbahnstraße, die nur noch in Richtung stadtauswärts befahren werden kann. Wer in Richtung Innenstadt will, muss über die Industriestraße, Pölitzer Weg und Sülzberg fahren. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Auch Anwohner sind von der aktuellen Baustelle betroffen: Es qualmt, staubt und stinkt nach Teer, und die Straßenbaumaschinen machen einen Höllenlarm. „Während dieser Zeit kann die Erreichbarkeit der Privatgrundstücke nicht immer gewährleistet werden“, teilt die Stadt mit. Zunächst hat gestern Michael Roth (Foto rechts) die Kanaldeckel entfernt. „Damit wir ungestört fräsen können“, erklärt Kollege Thomas Zielinski. Neun Zentimeter wurden danach mit der riesigen Fräsmaschine abgetragen. „Im Anschluss werden die Schadstellen festgelegt, danach müssen wir noch mal 14 Zentimeter runterfräsen“, sagt Bauleiter Markus Ludigkeit von der Firma ABS in Kaltenkirchen. Etwa 20 Jahre sei es her, dass die Straße, über die täglich tausende Autos und Laster rollen, zuletzt instand gesetzt wurde, schätzt Ludigkeit. Entsprechend schlecht ist der Zustand.

Bis kommenden Dienstag sollen die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten dauern. Anschließend werden die
Anpassungs- und Markierungsarbeiten vorgenommen. Ab 1. November soll die Ratzeburger Straße wieder frei befahrbar sein. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.  Fotos: Matzen

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So geht das doch alles nicht!

Stormarner Tageblatt   17.10.2015

Stormarner Wochenschau

ST-Woschau-2015-10-17Ruhig Blut: 20 Jahre Städtepartnerschaft mit Olivet und Kolberg – die Grünen sprechen von „Luxussause“ und Fraktionsvorsitzender Wilfried Janson bietet schon mal großzügig an, mit gutem Vorbild voran gehen zu wollen: „Also ich würde mein Essen selber bezahlen.“ Die Gäste, findet er, könnten es doch genau so machen. Also mal ganz ehrlich … aus pekuniärer Sicht mag das ein guter Vorschlag sein, aber wir reden hier von Gastfreundschaft! Ihr seid uns herzlich willkommen, aber kosten darf es nix? Eine Schachtel Erdnüsse und eine Getränkedose?

Es ist eine verfahrene Kiste. Statt der beantragten 36 000 Euro, wurden im Hauptausschuss jetzt 15 000 bewilligt. Der Eine will im Bauausschuss unbedingt bei einem 2500-EuroPosten sparen, aber das Geld für die Partnerschaftsfeier raushauen. Der Andere hat kein Problem damit, für insektenfreundliche LEDs ein paar Tausender zu zücken, knausert aber bei der Gastlichkeit.

Vielleicht sollte man sich mal in größerer Runde zusammensetzen und klären, was unter Städtepartnerschaft zu verstehen ist, was davon erwartet wird? Ist das mehr als nur ein Anhängsel am Ortsschild? Ist es gelebte Partnerschaft, wenn sich ein kleines Grüppchen immer mal wieder trifft? Und bei der Gelegenheit muss dann auch gleich klar gemacht werden, was finanziell geht.

Ruhe „Respekt“, „Anerkennung“, „Hochachtung“ – das sind Begriffe, die zum politischen Gegner nicht oft gesagt werden. Erst recht nicht in Oldesloe. Und doch hat Uwe Rädisch die BauausschussVorsitzende Maria Herrmann damit jetzt in der Stadtverordnetenversammlung regelrecht überschüttet. Da hätte die SPDFraktionsvorsitzende glatt rot werden können. Die Komplimente gab es für die souveräne Leitung der jüngsten Bauausschusssitzung. Bekanntlich hatten TegelAnwohner dort ordentlich Rabatz gemacht. Aber auch dafür, dass sie das „opportunistische und populistische Verhalten“ eines Stadtverordneten, gemeint war Matthias Rohde von der FBO, deutlich kritisiert hatte.

In Sachen Tegel sagte Rädisch noch interessante Sachen: Ja, die Anlieger haben ein Recht auf Antworten, aber Ruhebedürfnis darf keine Leitlinie der Politik sein. Da ist die SPD vermutlich auch nicht weit von entfernt.


Zu ruhig
In St. Jürgen stehen Räume leer. Die Stadt sucht dringend Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge – da könnte doch was zusammen gehen. Hat zumindest Maria Herrmann (SPD) gedacht und die Verwaltung beauftragt, das zu prüfen. Geht aber nicht. Natürlich spielen da politische Befindlichkeiten eine Rolle, wahrscheinlich auch juristische, vielleicht sogar finanzielle, weil sich leere Räume besser verkaufen lassen als wenn sie mit Flüchtlingen belegt sind. Egal.

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Ist das Baugebiet Am Tegel vom Tisch?

Lübecker Nachrichten   17.10.2015

Oldesloer Politiker streben ein städtebauliches Gesamtkonzept an.

Von Britta Matzen

Bad Oldesloe. „Ich weiß gar nicht, warum die Anwohner die Sektkorken knallen lassen. Das Bauvorhaben Am Tegel wird auf jeden Fall noch mal auf den Tisch kommen“, sagt Maria Herrmann (SPD). Die Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses in Bad Oldesloe schätzt, dass das Projekt in zwei Jahren erneut verhandelt werden muss. „Dazu ist der Wohnungsdruck einfach zu hoch.“

Hintergrund: Auf den Feldern und Wiesen hinter den Straßen Tegelkamp und Am Tegel plant die Sparkassen-Immobiliengesellschaft Holstein ein Wohngebiet mit Einzel-, Reihen- und Doppelhäusern. Laut Bebauungsplan Nr. 113 sollen auf einer Fläche von rund 3,9 Hektar im Osten von Bad Oldesloe rund 50 Wohneinheiten entstehen. Dagegen liefen die Anlieger Sturm und gründeten die Tegel-Initiative, mit der sie 237 Unterschriften gegen das Projekt sammelten. Ihre Argumente waren bereits auf einer Einwohnerversammlung im April zusammengetragen und dokumentiert worden.

Am Donnerstagabend wurde auf der Stadtverordnetenversammlung die Abwägung der Vorschläge und
Anregungen aus der Einwohnerversammlung im April beschlossen – mit 15 Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Die Anwohner fanden also Gehör, wenngleich sie die Situation in den Straßen Up den Pahl, Am Tegel und Tegeleck schon jetzt als „grenzwertig“ empfinden. Der Verkehr durch Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge habe stark zugenommen. Und diese Situation werde sich durch eine Bebauung noch verschärfen. „Die störenden Empfindungen der Anwohner werden zur Kenntnis genommen. In den Verkehrszählungen wurde jedoch festgehalten, dass das Verkehrsaufkommen auf den Straßen des Wohngebietes relativ gering ist“, stellte die Stadtverwaltung fest.

„Wir haben es hier mit einer hochemotionalen Geschichte zu tun, die Anwohner sind aufgepeitscht, und das ist ein großes Problem. Deren Sorgen, Ängste und Wahrnehmungen werden jetzt beamtenmäßig beantwortet – das knallt natürlich“, weiß Herrmann.

Auch andere Politiker sind von einer Bebauung des Gebietes nicht überzeugt. Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson möchte die Umweltverträglichkeitsaspekte des Bauprojektes beantwortet wissen. „Wir müssen grundsätzlich diskutieren, wie Bebauung in Bad Oldesloe in Zukunft aussehen soll“, fordert Janson. Dabei solle die Regel gelten: Innenverdichtung vor Außenentwicklung. „Die Entwicklung außen ist an die Grenzen gekommen. Wir haben Flusslandschaften und Grüngürtel – und die haben eine große Bedeutung für die Naherholung“, so Janson. Er forderte ein städtebauliches Gutachten. Zudem kam die Frage auf, inwieweit Sozialwohnungen im dem geplanten Baugebiet berücksichtigt würden.

Wie es nun mit dem Tegel-Gebiet weitergeht, ist noch völlig unklar. „Die Politik muss ein städtebauliches Gesamtkonzept erstellen“, sagt Bürgermeister Tassilo von Bary (parteilos). Auch Uwe Rädisch (CDU) plädiert dafür: „Wir müssen den Bürgern Antwort geben, wenn wir einen B-Plan aufstellen wollen.“

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