CDU will Kommunalen Ordnungsdienst von Beginn an leistungsfähig aufstellen

Pressemitteilung der CDU Bad Oldesloe   23.09.2026

Die CDU-Fraktion  begrüßt die Pläne der Stadtverwaltung, in Bad Oldesloe einen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) einzurichten.

Für den Finanzausschuss am 30. September hat die Fraktion jedoch einen weitergehenden und umfangreichen Antrag vorgelegt. Während die Verwaltung zunächst zwei Stellen vorsieht und perspektivisch von vier benötigten Stellen ausgeht, möchte die CDU den Dienst von Beginn an mit vier Außendienstkräften und den notwendigen Befugnissen, Einsatzzeiten und Ausstattungen aufstellen.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Verwaltung die Notwendigkeit eines Kommunalen Ordnungsdienstes ebenfalls erkannt hat. Für uns stellt sich deshalb weniger die Frage, ob wir einen KOD brauchen, sondern wie wir ihn so aufstellen, dass er für die Bürgerinnen und Bürger einen echten Mehrwert bringt. Wenn wir bereits heute davon ausgehen, dass perspektivisch vier Stellen benötigt werden, sollten wir den Dienst von Anfang entsprechend ausstatten“, erklärt der Vorsitzende der CDU Bad Oldesloe, Mathias Nordmann.

Die Beschäftigung mit einem KOD ist für die CDU dabei nicht neu. Bereits seit längerem befasst sich der Stadtverband mit der Frage, wie Präsenz, Ordnung und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum verbessert werden können. 2024 hatte die CDU unter anderem eine kommunale Sicherheitsanalyse beantragt und sich anschließend mit weiteren möglichen Maßnahmen wie z.B. Videoüberwachung beschäftigt. Auch Ereignisse wie die Ausschreitungen auf dem Marktplatz in der Silvesternacht 2024/2025, bei denen unter anderem die Rathaustür beschädigt wurde, sowie Vandalismus und andere Störungen im öffentlichen Raum haben die Diskussion aus Sicht der CDU weiter verstärkt.

Erfahrungen aus Glinde intensiv ausgewertet

Einen wichtigen Impuls gab zuletzt eine Mitgliederversammlung der CDU Bad Oldesloe. Claus Peters, Vorsitzender der CDU Glinde und Bürgervorsteher der Stadt Glinde, stellte dort ausführlich die bisherigen Erfahrungen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst in Glinde vor. Peters erläuterte dabei unter anderem Organisation, Aufgaben, Ausstattung und Einsatzzeiten des Glinder Modells.

Nach seinen Ausführungen ermöglicht die Besetzung mit vier Kräften in Glinde einen Zwei-Schicht-Betrieb mit einer durchgehenden Präsenz über den ganzen Tag bis zum späten Abend. Bei besonderen Lagen und Veranstaltungen – etwa an Silvester oder bei größeren öffentlichen Veranstaltungen – können die Einsatzzeiten entsprechend angepasst und verlängert werden.

Die Stadt Glinde selbst berichtet inzwischen von positiven Erfahrungen mit ihrem vierköpfigen KOD. Die Mitarbeiter sind täglich im Stadtgebiet präsent. Nach Angaben der Stadt wird das Team von Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen und angesprochen; an bekannten Problemstellen sei zudem weniger illegal abgelagerter Müll festzustellen und die Sauberkeit habe sich verbessert.

Genau diese Erfahrungen sind aus Sicht der CDU ein Grund dafür, den KOD für Bad Oldesloe nicht zu knapp zu dimensionieren. Der eigene Antrag sieht deshalb mindestens vier Außendienstkräfte, ein an den tatsächlichen Bedürfnissen orientiertes Zwei-Schicht-Modell sowie eine professionelle Ausbildung und geeignete Ausstattung vor. Der Schwerpunkt soll auf sichtbaren Streifengängen liegen – insbesondere in der Innenstadt, am Bahnhof und ZOB, auf öffentlichen Plätzen, in Grünanlagen und bei Veranstaltungen.

Nordmann: „Ein Kommunaler Ordnungsdienst macht aus unserer Sicht Sinn, wenn die Bürger ihn gut wahrnehmen. Gerade am späten Nachmittag, abends, an Wochenenden oder bei Veranstaltungen entstehen Situationen, bei denen Präsenz nötig ist. Die Erfahrungen aus Glinde haben uns darin bestärkt, von Beginn an einen leistungsfähigen Dienst aufzubauen. Deshalb ist unser Antrag auch so ausführlich: Wir wollen nicht nur vier Stellen schaffen, sondern ein Konzept für einen KOD, der im Alltag gut funktioniert.“

Der KOD soll dabei ausdrücklich keine Konkurrenz zur Polizei sein. Er soll die ordnungsrechtlichen Aufgaben der Stadt im Außendienst wahrnehmen und zugleich als sichtbarer Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sowie als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Polizei dienen.

Foto: CDU Bad Oldesloe

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