Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Travebad unbedingt erhalten

Stormarner Tageblatt  30.09.2022

Lokalpolitik betont die Bedeutung des Bades für Bad Oldesloe / Sanierung des Hauptbeckens

Daryl Bebenroth, Leiter des Travebads.  Patrick Niemeier
Daryl Bebenroth, Leiter des Travebads. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Die Schwimmhalle in Bad Oldesloe ist trotz immer wieder auftauchender Probleme und Kosten nicht in Gefahr. Da waren sich die Lokalpolitiker im Hauptausschuss der Kreisstadt einig. Aktuell steht die Sanierung des Hauptbeckens an. Dieses wurde seit der Eröffnung 1974 nicht grundlegend saniert, obwohl das Bad von 2011 bis 2014 für große Sanierungen geschlossen war.
„Ich kann das rückblickend nicht beurteilen, aber offenbar sah man damals den Bedarf nicht. Es war vor meiner Amtszeit“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke dazu. Fakt sei, dass jetzt etwas geschehen müsse. Für die Verwaltung stehe fest, dass das Bad in seiner aktuellen Form erhalten bleibe. „Es gibt keine Diskussionen über einen Abriss, einen Neubau oder eine Privatisierung“, stellt der Verwaltungschef klar.

Abriss des Travebads in Bad Oldesloe kein Thema
Dass das Thema überhaupt in diese Richtung diskutiert wurde, lag eigentlich nur an einem Redebeitrag von Hendrik Holtz (Die Linke), der hervorhob, wie wichtig seiner Fraktion sei, dass das Bad nicht geschlossen und auch nicht privatisiert werde. Die übrigen Fraktionen reagierten irritiert. Auch der Bürgermeister verstand die Aufregung nicht. „Vielleicht liegt es an den Diskussionen in Ahrensburg, wo ja über eine Sanierung oder einen Abriss des Badlantics gesprochen wird. Für uns steht fest, dass das Travebad bleibt“, sagt Lembke.
Im Endeffekt gab die ausufernde Diskussion aber allen Fraktionen nochmal die Gelegenheit, sich auch klar pro „Travebad“ zu positionieren. „Das Becken muss saniert werden, ansonsten kann man die Halle schließen“, stellte der Bürgermeister klar. Daher muss die Maßnahme erfolgen.
Diese wird mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Bei einem Antrag auf Förderung gemäß der Sportstättenförderrichtlinie des Landes warte man aktuell noch auf den Förderbescheid, sagte Jürgen Fahl, Leiter der Stadtwerke Bad Oldesloe. Außerdem hoffe man noch auf Gelder aus dem Bereich der Städtebauförderung des Bundes und des Landes. Hier sei man aber wenig optimistisch. Die Förderquote sei mit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben aber so attraktiv, dass man es einfach versuchen müsse.
Ein Problem sei, dass das Travebad leider nicht in einem ausgewiesenen Gebiet der Städtebauförderung liege. Es seien aber Sondergenehmigungen und Ausnahmen möglich, betonte Fahl. Auch wenn die aufwändige Beantragung dazu führen könne, dass die Maßnahme erst etwas später umgesetzt werden kann, sei es den Aufwand mit Blick auf mögliche Fördersummen wert. „Ich möchte da aber gleich sagen, dass die Hoffnung gering ist – aber wir sollten es versuchen“, betont Fahl.
Hinrich Stange (FBO) schlug daher vor, dass man zunächst abwarten solle, ob die Fördergelder genehmigt werden, bevor zugestimmt werde. Das sei technisch allerdings gar nicht möglich, gab der Verwaltungschef zu bedenken. Denn wenn eine Maßnahme nicht geplant und mit Geldern hinterlegt sei, erhalte sie gar keine Förderung, betonte Lembke. Entsprechend sei so ein Vorgehen gar nicht möglich.
Die übrigen Fraktionen betonten auch, dass sie die Sanierung nicht davon abhängig machen werden, ob Fördergelder fließen oder nicht. Es stünde fest, dass etwas passieren müsse, wenn das Bad langfristig bestehen bleiben soll.

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Schwerverletzter bei Küchenbrand

Stormarner Tageblatt  30.09.2022

Großeinsatz der Feuerwehren in der Innenstadt Bad Oldesloes

Die Rauchwolke über der Fußgängerzone war deutlich zu sehen.  Finn Fischer
Die Rauchwolke über der Fußgängerzone war deutlich zu sehen. Finn Fischer
Von der Drehleiter aus wurde der Brandherd im Dach des Gebäudes in der Hindenburgstraße ins Visier genommen.  Patrick Niemeier
Von der Drehleiter aus wurde der Brandherd im Dach des Gebäudes in der Hindenburgstraße ins Visier genommen. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Um 15.29 Uhr wurde die Feuerwehr in Bad Oldesloe von der Rettungsleitstelle alarmiert: Küchenbrand in der Hindenburgstraße, der Haupteinkaufsstraße in der Kreisstadt.
Als erste Feuerwehrleute an der Brandstelle eintrafen, hieß es, dass sich mindestens eine Person in dem brennenden Haus befinde. Tatsächlich bargen die Retter einen älteren Mann aus dem Gebäude. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab
Kurz darauf stand bereits der komplette Dachstuhl über der betroffenen Wohnung in Flammen. Alle Ortswehren sowie die Feuerwehren aus Bargteheide und Reinfeld wurden nachalarmiert. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig und evakuierte die angrenzenden Gebäude. Darunter auch Geschäfte, Arztpraxen und die Sparkasse. Ein Konzert im Kultur- und Bildungszentrum – das wenige hundert Meter entfernt liegt – musste abgesagt werden.
Auch die Nina-Warnapp wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung ausgelöst. Streifenwagen informierten mit Durchsagen die Anwohner und Geschäftsinhaber. Alle Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben.
Trotz des Feuers versuchten indes einige wenige Passanten, zu ihren geparkten Autos oder zu dem betroffene Haus zu gelangen, weil sie dort einen Termin hätten. In dem Gebäude befindet sich unter anderem ein Nagelstudio. Die Polizisten an den Absperrungen ließen sich natürlich auf keine großen Diskussionen ein.
Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke eilte aus einem nur 200 Meter entfernten Büro zur Unglücksstelle, verschaffte sich einen Überblick und dankte vor Ort den Einsatzkräften. Ihr schnelles Eingreifen verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude. „Ob es sich um einen technischen Defekt oder eine andere Brandursache handelt, kann man zur Stunde nicht sagen“, so Lembke. Die Löscharbeiten dauerten gegen 17.15 Uhr noch an. Der entstandene Sachschaden dürfte immens sein.

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Zukunft weiterhin ungeklärt

Stormarner Tageblatt  28.09.2022

Ob und wann die Jugendherberge in Bad Oldesloe wieder öffnet, ist ungewiss

Die Jugendherberge müsste vor der Wiedereröffnung wohl saniert werden.  Patrick Niemeier
Die Jugendherberge müsste vor der Wiedereröffnung wohl saniert werden. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Sportcamps, Lehrgänge, Kennlerntreffen von Studenten, Kanu-Wandertouren oder Musik-Workshops – die Jugendherberge in Bad Oldesloe war über Jahrzehnte ein wichtiger Anlaufpunkt für viele Menschen.
Touristisch und wirtschaftlich war die Herberge direkt an der Trave für die Kreisstadt ein wichtiger Faktor, wie Agnes Heesch, bei der Stadt für Tourismus, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, betont. Auf rund 11000 Übernachtungen kam die Jugendherberge 2019.

Gebäude mit 111 Betten in 24 Zimmern
Dann kam die Corona-Pandemie. Zunächst litt die Herberge unter dem Lockdown und den Hygienemaßnahmen. Dann wurde sie an den Kreis Stormarn vermietet, der dort ein Impfzentrum einrichtete. Die Vermietung war für den Verband natürlich gerade in den für die Touristik-Branche schweren Zeiten ein Glücksfall. So stand die Immobilie nicht leer.
Auch das Corona-Kompetenzteam der Kreisverwaltung mit Mitarbeitern des Gesundheitsamtes zog später ein. Aktuell ist in der Herberge noch immer das aktuelle einzige Corona-Impfzentrum des Kreises untergebracht. Der Verband betonte, dass man froh sei, so einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten zu können. Doch umso länger diese Phase dauert, desto unwahrscheinlicher scheint eine Wiedereröffnung der einzigen Jugendherberge in Stormarn zu werden.
Denn die Gebäude mit 111 Betten in 24 Zimmern befanden sich schon vor der Pandemie in einem Zustand, der eine Sanierung notwendig macht. Sie entsprachen nicht mehr den modernen Ansprüchen der Besucher, wie auch Bürgermeister Jörg Lembke betonte.

Verband will sich nicht festlegen
Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten müsste aber auch zwischen dem Jugendherbergsverband und der Stadt Bad Oldesloe abgestimmt werden. Das Grundstück gehört nämlich der Stadt, ist aber per Erbbaurecht vertraglich an den Landesverband Nordmark e.V. übertragen, der die Gebäude auf dem Gelände eigenständig betreut und bewirtschaftetEine Weile stand auf der Homepage des Jugendherbergsverbands zunächst, dass eine Wiedereröffnung für 2022 angedacht sei. Daraus wurde dann relativ schnell Frühjahr 2023. Doch wird es tatsächlich dazu kommen? Darauf möchte man sich beim Verband nicht festlegen. Derzeit werde die Jugendherberge weiterhin als Corona-Kompetenzzentrum vom Kreis Stormarn genutzt.
Die Nutzung sei zunächst zwar nur bis Jahresende vereinbart. Dem Kreis stehe aber eine Verlängerung der Nutzung ins nächste Jahr hinein offen. Hierzu sei man regelmäßig im Austausch miteinander. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Doch selbst, wenn der Kreis 2023 die Immobilie nicht mehr nutze, stünde nicht fest, wie der Verband mit der Situation umgehen werde. „Kurz- bis mittelfristig bleibt die Jugendherberge Bad Oldesloe für Sondernutzungen vorbehalten“, erklärt Stefan Wehrheim, Geschäftsführer des DJH-Landesverbands Nordmark e.V. „Über die langfristige Zukunft der Jugendherberge Bad Oldesloe wird in den nächsten Monaten im Zuge der gesamtverbandlichen Standortplanung entschieden“, führt er weiter aus. „Diese hängt maßgeblich von den Auswirkungen der andauernden pandemischen Situation sowie von der Entwicklung am Energiemarkt ab“, betont Wehrheim abschließend.

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Sonntagseinkäufe vor dem Aus

Stormarner Tageblatt  27.09.2022

Koordinator zieht sich in Bad Oldesloe zurück und ein Nachfolger ist nicht in Sicht

Der aktuelle Verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe wurde auch durch das Wetter zum Flop. Aber es mangelte auch an Aktionen und Angeboten.  Patrick Niemeier
Der aktuelle Verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe wurde auch durch das Wetter zum Flop. Aber es mangelte auch an Aktionen und Angeboten. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Regen, graue Wolken, leere Einkaufsstraßen und verhaltene Stimmung. Der aktuelle verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe litt unter dem verregneten Herbstwetter. Allerdings könnte man die Situation auch als symbolisch für den Zustand dieser Veranstaltung sehen, die seit vielen Jahren ein Sorgenkind ist.
Längst sind es nicht nur graue Wolken, die über der Zukunft des verkaufsoffenen Sonntags in der Kreisstadt aufgezogen sind. Die Veranstaltung steht vor dem Aus. Niemand möchte das offenbar tote Pferd mehr reiten. Als letzter Engagierter klingt auch Hans-Jörg Steglich erschöpft und ein wenig frustriert, als er seinen Rückzug als Koordinator der Einkaufssonntage bestätigt. „Ich war da – in unterschiedlichen Teams – seit sechs Jahren die Konstante. Ich habe aber auch andere, spannende, ehrenamtliche Aufgaben. Das ist alles so nicht mehr zu schaffen“, sagt der Stadtverordnete.

Geschäftsleuten fehlen Finanzen und Personal
„Es ist nicht so, dass es nicht einige Geschäftsleute in der Stadt gibt, die den verkaufsoffenen Sonntag durchaus gut finden. Aber sich wirklich federführend in die Organisation einbringen, möchte dann am Ende kaum jemand“, sagt Steglich. Die Corona-Pandemie, die steigenden Energiepreise, das veränderte Konsumverhalten – die Kaufleute stünden immer wieder vor neuen Herausforderungen. „Auch finanziell und personell sind da oft nicht mehr die Ressourcen für ein großes Engagement“, zeigt Steglich durchaus Verständnis für deren Haltung.
Hinzu komme, dass Filialisten sich nicht in die Aktionen einbringen. Diese würden nur von inhabergeführten Geschäften angeboten, die aber „oft genug um die Ohren haben“, wie Steglich sagt. Er hat Verständnis für die Nöte der Kaufleute, aber selbst keine Kraft und Zeit das ehrenamtlich auszugleichen.
Hinzu komme, dass mit Jan Rohde ein weiterer Mitstreiter Bad Oldesloe verlasse „Sein Modehaus am Marktplatz schließt und so ist mit den Verkaufsoffenen Sonntagen natürlich Schluss für ihn. Er war ein wichtiger Partner“, sagt Steglich.
Gut unterstützt worden sei er stets von Oke Käselau mit seinen Holsteiner-Foodtrucks und vom Hausmeister- und Gartenservice von Gerrit Janßen. „Eigentlich haben wir ein kleines, aber motiviertes Team. Aber es müsste mehr von den Kaufleuten kommen. Die Krisen haben das verhindert“, sagt Steglich.
Beim aktuellen verkaufsoffenen Sonntag sei es auch ärgerlich gewesen, dass es anders kam, als ankgekündigt. Denn eigentlich hatte Steglich damit gerechnet, dass der große und erfolgreiche Landes-Chorwettbewerb „Chorralle“ am Sonntag überall in der Stadt als Rahmen sichtbar sein würde. „Ich hatte mir das wie bei Pflasterart vorgestellt und daher war auch kein anderes Programm zum Beispiel für die Hude vorgesehen“, sagt Steglich. Er sei dann aber in die Planungen des Landesmusikrates und der Choralle-Orga nicht eingebunden worden.
Kurzfristig habe erfahren, dass von öffentlichen Auftritten auf den Plätzen der Stadt und Aktionen in der Fußgängerzone keine Rede war. „Die hatten nur ihren Wettkampf im Blick, aber nicht, dass am Sonntag auch etwas darüber hinaus passiert“, sagt er. Wie es zu dem Missverständnis mit dem Landesmusikrat und dem Choralle-Wettbewerb kam, könne er sich nicht erklären.
„Die Stadt hat aber am Ende alles gegeben, damit wir ein Programm für den verkaufsoffenen Sonntag hatten“, sagt Steglich.
Das Kulturbüro sei sowieso immer sehr engagiert gewesen. Es habe für zwei der vier Sonntage im Jahr das rechtlich notwendige Rahmenprogramm geboten. Wäre es da nicht eine Option, dass die Stadt in Zukunft gleich die komplette Organisation übernimmt?

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Online-Gespräch mit Niclas Herbst, MdEP: „Was bringt Europa für den Norden Stormarns?“

Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Bad Oldesloe   26.09.2022

Bad Oldesloe, 26 September 2022 – Krieg, Ernährung, Energie & Klima. Welche Antworten kann die Europäische Union für den Norden Stormarns auf die aktuellen Krisen geben? Darüber möchten die CDU Stormarn und die CDU Bad Oldesloe gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Europaabgeordneten Niclas Herbst in einem Onlinegespräch am Freitag, 7. Oktober von 19 bis 20.30 Uhr sprechen. Die Teilnahme ist über einen Link auf den Webseiten der CDU Stormarn www.cdu-stormarn.de  und CDU Bad Oldesloe www.cdu-bad-oldesloe.de unkompliziert möglich.

Neben den Folgen des russischen Krieges und die Energiekrise soll es in dem Gespräch auch um die Rolle der EU bei der Entwicklung des Ländlichen Raums sowie die Bedeutung der Festen Beltquerung für Stormarn sowie Europäische Sicherheitspolitik gehen.  

„Die aktuellen Krisen besitzen alle eine europäische Dimension. Insbesondere die Menschen in den Kommunen und Gemeinden fragen sich, wie und was die EU für Sie nun macht. Als Europaabgeordneter für Schleswig-Holstein möchte ich die aktuellen Debatten im Parlament beleuchten und erläutern, was die EU eigentlich für Stormarn anstößt. Dafür ist das Onlinegespräch gemeinsam mit der CDU Oldesloe und der CDU Stormarn der richtige Rahmen und ich danke Ihnen sehr für diese Möglichkeit“, sagt Niclas Herbst, MdEP.

Der gebürtige Ratzeburger Niclas Herbst (CDU) ist seit Juli 2019 Mitglied des Europaparlaments in der EVP-Fraktion. Er ist unter anderem Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender des Haushaltausschusses sowie Mitglied des Fischereiausschusses. Niclas Herbst war Landtags- und Kreistatgsabgeordneter des Herzogtums-Lauenburg.

Mehr zu Niclas Herbst unter https://www.niclas-herbst.eu/

Pressebilder unter https://www.niclas-herbst.eu/

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