Pressemitteilung der CDU Bad Oldesloe 23.09.2026
Die CDU-Fraktion Bad Oldesloe will die bisherigen Vorgaben für den sozialen Wohnungsbau grundlegend weiterentwickeln. Ziel bleibt ein Anteil von 30 Prozent bezahlbarem Wohnraum bei größeren geeigneten Wohnungsbauvorhaben. Künftig sollen davon im Regelfall 20 Prozent öffentlich gefördert und 10 Prozent preisgedämpft sein.
Aus Sicht der CDU hat sich die bisherige starre Vorgabe für neue B-Pläne in Bad Oldesloe in der Praxis zunehmend als problematisch erwiesen. Projekte verzögern sich oder lassen sich unter den bestehenden Bedingungen wirtschaftlich nicht darstellen. Gleichzeitig müssen kommunale Vorgaben zu den tatsächlichen Förderbedingungen des Landes passen. Wie angespannt die Situation ist, zeigt auch das aktuelle Förderverfahren: Die Mittel der sozialen Wohnraumförderung für 2026 sind ausgeschöpft, Projekte für 2027 durchlaufen ein Vorqualifizierungs- und Auswahlverfahren.
„Wir brauchen Regeln, die bezahlbaren Wohnraum tatsächlich entstehen lassen. Eine Quote allein schafft noch keine Wohnung. Wenn Förderbedingungen, Projektgröße oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht zusammenpassen, dürfen wir nicht riskieren, dass dringend benötigter Wohnungsbau verzögert oder ganz verhindert wird“, erklärt CDU Fraktionsmitglied Florian Hammer, Mitinitiator des nun erarbeiteten CDU Antrages.
Der CDU-Vorschlag sieht vor, die Quote grundsätzlich auf Vorhaben mit mindestens 35 neuen Wohneinheiten und einer entsprechenden baulichen Dichte anzuwenden. Bei fehlenden Fördermitteln oder nachgewiesenen besonderen wirtschaftlichen Belastungen sollen nachvollziehbar begründete Lösungen und Abweichungen möglich sein.
Neu ist zudem, dass bezahlbarer Wohnraum nicht nur bei der Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen berücksichtigt werden soll. Auch bei größeren Vorhaben im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB soll die Stadt im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten auf entsprechende Vereinbarungen hinwirken.
Mathias Nordmann, Vorsitzender der CDU Bad Oldesloe und Fachsprecher im Bauausschuss betont: „Unser Vorschlag verbindet das soziale Ziel von 30 Prozent bezahlbarem Wohnraum mit den tatsächlichen Förderbedingungen und der wirtschaftlichen Realität des Wohnungsbaus. Gleichzeitig beziehen wir künftig auch größere Vorhaben außerhalb neuer B-Plan-Gebiete ein. Wir hoffen, mit diesem ausgewogenen Vorschlag auch die anderen Fraktionen in der Stadtvertretung zu gewinnen und haben ihnen unseren Vorschlag bereits zugesandt.“
Die CDU sieht darin einen Weg, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Nach drei Jahren soll überprüft werden, wie viele geförderte, preisgedämpfte und insgesamt neue Wohnungen tatsächlich geschaffen wurden.
Fotos: CDU Bad Oldesloe









