Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Corona-Durststrecke für Vereine und Kultur

Stormarner Tageblatt  11.06.2020

In Bad Oldesloe stehen städtischen Immobilien bis Ende der Sommerferien „Externen“ nicht zur Verfügung

Keine Veranstaltungen in der Festhalle.Nie
Keine Veranstaltungen in der Festhalle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Gesperrte städtische Gebäude, abgesagte Versammlungen und ausfallende Veranstaltungen vom Ball bis zum Konzert – für das Kultur- und Vereinsleben setzt sich in der Kreisstadt die Durststrecke den gesamten Sommer über fort.

Trotz der Anpassungen der notwendigen Covid19-Maßnahmen auf Landesebene, bedeutet es nicht, dass alle Lockerungen auf lokaler Ebene direkt zu Veränderungen führen. Bürgermeister Jörg Lembke hat für die Kreisstadt beschlossen, dass alle städtischen Gebäude von Externen bis Ende des Sommers nicht genutzt werden dürfen. Das betrifft externe Veranstalter, aber auch lokale Vereine, die nicht bereits Mieter in einer städtischen Immobilie sind.

„Die städtischen Räume bleiben bis zum Ende der Sommerferien ausschließlich der Nutzung durch Verwaltung, Politik und für die Gesellschaft lebensnotwendige Maßnahmen vorbehalten. Zu Letzteren gehören unter anderem ein etwaiges Notkrankenhaus in der Stormarnhalle oder Blutspenden-Termine“, erklärt der Verwaltungschef. Somit stehen das Bürgerhaus, der Kub-Saal, die Schulaulen, die Festhalle und die Stormarnhalle mindestens bis zum Ende der Sommerferien nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

„Darüber hinaus muss die Verwaltung aufgrund der herrschenden Abstands- und Hygieneregelungen sicherstellen, dass bis zum Ende der Sommerferien insbesondere die größeren städtischen Räume ausschließlich der Verwaltung und der Politik vorbehalten sind. Selbst für Sitzungen, die normalerweise in kleineren Räumen abgehalten werden, muss derzeit in den Bürgerhaussaal oder Kub-Saal ausgewichen werden. Deshalb ist bis zum Ende der Sommerferien zunächst jede Drittnutzung ausgeschlossen“, bestätigt Lembke entsprechende Gerüchte.

Drittnutzer oder externe Nutzer seien alle die, die städtische Räume nutzen wollen, die sie aber nicht bereits dauerhaft als Mieter nutzen. So könnten zum Beispiel die Musikschule oder die Oldesloer Bühne natürlich ihre Räume nutzen, die sie gemietet haben, aber keine darüber hinaus. „Die Stadt nutzt derzeit ihre eigenen Räumlichkeiten da wo es unbedingt notwendig ist. Dies gilt auch für Volkshochschule und andere städtische Nutzer“. Der Vorwurf, dass es eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ sei, wenn VHS oder Musikschule bereits starten dürfen, aber externe Anfragen wie Angelscheinprüfungen, private Feiern von Hochzeit bis Geburtstag im Bürgerhaus, Yoga-Kurse und ehrenamtliche Treffen abgewiesen werden, möchte er nicht stehen lassen. „Es kann hier von keiner Zwei-Klassen-Gesellschaft die Rede sein, wenn die bereits vor Corona vorhandenen Mieter ihre eigenen Räume im Kub und Bürgerhaus nutzen“, so Lembke.

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Bad Oldesloer Bürgermeister hält an Abrisswunsch fest

Stormarner Tageblatt  11.06.2020

Bad Oldesloer Bürgermeister hält an Abrisswunsch fest

Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe.Niemeier
Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe.Niemeier

Bad Oldesloe Die „Hölk-Hochhäuser“ in Bad Oldesloe haben es schon häufig in die Schlagzeilen geschafft. In den meisten Fällen allerdings – neben dem positiven Engagement, das dort im Stadtteilzentrum „Plan B“ betrieben wird – durch negative Vorfälle, wie kaputte Fahrstühle, ausgefallene Heizungen, Mietnomaden, Müllberge auf dem Parkplatz oder Zwischenfälle, die Einsätze von Rettungskräften notwendig machten. Häufig kommen daher Nachfragen aus der Lokalpolitik, ob die Verwaltung nicht stärker einschreiten könne, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Doch abgesehen vom Brandschutz und dem Begutachten baulicher Mängel ist der Handlungsspielraum der Stadtverwaltung begrenzt.

Da die beiden ortsbildprägenden Gebäude auch architektonisch nicht gerade zu den Höhepunkten der Kreisstadt gehörten, äußerte Bürgermeister Jörg Lembke bereits Ende 2019 den Plan, sie abzureißen. Im aktuellen Bau- und Planungssausschuss hat er diesen Wunsch erneuert. Aus der Politik gibt es dafür aber weiterhin wenig Rückendeckung. Die mehrheitliche Meinung bleibt wie Ende 2019: Der Abriss ist kurzfristig kein Thema. nie

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Oldesloer bekommen im Bus keine Tickets

Lübecker Nachrichten   10.06.2020

Einstieg hinten, die Fahrer abgeschirmt – Doch wo kann ich dann mein Ticket für den Bus kaufen? Der Fahrscheinkauf wird schnell zur Odyssee

Von Markus Carstens

Kein Einstieg vorne! Helga Brembach aus Bad Oldesloe musste sich erst zum Bahnhof fahren lassen, um dort dann einzelne Bustickets für ihre Fahrten an den nächsten Tagen zu kaufen. Foto: MArkus Carstens

Bad Oldesloe. Vormittags am Schanzenbarg in Bad Oldesloe, gleich hält die Linie 8102 des Stadtverkehrs. Die wartenden Fahrgäste setzen nach und nach ihre Masken auf. Kleine Umfrage: Wo haben sie die Fahrscheine gekauft? Eine Jugendliche verweist auf ihr Schüler-Abo; eine Frau sagt, dass sie kein Ticket hat und auch keines braucht. Und Helga Brembach steht da auf Krücken mit abgezählten 1,70 Euro in der Hand und weiß nicht, wie sie an einen Fahrschein kommen soll, um damit in die Oldesloer Innenstadt zu fahren. Hintergrund der Ratlosigkeit: Wegen der Corona-Pandemie sind die Buseinstiege vorne verschlossen und die Fahrer aus Gründen des Gesundheitsschutzes abgeschirmt. Sie verkaufen derzeit keine Tickets.

„Auch das noch“, sagte sich Helga Brembach, durch einen Oberschenkelhalsbruch derzeit eh schon kräftig gebeutelt. Sie muss mehrmals die Woche zur Reha und fährt normalerweise immer mit dem Bus. „Soll ich etwa zum Bahnhof laufen?“, fragt die 80-Jährige und hebt ihre Krücken ein Stück weit an. „Hier wohnen viele alte Leute, die mit dem Bus zu Famila oder Kaufland fahren. Wie machen die das? Fahren die alle schwarz? Das ist doch kein Zustand!“

Gelaufen ist sie dann nicht zum Bahnhof, aber jemand hat sie mit dem Auto hingefahren. „Und dort sollte ich dann sagen, an welchen Tagen ich den Bus nutzen will. Aber was ist, wenn ein Reha-Termin verschoben wird?“ Ihre Schwester in Köln könne sich Tagestickets ohne Datum kaufen. „Sie setzt sich in den Bus und entwertet dort den Fahrschein.“

Ganz so einfach ist es jedoch bei den Busgesellschaften in Stormarn nicht. Hauptsächlich fährt hier die Autokraft, eine Tochter der Deutschen Bahn. „Tickets gibt es derzeit aus Sicherheitsgründen nur über die Smartphone-App DB-Navigator, die HVV-App, an Vorverkaufsstellen oder Fahrscheinautomaten“, heißt es von Autokraft.

„Es gibt derzeit leider keine Alternative“, sagt Björn Schönefeld, Busverkehr-Experte bei der Stormarner Kreisverwaltung. „In knapp zwei Wochen soll aber wieder der Einstieg vorne möglich sein und damit auch der Ticketkauf beim Fahrer.“ Die Autokraft arbeite an Lösungen für ihre Busse. Plexiglas-Scheiben seien derzeit jedoch heiß begehrt. Möglicherweise würden dann Rollos installiert wie zum Beispiel in Lübeck oder es werde mit Folien gearbeitet. Diese sollen laut Autokraft für den nötigen Infektionsschutz sorgen – für die Fahrgäste und für das Personal.

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Neue Debatte um Bad Oldesloes Hochhäuser

Lübecker Nachrichten   10.06.2020

Bürgermeisters: Die beiden Hochhäuser seien ein städtebaulicher Missstand – Er befürwortet mittelfristig den Abriss

Immer wieder in der Diskussion: die beiden Hochhäuser im Hölk und Poggenbreeden. Foto: CARSTENS

Bad Oldesloe. In der Sitzung des Oldesloer Wirtschafts- und Planungsausschusses wurde am Montagabend erneut über die beiden Hochhäuser im Hölk und Poggenbreeden debattiert. Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) hat dazu eine klare Meinung: Die beiden Häuser seien ein städtebaulicher Missstand. Allein das Alter spreche für sich. Gebaut wurden die Häuser in den 1970er Jahren. Konkrete Planungen gibt es aber nicht. Im Gegenteil: Die Adler Wohnen GmbH als Verwalter investiert derzeit kräftig in die Sanierung der insgesamt 229 Wohnungen.

Auf die Tagesordnung hatten es die beiden Hochhäuser aufgrund einer Anfrage der SPD-Stadtverordneten Annika Dietel geschafft. Sie hatte einen Fragenkatalog an die Stadt zusammengestellt zum Zustand der Gebäude und zu den Einflussmöglichkeiten seitens der Stadt. Dem Ausschussvorsitzenden Hartmut Jokisch (Grüne) war es dann zu verdanken, dass das Thema nicht – wie eigentlich vorgesehen – im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung behandelt wurde.

Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung klärte die Politiker darüber auf, dass es öfter Begehungen durch die Bauaufsicht gibt, allerdings nur in den öffentlich zugänglichen Bereichen. In Sachen Brandschutz habe die Verwaltung schon einiges gemacht. Viele Punkte einer Liste seien bereits abgearbeitet worden. Die Stadt könne sich jedoch lediglich bei Fragen der öffentlichen Sicherheit einschalten.

Alles andere sei Privatsache, auch Schimmel in der Wohnung oder ein Wasserschaden, denn der Mieter gehe einen Vertrag mit dem Vermieter ein. Selbst bei einem Ausfall des Fahrstuhls – so dramatisch das für die Bewohner der oberen Stockwerke auch sei – könne die Stadt nicht einschreiten. Es gebe aber einen sehr engen Kontakt zur Wohnungsgesellschaft, die derzeit viele Schäden abstelle und daher auch keinen Abriss plane. Nach eigenen Angaben hat Adler Wohnen bereits mehr als eine Million Euro in die beiden Hochhäuser investiert.

Trotzdem ist der Eigentümer laut Bürgermeister Jörg Lembke nicht abgeneigt, mittelfristig über einen Abbruch der Häuser nachzudenken. „Wir müssen überlegen, was auf dem Gelände passieren soll“, sagte Lembke. „Wir brauchen ein Ziel und müssen an einer Lösung arbeiten, anstatt an dem Thema immer wieder herumzudoktern.“

Über einen Abriss nachzudenken, sei illusorisch, entgegnete in der Sitzung Manfred Lieder von der FBO. Er fragte: „Wo sollen wir die Mieter menschenwürdig unterbringen in der Zeit zwischen Abriss und Neubau?“ Und Tom Winter von der Familienpartei war einfach nur genervt, dass hier ein Thema in den Fokus rücke, das genau genommen gar kein Thema sei.

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Anbau in Rekordzeit

Stormarner Tageblatt  10.06.2020

Trotz Probleme durch Corona sind die neuen Räume für die Klaus-Groth-Schule bezugsfertig

Zwei Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung: Der Anbau (links) der KGS in Bad Oldesloe.NIe
Zwei Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung: Der Anbau (links) der KGS in Bad Oldesloe.NIe

Bad Oldesloe Die Stadtverwaltung Bad Oldesloe ist stolz: Nichtmal zwei Jahre nach dem Beschluss aus dem September 2018, neue Räumlichkeiten für die Klaus-Groth-Schule zu schaffen, konnten diese eingeweiht werden. Mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie fiel die Übergabe weniger feierlich als zunächst gedacht aus, aber der wichtige Fakt ist: Die neuen Räume, vor allem auch von Eltern und der Ganztagsbetreuung herbeigesehnt, sind bezugsfertig und können genutzt werden. Das Warten hat somit ein Ende.

Am 17. Juni 2019 fand der erste Spatenstich statt. „Die Bauarbeiten wurden im Wesentlichen bis Ende Dezember 2019 fertiggestellt. Am Jahresbeginn 2020 folgten Installationsarbeiten. Mitte März wurde es schwierig, die letzten Restarbeiten wegen Corona durchzuführen. Trotzdem konnten die neuen Räume noch im Frühjahr in Nutzung gehen“, so Stadtsprecherin Agnes Heesch. „Das ist der schnellste Schulbau, den die Stadt Bad Oldesloe je erlebt hat. Die Verwaltung hat alles für die schnelle Verwirklichung getan“, verkündete Bürgermeister Jörg Lembke bereits im April. Enstanden sind laut Stadtverwaltung vier neue Klassenräume und fünf Nebenräume. Die Gesamtabrechnungssumme für den Anbau beläuft sich auf knapp über eine Million Euro. Weitere Anbauten werden an der KGS wohl nicht mehr möglich sein. Der Platz scheint jetzt tatsächlich in Sachen Anbauten final ausgereizt. nie

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