Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Wenn’s piept ohne Grund

Stormarner Tageblatt  14.08.2020

Hitzestau oder leere Batterie: Rauchmelder alarmieren auch ohne Rauch – für Firmen kann das teuer werden

Kleine Geräte, die lebensrettenden Lärm machen können:  Ingo Bernotat (li.) und Olaf Klaus mit diversen Rauchmeldern.link
Kleine Geräte, die lebensrettenden Lärm machen können: Ingo Bernotat (li.) und Olaf Klaus mit diversen Rauchmeldern.link

Susanne Link Bad Oldesloe Vor drei Tagen rückte die Freiwillige Feuerwehr Bad Oldesloe zu einem Rauchmelderalarm im Schanzenbarg aus. Die Tür war verschlossen, aber drinnen piepte es unaufhörlich. Kein Rauch, kein Feuer, sondern nur ein defektes Gerät. „Es ist typisch, dass bei anhaltender Wärme die Zahl der Fehlalarme sowohl bei Brandmeldeanlagen als auch bei Heimrauchmeldern steigt“, sagt Kreisbrandmeister Gerd Riemann. Nicht nur Qualm löse das Piepen der kleinen weißen Dinger aus, sondern eben auch Wasserdampf, eine leere Batterie oder Wärme.

Einen Fehlalarm wegen Hitzestau hatten die Kollegen in Bad Oldesloe zwar noch nicht, jedoch rückten sie in diesem Jahr 36 Mal aufgrund von defekten Rauchmeldern aus. Gut ein Fünftel der bisherigen Einsätze in der Kreisstadt in diesem Jahr waren Fehlalarme wegen Brandmeldeanlage oder privaten Rauchmeldern. Meistens wegen eine leeren Batterie, wie Gemeindewehrführer Olaf Klaus sagt. In den meisten Fällen würden die Melder jedoch verlässlich Alarm schlagen. In schätzungsweise 70 Prozent der Fälle sei bei einem piependen Rauchmelder auch etwas für die Einsatzkräfte zu tun – sei es das vergessene Essen auf dem Herd oder eine zurückgelassene Zigarette, sagt Klaus. Große Wohnungsbrände seien durch die Rauchmelder weniger geworden. „Das Feuer hat keine Chance zu entstehen.“

Die Brandmeldeanlagen, die in in speziellen Gebäuden wie Krankenhäusern, Altenheimen aber auch großen Firmen installiert sind, können einen Alarm direkt an die Leitstelle weiterleiten. Der Einbau einer solchen, auf die Feuerwehr aufgeschalteten, Anlage ist bei manchen Gebäuden aufgrund der Bauordnung Pflicht.

„Je besser eine Anlage gewartet ist, desto seltener sind auch Fehlalarme“, sagt Riemann. Und das sollten sie sein, denn bei einem Fehlalarm einer Brandmeldeanlage wird es teuer: 750 Euro kostet es beispielsweise, wenn die Freiwillige Feuerwehr Bad Oldesloe deshalb ausrückt. Die Kosten werden von den Städten und Gemeinden in einer Gebührensatzung festgelegt und können stark variieren. Während ein solcher Einsatz in Bargteheide 400 Euro kostet, kann in Ahrensburg auch ein vierstelliger Betrag zusammenkommen. Jedes Fahrzeug wird dort pro angefangene Stunde berechnet.

„Die Wartung ist meistens günstiger als wenn die Feuerwehr vor der Tür steht“, sagt Klaus. Deshalb seien beispielsweise die Firmen, die solche Anlagen installiert haben, diesbezüglich auch sehr vorbildlich.

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Boxenstopp in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  14.08.2020

Video-Kasten hält Corona-Erlebnisse fest: Weiterer Einsatz am 18. August

An und in der Video-Box: Stadtarchivarin Celina Höffgen (links), Pflegeheim-Mitarbeiterin Kerstin Schmidt  und Einrichtungsleiter Wolfgang Broszio (rechts).Stadt Bad Oldesloe
An und in der Video-Box: Stadtarchivarin Celina Höffgen (links), Pflegeheim-Mitarbeiterin Kerstin Schmidt und Einrichtungsleiter Wolfgang Broszio (rechts).Stadt Bad Oldesloe

Bad Oldesloe Nachdem die Video-Box in den vergangenen Wochen jeden Mittwoch vor dem Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe die persönlichen Eindrücke der Bevölkerung zur Corona-Pandemie festgehalten hat, kam sie Dienstag, 11. August, vor der Pflegeeinrichtung in der Robert-Koch-Straße zum Einsatz.

Bewohner, Angehörige und Beschäftigte waren an diesem Tag dazu eingeladen, ihre Erlebnisse zum Thema Corona in jeweils 60-sekündigen Videoaufnahmen zu schildern. Die Idee der Video-Box entstand in Zusammenarbeit zwischen Stadtarchiv und Kultur- und Bildungszentrum.

Seit Mitte Juni hatten Interessierte jeden Mittwoch zu den Wochenmarktzeiten die Möglichkeit, die Video-Box vor dem Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe zu nutzen, um ihre Erfahrungen zur Corona-Pandemie zu teilen. Die dabei entstandenen Videoaufnahmen gingen als digitale Zeitzeugenberichte in die Bestände des Oldesloer Stadtarchivs ein. Nach einer Zusage des Pflegeheims der Wiechern-Gemeinschaft Reinbek, konnte das Projekt nun vor dem Haus in der Robert-Koch-Straße fortgesetzt werden. Die von der Sound Light Service GmbH entworfene Video-Box stand dabei Bewohnern, ihren Angehörigen und den Beschäftigten im gemeinschaftlichen Hof zur Verfügung.

„Ich finde die Idee mit der Video-Box echt stark“, freut sich der Leiter der Einrichtung, Wolfgang Broszio, der selbst in der Box Platz nahm, um über seine Erlebnisse der

vergangenen Monate zu berichten. Für ihn bleibt die Corona-Zeit auf diese Weise ewig in Erinnerung. Insbesondere der fehlende soziale Kontakt in der Lockdown- Phase machte den Bewohnern nach Ansicht des Einrichtungsleiters am meisten zu schaffen. Ganz persönliche Eindrücke zum Leben im Seniorenheim während der Corona-Pandemie teilten die Bewohnerinnen des Hauses in der Robert-Koch-Straße: Inge Kruschinski erinnerte sich während der Video-Aufnahme daran, dass sie zum ersten Mal in der Zeitung von Corona gelesen habe. Genutzt wurde die Video-Box auch vom Personal der Pflegeeinrichtung. Mitarbeiter Mark Meurers kannte das Projekt bereits und betrachtet die Video-Box als interessante Möglichkeit, die Geschehnisse für die Nachwelt festzuhalten.

Ein weiterer Einsatz der Video-Box ist fest geplant: „Am 18. August wird sie vor der Sozialpsychiatrischen Einrichtung „Haus Ingrid“ in der Lorentzenstraße aufgebaut, bevor sie dann im September für das Projekt ‚Schule im Aufbruch’ auf der Digitalen Woche in Kiel ausgeliehen wird“, teilt Stadtarchivarin Celina Höffgen mit.

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„Travebad“ soll noch im August wieder öffnen

Stormarner Tageblatt  13.08.2020

Sanierungen, Reinigungen und Reparaturen im Bad Oldesloer Hallenbad sind im Zeitplan

Strahlend blauer Himmel statt neuer dunkler Wolken über dem Bad Oldesloer Travebad. Nie
Strahlend blauer Himmel statt neuer dunkler Wolken über dem Bad Oldesloer Travebad. Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Es ist eine Art unendliche Geschichte: Die Sanierung, Reparatur und längere Schließung des „Travebads“ in Bad Oldesloe. Das aufwendig für 8,5 Millionen Euro sanierte Hallenbad kämpft seit seiner Wiedereröffnung 2014 regelmäßig mit Kritik und technischen Weh-Wehchen. Seit dem Corona-Shutdown wurde es aktuell nicht wieder geöffnet. Böse Zungen in der Kreisstadt streuen daher bereits Gerüchte, dass es dieses Jahr gar nicht mehr öffnen werde. Doch das ist nur dem mittlerweile angegriffenen Image des Bades geschuldet.

„Das Travebad wird voraussichtlich Mitte August wiedereröffnet“, stellt Svenja Hansen von den Vereinigten Stadtwerken klar, die das Bad betreiben. „Der Betreiber hat sich entschieden, die geplante technische Sommer-Schließzeit vorzuverlegen, um bereits mit dem Filteraustausch für das große Schwimm- und das Kursbecken zu beginnen“, erklärt Hansen den Grund dafür, dass nach dem Shutdown noch keine Wiedereröffnung stattfand. „Die neuen Filter sind bereits im Juli eingebaut worden. Anschließend folgen nun die Einlaufphase und die Überprüfung der Wasserqualität der Becken. Der Umbau für die Filter für das Lehrschwimm- und Planschbecken konnte bereits im Februar erfolgreich und planmäßig abgeschlossen werden, und diese Anlage läuft seitdem einwandfrei“, führt Hansen aus. Neben dem Filteraustausch werde noch die jährliche Wartung und generelle Überprüfung der Anlagen durchgeführt sowie eine Reinigung der gesamten Schwimmhalle.

Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass es zu leichten Verzögerungen gekommen sei, aber im Endeffekt seien die Terminpläne doch noch eingehalten worden. „Die aktuelle Corona-Situation erschwerte die Sanierungsmaßnahmen zwar, da auch das Travebad auf Liefertermine und die Verfügbarkeit der Firmen angewiesen ist. Dennoch konnten alle Maßnahmen umgesetzt werden“, bestätigt Hansen.

Die Wiedereröffnung erfolge natürlich mit einem entsprechenden Hygienekonzept. Dieses werde aus den anderen Hallenbädern der Vereinigten Stadtwerke – „Aqua Siwa“ in Ratzeburg oder die „Möllner Welle“ in Mölln – übernommen. Dort habe sich das erarbeitete Konzept bereits bewährt und sei von den Nutzern gut angenommen worden.

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Einschulungsfeiern – kurz und mit viel Abstand

Stormarner Tageblatt  13.08.2020

Der große Tag der Stormarner ABC-Schützen wurde gestern an den Schulen anders gefeiert, als sonst

Viel Abstand  zwischen den Reihen war gestern das Gebot der Stunde: Bei den vier Einschulungsfeiern in der Sporthalle der Schule am Masurenweg durften pro Familie   fünf Personen Platz nehmen.rohde

Viel Abstand zwischen den Reihen war gestern das Gebot der Stunde: Bei den vier Einschulungsfeiern in der Sporthalle der Schule am Masurenweg durften pro Familie fünf Personen Platz nehmen.rohde

Susanne Rohde Bad Oldesloe Abstand halten und Maske tragen, hieß die Devise bei den Einschulungsfeiern an den Stormarner Schulen. Gestern wurden an den 35 Grundschulen im Kreis insgesamt 2435 Erstklässler eingeschult. Doch der große Tag im Leben der Kleinen gestaltete sich ganz anders als in den Vorjahren und recht kompliziert für die einzelnen Schulen. Die mussten großen Aufwand betreiben, um allen – Kindern, Eltern, Lehrern und vor allem den Hygienevorschriften des Landes – gerecht zu werden. Und so spielte „Corona“ die Hauptrolle bei vielen Einschulungsfeiern.

In diesem Jahr 49 ABC-Schützen mehr

Die Zahl der neuen ABC-Schützen stieg im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 49 Kinder an. Die meisten neuen Erstklässler, nämlich 125 Mädchen und Jungen, zählt die Matthias-Claudius-Grundschule in Reinfeld, dicht gefolgt von der Bargteheider Johannes-Gutenberg-Schule mit 120 und der Trittauer Mühlau-Schule mit 105 Erstklässlern. In der Kreisstadt ist die Stadtschule mit 102 ABC-Schützen die größte Grundschule noch vor der Grund- und Gemeinschaftsschule am Masurenweg mit 88 Neuen. „Zum Teil sind wir bei Eltern auch auf Unverständnis gestoßen, dass nur je zwei Personen pro Schüler bei den Feiern erlaubt sind. Omas und Opas dürfen dieses Jahr leider nicht mitkommen“, betonte Schulrat Michael Rebling. Allerdings hatten die Schulen auch Freiheiten bei der Organisation und Durchführung ihrer Feiern.

In der Oldesloer Masurenwegschule gab es – anders als in den Vorjahren – kein großes Gedränge in der zentralen Pausenhalle, sondern viel Platz in der großen Sporthalle. Da die Schule eine der wenigen Grund- und Gemeinschaftsschulen im Land ist, werden beide Schulzweige momentan corona-bedingt streng voneinander getrennt.

So müssen alle Grundschüler einen anderen Ein- und Ausgang nehmen als die Gemeinschaftsschüler. Gestern leitete ein Wegweiser alle neuen Erstklässler mit ihren Eltern auf Schleichwegen außen um das Schulgebäude herum in die Sporthalle, wo sie in Reihen zu je fünf Personen und mit reichlich Abstand zueinander Platz nehmen durften. Pro Kind durften allerdings vier Begleitpersonen mit zur Feier kommen. „Wir haben hier viel Platz in der Halle, deshalb durften bei uns auch die Geschwister oder Großeltern mitkommen“, betonte Schulleiter Sascha Plaumann, der gestern vier – recht kurze – Einschulungsfeiern hintereinander durchführen musste. Anschließend durften die Erstklässler mit ihren Lehrern – aber ohne Eltern, Ranzen und Schultüte – kurz in ihren Klassenraum. „Den haben sie jetzt bei ihrer Einschulung zum ersten Mal besichtigt, denn durch Corona mussten die Schnuppertage ja leider ausfallen“, bedauerte Uta Düstersiek. „Die Eltern dürfen auch nicht ins Schulgebäude hinein, was sehr schade ist, denn viele kennen die Schule noch gar nicht“, so die Konrektorin.

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Jede Klasse bekommt ihre eigene Feierstunde

Lübecker Nachrichten   11.08.2020

Oldesloer Schulen haben verschiedene Konzepte gefunden, damit für Einschulung und Umschulung auch zu Corona-Zeiten ein feierlicher Start möglich ist

Bad Oldesloe. „Meine schlimmste Befürchtung war, dass wir die Kinder am Ein- beziehungsweise Umschulungstag nur abgeben dürfen und somit der dem Anlass entsprechende feierliche Rahmen komplett fehlt“, sagt Sven Reddig, der mit Joris (6) einen Abc-Schützen und mit Marit und Dana (beide 10) zudem zwei Kinder hat, die auf die weiterführende Schule wechseln. Doch die Sorge wurde der Familie genommen, denn alle Schulen in Bad Oldesloe haben entsprechend den Vorgaben des Landes ein Konzept erarbeitet, damit die neuen Schüler heute und morgen einen würdigen Empfang haben. Die einzelnen Klassen werden zu unterschiedlichen Zeiten und an ausgewählten Orten begrüßt und dürfen dazu je nach Schulgröße zwei bis vier Gäste mitbringen. Festliche Programme, wenn auch in abgeänderter Form, sind ebenfalls vorbereitet worden.

An der Stadtschule findet eine Einschulungszeremonie morgen in der Mensa statt. Clemens wird dann seine Eltern und die Oma dabei haben sowie seinen neuen Schulrucksack und die traditionelle Schultüte. „Die Kennenlernaktion ist leider Corona zum Opfer gefallen, Clemens kennt die Stadtschule aber bereits durch seinen großen Bruder Laurenz“, erklärt Mutter Cläre Reetz. Die traditionelle erste Unterrichtsstunde wird aber abgehalten, die Gäste werden währenddessen mit Kaffee und Gebäck versorgt.

In der Sporthalle finden heute, am Dienstag, die Feiern der drei fünften Klassen und am Mittwoch die der vier ersten Klassen in der Schule am Masurenweg (SaM) statt. „Die Halle ist groß genug, sodass die einzelnen Familien auf Abstand ohne Maske das Programm genießen können“, erklärt SaM-Schulleiter Sascha Plaumann. Geplant ist eine Musikdarbietung einer einzelnen Sängerin, die entsprechend der Verordnungen genügend Abstand zum Publikum hat.

Joris ist schon sehr gespannt auf den Tag, an dem auch er von seinen Eltern und der Großmutter begleitet wird. Seinen Ranzen ziert ein schwarzer Puma. „Ich hoffe, der ist auch auf der Schultüte drauf“, wünscht sich der Sechsjährige. Seine Schwestern sind dann schon Fünftklässlerinnen, denn ihre Umschulung ist bereits morgen vorgesehen. „Unsere Feier findet auf dem Schulhof der Theodor-Mommsen-Schule (TMS) statt“, berichten Marit und Dana.

Mit einem szenisch dargestellten Gedicht werden die „Bienen“, „Krokodile“, „Seepferdchen“ und „Elche“ – so die Namen der neuen vier ersten Klassen an der Klaus-Groth-Schule (KGS) – in der Turnhalle empfangen. „Während die Abc-Schützen danach ihre erste Unterrichtsstunde haben, bekommen die Eltern Informationen und Getränke – bei gutem Wetter auf dem Schulhof“, erklärt Kathrin Albers, kommissarische Leiterin der KGS.

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