Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Planung für Oldesloer VHS-Gelände steht

Lübecker Nachrichten   15.02.2020

In 30 Prozent der Neubauten in der Königstraße müssen Sozialwohnungen angeboten werden

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Der Bebauungsplan 118 für das wohl exponierteste Wohngebiet in Bad Oldesloe ist so gut wie beschlossen. Die auf Basis eines Architektenwettbewerbs erstellte Neugestaltung des alten VHS-Geländes in der Königstraße hat mehrheitlich Zuspruch im Wirtschafts- und Planungsausschuss gefunden. Das letzte Wort haben jedoch die Stadtverordneten. Wenn auch sie grünes Licht geben, kommt es zur öffentlichen Auslegung. Besagtes Gebiet erstreckt sich von der Brandruine der alten Moog-Villa in Richtung Westen bis zur Holzbrücke, die über den Stadtarm führt. Die an der Schultwiete liegenden Gebäude, die zu einem anderen B-Plangebiet gehören, sind allerdings ausgenommen.

Der Plan sieht vor, dass die Dächer der giebelständigen Häuser spitz aufragen, sodass sie sich in der Straßenansicht wie zu einer Krone zusammenfügen. Damit soll verhindert werden, dass die Gebäude als Ensemble wie ein massiver Riegel wirken, sondern stärker gegliedert und aufgelockert sind. Laut Katrin Schwarz vom Lübecker Büro Prokom wird das Areal auch von einer Tiefgarage unterbaut, die von der Königstraße befahrbar ist. Zwischen erster und zweiter Häuserzeile werde es einen Durchgang geben, der auch für die Öffentlichkeit begehbar sei. Die Gebäude im rückwärtigen Teil würden flacher gestaltet, um möglichst viele Wohnungen unterbringen zu können, während im vorderen Bereich eher Krüppel, Mansard- oder Walmdächer vorgeschrieben seien.

Bezüglich der Nutzung sind im B-Plan ausdrücklich Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sowie Tankstellen oder auch Verwaltungsstandorte untersagt. Dagegen soll es auch in diesem rund 17 000 Quadratmeter großen Areal später bezahlbare Mieten geben. Wie bei anderen neuen Projekten in der Stadt gilt hier der Grundsatz, dass 30 Prozent der Wohnungen über den geförderten sozialen Wohnungsbau oder ein vergleichbares Modell realisiert werden sollen, das an eine Preisbindung gekoppelt ist.

Das hatte im Ausschuss zunächst für ein Missverständnis gesorgt. Einige Mitglieder des Gremiums waren der Auffassung, dass diese Regelung auf sämtliche Wohnungen in diesem Komplex angewendet werden müsse. Doch Bauamtsleiter Dr. Kurt Soeffing stellte klar, dass die Auflage nur für Neubauten bindend sein könne. Die alte VHS-Villa lasse sich nicht nach den Maßstäben des sozialen Wohnungsbaus gestalten, da Letzterer auf kleinteiligeren Räumen mit begrenzter Quadratmeterzahl basiere. Insofern seien bestehende Immobilien ausgenommen.

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„Preisparadies“ verabschiedet sich

Lübecker Nachrichten   15.02.2020

Oldesloer Kaufleute Angela und Martin Dittmar ziehen sich ab Mitte Mai zurück

Von Dorothea von Dahlen

Angela und Martin Dittmar schließen das „Preisparadies“, wollen aber nach Oldesloe ziehen. foto: von Dahlen

Bad Oldesloe. Das Oldesloer „Preisparadies“ schließt zum 15. Mai für immer seine Pforten. Damit verabschieden sich gleichzeitig zwei gestandene Kaufleute aus ihrem aktiven Berufsleben. Über die Dauer von 28 Jahren haben Angela (63) und Martin Dittmar (68) ihr Geschäft in der Brunnenstraße zu einer richtigen Institution werden lassen. Für viele Oldesloer füllten sie die empfindliche Lücke, die das Verschwinden des letzten Kaufhauses gerissen hatte. Der Kreisstadt als solcher kehren die beiden aber nicht den Rücken. Im Gegenteil – die Hamburger wollen sich in Bad Oldesloe häuslich niederlassen.

Von langer Hand geplant war die Geschäftsaufgabe eigentlich nicht. Eine zunächst bedrohlich klingende Diagnose für Martin Dittmar gab den Ausschlag. Sie hatte innerhalb der Familie für viel Wirbel gesorgt, sich aber zum Glück nicht bestätigt. „Es war ein Warnschuss. Da wurde uns bewusst, wie schnell etwas passieren kann, ohne dass man etwas vom Ruhestand hat. Wenn mein Mann über längere Zeit ausfallen würde, hätte ich auch Probleme, die Arbeit auf Dauer allein zu schaffen“, sagt Ehefrau Angela. Aber nicht zuletzt aus kaufmännischer Sicht erfolge der Ausstieg nun zum richtigen Zeitpunkt. „Handel ist immer auch Wandel. Ich bediene schon Facebook und Instagram. Aber um weiterhin erfolgreich zu sein, müssten wir parallel einen Online-Shop aufbauen. Sonst würden wir ein Problem bekommen“, sagt die rührige Geschäftsfrau. Doch das koste zusätzliche Energie.

Martin Dittmar fällt der Abschied besonders schwer. „ Es ist es schon besser zu sagen: ,Jetzt ist Schluss’. Aber vom Gefühl her ist das für mich eine traurige Sache. Ich bin durch und durch Händler und fühle mich verwurzelt mit den Kunden und Bad Oldesloe. All das zurück zu lassen, bedeute schon einen herben Einschnitt“, sagt der 68-Jährige. Mit den Jahren habe er viele nette Menschen kennen gelernt. Manch einer habe ihm gegenüber sein Herz ausgeschüttet oder auch um Rat und Hilfe gebeten. „Ich habe beobachten können, wie aus dem kleinen Stöpsel, der kaum über den Tresen gucken konnte, um einen Lutscher zu kaufen, ein erwachsener Mann mit Bart geworden ist“, sagt der Kaufmann. „Ohne meine tollen Mitarbeiter hätten wir uns aber nicht so lange auf dem Markt halten können. Sie haben die Gesamtphilosophie unseres Geschäfts mitgetragen.“

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Poggenseer Feuerwehr hat neuen Vize-Chef

Lübecker Nachrichten   15.02.2020

Poggenseer Feuerwehr hat neuen Vize-Chef

Ortswehrführer Thomas Proß und sein neuer Stellvertreter, Philipp Bornholdt (23, r.). foto: M. KUNDE/hfr

Bad Oldesloe. Auf der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Poggensee wurde der 23-jährige Hauptfeuerwehrmann Philipp Bornholdt mit überwältigter Mehrheit (29 von 30 Stimmberechtigten) zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt. Obwohl er noch recht jung ist, hat Bornholdt schon zahlreiche Lehrgänge wie Motorsägenführung, Sprechfunk, Maschinist Technische Hilfeleistung, Atemschutzgeräteträger und Truppführer in Nütschau erfolgreich abgeschlossen.

Gemeindewehrführer Olaf Klaus sagte in seinem Tätigkeitsbericht, dass die Umstellung der digitalen Meldeempfänger im Januar 2020 erfolgt sei. Auch habe die Ortswehr neue Helme bekommen. Sein besonderer Dank galt Ingo Bernotat, dem Brandschutzerzieher und Brandschutzbeauftragten. Er hat im vergangenen Jahr 1500 Kinder und Erwachsene bei 35 „Einsätzen“ in Kindergärten und Schulen ausgebildet.

Die Poggenseer Wehr besteht zurzeit aus 45 Mitgliedern, davon 31 Aktive, drei Kameraden in der Reserve sowie elf Kameraden in der Ehrenabteilung. Die Retter musste zu sieben Einsätzen ausrücken. Es wurden 18 Übungs- und Ausbildungsdienste abgehalten. Eine besondere Veranstaltung war am 24. August 2019, als der neue stellvertretende Ortswehrführer im Rahmen des Finales der NDR-Stadtwette einen Baumstamm durch den Hansapark warf. Klaus berichtete schmunzelnd, Bornholdt habe dafür bis tief in der Nacht in den Wäldern von Poggensee geübt.

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Überraschender Abschied aus dem „Paradies“

Stormarner Tageblatt  15.02.2020

Nach 28 Jahren werden Angela und Martin Dittmar in Bad Oldesloe ihr „Preisparadies“ schließen

Schließen ihr „Preisparadies“ nach 28 Jahren: Angela und Martin Dittmar. Privat
Schließen ihr „Preisparadies“ nach 28 Jahren: Angela und Martin Dittmar. Privat

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Es ist ein Kapitel Oldesloer Einzelhandelsgeschichte, das nach 28 Jahren am 15. Mai enden wird: Für viele Kunden überraschend ziehen sich Angela und Martin Dittmar aus dem Geschäftsleben zurück – früher als geplant.

Hauptgrund ist eine Erkrankung Martin Dittmars. „Es war ein deutlicher Warnschuss. Und wir haben gemerkt, dass wir den geplanten Abschied ein paar Jahre vorziehen wollen“, sagt Angela Dittmar. Das falle schwer, aber Prioritäten verschieben sich in manchen Lebensabschnitten. „Als wir anfingen, waren wir Hamburger, die in Bad Oldesloe gearbeitet haben, jetzt sind wir Oldesloer, die in Hamburg schlafen. Wir verdanken dieser Stadt viel. Durch unser Geschäft konnten wir unseren Kindern viel ermöglichen“, sagt Dittmar.

Gerade in den vergangenen Jahren hatte sie sich öffentlich verstärkt für die Innenstadt generell und den Einzelhandel stark gemacht. Gemeinsam mit Nicole Brandstetter und der Wirtschaftsvereinigung startete sie viele Aktionen, die in Erinnerung bleiben. „Ich habe viel dazugelernt und Talente in mir entdeckt“, sagt die gebürtige Brasilianerin. Dafür sei man auch mit über 50 Jahren natürlich nicht zu alt. „Es macht mir Spaß, mich zu engagieren. Das werde ich auch weiterhin tun. Ich werde in der Wirtschaftsvereinigung aktiv bleiben“, sagt sie.

Auf die Oldesloer Innenstadt sieht sie große Veränderungen zukommen. „Online wird immer wichtiger. Hätten wir jetzt weitergemacht, dann wäre das auch der nächste Punkt gewesen, dass wir unser Online-Angebot deutlich ausweiten“, verrät sie. Sie habe früh erkannt, dass Online-Präsenz wichtig sei und dass man auch in den „Social Media“ sichtbar sein müsse. Für die Oldesloer Innenstadt erhofft Angela Dittmar sich Verbesserungen der Aufenthaltsqualität.

Damit meint sie nicht das gastronomische Angebot, sondern die Gestaltung, Sitzmöglichkeiten und das Ambiente. „Events und Gastronomie werden immer wichtiger für die Oldesloer Innenstadt. Das muss allen klar sein“, sagt die erfahrene Geschäftsfrau, die ihre Kenntnisse gern auch in Zukunft weitergeben möchte.

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Wehe, wenn sie losgelassen …

Stormarner Tageblatt  15.02.2020

Stormarner Wochenschau

Wehe, wenn sie losgelassen …

Patrick Niemeier und Volker Stolten

Uneinsichtig Konfuzius sagte 200 Jahre nach Christus: „Was du nicht willst, was man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu“ – im Großen wie im Kleinen. Doch diese goldene Regel verhallt heute immer öfter. Leider! Menschen machen etwas, was sie zuvor selbst kritisiert haben. Und sind, wenn man sie anspricht, um Ausreden nicht verlegen: „Ich will ja nur mal schnell…“

Egoismus ist das neue Schlagwort, das besonders im Straßenverkehr zutage tritt. Da wird gerast, gedrängelt, gehupt, geschimpft, gedroht. Dieser Negativ-Trend setzt sich ungebremst fort. Nehmen wir doch nur mal das aktuelle Beispiel: Die Rathausstraße in Bargteheide. Seit Jahren die Achillesferse der Stadt, ein Nadelöhr. Da tragen auf der Fahrbahn parkende Lieferwagen nicht gerade zur Entspannung bei. Dem trägt die Stadt jetzt Rechnung, reißt das Steuer rum, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit zu verbessern, und richtet zwei Parkzonen für Lieferfahrzeuge ein. Gute Idee. Aber Pustekuchen. Die Parkplätze können von Paketboten nicht genutzt werden, weil Autofahrer das Halteverbot für ihre privaten Pkw ignorieren und dort ganz dreist ihr Fahrzeug abstellen. Und die Lieferwagen stehen wieder auf der Straße. Sogar Knöllchen werden von den Park-Sündern in Kauf genommen. Liegt wohl an der Höhe des Bußgeldes. Vielleicht sollte das drastisch erhöht werden. Doch Einsicht wäre der erste und bessere Weg zur Besserung. Wir erinnern uns? „Was du nicht willst, was man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu.“ Die Parksünder möchten sicher auch nicht, dass sich fremde Autos frech auf ihren eigenen Parkplatz am Eigenheim stellen, gell?!

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