Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Aufkleber am Boden

Stormarner Tageblatt  07.05.2020

Kampagne „#Wiedersehen in Bad Oldesloe – mit Herz und Abstand“ ausgeweitet

Unterstützen mit Asphaltaufklebern die Corona-Regeln: Wirtschaftsvereinigung, Stadtverwaltung und Wir-Verein – rechts Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke. St
Unterstützen mit Asphaltaufklebern die Corona-Regeln: Wirtschaftsvereinigung, Stadtverwaltung und Wir-Verein – rechts Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke. St

Bad Oldesloe Die Oldesloer Wirtschaftsvereinigung weitet ihre Kampagne „Wiedersehen in Bad Oldesloe – mit Herz und Abstand“ gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Verein „Wir für Bad Oldesloe“ aus. In den ersten Wochen hatte sich gezeigt, dass sich die Mehrheit der Oldesloer an die Abstandsregeln hält, sich aber eine Minderheit mit diesen schwer tut und damit im Endeffekt auch die Gefahr einer Verschärfung von Regeln besteht.

Mehrere Geschäftsleute berichteten auch von Kunden, die Ladeninhaber für die Regeln verantwortlich machten. Es wurde auch von Stammkunden berichtet, die nicht einsahen, sich in Warteschlangen vor Geschäften anzustellen. „Wir müssen gemeinsam durch die Situation kommen – nicht gegeneinander oder mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Es geht auch nicht darum, mit dem Finger auf andere Geschäfte zu zeigen oder ähnliches. Wir schaffen es nur mit Zusammenhalt“, so Angela Dittmar vom Preisparadies. „Viele Kunden müssen nur an die bestehenden Regeln erinnert werden“, sagt sie.

„Viele Unternehmen und Bürger stehen derzeit vor der Herausforderung, die geltenden Abstands- und Masken-Regeln einzuhalten“, sagt Nicole Brandstetter von der Wirtschaftsvereinigung. Dabei unterstütze man mit der Kampagne. Nachdem bereits in den vergangenen Wochen Plakate mit Hinweisen aufgehängt worden waren, folgten jetzt rutschfeste Asphaltaufkleber im Look der Kampagne in der Fußgängerzone.

Bürger sensibilisieren

Auf diesen wird explizit auf die Abstandsregeln und zum Maske-Tragen hingewiesen. „Wir sind es nicht gewohnt, im Alltag auf Abstand zu gehen. Deswegen fällt es momentan schwer, den nötigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu wahren. Weil es aber für unsere Gesundheit unumgänglich ist, wollen wir die Menschen mit den Bodenaufklebern für das Einhalten des Abstands sensibilisieren“, sind sich die Kampagnen-Macher einig. nie

Wenn Unternehmen weitere Informationsmaterialien benötigen, können sie per E-Mail Plakate und Hinweisschilder anfordern unter: info@wivebo.de.

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Hier zu Hause: Kurparkfest fällt aus

Stormarner Tageblatt  07.05.2020

Kurparkfest fällt aus

Das Kurparkfest Nie
Das Kurparkfest Nie

Bad Oldesloe Nach der Verschiebung des Stadtfestes und „PflasterArt“-Festivals sowie der Absage von „Rock am Schloss“ wegen Corona hatten viele Kreisstädter gehofft, dass das familiäre Kurparkfest im August stattfinden könnte. Denn nach Meinung vieler Oldesloer dürfte es sich dabei um keine Großveranstaltung mit über 1000 Besuchern handeln. Doch von dieser Beurteilung macht die Kurpark AG die nun doch erfolgte Absage auch gar nicht abhängig. Viel mehr sei es nicht gesichert, unter welchen Auflagen das Event im August überhaupt stattfinden könnte. Vor allem wolle man aber kein Risiko für Besucher, Auftretende und Helfer eingehen. Und das auch mit einem rücksichtsvollen Blick auf das Pflegeheim Riedel, dessen Bewohner sich stets auf das Fest direkt neben ihrer Einrichtung freuen, heißt es aus der Kurpark-AG. 2021 soll es das nächste Kurparkfest geben. nie

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Unterrichten in Schichten

Stormarner Tageblatt  07.05.2020

Ein Hauch von Schulalltag unter erschwerten Bedingungen: Beispiel Masurenwegschule

Sascha Plaumann, Leiter der Schule am Masurenweg, vor den beiden von einander getrennten Bereichen der Oldesloer Grund- und Gemeinschaftsschule. Rohde
Sascha Plaumann, Leiter der Schule am Masurenweg, vor den beiden von einander getrennten Bereichen der Oldesloer Grund- und Gemeinschaftsschule. Rohde
 

Susanne Rohde Bad Oldesloe Hurra, endlich wieder Schule! Nach mehr als sieben Wochen Zwangsferien wegen der Corona-Pandemie dürfen ab gestern auch alle Viertklässler wieder zum Unterricht in ihre Grundschulen, allerdings unter ziemlich strengen Hygienemaßnahmen.

Flatterbänder, Klebestreifen, Stop- und Hinweisschilder, Desinfektionsmittel und Toiletten-Benutzungspläne: In der Schule am Masurenweg ist alles noch mal etwas komplizierter, denn sie ist die einzige Grund- und Gemeinschaftsschule im Kreis. Hier werden Kinder und Jugendliche von der 1. bis 10. Klasse unterrichtet, und das erfordert ganz besondere Maßnahmen. Die 70 Neunt- und Zehntklässler haben einen eigenen Ein- und Ausgang und bereiten sich gerade auf ihre Abschlussprüfungen in der nächsten Woche vor. Die rund 100 Viertklässler werden zunächst in halber Klassenstärke und in Gruppen und Schichten in einem eigenen Schultrakt unterrichtet.

Manoel Griese ist happy, endlich wieder Unterricht zu haben. Sieben Wochen lang spielte er mit seinen beiden Geschwistern im heimischen Garten in Grabau. Der Zehnjährige lässt sich von FSJler Max Sarachow den Eingang zeigen, bevor er sich die Hände desinfiziert und in sein Klassenzimmer geht. „Wir freuen uns, dass so langsam wieder ein Stück Normalität einkehrt. Aber auf Dauer und mit mehr Schülern ist das so nicht durchzuhalten“, sagt Schulleiter Sascha Plaumann. Die Viertklässler haben in den nächsten Wochen zumindest tageweise und in acht Gruppen wieder fünf Stunden Unterricht pro Tag.

Desinfektion ja – Maskenpflicht nein

„Da wir eine Grund- und Gemeinschaftsschule sind, müssen wir die Verordnungen für beide Schulformen irgendwie unter einen Hut kriegen“, so der Schulleiter. Denn es fehlen auch 20 Prozent der Lehrer, die aus unterschiedlichen Gründen vorübergehend vom Unterricht frei gestellt wurden. „Die Sicherheit und der Infektionsschutz haben Priorität“, betont Plaumann. Deshalb habe er mit dem Schulträger und der Reinigungsfirma ein strenges Hygienekonzept entwickelt. Alle Personen, die das Gebäude betreten, müssen das bereitstehende Desinfektionsmittel benutzen – und zwar unter Aufsicht. Die Plätze der jeweils etwa zwölf Kinder in den Klassenräumen sind mit Abstand aufgestellt. Auch die Pausenzeiten wurden entzerrt und es gibt vier mit Flatterband abgegrenzte Teilbereiche auf dem Spielplatz. Der Unterricht wurde in zwei lange Blöcke eingeteilt mit einer großen und bewegten Pause dazwischen, wo auch gefrühstückt werden kann. Gesichtsmasken sind nicht vorgeschrieben, aber Pflicht für die Fahrschüler in den Schulbussen.

Herausforderung für Schulen

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„Wir sind alle verunsichert“

Stormarner Tageblatt  06.05.2020

Jens Reimann betreut mit seinem 18-köpfigen Pädagogen-Team seit Montag wieder 40 Kinder in der Kita Wichtelhausen

Mit schwerem Werkzeug hantiert Jens Reimann, um den Außenbereich der Kindertagesstätte  zu unterteilen. Seit Montag herrscht hier an der Sehmsdorfer Straße wieder reger Betrieb. ssi
Mit schwerem Werkzeug hantiert Jens Reimann, um den Außenbereich der Kindertagesstätte zu unterteilen. Seit Montag herrscht hier an der Sehmsdorfer Straße wieder reger Betrieb. ssi

Sascha Sievers Bad Oldesloe Ein Vorschlaghammer gehört nicht zu den gängigen Arbeitsutensilien von Jens Reimann. Besondere Umstände aber erfordern besondere Maßnahmen. Und so packt der 54-Jährige entschlossen zu und rammt mit dem wuchtigen Werkzeug ein Stück Holz in den Boden. Von Zuhause hat Reimann ein altes Lattenrost mitgebracht und es in seine Einzelteile zerlegt. Sie dienen als Halterung für das rot-weiße Absperrband, das er um das Holz wickelt. Wenig später hat der Leiter der Kindertagesstätte Wichtelhausen das Außengelände so in vier Bereiche unterteilt.

Es ist die letzte Maßnahme, die noch getroffen werden musste. Denn seit Montag herrscht wieder reger Betrieb auf dem Gelände des DRK an der Sehmsdorfer Straße in Bad Oldesloe.

Steter Griff zum Desinfektionsmittel

Seit Anfang der Woche dürfen 40 der 105 Kinder, die Reimann mit seinem 18-köpfigen Pädagogen-Team betreut, wieder täglich kommen. Zu Beginn der Corona-Krise waren es nur eine Handvoll in der Notbetreuung gewesen. Schrittweise will die Bundesregierung nun anhand eines Vier-Stufen-Plans Kitas wieder öffnen und stellt damit Reimann vor neue Herausforderungen.

Bislang hatten die Erzieher in zwei Teams gearbeitet, um sicherzustellen, dass bei einer Infektion mit dem Corona-Virus nicht die gesamte Belegschaft in Quarantäne muss. Gefährdete Personen waren im Homeoffice, mittlerweile sind fast alle wieder in der Einrichtung im Einsatz. „Wir haben durch die Heimaufsicht des Kreises die Genehmigung erhalten, jetzt acht Kinder pro Gruppe zu betreuen“, erklärt Reimann. Bedingung: Es muss gewährleistet sein, dass sich die Situation in Bezug auf die Kontaktminimierung und die Hygienestandards nicht verschlechtert. „Wir haben Maßnahmen getroffen, die über die normalen Anforderungen hinausgehen“, verspricht Reimann.

Alle sechs Gruppen verfügen über einen eigenen, überdachten Zugang, dort finden die Übergaben der Eltern statt. Im Bewegungsflur oder in der Turnhalle darf sich jeweils nur eine Gruppe aufhalten. Jede Gruppe hat ihren eigenen Wasch- und Wickelraum. Gemeinschaftsräume sind nach Benutzung für 72 Stunden gesperrt. Regelmäßig wird zum Desinfektionsmittel gegriffen.

„Wir versuchen, die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten“, sagt der 54-Jährige, der bereits im Januar das Händeschütteln verboten hat, als Corona in Deutschland noch kein Thema war. „Man muss vorausschauend denken“, sagt Reimann, und es klingt, als sei die Gefahr damit gebannt. Ist sie allerdings nicht. Das weiß auch der Vater einer 13-jährigen Tochter und eines 16-jährigen Sohnes, der zwar betont, keine Angst vor dem Virus zu haben, „aber natürlich sind wir alle verunsichert, weil wir zu wenig wissen.“

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Oldesloer Bürgermeister stellt Strafanzeige gegen Rechtsextreme

Stormarner Tageblatt  06.05.2020

Oldesloer Bürgermeister stellt Strafanzeige gegen Rechtsextreme

Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie;Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie;Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie;Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg LembkeNie

Verwaltungschef, der nicht nur Fans hat: Jörg Lembke Nie

Bad Oldesloe Nachdem rechtsextreme Aufkleber in Bad Oldesloe aufgetaucht sind, zeigt sich Bürgermeister Jörg Lembke (Foto) besorgt. Für Extremismus sei in der Kreisstadt kein Platz. „Bad Oldesloe ist eine bunte, multikulturelle und weltoffene Stadt, in der jede und jeder, gleich welcher Herkunft, Weltanschauung, Religion oder Ethnie, ihren und seinen Platz findet.“ Man habe noch gut die Vorfälle in Sülfeld im Hinterkopf. Daher stelle man jetzt Anzeige gegen die Stickerkleber. Es werde geprüft, ob Straftaten abseits von Sachbeschädigung vorliegen. Der Bundestagsabgeordnete der Linken, Lorenz Gösta Beutin, dessen Wahlkreisbüro beklebt und beschädigt wurde, dazu: „Es ist eine gewalttätige Gruppe, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, sich aber trotzdem nicht einschüchtern lassen darf. Bad Oldesloe hat sich bisher immer gut gegen Nazis in der Stadt zur Wehr gesetzt.“ nie

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