Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Tier-Musical über Freundschaft

Stormarner Tageblatt  21.06.2022

Talente der Musikschule Oldesloe feiern Premiere

Die jungen Darsteller freuen sich mit Maja Greiser-Albert (links), Natalya Klem (Mitte) und Marian Henze (rechts) auf die anstehende Premiere nächstes Wochenende.  Patrick Niemeier
Die jungen Darsteller freuen sich mit Maja Greiser-Albert (links), Natalya Klem (Mitte) und Marian Henze (rechts) auf die anstehende Premiere nächstes Wochenende. Patrick Niemeier

Bad Oldesloe Mit kritischem Blick beobachtet Natalya Klem die 23 jungen Musiktalente, die in den Räumlichkeiten der Oldesloer Bühne aktuell an Szenen pfeilen. Die Klavierdozentin leitet die neue Musical-Projektgruppe der Musikschule in der Kreisstadt und die erste Inszenierung steht vor der Tür. „Es macht viel Spaß, aber die Kinder müssen auch lernen, mit Kritik leben zu können. Proben können auch anstregend sein, damit es gut wird“, sagt Klem mit Überzeugung in der Stimme.

Die Rädchen greifen ineinander
Ihr Team, zu dem einige Eltern und die erfahrene Gesangs-Dozentin Maja Greiser-Albert gehören, arbeitet auf Hochtouren, damit „Tuishi Pamoja“ am 25. und 26. Juni auf der Bühne stehen kann. „Endlich“, sagt Musikschulleiter Marian Henze. Denn angekündigt wurde das Projekt schon 2019. Doch dann kam die Pandemie und auf die Verschiebung folgte die nächste Verschiebung und noch eine Absage. Aus der ersten Besetzung ist kaum noch jemand dabei. „Es kamen andere Hobbys in der Pandemie und Interessen haben sich verschoben“, sagt Klem. Doch aufgegeben wurde das Projekt nie, wie Henze spürbar stolz ergänzt.
Dankbar sei man, dass man in den Räumen der „Oldesloer Bühne“ proben könne. Dort entstanden auch die Kulissen, die Greiser-Albert in stundenlanger Arbeit gestaltet hat. „Die Rädchen greifen ineinander“, sagt Henze und lächelt. „Aus den Kindern sind richtige kleine Schauspieler geworden“, ist auch Klem stolz. Die Aufregung im Gewusel der Kinder in ihren Giraffen-, Zebra-, Löwen- und halt Erdmännchen-Outfits ist so groß wie die spürbare Vorfreude.
Erzählt wird – grob gesagt – in dem rund eine Stunde langen Stück die Geschichte der Giraffe Raffi und des Zebras Zea, die eigentlich gar keine Freunde sein könnten, denn die eine Seite findet Flecken nicht so toll und die andere lehnt Streifen ab. Man ahnt, in welche Richtung all das geht in dieser Konstellation. „Es ist eine schöne Geschichte über Freundschaft“, fasst es Klem zusammen. Mehr Details sollen an dieser Stelle nicht verraten werden. Die Geschichte ist für Kinder ab vier Jahre gedacht.

Weiteres Stück in Planung
Und wenn dieses Stück abgespielt ist, soll ein weiteres folgen. Welches? Das ist noch nicht klar. Tickets kosten 12,50 Euro (ermäßigt 10 Euro) und sind in der Stadtinfo der Stadt Bad Oldesloe erhältlich. Die Aufführungen am 25. und 26. Juni beginnen um 16 Uhr.
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Gereiztes Klima im Ausschuss

Stormarner Tageblatt  21.06.2022

Oldesloer Stadtwerke gegen große Alleebäume im neuen Gewerbegebiet / Stromleitungen in Gefahr?

Finn Fischer

Solaranlagen, bepflanzte Dächer, große Bäume: Das neue Oldesloer Gewerbegebiet an der Teichkoppel soll so grün wie möglich werden. Im Wirtschafts- und Planungsausschuss ist jetzt der Bebauungsplan samt Stellungnahmen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt worden. Für Verwunderung sorgten dabei Anmerkungen der Stadtwerke, die sich unter anderem gegen die Pflanzung von großen Alleebäumen ausgesprochen haben. Großkronige Bäume könnten irgendwann unterirdisch verlegte Leitungen beschädigen.
„Das Argument kann ich nicht nachvollziehen. In vielen Straßen in Bad Oldesloe gibt es großkronige Bäume und im Gewerbegebiet soll das plötzlich nicht möglich sein“, so Andreas Lehmann (fraktionslos). Auch eine andere Änderung zur Ursprungsfassung des B-Plans sorgte bei ihm für Irritationen. Auf „geeigneten Dachflächen“ sollen Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Die Befürchtung: Die Formulierung könnte eine absichtliche PV-feindliche Planung von Gebäuden und Dächern zur Folge haben.
Kritik kam auch von den Grünen. So seien ja überhaupt keine Leitungen verlegt, wie Wilfried Janson (Die Grünen) anmerkte: „Es ließen sich Vorkehrungen treffen, damit es durch die Wurzeln nicht zu Beschädigungen kommt.“ Dennoch brachten die Grünen einen Kompromiss zur Abstimmung: Die Pflanzung mittelkroniger Bäume. „Da besteht dann auch nicht die Gefahr, dass die Leistung der Photovoltaik-Anlagen durch Schattenwurf beeinflusst wird“, so Janson. Keine Abstriche machen will er bei Solaranlagen: „Wir wollen nicht, dass jemand absichtlich Hallen mit einer Statik baut, durch die dann keine PV-Anlagen möglich sind.“ Diese Gefahr sieht Bauamtsleiterin Ute Obel nicht: „Im Wesentlichen haben Betreiber mittlerweile ein virulentes Interesse daran, Dachflächen auch zu nutzen.“

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Hölk-Hochhaus: LEG saniert Aufzug

Stormarner Tageblatt  20.06.2022

Bad Oldesloe: Beton-Sachverständiger soll Fassade bewerten / Einkäufe bringt der Trageservice

Die LEG Immobilien SE lässt die Fassade der Hölk-Hochhäuser in Bad Oldesloe überprüfen  Finn Fischer
Die LEG Immobilien SE lässt die Fassade der Hölk-Hochhäuser in Bad Oldesloe überprüfen Finn Fischer

Finn Fischer

Es tut sich etwas in den Oldesloer „Problemhochhäusern“ am Hölk. Ein Aufzug wird derzeit saniert. Weil Betonteile aus der Fassade gebrochen sind, hat die LEG Immobilien SE einen Sachverständigen eingeschaltet
Viele Mieter der Oldesloer Hölk-Hochhäuser müssen bis Mitte August auf den Fahrstuhl verzichten und Treppen steigen. „Der erste Aufzug ist jetzt außer Betrieb gesetzt und wird saniert“, sagt Angelika Müller vom Fachbereich Bauen und Umwelt bei der Stadtverwaltung. Damit setze der Eigentümer, die LEG Immobilien SE, eines ihrer Versprechen um. Die in die Jahre gekommenen Aufzüge waren wegen technischer Defekte immer wieder ausgefallen. In zwei Monaten soll das – zumindest in einem der Stränge – endgültig der Vergangenheit angehören. Der andere Lift werde im Anschluss saniert. Für die Mieter der Wohntürme bedeutet das zunächst einmal einige Unannehmlichkeiten. Für schwere Lasten gibt es eine Lösung: „Die LEG hat einen Trageservice eingerichtet“, sagt Müller. An zwei Tagen in der Woche können sich Bewohner ihre Einkäufe bis zur Wohnung transportieren lassen.
Nicht nur auf den Aufzug müssen Mieter derzeit verzichten. Auch einige der Balkone können derzeit nicht genutzt werden. Grund dafür: Bei einem Unwetter vor einigen Wochen sind Fassadenteile herabgestürzt.
„Am Tunnel zwischen den Hochhäusern wurde ein Baugerüst aufgestellt. Falls dort wieder etwas abbrechen sollte, sind keine Menschenleben gefährdet“, sagt Angelika Müller. Auch Teile der Grünfläche seien mittlerweile mit einem Bauzaun gesichert.
Laut Stadtverwaltung hat der Eigentümer einen Beton-Sachverständigen beauftragt. Der soll untersuchen, ob weiterhin eine Gefahr besteht. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

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Bewegende Ausstellung über Opfer der NS-Verfolgung in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  20.06.2022

In Zusammenarbeit mit den Arolsen Archives sucht ein Schüler-Projekt Angehörige von Opfern

Claudia Schecker, Europabeauftragte der Beruflichen Schule, und Naim Atoli aus dem 11. Jahrgang.  Susanne Rohde
Claudia Schecker, Europabeauftragte der Beruflichen Schule, und Naim Atoli aus dem 11. Jahrgang. Susanne Rohde

Susanne Rohde-Posern

Auf dem Sportplatz der Beruflichen Schule am Schanzenbarg standen jahrelang jede Menge Container mit Klassenzimmern. Aber die blaue Box, die aktuell dort aufgebaut ist, ist etwas anderes, etwas ganz Besonderes.
Dieser Übersee-Container  tourt nämlich seit zwei Jahren durch ganz Deutschland und präsentiert  jetzt zum ersten Mal in Schleswig-Holstein eine einzigartige Ausstellung. Wenn die beiden Flügeltüren geöffnet werden, erscheint eine ungewöhnliche Wanderausstellung mit dem Titel StolenMemory (deutsch: gestohlene Erinnerung)
Die Arolsen Archives sind Unesco-WelterbeDie beeindruckende Schau gehört zu den Arolsen Archives, einem internationalen Zentrum mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Mit einer Sammlung von Hinweisen zu rund 17,5 Millionen von der NS-Verfolgung betroffenen Menschen gehören die Arolsen Archives mit Sitz in der hessischen Kleinstadt Bad Arolsen zum Unesco-Weltdokumentenerbe (arolsen-archives.org).
Die Ausstellung erzählt vom Schicksal vieler KZ-Häftlinge, denen  die Nazis bei ihrer Verhaftung alle persönlichen Gegenstände abnahmen  und verwahrten: Uhren, Schmuck, Eheringe, Füller, Brieftaschen und Familienfotos. Nach dem Krieg kamen diese Gegenstände, sogenannte Effekten, nach Arolsen, mit dem Auftrag, die rechtmäßigen Besitzer oder deren Angehörige zu finden, um ihnen die Erinnerungsstücke zurückzugeben.
Die Arolsen Archives bauten ein umfangreiches Online-Archiv auf und riefen 2016 die Rückgabekampagne #StolenMemory ins Leben. Seitdem suchen Freiwillige aus ganz Europa nach den Familien der Verfolgten. In den vergangenen sechs Jahren konnten auf diese Weise über 600 Familien der Opfer gefunden und ihnen die Erinnerungsstücke zurückgegeben werden.
Schülergruppe übergab Angehörigen eine UhrZu den Freiwilligen gehören auch Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule, die sich seit 2021 für die gute Sache engagieren. In einem großangelegten Unterrichtsprojekt begaben sich Anfang des Jahres 270 Schülerinnen und Schülern aus sechs polnischen und drei russischen Schulen sowie des Beruflichen Gymnasiums mit ihren Lehrkräften auf die Suche nach gestohlenen Erinnerungen.
Eine Schülergruppe des Drei-Länder-Projekts mit Teilnehmern aus Sankt Petersburg, Gdynia und Bad Oldesloe war schnell erfolgreich und fand die Nichte von Pawel Urlicki in der Nähe von Danzig. Die Nazis hatten den jungen Mann 1943 verhaftet und später in das Konzentrationslager Neuengamme verschleppt.
Eine Gruppe von Schülern und Lehrkräften übergab vor einigen Wochen die Uhren von Pawel Urlicki an seine Nichte im polnischen Lakorz. Für Anna Napierska ist die Uhr das letzte Lebenszeichen ihres Onkels und hat einen unschätzbaren Wert. „Wir haben uns seit mehr als einem Jahr damit beschäftigt und es war sehr viel Arbeit. Es ist toll, dass unsere Gruppe in Polen durch Zufall fündig geworden ist und wir die Uhr zurückgeben konnten“, sagt Naim Atoli aus dem 11. Jahrgang des Berufliochen Gymbnasiums. 
Schüler führen Schüler durch die AusstellungAuch  Lehrerin Claudia Schecker, die das große Engagement ihrer Schule maßgeblich initiiert hat, ist noch ganz überwältigt vom Erfolg dieses ungewöhnlichen Projekts. „Es sind sehr viele Freundschaften entstanden zwischen den polnischen und unseren Schülerinnen und Schülern“, so die Europabeauftragte der Schule, die die Ausstellung zusammen mit Schulleiter Kai Aagardt und Jörn Kreutzer, Mitarbeiter der Arolsen Archives, offiziell eröffnete. Dr. Reimer Möller, Leiter der Dokumentation des KZ Neuengamme, hielt zudem einen spannenden Vortrag über die Hintergründe der Effektensammlung. 

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CDU sammelt Geld für die Tafel

Stormarner Tageblatt  20.06.2022

Bad Oldesloe Vor allem für Menschen mit geringen Einkommen wird die Lage durch explodierende Preise immer dramatischer. Das führt bei den Tafeln im Kreis zu immer mehr Kunden. „Das spüren die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Lebensmittel werden knapp und die Angst, Personen eventuell nicht ausreichend versorgen zu können, wächst“, sagt Jens Wieck. Der Stadtverbandsvorsitzende der CDU in Bad Oldesloe hatte daher zum Spenden aufgerufen. Parteimitglieder sammelten am vergangenen Wochenende Geld in der Fußgängerzone.
„Über 700 Euro sind bei der Sammlung zusammengekommen. Das übersteigt alles, was wir uns vorstellen konnten“, berichtet Wieck.
Zu den gesammelten 703,28 Euro kamen weitere 400 Euro vom Konto der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Janine Rausch. Mit dem Geld ging die CDU einkaufen und hat im Anschluss Lebensmittel im Gesamtwert von 1103,28 Euro an die Oldesloer Tafel übergeben. Für Ende Juni ist eine weitere Spendensammlung geplant. Wer nicht bis dahin warten möchte, findet Informationen und eine Kontonummer auf www.oldesloertafel-efa.de.
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