Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Betrachtungen zum Wochenausklang: Blumen, Box und Sport-Betrieb

Stormarner Tageblatt  20.06.2020

Stormarner Wochenschau

Blumen, Box und Sport-Betrieb

Megi Balzer
Megi Balzer

Stephan Poost, Susanne Rohde, Volker Stolten

Regionalisiert Mit einer Video-Box will Bad Oldesloe die Zeit der Corona-Krise dokumentieren. Jeder Oldesloer ist aufgerufen, seine Erlebnisse, Anekdoten, Befürchtungen, Ängste oder Freuden zu schildern. Die Videos werden dann bei der Stadt archiviert. Eine nette Idee, mag man vordergründig denken. Da wird etwas der Nachwelt erhalten. Und wenn wir die Videos in einigen Jahren sehen, können wir uns erinnern. Nur, das ist nicht neu und wird täglich geübt. You Tube und andere Videoplattformen sind voll mit Befindlichkeiten von Menschen, Erlebnissen und Anekdoten, Ängsten oder Freuden während der Corona-Krise. Ganz ohne Video-Box…

Trainiert Endlich wieder ein Stückchen Normalität bei den Sportvereinen: Sie dürfen ihren Trainingsbetrieb so langsam wieder aufnehmen, wenn auch unter völlig anderen Vorzeichen, als vor der Corona-Krise. Abstandsregeln und Desinfektionsmittel gehören beispielsweise auf den Schießständen der Bürgerschützengilde zum neuen Trainingsalltag. Das ist ungewohnt, stößt aber bisher – noch – auf allgemeines Verständnis. Ab den Sommerferien werden dann auch die Schulsporthallen wieder für die Vereine geöffnet. Auch hier sind entsprechende Hygienekonzepte ein Muss. Während Judo und Tanzsport vorerst ein Tabu bleiben, können Badminton und Zumba wieder trainiert werden. Bei Hand- und Fußball heißt es allerdings „Abstand halten“, was aber irgendwie schwer vorstellbar ist…

Inspiriert Nie war er so wertvoll wie heute: Der offene Garten 2020. Die Aktion, die alljährlich unzählige Menschen anspricht, mal über den eigenen Gartenzaun hinaus zu schauen und einen unverhohlenen Blick in Nachbars Garten zu werfen, findet gottlob auch in Corona-Zeiten statt. Ein Lichtblick! Die Daumenschrauben wurden in den vergangenen Wochen Stück für Stück, Umdrehung für Umdrehung gelockert und machen es an diesem Wochenende möglich, in florale Refugien einzutauchen: Einfach mal wieder an frischer Luft zwischen Rosen, Radieschen und blühendem Rundumblick die Seele baumeln und sich als Flora-Fan inspirieren zu lassen. Herrlich! Zugegeben: Der offene Garten findet in abgespeckter Form statt und am Mund- und Nasenschutz sowie an Hygiene- und Abstandsregeln führt weiterhin kein Weg vorbei. Aber das sind im Endeffekt nur kleine (wenn auch für andere lebenswichtige) Einschränkungen, die jedermann verkraften kann. Im unausweichlichen Lockdown fühlte ich mich regelrecht welk, nun blühe ich wieder voll auf. Eine verstärkte Dosis erhalte ich garantiert in offenen Gärten im Kreis Stormarn, die ich am heutigen Sonnabend und am Sonntag genüsslich in Augenschein nehmen und mit anderen fachsimpeln werde. Vielleicht bei Kaffee und Kuchen gegen einen kleinen Obolus. Also, lasst Blumen sprechen. Blumen sind Balsam für die Seele und mit Sicherheit virenfrei.

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Ende der Tristesse: Bald wieder Baden im Poggensee

Lübecker Nachrichten   19.06.2020

Freibäder in Bad Oldesloe und Trittau öffnen rechtzeitig vor den Sommerferien – Baden im Großensee ab heute wieder möglich

Von Bettina Albrod

Noch herrscht an der Badestelle am Poggensee gähnende Leere. Doch bald darf das Bad wieder öffnen – mit Corona-Auflagen. fotos: LN-Archiv

Bad Oldesloe/Trittau. Rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien wird am heutigen Freitag, 26. Juni, das Freibad am Poggensee eröffnet. Mit der zuletzt bekannt gemachten Landesverordnung ist es seit 8. Juni wieder gestattet, die Schwimmbäder zu öffnen. Zunächst mussten die Stadtwerke Bad Oldesloe jedoch ein Hygienekonzept für den Freibadbetrieb erstellen. Dieses Hygienekonzept ist mit dem Gesundheitsamt abgestimmt, so dass nun die eigentlichen Vorbereitungsarbeiten für die Wiedereröffnung des Freibads am Poggensee begonnen haben, heißt es in einer Mitteilung dazu.

Der Freibadbetrieb läuft ab dem 26. Juni unter besonderen „Corona-Bedingungen“, wobei die Stadtwerke ankündigen, die Einschränkungen für die Gäste so gering wie möglich zu gestalten. Die wichtigsten Änderungen werden durch das Gesundheitsamt vorgegeben: Es wird feste Nutzungszeiten sowie eine Begrenzung der Besucherzahl geben, und jeder Gast muss sich bei jedem Besuch registrieren. Diese Vorgaben dienen der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten. Voraussetzung für jeglichen Badbetrieb ist die Eigenverantwortung der Gäste hinsichtlich der derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln, die auch sonst im öffentlichen Raum erwartet wird. Eine Maskenpflicht besteht nur bis zum Kassenbereich des Freibades – ab dann sind die Tauchermasken willkommen!

Die Nutzungszeiten werden geteilt, sodass möglichst viele Gäste in den Genuss eines Freibadbesuches kommen können. So kann das Bad vormittags in der Zeit von 10 bis 13.30 Uhr sowie nachmittags von 14.30 bis 20 Uhr (im September bis 19 Uhr) genutzt werden. Dazwischen bleibt das Bad für Reinigung und Desinfektion geschlossen. Es wird ein neuer, separater Ein- und Ausgangsbereich hergerichtet, damit das Abstandhalten auch im Bereich des Kioskes erleichtert wird.

Die notwendige Registrierung der Gäste erfolgt an der Kasse und sollte nach Möglichkeit bereits zu Hause vorbereitet werden. Hierfür kann auf der Internetseite der Stadtwerke Bad Oldesloe ein Formular heruntergeladen werden. Nach sechs Wochen werden die Daten vernichtet. Ob künftig eine Online-Reservierung eingeführt wird, entscheiden die Stadtwerke nach eigenen Angaben nach den Erfahrungen der ersten Wochen. Der Bereich vor dem Kiosk kann in dieser Saison nicht als Liegewiese genutzt werden, da er als Wege- und Wartebereich für den Gastronomie-Verkauf genutzt werden muss. Die Bänke am Sandstrand bleiben für die Eltern reserviert, die ihre kleinen Kinder am Strand oder im Nichtschwimmerbereich beaufsichtigen. Alle Maßnahmen werden im Freibad durch Beschilderungen bekannt gemacht. Am 15. September wird die Freibadsaison am Poggensee enden.

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Bad Oldesloes Jugendherberge bleibt weiter geschlossen

Lübecker Nachrichten   18.06.2020

Die Jugendherbergen in Bad Oldesloe und Bad Segeberg werden von den selben Herbergseltern geführt, doch sie können nach der Corona-Zwangspause zunächst nur ein Haus wiedereröffnen – Das hat wirtschaftliche Gründe

Von Bettina Albrod

Bad Segeberg/Bad Oldesloe. Die Jugendherbergen in Norddeutschland dürfen nach der Corona-Zwangspause nach und nach wieder öffnen. „17 von unseren 45 Jugendherbergen machen jetzt wieder auf“, erklärt Katharina Pauly, Pressereferentin beim Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Nordmark. René und Mi-Young Petzold sind die Herbergseltern für gleich zwei Häuser in der Region: Doch während sie ihre Jugendherberge in Bad Segeberg ab dem 19. Juni wieder öffnen können, muss die in Bad Oldesloe noch bis August warten. Grund sind wirtschaftliche Erwägungen.

Petzold ist froh darüber, dass er zumindest in Bad Segeberg wieder Gäste begrüßen kann, verweist bei den Gründen, weshalb das für Oldesloe noch nicht möglich ist, auf den Dachverband. „Wir müssen uns bei der Öffnung an einer wirtschaftlichen Betrachtung der Zielgruppenverteilung orientieren“, erläutert Katharina Pauly, „die Öffnung richtet sich nach der Aussicht auf Belegung.“ Da die Jugendherberge in Bad Oldesloe erfahrungsgemäß ein Haus sei, das vor allem für Gruppenbuchungen belegt werde, bleibe es vorerst noch geschlossen, denn Gruppen sind aufgrund der Corona-Beschränkungen noch nicht zugelassen. Die Jugendherberge in Bad Segeberg dagegen sei für Familien interessant, die für den Urlaub in der Region eine Unterkunft suchen. Von daher sei es sinnvoll, dort zuerst wieder aufzumachen.

Für jedes Haus wurde ein individuelles Hygienekonzept ausgearbeitet. „Wir haben ohnehin immer ein strenges Reinigungs- und Hygienekonzept, das jetzt noch einmal angepasst wurde und umgesetzt wird“, erklärt Katharina Pauly. Geachtet werde auf Kontaktarmut in den Häusern, Familien blieben für sich, es gebe zugewiesene Duschen und einen Tisch im Speisesaal, der nach jeder Benutzung desinfiziert werde. Im Übrigen würden auch in den Jugendherbergen die offiziellen Hygieneregeln gelten.

Auch weitere Jugendherbergen sollten nun nach und nach wieder aufmachen, kündigt Katharina Pauly an. Denkbar sei, dass Urlaub in Norddeutschland in diesem Jahr stärker nachgefragt sei, weil generell wegen der Pandemie eher Urlaub im Inland gemacht werde. „Deutschland wird als Urlaubsland wiederentdeckt, wir hoffen, dass wir über den Sommer immer weitere Häuser öffnen können.“ So ist für Bad Oldesloe vorerst der 10. August angekündigt, also nach den Sommerferien, der Termin ist aber noch nicht in Stein gemeißelt.

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Juze in der Kreisstadt öffnet wieder

Stormarner Tageblatt  19.06.2020

Juze in der Kreisstadt öffnet wieder

Das Juze im Bürgerpark öffnet wieder.  Niemeier
Das Juze im Bürgerpark öffnet wieder. Niemeier

Bad Oldesloe Die Jugendfreizeitstätte der Stadt Bad Oldesloe an der Stormarnhalle öffnet ab sofort mit Einschränkungen wieder ihre Türen für Besucher. Unter Einhaltung der Corona-Regeln ist es möglich, in kleinen Gruppen einige Angebote der Jugendfreizeitstätte wieder zu nutzen. So kann an den Computern gearbeitet werden , die Playstation, der Billardtisch und die Tischtennisplatte sind ebenfalls zu nutzen. Treffen mit Abstand, Schularbeitenhilfe sowie Beratung und Gespräche sind ebenso möglich. Auch die hauseigene Werkstatt kann wieder für Fahrrad- und Rollerreparaturen genutzt werden. Um ein Mindestmaß an Hygiene und einen Wechsel der Besuchergruppen zu gewährleisten, gelten bis zu den Sommerferien geänderte Öffnungszeiten: montags bis freitags von 13 bis 15 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Die Besucher werden gebeten einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. st

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Oldesloe öffnet Hallen

Stormarner Tageblatt  19.06.2020

Frühere Lockerungen der Corona-Sperrungen für Oldesloer Sportvereine in allen Schulsporthallen

Bald wieder geöffnet: Die große Heinrich-Vogler-Halle.Nie
Bald wieder geöffnet: Die große Heinrich-Vogler-Halle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Der Druck der Vereine steigt ständig, gleichzeitig fallen die Covid19-Fallzahlen im Kreis und im Land kontinuierlich. Daher hat Bürgermeister Jörg Lembke beschlossen, von seinem grundsätzlichen Beschluss alle städtischen Immobilien für die Nutzung durch „Dritte“ bis Ende des Sommers zu sperren, Abstand zu nehmen.

„Ab den Sommerferien werden wir alle Schulsporthallen für die Vereine zur Verfügung stellen“, so Lembke. Natürlich müssen die Vereine dafür entsprechende Hygienekonzepte einreichen und sich an alle Regeln halten. „Vollkontaktsport ist entsprechend nicht möglich. Aber Badminton, Tischtennis, Zumba mit Abständen oder Hockergymnastik sind möglich“, so der Verwaltungschef. „Auch Handball oder Fußball kann man ja grundsätzlich in bestimmten Bereichen ohne Kontakt trainieren“, so der Bürgermeister, der sich mit Sport auskennt, schließlich war er selbst Vorsitzender des Kreisfußballverbands.

„Wir haben in diesem Sommer keine Baumaßnahmen in den Schulsporthallen, so dass es da keinen Einschränkungen gibt. Rücksicht muss aber auf Angebote des Ferienpasses oder mögliche Ferienbetreuungen genommen werden. Außerdem wird in allen Turnhallen auch eine Grundreinigung durchgeführt. Das bedeutet aber nur Einschränkungen an wenigen Tagen“, so Lembke weiter.

„Die Freigabe gilt leider nicht für die Stormarnhalle. Diese wird weiterhin als Ort für größere Versammlungen benötigt, die wegen der Abstandsregelungen nicht in anderen Räumen möglich sind“, so Lembke. Er nennt zum Beispiel den Kreisparteitag der CDU, der dort stattfinden soll. Auch als Behelfskrankenhaus könnte die Stormarnhalle weiter genutzt werden. „Aber der Fall ist ja bisher nicht eingetreten und bisher sieht es zum Glück nicht danach aus“, so der Verwaltungschef.

Keine Freigabe kann es für außerdem weiterhin für Räumlichkeiten wie die Festhalle, den Kub-Saal oder das Bürgerhaus geben. „Es tut mir leid und ich weiß wie schlecht das für manche Nutzer ist. Aber im Bürgerhaus dürften nur zehn Personen gleichzeitig sein. Wir als Verwaltung mussten für ein Treffen mit 30 Personen in die Festhalle gehen. Solange es die Abstandsregeln gibt, werden diese Sperrungen daher leider bleiben. So leid mir das tut“, erklärt Lembke.

„Wir hoffen, dass wir mit der Öffnung der Schulsporthallen aber ein erstes Signal geben und den Druck in manchen Vereinen senken können“, sagt Lembke.

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