Großeltern entsetzt über Verkehr vor Oldesloer Stadtschule

Stormarner Tageblatt  21.08.2021

Großeltern entsetzt über Verkehr vor Oldesloer Stadtschule

So sieht das Verkehrschaos vor der Stadtschule regelmäßig zu Drangzeiten aus.  Patrick Niemeier
So sieht das Verkehrschaos vor der Stadtschule regelmäßig zu Drangzeiten aus. Patrick Niemeier

Bad Oldesloe Halteverbot, Infozettel, Kontrollen, Appelle von Lehrern und Schulleitung – all das bringt vor der Bad Oldesloer Stadtschule nicht den gewünschten Effekt. Die berühmt-berüchtigten „Helikoptereltern“ sorgen regelmäßig für gefährliche Situationen.

Rücksichtslosigkeit trifft auf Egoismus
Tagtäglich ist es ein Treffen aus Rücksichtslosigkeit und Egoismus, das sich im Halteverbot tummelt und auch gerne mal Behindertenparkplätze für sich einnimmt oder in der zweiten Reihe parkt. War es in der Shutdown-Phase natürlicherweise ruhiger geworden, ist nach den Sommerferien das Chaos wieder in vollem Maß ausgebrochen.
Mehrfach meldeten sich seitdem Eltern bei der Tageblatt-Redaktion. Jetzt haben sich Großeltern, die nicht aus Bad Oldesloe stammen und ihr Enkelkind abholen sollten, zu Wort gemeldet. Es sei absolut unvorstellbar, was sie in der Königstraße erleben mussten, geben sie zu Protokoll. „Es ist ein Chaos auf Bürgersteig und Straße, wenn sich Eltern, Schulkinder, kleine Geschwister und dazu zeitgleich Pkw, Kleintransporter und Linienbusse in beide Richtungen dicht beieinander und durcheinander auf Höhe der Stadtschule bewegen, herumstehen, fahren oder einzuparken versuchen“, schreibt das Ehepaar Jacob in einem Brief an die Redaktion.
Autofahrer hätten auch den nur noch schlecht zu erkennenden Zebrastreifen zum Teil einfach ignoriert. Für sie sei es eine geradezu absurde Situation, wie sie sie selbst in über fünf Jahrzehnten mit Führerschein noch nicht erlebt haben. Sie fragen sich zum Beispiel, warum der Zebrastreifen in einem derart miserablen Zustand sei und keine Ampelanlage vorhanden. Ein Vorschlag ihrerseits sei es, die Königstraße in eine Einbahnstraße zu verwandeln. Dadurch könnten auch Kurzzeitparkplätze entstehen, die das illegale Parken auf Behindertenparkplätzen verhindern würde. Großeltern einer Schülerin an der Stadtschule fragen sich, ob erst etwas wirklich Schreckliches passieren müsse, bevor Politik und Verwaltung wirklich handeln werden.
Die aufgebrachten Senioren haben sich jetzt auch an die politischen Fraktionen und die Verwaltung gewandt. Schon länger kritisieren Eltern aus der Kreisstadt, dass die Situation vor der Stadtschule zu wenig im Fokus der Entscheider und der Kontrollierenden sei.
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