Archiv der Kategorie: Presseartikel

Horst Möller übergibt an Jörn Lucas

Stormarner Tageblatt  02.08.2021

CDU–Fraktion Bad Oldesloe: Möller bleibt Stadtverordneter und erster Stellvertretender Bürgermeister

Horst Möller (rechts) gemeinsam mit seiner Ehrenmedaille und seinem Nachfolger Jörn Lucas.  CDU Bad Oldesloe
Horst Möller (rechts) gemeinsam mit seiner Ehrenmedaille und seinem Nachfolger Jörn Lucas. CDU Bad Oldesloe

Patrick Niemeier

Nach 14 lokalpolitisch ereignisreichen Jahren wird der Oldesloer Christdemokrat Horst Möller in Zukunft nicht mehr Vorsitzender seiner Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sein.

35 Jahre in der CDU-Fraktion Oldesloes
Der Abschied von diesem Posten im 35. Jahre Möllers in der Oldesloer CDU-Fraktion kommt nicht überraschend. Dieser Schritt war angekündigt worden. Normalerweise wäre die Neuwahl des Frakionsvorsitzes sogar noch früher geschehen, doch die Corona-Pandemie sorgte für eine Verschiebung des Termins.
Weiterhin wird Möller, der sich über viel Lob und Dank seiner Fraktionskollegen freuen durfte, allerdings bis zum Ende der Wahlperiode noch Stadtverordneter und auch 1. stellvertretender Bürgermeister der Kreisstadt bleiben. Möller erhielt unter anderem für seine Verdienste und sein Engagement für die Oldesloer CDU eine Ehrenmedaille vom lokalen Parteivorsitzenden Jörg Feldmann. Zu seinem Nachfolger wurde Jörn Lucas im Rahmen der Fraktionsklausur im Bürgerhaus der Kreisstadt gewählt.
Seine beiden gleichberechtigten Stellvertreter sind Janine Rausch und Torsten Lohse. Auch der neue Fraktionschef bedankte sich mit einem Geschenk bei seinem Vorgänger. Im Rahmen der Fraktionsklausur beschäftigten sich die Christdemokraten nach eigener Aussage natürlich auch mit inhaltlichen Positionierungen für die Kreisstadtpolitik. Einer der Schwerpunkte sei die Diskussion rund um die Parkraumbewirtschaftung gewesen, die in den letzten Monaten in den Ausschüssen kontrovers geführt wurde.

Parkraumbewirtschaftung bleibt Thema
„Wir haben unsere Positionen festgelegt und werden sie vortragen, wenn das Thema auf der Tagesordnung in den jeweiligen Ausschüssen steht“, sagt der neue Fraktionsvorsitzende Lucas. Er appellierte an andere Fraktionen sich an gemeinschaftlichen Lösungen zu beteiligen. Dass das möglich sei, habe man bei Regelungen im Rahmen der Kita-Reform bewiesen.
nie

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Azubis bleiben Stadtverwaltung treu

Stormarner Tageblatt  03.08.2021

Ausbildungsstart: Neben neuen Gesichtern gibt es im Oldesloer Rathaus auch Kontinuität

Bleiben der Stadt erhalten: Anna-Lena Wriedt (li.), Vanessa Wulf und Helen Kaltwasser. Niemeier
Bleiben der Stadt erhalten: Anna-Lena Wriedt (li.), Vanessa Wulf und Helen Kaltwasser. Niemeier

Patrick Niemeier
Es muss ihr schwergefallen sein, nicht die ganze Zeit einfach nur zu strahlen. Denn für Jennifer Lehmann, die bei der Stadt Bad Oldesloe seit 2019 für die Auszubildenden zuständig ist, gab es bei der Vorstellung der neuen Auszubildenden und Studierenden enorm viel Lob. Das positive Feedback zeigte sich auch darin, dass die vier jungen Frauen, die ihre Ausbildungszeit gerade abgeschlossen haben, allesamt bei der Stadt Bad Oldesloe bleiben. Das war nicht immer selbstverständlich.
Helen Kaltwasser und Vanessa Wulf starten ihre Karriere im Finanz-Bereich, Anna-Lena Wriedt in der Abteilung für Wahlen und Ausschüsse. Wencke Behrens setzt derweil ihre Ausbildung bei der Stadt mit einem dualen Studium fort. „Ich habe die Kollegen und die Stadt hier einfach sehr schätzen gelernt. Es gefällt mir sehr gut. Ich habe mich bewusst für eine etwas kleinere Verwaltung entschieden. Ich freue mich, dass ich hier bleiben kann“, sagt Wriedt sichtbar erfreut auf die Nachfrage, warum sie der Kreisstadt treu bleibt.
Ihre Kolleginnen schlossen sich ihr ohne Abstriche an. „Wir freuen uns, dass wir sie halten können und ihnen auch was Passendes anbieten“, sagt Agnes Heesch, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig ist. Leonie Barghahn, die ihr duales Studium in der Verwaltung beginnt, sagte direkt allen anderen Stellen ab, auf die sie sich beworben hatte, nachdem die Zusage aus Bad Oldesloe eingetrudelt war. Sie entschied sich nach eigener Aussage somit gegen die Metropole Hamburg und für die Stormarner Kleinstadt.
Celina Ullrich möchte Verwaltungsfachangestellte werden. „Ich war seit dem Bewerbungsgespräch überzeugt davon, dass Oldesloe für mich die erste Wahl ist“, betont sie. Genau wie ihr neuer Kollege Bastian Krömpke sieht sie es als sehr positiv an, in ihrem Beruf mit Menschen arbeiten zu können. Krömpkes Großvater arbeitete einst selbst in einer Verwaltung. Diese Familientradition wolle er gerne fortsetzen. Bad Oldesloe sei dafür die richtige Wahl.
Ann-Maleen Krug, die ihre Ausbildung zur Verwaltungswirtin startet, hatte 2019 bereits ein Verwaltungs-Praktikum gemacht. Sie reizt es unter anderem, dass man im Verlauf der Ausbildung bei der Stadt viele Abteilungen durchläuft.
Tatsächlich ist die städtische Verwaltung vom Finanzbereich über das Bauamt bis hin zum Kultur- und Veranstaltungsbereich inklusive dem eigenen Kulturzentrum KuB sowie der Öffentlichkeitsarbeit mit Tourismusmanangement und Wirtschaftsförderung sehr breit aufgestellt, was die Aufgabenbereiche angeht. Das unterscheidet sie von manchen anderen Verwaltungen.
Neu sind die zwei berufsbegleitenden Ausbildungsplätze für Erzieherinnen. Henrike Masch (Stadtschule) und Mareike Thormälen (Juze) sind die ersten Beiden, die diese Möglichkeit wahrnehmen. „Wir wollten das gerne anbieten und werden uns jetzt anschauen, wie das läuft“, erklärt Jennifer Lehmann. Es sei quasi ein Pilotprojekt, dass es nur selten im Land gibt.
Neu dabei sind auch Benedikt Leiser, Tim-Lasse Zielke und Haris Ahmetovic, die den beruflichen Weg als Straßenwärter beim Bauhof einschlagen. Sie alle hatten über Bekannte und Freunde von der Möglichkeit erfahren. „Es war meine einzige Bewerbung und ich wollte auch nicht woanders hin. Also freue ich mich, dass ich genommen wurde“, sagt Ahmetovic. Auch Leiser und Zielke zeigen sich motiviert. Sie mögen die Stadt und freuen sich, jetzt für sie arbeiten zu können.
Insgesamt seien 350 Bewerbungen für die zehn Stellen eingegangen. In manchen Bereichen deutlich mehr, in anderen weniger. „Wir sind als Arbeitgeber für junge Leute attraktiv, wie sich ja eindeutig an der Zahl der Bewerbungen zeigt“, freut sich Lehmann. Die Zahl sei auch erneut leicht angestiegen. Die neuen Mitarbeiter erwartet jetzt ein Onboarding-Programm mit Kennenlern-Terminen, einem Azubi-Business-Knigge-Kurs, Geocaching und einer Rallye durch die Verwaltung und ihre Außenstellen. Auch Teambuilding soll dabei nicht zu kurz kommen.
Die Bewerbungen für 2022 werden ab sofort angenommen. Aktuell gibt es jeweils eine Stelle als Verwaltungsfachangstellte in Teilzeit, Verwaltungswirt/in, Gärtner/in oder Straßenwärter/in.
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Stormarner Wochenschau: Hauptsache erstmal gar nichts

Stormarner Tageblatt  31.07.2021

Hauptsache erstmal gar nichts

Ein Wort mit x, wir wollen nix.                                   Karikatur: Megi Balzer
Ein Wort mit x, wir wollen nix. Karikatur: Megi Balzer

Patrick Niemeier und Volker Stolten

Erzählungen
Ist der Höhepunkt der Impfbereitschaft überschritten? In Stormarn gibt es diese Befürchtung, weshalb der Landrat und einige Mediziner erneut dazu aufrufen, die Impfangebote unbedingt zu nutzen. Es wirkt irgendwie geradezu arrogant, dass manche Menschen davor zurückschrecken, überhaupt über das Impfen zu diskutieren, weil das ja schon eine Gängelung sei, während in anderen Ländern händeringend auf Impfstoff gewartet wird. Und was machen wir in unseren Breitengraden? Kaum die erste Impfung drin, geht es für manche zum albernen Pauschalurlaub auf Mallorca oder zum Besäufnis im Park.
Also wenn das die „Normalität“ ist , für die sich alle zusammenreißen sollten und für die viele Menschen wirklich enorm viel zurückgesteckt haben, dann gebt mal ganz schnell den Shutdown wieder zurück. Erste Impfgegner feiern sich, glauben sie doch, dass sie einen Anteil an der Impfskepsis haben. Allerdings scheint dem nicht so zu sein. Denn ein Großteil der Proteste mit esoterischen Reden und Fake-News ist für die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor wie ein absurdes Schauspiel. Ernst nimmt die Eso-Schwubler – abseits ihrer Filterblase in und um sie sich drehen – im Prinzip niemand. Der Scheinwerfer wird trotzdem noch häufig auf diese Minderheit gerichtet, die es zumindest versteht, sich zu inszenieren.
Im Prinzip werden diese Personenkreise geadelt, wenn man sie als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Impliziert es doch, dass es dabei um ernsthaft zu diskutierende Theorien und nicht nur um Fantasien ginge. Sie bieten aber zumeist, wie unsere Karikaturistin zeigt, keine alternativen Vorschläge, außer eben gar keine Maßnahmen. Also nennen wir es eher fantasievolle Verschwörungserzählungen.
Oft sind die Anhänger solcher Erzählungen Menschen, die sich zuvor schon ungerecht von „denen da oben“ behandelt fühlten, die sich ausgeschlossen fühlen und sich zum Teil sogar durchaus sozial engagierten. Viele denken sicherlich auch wirklich, dass sie einer guten Sache dienen, während sie die Menschen im Prinzip zu unsolidarischen Haltungen aufrufen und die Gesellschaft spalten. Vielleicht erkennen sie ihre egozentrische Sicht auf die Dinge gar nicht, mit der sie sich die Welt erklären wollen.
Dass die seit Jahren neben der Spur laufende Nena sich da einreiht, wundert dann auch wieder nicht. Sie ist eine der privilegierten Musikerinnen, die große Auftritte spielen darf – gibt sich allerdings auf der Bühne als verwirrte Corona-Maßnahmen-Rebellin und erntet Applaus von den Verschwörungserzählern.
Insgesamt hat sie damit der Musik- und Veranstaltungsszene einen Bärendienst erwiesen. Denn es sind nun einmal Hygienekonzepte, die die Events erst ermöglichen, mit denen auch sie ihr Geld verdient. Und an der Stelle spannt sich der Bogen, denn die Verschwörungserzähler von der Youtube-Uni und der Schwurblerfront werden durch die solidarischen und sozialen Mitmenschen genau wie Nena im Elfenbeinturm nicht mehr zu überzeugen sein. Natürlich können und dürfen die Schwurbler und Nena ihre Meinung sagen und das zeigt ja auch, wie tolerant eine Demokratie tatsächlich im Zweifelsfall ist, für eine echte Diskussion sind sie verloren.
Schön wäre es hingegen, wenn hoffentlich nicht komplett beratungsresistente Eltern, die nach Solidarität für ihre Schulkinder rufen, verstehen, dass ihre größte Solidarität nicht ist, unvernünftig auf ein Ende der Maskenpflicht zu pochen, sondern sich impfen zu lassen und einfach die niedrigschwellig gewordenen Hygiene-Regeln einzuhalten. Das ist nicht schwer…

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Oldesloe beantragt Geld für Überplanung der Lübecker Straße

Stormarner Tageblatt  31.07.2021

Ob der Abriss der Kaufhausruine kurz bevor steht, bleibt allerdings unklar

Bad Oldesloe Die seit Jahren vor sich hin verfallende Ruine des ehemalige Kaufhaus Nickel in der Lübecker Straße gilt als einer der schlimmsten Schandflecken in Bad Oldesloe. Bürger fordern schon lange den Abriss. Kommt jetzt Schwung in die Sache?
Wie das Tageblatt bereits vor ein paar Wochen berichtete, wünscht sich der Bürgermeister Jörg Lembke einen baldigen Abriss und eine neue Planung für den Bereich.
Und diese Wünsche werden nun konkreter mit einem Fördergeldantrag untermauert. Die Stadt Bad Oldesloe hat aus einem zehn Millionen Euro schweren Fördertopf des Landes, aus dem Mittel für die Bekämpfung von Leerstand und die Belebung von Innenstädten zur Verfügung gestellt werden, Gelder für einen Architektenwettbewerb beantragt, um anschließend eine Überplanung der Lübecker Straße 8 bis 20 realisieren zu können.
Die Hausnummern 8 bis 12 hat die Kaufhausruine inne. Ob sie bereits im Stadtbesitz ist, kann oder möchte Agnes Heesch, Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung, nicht beantworten. „Dazu gibt es keinen neuen Stand. Aber bekannt ist der Stand, dass wir uns wünschen, dass das Gebäude verschwindet und dort ein neuer Stadteingang entstehen kann“, sagt Heesch.
Entsprechend könne sie auch nicht sagen, ob der Abriss noch dieses Jahr erfolgen werde. „Das entzieht sich meiner Kenntnis zu diesem Zeitpunkt“, so Heesch. Doch mit Blick auf die Antragsstellung klingt das alles nicht mehr nach ob ein Abriss erfolgen werde, sondern nur noch nach wann dieser genau erfolgt. Das andere Ende des beschriebenen Bereichs am heruntergekommen wirkenden Innenstadt-Parkplatz, die erwähnte Hausnummer 20, mit einer ehemaligen Bäckerei, Schneiderei, Croque- und Dönerladen, gehört der Stadt bereits und soll definitiv „zeitnah“ abgerissen werden.
Bis zu 500.000 Euro könnten aus dem Fördertopf des Landes fließen. Der Stadteingang aus Richtung Lübecker Straße mit der entsprechenden Ruine und dem Parkplatz war bei einer aktuellen Umfrage zum Stadtumbau im Rahmen des Projekts „Bad Oldesloe 2.0“ von Bürgern als einer der wesentlichen Problembereiche bezeichnet worden.
Aktuell fällt vor allem die Kaufhausruine dadurch auf, dass mehrere Obdachlose sich immer wieder illegal Zugang zu ihr verschaffen. Zum Teil wurden Fenster eingeworfen und es kam in dem Bereich auch zu Auseinandersetzungen zwischen schwer Alkoholisierten Ruinen-Besuchern.
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Kritik an Impfverweigerern

Stormarner Tageblatt  29.07.2021

Zahl der Erstimpfungen steigt nur noch langsam / Kreis und Land planen Aktion an Schulen

Patrick Niemeier
Wer weniger Corona-Beschränkungen möchte und einen Weg zurück in das, was als „Normalität“ gesehen wird, muss sich impfen lassen. Das ist die Überzeugung der Stormarner Kreisverwaltung. Denn davon sind nicht nur namhafte und seriöse Virologen überzeugt, sondern auch Stormarns Landrat, Henning Görtz. Kein Wenn, kein Aber, keine Einschränkungen oder Verständnis für Impfverweigerer, die dafür keine medizinischen Gründe haben. „Wir freuen uns über jeden, der zu uns in die Impfzentren kommt. Momentan sinkt die Zahl der Erstimpfungen deutlich. Da muss man ehrlich sein. Das ist kein Fluss, kein Bach, das ist ein Tröpfeln“, sagt Andreas Rehberg, Fachbereich Sicherheit und Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung.
Während die Buchungen für die Zentren in Reinbek und Großhansdorf noch für die nächste Woche ganz gut aussehen, sei man in Bad Oldesloe bereits von fünf auf drei mögliche Impflinien heruntergegangen. Das war im Mai noch unvorstellbar. An Montagen und Dienstagen finde nur noch bereits gebuchte Termine statt. Von Mittwoch bis Sonntag kann man in allen drei Impfzentren ohne Termine zur Impfung kommen. „Jeder zählt und jeder sollte sich impfen lassen“, appelliert Rehberg. Die Zentren würden Ende September geschlossen – so der aktuelle Plan. Auch einige der offenen Impfangebote seien nicht gut angenommen worden. Diesbezüglich gab es aber am Mittwoch, 28. Juli, in Ahrensburg einen echten Lichtblick. „Zum offenen Impfen kamen in Ahrensburg tatsächlich mehr Leute als erwartet, sodass wir Personal aus Bad Oldesloe abgezogen haben und als Verstärkung dorthin geschickt“, sagt Rehberg.
Die Situation sei insgesamt nicht komplett dramatisch, weil sich in Schleswig-Holstein mit Blick auf die Gesamtbevölkerung bereits knapp 65 Prozent der Bürger mindestens ein Mal impfen lassen. Dazu müsse man in Relation noch die Gruppe der 0- bis 12-Jährigen rausrechnen, denen noch kein Impfangebot gemacht werden könne. Dann seit man laut Rehberg schon bei rund 75 Prozent. Vollständig geimpft sind in Schleswig-Holstein laut dem Robert Koch Institut aktuell schon 52,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Doch jetzt werde es etwas zäher, um auf die erhofften 85 oder 90 Prozent zu kommen. Noch nicht sehr gut werde das Impfangebot für die 12- bis 18-Jährigen genutzt. Daher werde der Kreis an seinen Beruflichen Schulen verstärkt für das Impfen werben und auch mobile Impfangebote auf den Weg bringen.
An anderen Stormarner Schulen werde das Land für mobile Impfangebote für ab 12-Jährige sorgen. Das habe ihm das Land mitgeteilt, sagt Rehberg. Natürlich müssten dann die Eltern oder Erziehungsberechtigten natürlich zustimmen. „Ab 19. August soll an 250 Standorten im Land durch mobile Impfteams der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein den Schülerinnen und Schülern und allen an Schule Beschäftigten ein Impfangebot gemacht werden“, bestätigte das Bildungsministerium gestern. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) stellte auch erneut klar, dass Rücksicht auf die Kinder und das Ermöglichen einen geregelten Schulbetriebs bedeute, dass sich jeder Erwachsene, der es aus medizinischer Sicht könne, impfen lasse. Wer solidarisch mit Kindern und Jugendlichen sei, lasse sich impfen.
Ein wichtiger Part bleibe auch die Information über die Impfungen an sich und der Kampf gegen bewusst gestreute Desinformation und Fake News durch Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker. Die Zahl der überzeugten Impfverweigerer ist als gering einzuschätzen, es gilt daher die Zögerer und falsch Informierten aufzuklären. Dabei sollen auch Sprachbarrieren überwunden werden. „In unserer Ausländerbehörde bekommt jeder Besucher entsprechende Informationen mit, wo sie oder er sich impfen lassen kann. Auch in den sozialen Medien haben wir bereits mehrsprachige Informationen verbreiten lassen“, sagt Rehberg.

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