Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Keine Beiträge für fehlende Betreuung

Stormarner Tageblatt  08.04.2020

Keine Beiträge für fehlende Betreuung

Bad Oldesloe Nachdem die Beiträge für den Kita-Bereich bereits ausgesetzt wurden, mussten in Bad Oldesloe bisher die Elternbeiträge für die außerschulische Betreuung weiterhin gezahlt werden, auch wenn diese auf Grund der Corona-Schutz-Maßnahmen nicht stattfinden konnte. Jetzt hat die Verwaltung der Kreisstadt beschlossen, Elternbeiträge auch für die nachschulische Betreuung für April 2020 auszusetzen. Die Verwaltung hatte die Träger der Oldesloer Kitas bereits Ende März informiert, dass die Elternbeiträge für den Monat April nicht eingezogen werden müssen. Es war anschließend deutliche Kritik der Grundschuleltern laut geworden, da sie weiterhin zur Kasse gebeten wurden, aber keine Gegenleistung erhielten, während die Kinder auf Grund der Erlassen zuhause bleiben müssen. Die Stadt wurde tätig und konnte die Situation klären, so dass nun auch die nachschulischen Betreuungsangebote an den Oldesloer Grundschulen Stadtschule, Grundschule West und Klaus-Groth-Schule im April nicht gezahlt werden müssen. Bereits überwiesene Beiträge für den Monat April 2020 sollen den Eltern daher erstattet werden. Den Ausgleich der dadurch fehlenden Einnahmen aus den Elternbeiträgen bei den Einrichtungsträgern muss die Stadt zunächst selbst refinanzieren. Das Land hat den Kommunen allerdings Ausgleichszahlungen für die fehlenden Elternbeiträge in Aussicht gestellt. . nie

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Verschwendet und einfach entsorgt

Stormarner Tageblatt  06.04.2020

Immer mehr Mitbürger schmeißen Einmal-Handschuhe und Mundschutz einfach auf die Straße

Mundschutz  am Kirchberg.
Mundschutz am Kirchberg.

Bad Oldesloe Vor Wochen wurden Mitbürger noch schief angeschaut und belächelt, wenn sie mit Handschuhen und Mundschutz in die Öffentlichkeit gingen. Tatsächlich ist es auch weiterhin so, dass medizinische Schutzkleidung wie entsprechende Handschuhe und Mundschutze in den Krankenhäusern und Arztpraxen knapp sind, so dass sie dort weiterhin besser aufgehoben sind. Zumindest eben die Produkte, die explizit für medizinische Zwecke und nicht für den Keller-Hamsterkauf gedacht waren.

Doch spätestens seit das renommierte und momentan viel zitierte Robert-Koch-Institut seine Einschätzung zum Mundschutzeinsatz ein wenig überarbeitet hat und diesen – zumindest als Schutz davor, andere anzustecken – durchaus doch als sinnvoll einschätzt, ist die Zahl der Mundschutzträger gestiegen. Das Tragen von Handschuhen wird übrigens weiterhin von den meisten Experten als unnötig eingestuft. Denn erstens schützt man, wenn überhaupt, nur sich und im vermeintlichen Glauben, man sei sicher, verteile man per Handschuh potenzielle Viren eher und man neige dazu, beim wichtigen Händewaschen nachlässig zu werden, denn man hat ja schließlich Handschuhe an.

Besonders perfide und egoistisch erscheint es aber, dass immer mehr Mitbürger sich ihrer Handschuhe und des OP-Mundschutzes einfach nach dem Einkauf direkt entledigen. Abgesehen davon, das sie bereitwillig ihre Viren, Keime , Bakterien anderen überlassen, verschmutzen sie zusätzlich auch noch die Umwelt. nie

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Mit nötigem Abstand betrachtet

Stormarner Tageblatt  04.04.2020

Stormarner Wochenschau

Mit nötigem Abstand betrachtet

Mundschutz als Täterprofil...Megi Balzer
Mundschutz als Täterprofil…Megi Balzer

Stephan Poost und Volker Stolten

Wertschätzung Zur Zeit bedankt sich jeder bei jedem. Die CDU-Kreistagsfraktion dankt der Verwaltung um Landrat Dr. Henning Görtz, Bürgermeister danken den Feuerwehren, der Polizei und den Bürgern, andere backen Kuchen für Pflegekräfte und wieder andere danken ihrem Lebensmittelhändler oder dem Paketboten, der das schwere Paket in den dritten Stock wuchtet. Dahinter verbirgt sich eine Wertschätzung, die wir scheinbar erst in Zeiten der Krise wieder entdecken. Wir alle freuen uns über kleine Gesten der Wertschätzung. So bleibt zu hoffen, dass wir nach Corona nicht wieder zur Tagesordnung zurückgehen, sondern jene, die für uns da sind, auch weiterhin wertschätzen.

Verunsicherung Der eine sagt hü, der andere hott. Und auch bei den zahlreichen Virologen, die in Corona-Zeiten gerne das Wort ergreifen, scheint Einigkeit ein Fremdwort zu sein. Während der eine Experte eine total isolierte Gesellschaft empfiehlt, koste es, was es wolle, ist für den anderen Fachmann Sars-CoV-2 ein ganz normaler Virus und möglichst viele sollten sich infizieren. In Schweden gar nimmt alles seinen gewohnten Gang. Weder sind Restaurants oder Cafés noch Geschäfte geschlossen. Folgt dort das dicke Ende erst noch oder ist das vielleicht der richtige Weg? Wer weiß. Beim Thema Mundschutz scheiden sich ebenso die Geister. Erst hieß es, die Behelfsmasken bringen nichts und überhaupt nur etwas, wenn man sich infiziert hat, um nicht Gesunde anzustecken. Nun ist ein Anti-Virus-Schutz für Mund und Nase in Österreich schon Pflicht-Accessoire und auch hierzulande, Beispiel Thüringen, verordnet und nicht nur dort ein brisantes und heiß diskutiertes Thema. Aber wenn ich den Sicherheitsabstand einhalte und die Viren vor mir nach 1,5 Metern wie Fallobst zu Boden gehen und wirkungslos verpuffen, warum sollte ich dann einen auferlegten Maulkorb, eh allerorten Mangelware, tragen? Zumal das Atmen durch solch ein Ding kein Zuckerschlecken ist. Schon gar nicht für Brillenträger, weil die Gläser ruckzuck beschlagen. Was stimmt denn nun? Was ist wirklich sinnvoll? Bitte Klartext statt Wischiwaschi! Man sollte auch nicht vergessen, dass Vermummung bei uns einen negativen, aggressiven Beigeschmack hat: Verbirgt sich hinter der Maske ein guter oder ein böser Geist? Schön wäre es, wie unsere Karikaturistin hier zu Papier gebracht hat, wenn die Gauner anhand des Mundschutzes identifiziert werden könnten – ein Alleinstellungsmerkmal sozusagen…

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Die „Brötchentaste“ gibt es nicht

Stormarner Tageblatt  04.04.2020

Oldesloer Parkautomaten mit Erklärungen zum Handyparken nachgerüstet / Spezial-Taste war nie geplant

Parkautomat mit der Info für das Handyparken.Niemeier
Parkautomat mit der Info für das Handyparken.Niemeier

Bad Oldesloe Wo ist eigentlich die versprochene „Brötchentaste“ und gibt es noch Handyparken? Nach der Umrüstung der Parkautomaten in Bad Oldesloe vermissten viele Kreisstädter die versprochene „Freiparkentaste“ und auch Hinweise aufs Handyparken. War dieses nun etwa abgeschafft worden?

„Nein, das war die ganze Zeit selbstverständlich möglich und das sogar über diverse Anbieter“, klärt Bad Oldesloes Stadtsprecherin Agnes Heesch auf. Allerdings sei es tatsächlich so gewesen, dass bisher die entsprechenden Aufkleber noch fehlten. Diese wurden nun nachgerüstet. Eine explizite „Brötchentaste“ gebe es hingegen weiterhin nicht. Diese sei auch nicht so geplant gewesen. „Das ist wohl ein Problem, dass wir das immer so benannt haben und die Nutzer jetzt nach einer so benannten Taste suchen“, so Heesch.

Natürlich gebe es das gebührenfreie Parken für 15 Minuten trotzdem so, wie versprochen. Dieses sei aber nicht durch eine Extra-Taste sondern durch eine spezielle Tastenkombination abrufbar. Und die lautet so: ein Mal auf den gelben Knopf, dann „gebührenfreier Parkschein“ mit gelb auswählen und anschließend zwei Mal mit grün bestätigen, erklärt die Stadtverwaltung. Diese Anleitung sei aber auch oben auf den Geräten zu finden – allerdings relativ klein gedruckt.

Die Verwaltung denke außerdem darüber nach, wie man einen einheitlichen Preis für Parkscheine im ganzen Stadtgebiet einführen könne. Momentan sei es schwer zu vermitteln, weshalb es so unterschiedliche Tarife gebe und die Tickets nicht flexibel einsetzbar seien, wenn man den Parkplatz wechsel

Die FBO hat derweil ins Gespräch gebracht, dass nach der Corona-Krise auf Parkgebühren verzichtet werden solle, um den innerstädtischen Handel zu unterstützen. nie

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Wo in Stormarn die Fäden zusammenlaufen

Stormarner Tageblatt  02.04.2020

Corona-Krise: Kreativität, Lieferservice und Hilfen online

Leere Innenstädte, aber mehr  digitale Möglichkeiten bei Online-Bestellungen und lokalem Lieferservice.Niemieier
Leere Innenstädte, aber mehr digitale Möglichkeiten bei Online-Bestellungen und lokalem Lieferservice.Niemieier
Selbstgenähter Behelfs-Mund-Nasen-Schutz. Die MachBar

Selbstgenähter Behelfs-Mund-Nasen-Schutz. Die MachBar

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Onlinedienste, Lieferservice, Unterstützungsprogramme – nach dem ersten Schock, dass bestimmte Segmente des Einzelhandels und die komplette Gastronomie im Rahmen der Corona-Prävention schließen mussten, folgen in vielen Unternehmen kreative Ideen.

Immer mehr Geschäfte bieten einen Lieferservice an. So hat sich zum Beispiel die Oldesloer „EisBar“, die zuvor tatsächlich einen Tag nach der Saisoneröffnung wieder ihre Türen schloss (wir berichteten), nun einen Lieferservice eingerichtet. Das Restaurant Laurent am Markt hat nun auch einen Abholservice, die Weinwelt27 liefert nach Hause und so weiter. Gerüchte darüber, dass es ordnungsamtliche Bedenken geben könnte, wenn Geschäfte, die bisher keinen Lieferservice hatten, einen solchen einrichten, hat Oldesloes Stadtsprecherin Agnes Heesch widersprochen. „Wer in seinem Segment bleibt und nicht plötzlich was ganz anderes macht, der kann das machen. Bei Speisen und Nahrungsmitteln sind natürlich entsprechende Auflagen des Gesundheitsamts einzuhalten“, so Heesch.

In der Kreisstadt hat die Wirtschaftsvereinigung daher auch eine Homepage erstellt, auf der man nachlesen kann, welches Geschäft, welche Dienstleistung anbietet. Dazu findet man alles unter www.gemeinsam-in-oldesloe.de .

Den kleinen, noch recht jungen Do-it-yourself-Shop „MachBar“ in der Hindenburgstraße, der in dem städtischen Ladengeschäft eingezogen ist, erwischte die Corona-Krise noch mitten in der Phase, in der man sich gerade etabliert hatte. Chefin Daniela Frackmann setzte als eine der ersten daher direkt auf ein kreatives Crowdfunding. Auf der Plattform startnext.de können Kunden nun spenden und sich dafür als Gegenleistung bestimmte Angebote sichern. Diese reichen vom Kaffee in der Machbar (nach Aufhebung der Beschränkungen natürlich) bis zum eigenen Kreativ-Event. So sind schon über 3700 Euro zusammengekommen. Die Machbar selbst bringt sich übrigens jetzt aktiv beim Nähen von Mund-Nasen-Schutz ein. Frackmann koordiniert die Nähaktionen in der Kreisstadt. Die Masken werden gegen eine freiwillige Spende abgegeben.

Eine spannende Möglichkeit gibt es, das Oldesloer Oho-Kino zu unterstützen. Auf der Homepage www.hilfdeinemkino.de kann man recht unkompliziert helfen. Man schaut sich einfach die Werbeclips und Trailer zuhause an, die sonst vor dem Film im OHO-Kino gelaufen wären. Der Anbieter dieses Services verspricht, dass die Gelder an das jeweilige Kino gehen. Wer keine Clips sehen möchte, kann auch direkt spenden.

In der Stadt Bargteheide (www.bargteheide.de ) hat Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht dazu aufgerufen, lokale Geschäfte zu unterstützen: „Kaufen Sie vor Ort.“ Bei Facebook gibt es die Gruppe „Lieferdienst Bargteheide“, wo Angebote zusammengefasst werden.

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