Spielplatz-Probleme

Stormarner Tageblatt  05.05.2020

In Bad Oldesloe bleiben Spielplätze bis 7. Mai geperrt / In Bargteheide öffnen nur acht von 23

Gesperrter Spielplatz in Bad Oldesloe.Niemeier
Gesperrter Spielplatz in Bad Oldesloe.Niemeier

Patrick Niemeier Bad Oldesloe / Bargteheide Familien müssen sich in der Kreisstadt noch etwas gedulden. Obwohl durch Erlass des Landes es seit Montag erlaubt ist, wäre, Spielplätze zu öffnen, bedeutet nicht, dass diese Öffnungen auch vollzogen wird. In Bad Oldesloe wird es mindestens noch bis zum 7. Mai dauern, bis erste Spielplätze öffnen. „Uns liegen die Auflagen seit Montagmorgen vor. Die Verwaltung überlegt jetzt, wie diese umgesetzt werden können“, sagt Stadtsprecherin Agnes Heesch. Die Plätze stehen nämlich nicht „normal“ für alle zur Verfügung. „Es werden aktuell Schilder erstellt, auf denen die Nutzungsregeln vermerkt sind. Kinder werden unter Begleitung ihrer Eltern als Aufsichtspersonen dort spielen können. Die Eltern haften für die Einhaltung der Abstandsmaßnahmen und Zugangsbeschränkungen“, so Heesch.

Es müsse klar sein, dass die Plätze auch nicht für Treffen von Jugendlichen oder Erwachsenen gedacht sind.

„Wir wissen auch noch nicht, wie wir mit dem Skateland umgehen. Wir wissen, dass die Jugendlichen darauf drängen, dass es geöffnet wird. Aber das wird nur mit Aufsichtspersonen funktionieren, um dort Sport zu betreiben, aber nicht als Treffpunkt oder für abendliches Zusammensitzen“, so Heesch. „Es gibt 43 städtische Spielplätze. Eine Auflage ist, dass diese stetig gereinigt werden müssen. Wie wir das umsetzen, ist noch nicht besprochen.“ Das Ordnungsamt und die Polizei werden bei ihren Streifen, die Einhaltung der dann ausgehängten Regeln im Blick behalten. „Nochmal ganz klar: Die Eltern haften für ihre Kinder. Sie tragen dann die Verantwortung“, stellt Heesch schon einmal fest.

In Bargteheide ist man einen Schritt weiter. Doch auch dort werden nicht alle 23 städtischen Spielplätze wieder geöffnet sein. „Aufgrund der erhöhten Hygieneanforderungen ist es personell als auch finanziell für die Stadt nicht leistbar, alle 23 städtischen Spielplätze zu öffnen“, so die Stadtverwaltung. Wieder zugänglich sind jedoch die folgende Kinderspielplätze in Bargteheide:

Alter Sportplatz Am Maisfeld Auf der Weide Augusta-Stolberg-Straße Bachstraße Rathausstraße Wilhelm-Hauff-Weg Zu den Fischteichen

Aus Gründen des Hygieneschutzes beträgt die Nutzungszeit: 10 bis 18 Uhr.

Zur Sicherstellung der Abstandsregeln von 1,5 Metern wurde die Anzahl der gleichzeitig auf den Plätzen zulässigen Kinder, Erwachsenen oder sonstigen Aufsichtspersonen entsprechend der Größe des Geländes und der Anzahl der Spielgeräte begrenzt. Die jeweils zulässige Anzahl an Kindern, Erziehungsberechtigten oder sonstigen Aufsichtspersonen ergibt sich aus den Hygienekonzepten, die auf den geöffneten Spielplätzen ausge-hängt. Die vorhandenen Spielgeräte werden mindestens zwei Mal täglich desinfiziert. Bolzplätze bleiben auch in Bargteheide geschlossen, da nicht sichergestellt werden kann, dass dort das Abstandsgebot (1,5 Meter) eingehalten wird.

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Erleichterungen im Kreis Stormarn

Stormarner Tageblatt  04.05.2020

Erleichterungen im Kreis Stormarn

Bad Oldesloe Der Kreis hat durch eine Allgemeinverfügung mit Wirkung ab dem 4. Mai gestattet, dass in der Kindernotbetreuung nun auch Kooperationen von mehreren Tagespflegepersonen in einem Gebäude ihre Betreuungsangebote zur gleichen Zeit erbringen dürfen, zudem öffnen Schulen wieder teilweise, zunächst ab dem 6. Mai die vierten Klassen. Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe können mittels Aufstellung eines Besuchskonzeptes Ausnahmen vom Betretungsverbot schaffen. Dies soll Personen ermöglichen, Bewohner bis zu zwei Stunden besuchen zu können.Gottesdienstes können unter Sicherstellung der Nachvollziehung von Infektionsketten wieder stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist auf eine Person je 15m² zu begrenzen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen. Den genauen Wortlaut der Neuregelungen sind in der Landesverordnung sowie der Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn zu finden.

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Stadtverwaltung Bad Oldesloe öffnet schrittweise

Stormarner Tageblatt  04.05.2020

Stadtverwaltung Bad Oldesloe öffnet schrittweise

Bad Oldesloe Ab dem heutigen Montag, 4. Mai, ist die Stadtverwaltung Bad Oldesloe unter bestimmten Vorgaben wieder geöffnet.

„In einem ersten Schritt werden alle Bürgerservice- Bereiche für den gesteuerten Publikumsverkehr mit Terminvereinbarung wieder geöffnet. Für den Besuch der Dienststellen sind aber einige Regeln zu beachten“, teilt Agnes Heesch, Sprecherin der Oldesloer Stadtverwaltung mit: „Die Besuche der Stadtverwaltung erfolgen ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung.“

Termine können telefonisch vereinbart werden unter (04531) 504-0. Bei konkreten Anliegen empfiehlt sich auch die Suche nach Kontaktdaten oder Dienstleistungen unter www.badoldesloe.de/telefonverzeichnis.

„Termine können nur mit einem Mund- und Nasenschutz wahrgenommen werden. Ohne Termin kann kein Einlass in das Gebäude gewährt werden“, so Agnes Heesch. Das Gebäude ist durch den barrierefreien Eingang am Innenhof von der Hagenstraße zu betreten, wo man am Eingang von den Sachbearbeiter abgeholt wird.

„Überall dort wo es möglich ist, sollen die Anliegen nach Möglichkeit telefonisch oder onlinegeklärt werden. So können weiterhin Menschenansammlungen und Warteschlangen aufgrund der Ansteckungsgefahr vermieden werden“, so Agnes Heesch weiter. Die Stadtbibliothek wird ab Montag, 11. Mai, wieder im Rahmen der gewohnten Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr unter Einhaltung der Hygiene- und Kontaktvorschriften wieder öffnen. Auch für die Bibliothek gilt die Maskenpflicht.

Weitere städtische Einrichtungen wie das Kultur- und Bildungszentrum (Kub), die Volkshochschule, die Stadtinfo bleiben aber bis auf Weiteres geschlossen. Das Oldesloer Heimatmuseum muss aufgrund der räumlichen Enge bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land will dann ab Montag, 11. Mai, mit Einzelunterricht beginnen (wir berichteten). st

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Wann geht das politische Leben in Bad Oldesloe weiter?

Lübecker Nachrichten   03.05.2020

Das Gros der Fraktionen ist für Videokonferenzen und Sitzungen mit kurzer Tagesordnung – Allein die FBO möchte den politischen Shutdown beibehalten

Von Dorothea von Dahlen

Für den 25. Mai wegen der Abstandregelungen undenkbar: Eine Sitzung der Stadtverordneten im Saal des KuB. Foto: LN-Archiv/von Dahlen

Bad Oldesloe. Wie in Schockstarre befindet sich derzeit das politische Leben in Bad Oldesloe. Das durch Corona bedingte Kontaktverbot lähmt die Willensbildung und Entwicklung der Kreisstadt. Da es dennoch Themen gibt, die einer dringenden Entscheidung bedürfen, überlegen derzeit die Stadtverordneten, wie es weitergehen könnte. Bereits am Mittwoch hatte die Verwaltung die Fraktionsvorsitzenden testweise zu einer Videokonferenz eingeladen, um zu prüfen, ob die Technik bei allen funktioniert. Denn am Montag soll im Chat über die geplante Stadtverordnetenversammlung am 25. Mai in der Stormarnhalle diskutiert werden.

„Ich habe ein älteres Netbook, aber die Übertragung klappte ganz gut. Der eine oder andere hatte wohl Hardware-Probleme. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich auf diesem Wege vieles besprechen lässt“, sagt SPD-Fraktionschef Björn Wahnfried. Um Ausschusssitzungen und Stadtverordnetenversammlungen abhalten zu können, eigne sich eine solche Konferenz jedoch nicht, da die Öffentlichkeit beteiligt werden müsse. Aber selbst wenn es technisch möglich wäre, die Sitzung zu streamen, verbiete das die aktuelle Geschäftsordnung. Sie erlaube derzeit nur Präsenzsitzungen.

Für geboten hält auch CDU-Fraktionschef Horst Möller, dass zumindest ganz dringende Beschlüsse gefasst werden. „Ich denke da nur an den Antrag der Wirtschaftsvereinigung, den Unternehmen in der Corona-Krise zu helfen. Das können wir doch nicht erst im November entscheiden. Auch die Veränderungssperre für das Gewerbegebiet ist zwar vom Wirtschafts- und Planungsausschuss, aber noch nicht von den Stadtverordneten beschlossen worden“, sagt er. In der Stormarnhalle ließen sich die Abstandsregeln auch gut einhalten. Auch Besucher hätten, wenn auch in begrenzter Anzahl, die Chance daran teilzunehmen. Im Übrigen sei zu überlegen, ob nicht auch die Stadtverordnetenversammlung in reduzierter Größe tagen solle, freilich in einem solchen Proporz, dass die Mehrheitsverhältnisse gewahrt bleiben. Das hätte den Vorteil, dass – sollte es innerhalb des Gremiums zu einer Infektion mit Corona kommen – nicht gleich alle Lokalpolitiker in die Quarantäne geschickt werden müssten.

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Salons öffnen wieder: Stormarns Friseure sind für Wochen ausgebucht

Lübecker Nachrichten   03.05.2020

Nach sechs Wochen Zwangsschließung können von Montag an wieder Schere und Föhn zum Einsatz kommen. In vielen Salons in Stormarn mussten die Inhaber Bereiche umgestalten.

Von Markus Carstens

Annette Führmann freut sich auf die Wiedereröffnung. Derzeit wird noch fleißig geputzt. Foto: Carstens

Bad Oldesloe. Erst durften sie noch öffnen, und viele Friseurinnen und Friseure fragten sich selbst warum. Dann mussten sie plötzlich doch alle wegen der Corona-Krise ihre Salons schließen. Das ist sechs Wochen her, jetzt fiebern Inhaber wie Mitarbeiter der Wiedereröffnung entgegen. Offiziell erlaubt ist das Haareschneiden und -färben wieder ab Montag, an dem die meisten Friseure traditionell geschlossen haben. Einige öffnen aber dann trotzdem schon, andere folgen am Dienstag.

Auch in der Zwangspause gab es von vielen Kunden Anfragen. „Eine Frau wollte mich sogar zum Frühstück einladen“, berichtet Annette Führmann, Friseurin aus Bad Oldesloe. Doch die Schere blieb natürlich in der Schublade. Dafür wurde der Salon immer mehr zur Telefonseelsorge. „Ich hatte trotz der Schließung gut zu tun“, sagt Annette Führmann. Einige Artikel durfte sie verkaufen, sie rechnet aber insgesamt mit einem Verlust von rund 40 000 Euro.

In dieser Woche wurde sie wie die meisten anderen Salons von Terminanfragen überhäuft, so dass sie für die kommenden Wochen erstmal ausgebucht ist. Ihr Geschäft hat sie Corona-mäßig umgestaltet und gewappnet, trotzdem macht sie sich auch Sorgen um die Gesundheit ihrer fünf Mitarbeiter. Die Kunden müssen zwar alle eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, man sei aber trotzdem an vielen Menschen sehr nah dran, gibt Annette Führmann zu bedenken.

Überhaupt seien es ihre Kunden gewohnt, herzlich begrüßt zu werden, am besten noch mit einer Umarmung. „Wir sind fast wie eine Familie, und jetzt dürfen wir nicht mal die Jacke abnehmen.“ Ihren Kosmetikraum hat Führmann umgebaut, so dass unter Beachtung der Abstände wenigstens fünf Personen gleichzeitig bedient werden können. Es sei alles sehr eigenartig, aber nach einem Putz-Endspurt am Wochenende freut sich Annette Führmann auf das Wiedersehen mit ihren Kunden.

Auch Gunter Handke, seit 30 Jahren in Bad Oldesloe tätig, hat seine beiden Salons in der Hindenburg- und der Besttorstraße umgestaltet. Im Empfangsbereich stehen jetzt Desinfektionsmittel und unter anderem Papierhandtücher, die derzeit doppelt so teuer seien wie sonst; außerdem gibt es keinen Wartebereich mehr, da nur Kunden mit Terminen bedient werden. „Wir müssen auf die Abstände achten und jedem Kunden zuerst die Haare waschen“, erklärt Handke. Das bedeutet insgesamt weniger Kunden und mehr Zeit für jeden einzelnen.

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