Warten auf den ersten Schnee-Einsatz

Lübecker Nachrichten   31.12.2019

Nach Jahren des Leihens hat sich der Oldesloer Baubetriebshof wieder ein eigenes Räumfahrzeug angeschafft

Waldemar Keksel (l.) und Sven Pries vom Bauhof werden den Citymaster 1650 fahren.Foto: Sandra Freundt

Bad Oldesloe. Mit einem nagelneuen Geräteträger mit Winterdienstausstattung bekam der Baubetriebshof in diesen Tagen ein großzügiges Weihnachtsgeschenk. Der „Citymaster 1650“ der Firma Hako ist dabei nicht nur für den Schneeräum- und Streudienst einsetzbar, sondern beherrscht auch andere Reinigungseinsätze. Echte Schneeeinsätze hatten bei den milden Wintern der vergangenen Jahre ohnehin Seltenheitswert.

„Daher hatten wir uns bisher für die Wintermonate immer ein Einsatzgerät für den Schneeräum- und Streudienst gemietet. Das verursachte über die Jahre gerechnet jedoch genau soviel Kosten wie die Anschaffung eines eigenen Gerätes“, hat Baubetriebsleiter Dirk Blanke ausgerechnet und daher bei der Stadt Bad Oldesloe eine eigenes Gerät beantragt. „Ich freue mich, dass mit der Firma Hako GmbH endlich wieder ein ortsansässiges Unternehmen den Zuschlag bekommen hat“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke bei der Übergabe des Fahrzeugs. Der Anschaffungspreis wird auf LN-Nachfrage mit „um die 100 000 Euro“ beziffert.

Bis zum Wintereinbruch müssen die Mitarbeiter jedoch nicht warten, denn das Gerät kann auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt werden, jetzt gerade beispielsweise fürs Mulchen in den Stadtteilen. Kehren, Wildkrautbeseitigung, Mähen und die Nassreinigung sind ebenfalls möglich. „An- und Umbauten sind dabei so einfach gehalten, dass sie von einem Mitarbeiter allein bewältigt werden können“, betont Dirk Möller von der Firma Hako.

Lediglich einen Nachteil hat der Citymaster: Er ist ein Diesel, allerdings nach den neuesten Normvorschriften. „Das Elektro-Fahrzeug kommt dann beim nächsten Mal“, verspricht Möller. sf

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Neue Sohlgleite kommt

Stormarner Tageblatt  31.12.2019

Zusammenfluss von Beste und Trave soll auch für kleinere Wassertiere passierbar werden

Ab ungefähr April 2020 wird dieser Bereich in Bad Oldesloe  zur Baustelle.Nie
Ab ungefähr April 2020 wird dieser Bereich in Bad Oldesloe zur Baustelle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Dort, wo die Beste und die Trave hinter der Oldesloer Hude und dem Heiligengeist zusammenfließen, haben viele Wassertiere bisher ein Problem: Sie kommen an der Sohlschwelle nicht weiter.

Das soll sich im Jahr 2020 ändern. Die Sohlschwelle von 50 Zentimetern soll so verändert werden, dass sie in eine Sohlgleite verwandelt wird. Das hilft den Tieren beim Passieren des Zusammenflusses. Das Prinzip ist ähnlich wie am Pferdemarkt, wo man 2001 bereits eine solche Sohlschwelle in eine Art Rampe verwandelte. Extra eingelassene Steine sorgen dann dafür, dass die Strömung gebremst wird und dadurch auch die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringert wird. Das ermöglicht es dann auch kleineren Schwimmern, das Hindernis zu passieren. „Jetzt steht da noch so mancher Fisch und kommt nicht weiter“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke.

In der Planungsphase gab es auch einen Ortstermin mit Anwohnern, die sich sorgen machten, dass es zu ständigen Überschwemmungen oder einer Unterspülung ihrer Häuser oder Absackungen kommen könnte. Diese Sorgen konnten so weit zerstreut werden, dass man bisher davon ausgeht, dass mit dem Bau im Jahr 2020 wie geplant begonnen werden kann. Die Maßnahme wird ungefähr 600.000 Euro kosten, gab der Verwaltungschef bekannt. Diese Kosten seien aber zum allergrößten Teil durch Fördermittelgeber abgedeckt.

Allerdings müssen sich die Oldesloer auf eine ungefähr sechsmonatige Bauphase einstellen. Dafür wird eine Baustraße am alten Friedhof entlang eingerichtet werden, die auch entsprechend abgesichert wird. Ein kleines Grundstück wurde erworben, um überhaupt Zugang zu dem Bereich zu bekommen. In dieser Zeit wird auch der Aufenthaltsbereich direkt am Ufer gesperrt werden, der mehrfach als nächtlicher Treffpunkt von Jugendlichen in der Kritik stand. „Da werden wir dann auch danach schauen, wie wir den Bereich passend umgestalten und aufwerten“, so Bürgermeister Lembke.

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Oldesloer Eltern fordern sicheren Schulweg für ihre Kinder

Lübecker Nachrichten   31.12.2019

Elternvertreter der Klaus-Groth-Schule haben Vorschläge ausgearbeitet, um die Verkehrssicherheit für die 360 Schüler der Oldesloer Klaus-Groth-Schule zu verbessern

Die Elternvertreter Stefan Prill (l.) und Christian Herzmann möchten die Verkehrssicherheit rund um die Klaus-Groth-Schule in Bad Oldesloe verbessern.Fotos: SUSANNA FOFANA

Bad Oldesloe. Für sichere Schulwege der rund 360 Grundschüler an der Oldesloer Klaus-Groth-Schule setzen sich unter anderem die Elternvertreter Stefan Prill und Christian Herzmann aus der 3 b ein. Sie haben mit einer Interessen-Gemeinschaft der Eltern bereits Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die „mit ein paar Töpfen Farbe und einigen Schildern preisgünstig umzusetzen sind“. Rückhalt für ihren Antrag an die Stadt bekommen sie von vielen Eltern auf einer Unterschriftenliste, von Schule, Elternfonds, Oase und der Kita Luftballon.

Das Thema Verkehrssicherheit mit den drei gefährlichen Stellen an der Klaus-Groth-Schule wurde zunächst auf einem Elternabend besprochen. Man beschloss, sich selbst etwas zu überlegen. Doch die erste Idee, eine Ampel, war nicht möglich in einer 30er Zone. So stiegen die Eltern tiefer in das Thema ein. Auch Schülerlotsen waren keine Lösung, da die Schule keine Hauptschüler mehr hat, sondern mittlerweile eine reine Grundschule ist.

Die Kreuzung Königsberger/Breslauer/Feldstraße ist einer der schwierigen Punkte, wenn morgens um 7.30 Uhr die Schule öffnet und die Kinder bis zum Unterrichtsbeginn um 7.45 Uhr zu Fuß, mit dem Rad, dem Roller, Bus oder im Auto der Eltern zur KGS strömen. Herzmann: „Der Bus fährt morgens einen Kringel um die Schule, um Kinder abzuliefern.“ Die Autos der Eltern kommen ihm in der Breslauer Straße entgegen. Es werde beidseitig geparkt und gewendet.

Weil Prill und Herzmann einen Überblick über die tatsächlichen Verkehrsströme haben wollten, starteten sie eine unverbindliche Umfrage in den Klassen. Danach die kommen 366 Schüler der KGS wie folgt zur Schule: 242 Schülerinnen und Schüler kommen zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad. Das sind mit 66,1 Prozent mehr als die Hälfte. 101 Schüler (27,6 Prozent) werden mit dem Auto zur Schule gefahren, nur 23 Schüler (6,3 Prozent) kommen mit dem Bus.

Obwohl nicht einmal jedes dritte Kind von den Eltern gebracht werde, entstehe für die anderen Grundschüler eine unübersichtliche Situation. Gerade, wenn es dunkel sei und in der zweiten Reihe geparkt und zudem überholt werde. Prill: „Das Hauptproblem ist, dass der Mensch lauffaul ist. Je näher dran, desto besser.“

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– 2019 – Ein politisches Jahr –

Stormarner Tageblatt  30.12.2019

Bad Oldesloe: Park-Problem war lange präsent

Ärgernis Parkautomat. nie
Ärgernis Parkautomat. nie

I n der Kreisstadt war ein Thema das ganze Jahr über präsent: Es gab Ärger um das Parken. Oldesloer beschwerten sich über übereifrige Mitarbeiter des Ordnungsamtes, immer wieder fielen die Parkautomaten aus. Erst zum Ende des Jahres gibt es Entwarnung: Die neuen Automaten sind installiert – sogar mit der Brötchentaste –, die Parksituation entspannt sich nun.

Den Silbernen Schlüssel erhielt zum Neujahrsempfang der Stadt Bad Oldesloe Bärbel Nemitz, sie gehört zu den Gründerinnen des Bella-Donna-Hauses und ermöglicht finanziell schwachen Kindern Theaterbesuche.

Ärger bei einigen Ortswehren in Bad Oldesloe, die Stadt solle sich stärker um die Löschteiche kümmern, sonst können die Wehren die Brandbekämpfung nicht mehr gewährleisten. Der Bürgermeister nahm die Kritik an, die Teiche werden sukzessive in Ordnung gebracht.

Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet: Pläne, den historischen Friedhof aufzuwerten, lösten sich im Laufe des Jahres in Luft auf. Gemacht wird nur das Nötigste. Ähnliches gilt nun für das Thema Sanierung der Hagenstraße. Die liegt jetzt auf Eis. Es gab für die Pläne halt keine Mehrheit.

Kommunalpolitiker Matthias Rohde stand unter Beschuss. Als provokant und polemisch beschreiben einige Fraktionen seine Arbeit als Ausschussvorsitzender. Am Ende setzte die Stadtverordnetenversammlung Matthias Rohde als Ausschussvorsitzenden ab.

Die Freien Wähler und die Familienpartei begründeten eine gemeinsame Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Doch das ging nicht gut. Schon nach rund einem halben Jahr trennte man sich wieder.

Trotz Wirtschaftsvereinigung und WIR-Verein steht die Zukunft der verkaufsoffenen Sonntage in den Sternen. Zudem schließen weitere Kaufleute ihre Geschäfte in der Kreisstadt und wandern ab, in dem Zusammenhang ist die Ansiedlung von Amazon interessant. Der Internetriese baut ein Auslieferungslager an der A 1.

Den Song „Millionen Lichter“ von Christina Stürmer mit 300 „lebenden“ Buchstaben darstellen, dass war die Aufgabe bei der Stadtwette. Bad Oldesloe hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Unbekannte stahlen aus der Peter-Paul-Kirche ein Altarkreuz. Damit wurde eine „Grenze überschritten“, so Pastor Diethelm Schark. Das Kreuz bleibt verschwunden.

Fälle von Vandalismus überschatten die gute Arbeit, die im Kub geleistet wird. Der Bürgermeister verspricht die Situation im Auge zu behalten, bis heute gibt es immer wieder solche miesen Fälle.

Schreck im Bella-Donna-Haus. Bei Abrissarbeiten am Nachbarhaus offenbarte sich jahrzehntealter Pfusch: Eine Zwischenwand fehlt, sie wurde beim Bau des Gebäudes nie gemauert.

13.000 Euro kosteten die Blumenampeln, die die Stadt den Sommer über schmücken. Tolle Aktion, einziges Manko: Zum Blumengießen kam jemand aus Kleve. ps

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Kompromisslösungen: Alter Friedhof wird saniert

Stormarner Tageblatt  30.12.2019

Von den Plänen rund um mehr Parkcharakter und Aufenthaltsqualität ist wenig geblieben

Historisches Kleinod, dass noch nicht wie ein Kleinod aussieht: Der alte Friedhof.NIe
Historisches Kleinod, dass noch nicht wie ein Kleinod aussieht: Der alte Friedhof.NIe

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Der historische Friedhof in Bad Oldesloe inklusive seiner Kriegsgräberstätten ist ein landschaftsarchitektonisches Kleinod. Diese Feststellung durch Experten ist bereits über zwei Jahre alt. Es folgte die politische Entscheidung, dass man die Anlage aufwerten wolle, eine Bürgerversammlung fand statt und auch die Beteiligung von Bürgern war möglich.

Doch der Prozess schleppt sich schon eine Weile und inzwischen sind die Pläne mehrfach eingedampft worden. Denn darüber wie genau der Friedhof saniert werden soll, bestand lange keine Einigkeit. Der Diskussionsprozess war von Missverständnissen geprägt, obwohl die Ausgangslage ziemlich klar schien. Der ehemalige Bauamtsleiter Thilo Scheuber hatte Fördergelder in Aussicht gestellt, die im Falle einer Sanierung ausgeschöpft werden können.

Doch welche Schwerpunkt soll die Sanierung eigentlich haben? Zunächst war lange Zeit davon gesprochen worden, dass der Parkcharakter verstärkt werden sollte und die Aufenthaltsqualität erhöht. Dieses sollte durch ein Plateau mit Blick in die Stadt, Spielgeräte für Kinder oder auch einen Kanuanlegesteg gewährleistet werden. Doch Teile der Lokalpolitik fanden das entweder zu teuer mit Blick auf einen Kanusteg, der die meiste Zeit im Schatten liegen würde oder als einen zu großen Eingriff in die Umwelt mit dem Aussichtsplateau. Spielgeräte wurde als unpassend empfunden. Der Wille vieler Bürger aus dem Beteiligungsverfahren wurde dabei allerdings in weiten Teilen ignoriert.

So ist am Ende hauptsächlich eine Sanierung im Sinne des alten Wegenetzes plus mehr Bänke, Mülleimer, Ausleuchtung und Infotafeln geblieben. „Natürlich haben wir uns das als Verwaltung ein wenig etwas anders vorgestellt. Aber so ist es in einem langen politischen Diskussionprozess“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke über die Kompromisslösung. „Um den Kanusteg trauere ich tatsächlich. Das wäre gut für die Stadt gewesen“, so Agnes Heesch, die im Rahmen des Stadtmarketings auch für den Tourismus zuständig ist. Fakt ist laut Lembke aber nun, dass die Sanierungen 2020 beginnen werden.

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