Schulleitung statt Politikkarriere

Stormarner Tageblatt  19.02.2020

Schulleitung statt Politikkarriere

Bad Oldesloe Weil er Schulleiter der Theodor-Storm-Schule geworden ist, ist der Oldesloer CDU-Politiker Martin Nirsberger von seinen politischen Ämtern in der Kreisstadt zurückgetreten. Der ehemalige Lehrer der Ida-Ehre-Schule bekam zum 1. Februar die Möglichkeit, Leiter der benachbarten TSS zu werden. Daher trat er als Stadtverordneter zurück. Ebenso trat er als Vorsitzendes Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses zurück. Dieses Amt übernahm Dr. Janine Rausch. Die Christdemokratin Rausch war zuvor nur bürgerliches Mitglied und ist mittlerweile auch Stadtverordnete. Sie nahm dort Martin Nirsbergers Platz ein. nie

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Weitere Stellen gefordert

Stormarner Tageblatt  18.02.2020

Kinder- und Jugendbeirat Bad Oldesloe macht sich Sorgen um die Schulsozialarbeit

.Der Kinder- und JugendbeiratNiemeier
.Der Kinder- und JugendbeiratNiemeier

Bad Oldesloe Der Oldesloer Kinder – und Jugendbeirat kritisiert, dass die lokale Politik sich aus seiner Sicht nicht genug für die Schulsozialarbeit engagiert.

„Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist heutzutage enorm. Stressige und emotionale Situationen nehmen zu, in der Kinder und Jugendliche auf Grund von nicht ausreichenden Schulsozialarbeitern die benötigte pädagogische Hilfe nicht erhalten, häufen sich leider“, beobachtet Lennard Hamelberg, erster Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirats Bad Oldesloe. Ein Antrag auf je eine weitere Stelle an der Ida-Ehre-Schule und der Theodor-Mommsen-Schule wurde bereits von der Politik abgelehnt. Es werde stattdessen auf andere Institutionen verwiesen, wie auf das Jugendamt.

Dies sei für viele Jugendliche jedoch keine Lösung, da das Wort oft mit Kindesmissbrauch, Polizei, Entzug des elterlichen Sorgerechts und Bestrafung assoziiert wird. „Der Jahresbericht 2018/ 2019 zeigt die Relevanz von Schulsozialarbeit, “, so Hamelberg. Wer an diesem oder weiteren Themen des Kinder- und Jugendbeirats Bad Oldesloe interessiert ist, ist zur nächsten öffentlichen Sitzung am 20. Februar, um 15.40 Uhr im Sitzungssaal 2.09 des Rathauses, Markt 2, eingeladen. st

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Verwaltung versucht Bäume zu erhalten

Stormarner Tageblatt  18.02.2020

Auf der Suche nach Lösungen im Wolkenweher Weg: Weiterer Ortstermin

Die Wurzeln der  Bäume haben im Wolkenweher Weg zum Teil die Fußwege arg in Mitleidenschaft gezogen.Nie
Die Wurzeln der Bäume haben im Wolkenweher Weg zum Teil die Fußwege arg in Mitleidenschaft gezogen.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Eigentlich war die Sache entschieden: Elf bis zwölf Bäume im Wolkenweher Weg in Bad Oldesloe sollten gefällt werden. Bürgermeister Jörg Lembke verkündete das kürzlich, damit Anwohner nicht erstaunt seien, dass eine Fällungsaktion – die wegen der Gesetzeslage bis Ende Februar abgeschlossen sein muss – durchgeführt werde.

Der Grund: Wurzeln haben den Fußweg in Mitleidenschaft gezogen. Die Bäume sorgen auch dafür, dass der Gehweg nicht der Mindestbreite entspricht. Der Bürgermeister und Passanten sowie Anwohner sehen die Bäume als eine Gefahr für Fußgänger, Rollstuhlnutzer oder Menschen mit Kinderwagen. Es sei bereits zu Unfällen gekommen. Ein Gutachter kam zu dem Urteil, dass ein Teil der Bäume entnommen werden muss. Einen politischen Beschluss muss es hierfür nicht unbedingt geben.

Der Umwelt- Energie- und Verkehrsausschuss der Stadt möchte das nicht so hinnehmen. Es könne nicht sein, dass gesunde Bäume gefällt werden. Daher forderten die Lokalpolitiker , dass von der Fällung abgesehen wird. Es sei noch zu keinen schweren Unfällen gekommen und außerdem stünden die Bäume unter Bestandsschutz. Wenn die Fußwege nicht breit genug seien, müssten Anwohnergrundstücke verkleinert werden: Durch Ankauf durch die Stadt oder im Zweifel durch Enteignung, wenn sich jemand uneinsichtig zeige. Quer durch die Fraktionen möchten Lokalpolitiker die Fällung verhindern. „Wir haben das wahrgenommen und werden nochmal einen Ortstermin machen, mit dem Ziel, die Fällung vorerst zu vermeiden“, so Bauamtsleiter Dr. Kurt Soeffing. Die Verkehrssicherheit müsse aber gewährleistet sein. Die Stadt stehe in der Verantwortung. „Wir werden nicht versuchen, gegen die Politik jetzt die Fällung durchzudrücken, wenn es sich verhindern lässt“, so Soeffing. „Wir werden andere Lösungen versuchen. Vielleicht müssen ein, zwei Bäume trotzdem gefällt werden. Das muss man sehen. Wir versuchen es zu vermeiden“, so Soeffing. Es wäre auch möglich, dass der Bürgermeister den Weg komplett sperren lassen muss, wenn nicht gefällt wird, hatte es zuvor geheißen.

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Neue Seniorenwohnungen in Bad Oldesloe geplant

Stormarner Tageblatt  17.02.2020

Lauenburgische Treuhandgesellschaft will 44 Wohneinheiten an der Lübecker Straße errichten

Das ehemalige Betriebsgelände  Omnibusbetrieb Niemeyer in  Bad Oldesloe an der Lübecker Straße wird bebaut.Nie
Das ehemalige Betriebsgelände Omnibusbetrieb Niemeyer in Bad Oldesloe an der Lübecker Straße wird bebaut.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Früher starteten hier Seniorenreisen, bald wohnen hier Senioren: Die Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter, Wohnraum wird knapper – auch in Bad Oldesloe. Bezahlbare vier Wände für Menschen aller Generationen sind ein wichtiges Thema. In der Lübecker Straße sollen Wohnungen für die ältere Generation entstehen.

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Busunternehmens Niemeyer ist der Bau von seniorengerechten Wohnungen geplant. Eine Baugenehmigung durch die Verwaltung soll bereits erteilt worden sein. Geplant sind 44 Wohneinheiten, die der Zielgruppe entsprechend ausgestattet sein werden.

Baubeginn soll noch im ersten Halbjahr 2020 sein. Ein fester Termin für die Fertigstellung ist noch nicht bekannt. Bauherr ist die Lauenburgische Treuhandgesellschaft (LTG) mit Sitz in Mölln. Es ist nicht beabsichtigt, dort ein klassisches Seniorenheim zu errichten. Vielmehr soll Wohnraum geschaffen werden, der sich speziell an den Bedürfnisse älterer Menschen oder Menschen mit Handicap orientiert. Pflegepersonal wird nicht vor Ort direkt beschäftigt sein, könne aber über lokale Dienstleister gebucht werden, so jedenfalls sehen es die Überlegungen der Investoren vor. Das Alter soll bei der Vergabe der Wohnungen nicht die entscheidende Rolle spielen, auch wenn die Wohnungen speziell auf die Bedürfnisse von Senioren hin gestaltet werden sollen.

Das Busunternehmen, das auf dem Grundstück viele Jahre in Bad Oldesloe beheimatet war, gibt es übrigens weiterhin. Es hat seinen Firmensitz nach Meddewade in die Oldesloer Straße verlegt verlegt.

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Oldesloer Politiker retten zehn Linden vor der Säge

Lübecker Nachrichten   16.02.2020

Aus Sicherheitsgründen möchte der Bürgermeister die Bäume im Wolkenweher Weg fällen lassen. Umweltausschuss will das jedoch verhindern – und votierte einstimmig für den Erhalt

Von Markus Carstens

Zu eng? Zu gefährlich? Die Politik ist gegen den Vorschlag des Bürgermeisters, zehn Linden im Wolkenweher Weg zu fällen. fotos: Carstens

Bad Oldesloe. 39 Linden stehen im Wolkenweher Weg in Bad Oldesloe, zehn davon sollen bis Ende Februar gefällt werden. Danach ist es aus naturschutzrechtlichen Gründen erst mal nicht erlaubt. Der Gehweg, vom Konrad-Adenauer-Ring auf der linken Seite gesehen, sei an einigen Stellen zu schmal und mittlerweile zu gefährlich für Fußgänger, erklärt Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos).

Die Linden wurden vor etwa 40 Jahren gepflanzt und nehmen laut Lembke dort inzwischen so viel Platz ein, dass der Gehweg nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Die Oberfläche des ohnehin stellenweise nur noch sehr schmalen Gehweges werde in einigen Bereichen deutlich durch Wurzeln angehoben. Das Entfernen des Plattenbelages und das Ausbessern des Weges hätten nur kurzfristig eine Verbesserung gebracht.

Lembke weiter: „Die Unebenheit des Weges hat bereits vereinzelt zu Unfällen von Fußgängern geführt.“ Außerdem hätten Wurzeln bereits Schäden an privaten Grundstücken verursacht, zum Beispiel an Gartenmauern. Ein Gutachter kam aus Gründen der Verkehrssicherheit zu dem Ergebnis, dass zehn Bäume gefällt werden müssten.

Der Oldesloer Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss sah das jetzt jedoch über alle Parteigrenzen hinweg komplett anders – und kassierte das Vorhaben vorerst ein. Der Bürgermeister kann nun Widerspruch einlegen oder zum Beispiel den Weg sperren.

„Jahrelang ist nichts passiert, und plötzlich sollen zehn Bäume gefällt werden?“, wunderte sich Jens Wieck (CDU). „Wir brauchen die Bäume.“ An anderen Stellen im Stadtgebiet seien die Wege noch schmaler. Außerdem stünde im nächsten Jahr eine Sanierung des Wolkenweher Wegs an, dann könne man auch über eine andere Führung des Gehwegs nachdenken.

Auch Parteikollege Andreas Lehmann kann „die Sicherungsmaßnahme nicht nachvollziehen“. Der Zustand sei seit Jahren ähnlich, es habe keine schweren Unfälle gegeben. „Warum dann gesunde Bäume absägen?“, fragte Lehmann.

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