Bodenabdeckung der Stormarnhalle nicht notwendig

Pressemitteilung der CDU Bad Oldesloe am 13.08.2021

Bodenabdeckung der Stormarnhalle nicht notwendig

„Eine Abdeckung des Bodens der Stormarnhalle ist nur in ganz bestimmten Fällen notwendig“ erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU Bad Oldesloe, Jörn Lucas, zu der Vorlage der Verwaltung zur letzten Sitzung des Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss am 11.08.2021 in der Festhalle in Bad Oldesloe. Die Verwaltung sieht vor den Boden der Stormarnhalle für jede nicht sportliche Nutzung mit einem Belag abzudecken und die Kosten dann auf die Nutzer umzulegen. „die Abdeckung des Bodens ist als Verwaltungshandeln der politischen Entscheidung entzogen, „ betont Lucas “ aber eine Abdeckung ist nicht notwendig und bereitet aus vielerlei Perspektiven unnötige Probleme.“ Zunächst würden die Kosten für nichtsportliche Veranstaltung steigen, was die Nutzung der Stormarnhalle als Mehrzweckhalle deutlich erschwert, dann erzeugt die Verlegung des Bodens zusätzliche Mehrarbeit für den Baubetriebshof, der aus diesem Grunde vermutlich zusätzliche Stellen einfordern wird. Aber vor allem wird diese Bodenbelegung für zusätzliche Ausfallzeiten für die schulische und sportliche Nutzung mit sich bringen. 

„All das ist völlig unnötig, denn für alle bisher durchgeführten Nutzungen der Stormarnhalle sind der Politik keine Schäden des Bodens bekannt gemacht worden. Nicht einmal bei den Konzerten von „Jeden Tag Silvester“ bei denen ich Konzertbesucher war und die vermutlich die größten Veranstaltungen in den letzten Jahren waren, haben den Boden beschädigt. Es ist absurd jetzt eine Abdeckung vorzusehen.“ Besonders verärgerte Stimmen waren aus dem BSKA zu hören, dass für die nichtsportliche schulische Nutzungen die Kosten dann aus dem Schulbudget zu nehmen seien. „Das wird dazu führen, dass die Schulbudget erhöht werden müssen, obwohl es keinen sachlichen Grund dafür gibt.“ erläutert Lucas. Dass die Abdeckung für das Behelfskrankenhaus, für das die Stormarnhalle während der Hochphase der Pandemie vorgesehen war, sinnvoll gewesen sein kann, ist dagegen unstrittig.

Lucas kann aus eigener beruflicher Erfahrung als Geschäftsführer eines Großsportvereins mit eigenen Sporthallen berichten, dass die Sporthallenböden starken Belastungen standhalten. „In unseren eigenen vereinseigenen Sporthallen veranstalten wir Messen, alljährliche Faschingsveranstaltungen und Konzerte, das größte war ein Boss-Hoss-Konzert. Und da diese Hallen unser Eigentum sind, würden wir ein großes Risiko eingehen, wenn die Böden bei solchen Veranstaltungen Schaden nehmen würden. Tun sie aber nicht.“ Lucas fordert den Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe auf, seine Entscheidung für die nichtsportliche Nutzung der Stormarnhalle zu überdenken und zu ändern.  

Bild: CDU Fraktionsvorsitzender Jörn Lucas ist hauptberuflicher Geschäftsführer des MTV Treubund Lüneburg, eines Sportvereins mit eigenen Sporthallen in denen Messen und Kongresse auf einem nichtabgedeckten Sportboden stattfinden.

Veröffentlicht unter Pressemitteilungen |

Symbolisches Radfahren?

Markt Bad Oldesloe Wochenzeitung   11.08.2021

Stadtradeln vom 21. August bis 10. September in 15 Stormarner Städten

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Stormarner Städte, die am Stadtradeln 2021 teilnehmen und Vertreter des ADFC beim Landrat Dr. Henning Görtz und der Stadtradeln-Organisatorin beim Kreis, Isa Reher, um ihre Aktionen vorzustellen. Foto: K. Hilmer

Stadtradeln als Symbol für den Klimaschutz? Mehr als 800.000 Kilometer legten die Stormarnerinnen und Stormarner mit der Aktion zurück. Sowieso oder ausnahmsweise, es bleiben 20 CO2-freie Erdumrundungen per Fahrrad. Nahezu alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises erschienen zur Vorstellung von Stadtradeln 2021, nicht mit dem Rad, aber mit Ideen und Konzepten für eine fahrradfreundliche Stadt.

BAD Oldesloe   15 Städte sind in diesem Jahr dabei, wenn am 21. August der Startschuss fällt zum Kilometerzählen. Das Stadtra deln beginnt wieder mit einer Sternfahrt, organisiert vom
ADFC. Es geht nach Büttenwarder, auf der Landkarte ist es als Grönwohldt eingezeichnet.
187 Teams sind schon angemeldet, die vom 21. August bis 10. September Kilometer schrubben wollen allein mit Muskelkraft und Schwung. Bad Oldesloe ist bislang Spitzenkraft
an Jahren, wenn auch nicht an Kilometern, da hatte Bargteheide drei Jahre in Folge die Nase
vorn, nicht 2020, aber 2021 sei das wieder Ziel, so Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Der Trittauer Bürgermeister Oliver Mesch beobachtet nicht allein das Stadtradeln von seinem Schreibtisch aus, sondern den zunehmenden Radverkehr in seiner Stadt. 2020 zählten die Trittauer mehr als 18.000 Radkilometer in den zwei Wochen. Witzhave ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei.

Aus Tangstedt kommt der Spitzenreiter, ein Radler, der täglich seinen Arbeitsweg nach Hamburg-Fuhlsbüttel per Fahrrad zurücklegt. Seine Motivation? Fitness und ein Radler mit dem Bürgermeister Jürgen Lamp. Reinfeld will nach vier Jahren Stadtradeln auch beim Bahnhofsumbau die Radfahrer im Blick haben, Roald Wramp verspricht den Nordstormarnern eine fahrradfreundlichere Pendlerstadt. In Reinbek tritt wieder der Radelnde Amtsschimmel an, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses mit Bürgermeister Björn Warmer, radeln zusammen mit 16 weiteren Teams. Allein die Schülerinnen und Schüler der Sachsenwaldschule umrunden seit acht Jahren jedes Jahr den Planeten auf Fahrrädern. Auch die Stadt Wentorf war schon zwei Mal dabei und tritt wieder an.
Oststeinbek nutzt die Gelegenheit, sich mit Glinde kurzzuschließen mit dem Ziel, die Radwegeverbindung der beiden Städte zu modernisieren.Der spontane Start in Lütjensee im vergangenen Jahr nimmt in diesem Jahr Fahrt auf. Waren es 2020 noch wenig Teams aber viele Teilnehmer, sollen in diesem Jahr mehr Teams in Richtung fahrradfreundliche Gemeinde Lütjensee radeln. Wie in vielen anderen Stormarner Kommunen nimmt die
Bürgermeisterin von Lütjensee, Ulrike Stentzler, Bürgerinnen und Bürger mit auf eine Radtour zu gelungenen und geplanten Vorhaben. Um Lütjensee radeln viele Stormarner und Gäste auf zu Radwegen umgebauten Bahntrassen – von Bad Oldesloe bis Trittau zum Beispiel.
Großhansdorf ist zum dritten Mal dabei. Hoffnungsträger ist das Schulzentrum, dort gilt es in
diesem Jahr, die Tausender-Marke zu knacken. Es gibt organisierte Touren,unter anderem mit dem Bürgermeister. Der Heimatverein und die Park Klinik Manhagen laden zum Radeln ein. Großhansdorf plant unter anderem von Rad.SH geförderte Fahrradunterstände am Bahnhof.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Online-Angebote keine Notlösung

Stormarner Tageblatt  11.08.2021

Rückkehr in Präsenzunterricht – aber Kurse übers Internet sind Bereicherung für die VHS Bad Oldesloe

Gabi Stöver-Marx (v.l.), Karin Linnemann und Tracy Newton stellen das neue VHS Herbstsemester-Programm vor.  Finn Fischer
Gabi Stöver-Marx (v.l.), Karin Linnemann und Tracy Newton stellen das neue VHS Herbstsemester-Programm vor. Finn Fischer

Finn Fischer
Jetzt wird wieder in Präsenz gelernt: In ihrem neuen Verbundprogramm stellen die Volkshochschulen aus Bad Oldesloe und Reinfeld ihr gemeinsames Herbstprogramm vor. Im neuen Semester wird allerdings nicht komplett auf Online-Kurse verzichtet, die während der Pandemie eingeführt wurden. „Kurse per Videokonferenzen haben wir zunächst aus der Not heraus angeboten“, sagt Karin Linnemann, Leiterin der VHS in Bad Oldesloe.
Aber aus dem Angebot sei nun auch eine Bereicherung geworden. Viele Schüler vermissen zwar den Präsenzunterricht, einigen kommt dieser allerdings auch ganz gelegen.
Über ein Förderprogramm des Landes namens „VHS.edit“ erhielt die Oldesloer Volkshochschule 20.000 Euro. „Wir haben die Zeit in den letzten Monaten gut genutzt, Fortbildungen für Dozenten organisiert und die Ausstattung aktualisiert“, so Tracy Newton von der VHS Bad Oldesloe.

Onlinekurse nach Skepsis gut angenommen
Nach anfänglicher Skepsis wurden alle Online-Kurse im vergangenen Semester gut angenommen. Deswegen wird auch im Herbst nicht gänzlich darauf verzichtet, obwohl der Unterricht in den Räumen im KuB und Bürgerzentrum in Reinfeld wieder stattfinden kann – wenn auch zunächst noch in kleineren Gruppen. Die Abstände in den Kursen müssen weiterhin sichergestellt sein.

237 Kurse in Bad Oldesloe, 75 in Reinfeld
Die Oldesloer Volkshochschule bietet im neuen Herbstprogramm insgesamt 237 Kurse und Einzelveranstaltungen, die Reinfelder VHS weitere 75. Seit 2006 bilden beide Bildungseinrichtungen einen Verbund und kooperieren bei der Zusammenstellung des Programms.
Während der Pandemie zeigte sich ein gesteigertes Interesse an Fitnesskursen, wie Gabi Stöver-Marx, Leiterin der VHS in Reinfeld, sagt: „Bei uns werden die Yoga-Kurse weiterhin sehr gut nachgefragt.“ Deswegen hat die Volkshochschule das Angebot ausgeweitet. Neben verschiedenen zusätzlichen Angeboten für Erwachsene gibt es jetzt auch Kurse für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren.
Die Oldesloer Volkshochschule bietet in diesem Semester einige Reisevorträge, etwa über die Färöer Inseln, Grönland und Persien. Spannend für Menschen, die ihre Urlaube künftig individueller gestalten wollen: Der Kurs „Reisen mit dem Wohnmobil“.
Behandelt werden darin Fragen wie die nach der Wahl des richtigen Fahrzeugs, wo übernachtet werden darf. Der Workshop soll dabei helfen, den eigenen Bedarf und die eigenen Wünsche zu erkennen. Ein anderer Kurs nimmt sich die „Gesellschaft in Zeiten des Klimawandels“ vor.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Stormarn um 12 Uhr

Stormarner Tageblatt  11.08.2021

Susanne Rohde
Susanne Rohde

Bad Oldesloe Es ist nicht unbedingt ein schöner Anblick: Die Schulcontainer auf dem Gelände der Beruflichen Schule am Schanzenbarg sind zwar zur Mittagszeit alle leer, aber trotz des neuen Anbaus (im Hintergrund zu erkennen) werden die mobilen Klassenzimmer vorerst noch gebraucht. Denn auch im neuen Schuljahr heißt es aus Vorsichtsgründen natürlich noch „Abstand halten“.
srp

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Politik: Am Hölk muss sich was tun

Stormarner Tageblatt  10.08.2021

Quer durch die Parteien wird gefordert, dass in den Hochhäusern endlich etwas für die Mieter geschieht

Die beiden Hochhäuser stehen in der Mitte des Quartiers und sind stadtbildprägend.  Patrick Niemeier
Die beiden Hochhäuser stehen in der Mitte des Quartiers und sind stadtbildprägend. Patrick Niemeier
 

Patrick Niemeier

Dass sich rund um und vor allem in den beiden Bad Oldesloer Hochhäusern im Hölk und Poggenbreeden in Bad Oldesloe etwas tun muss, darüber herrscht in der Politik weitestgehend Einigkeit.
Die beiden 1972/73 durch eine landeseigene Wohnbaugesellschaft errichten Mehrfamilienhäuser, die mittlerweile der Adler Real Estate gehören, sind immer wieder in den Schlagzeilen. Seien es defekte Fahrstühle, kaputte Heizungsrohre, zerstörte Haustüren oder seltsame Nebenkostenabrechnungen – es kommt zu Problemen.
Seit mehreren Jahren bemüht sich der Quartierstreff „Plan B“ um die Bewohner in den beiden Mehrfamilienhäusern, aber auch um die gesamte erweitere Nachbarschaft. Durch zahlreiche Feuerwehr- und Polizeieinsätze sowie Sperrmüllablagerungen rund um die großen Blöcke gilt das Quartier als sozialer Brennpunkt.
Unlängst besuchte der Landtagsabgeordnete Martin Habersaat (SPD) Quartiersmanagerin Maria Herrmann von Q8, die sich um Verbesserungen direkt vor Ort bemüht. Unter anderem konnte Herrmann mit ihrem Team unlängst eine erfolgreiche Corona-Impfaktion direkt im Treffpunkt auf die Beine stellen.
„Diese Häuser müssen grundlegend saniert oder absehbar abgerissen werden. Die Menschen, die hier leben, dürfen nicht mit feuchten Wänden und kaputten Fahrstühlen alleine gelassen werden, auch sie haben das Recht auf eine würdige Wohnung“, sagte Habersaat nach seiner Besichtigung.
Ein von den Mietern und der Quartiersmanagerin aufgestelltes Protestplakat gegen die Besitzer wurde von der Adler Real Estate entfernt. Laut Q 8 soll als Reaktion auf einen Brand in einem der defekten Fahrstühle eine Sicherheitsfirma engagiert worden sein. Die Adler Real Estate hat auf Nachfragen der Redaktion zu den entsprechenden Themen zuletzt nicht reagiert.
Da nicht nur die Kommunikation mit den Medien, sondern auch mit den zum Teil verunsicherten und verängstigten Mietern ausbaufähig ist, soll auch eine niedrigschwellige Mieterberatung auf den Weg gebracht werden. Das Ziel: Mieter sollen mutig den Klageweg bestreiten und dabei Rückhalt bekommen. Sie sollen ihre Rechte kennen.
Für die spezielle Mieterberatung direkt an den beiden Hochhäusern engagiert sich auch der Stadtverordnete Jens Wieck (CDU), der nun zusätzlich noch einen weiteren Vorstoß in die Lokalpolitik einbrachte.
Aus der Sicht der Oldesloer Christdemokraten seien die Hochhäuser nämlich ein städtebaulicher Missstand, denn sie weisen Substanz- und Funktionsmängel auf. Aus Wiecks Sicht sei es so, dass die Wohnungen nicht den Anforderungen an Sicherheit und gesunde Wohnverhältnisse entsprechen. Daher fordert der CDU-Lokalpolitiker jetzt, dass die Stadt Bad Oldesloe überprüfen soll, ob das Gebiet rund um und natürlich inklusive der beiden Hochhäuser in ein Sanierungsgebiet verwandelt werden könnte.
Bei der Überprüfung der rechtlichen Machbarkeit soll es darum gehen, welche Folgen das für die einbezogenen Gebäude haben könne, welche Kosten entstehen, ob die Stadt möglicherweise für die Unterbringung der Bewohner zuständig sein könnte, welche Verpflichtungen für Eigentümer damit einhergehen und ob es Förderung für entsprechende Gutachten gebe. Zentral sei dabei auch die Frage, wer eine Sanierung oder einen möglichen Neubau verpflichtend bezahlen müsse. Außerdem wünschte sich Wieck die Einbeziehung des Kieler Stadtentwicklers Wulf Dau-Schmidt, der schon mehrfach in Bad Oldesloe tätig war.
Vor allem der letzte erwähnte Punkt stieß aber nicht auf Gegenliebe bei den Mitgliedern anderer Fraktionen im Wirtchafts- und Planungsausschuss. Auch die Stadtverwaltung betonte, dass solche Leistungen ausgeschrieben werden müssen und nicht einfach ein Stadtentwickler ausgesucht werden könne. Annika Dietl (SPD) merkte außerdem an, dass sie nicht denke, dass das gesamte Quartier ein sozialer Brennpunkt sei oder ein Sanierungsgebiet sein müsse, sondern lediglich die beiden Hochhäuser und ihr Besitzer, also die Adler Real Estate, das Problem in dem Stadtviertel darstellen. Nachdem der Passus zum Kieler Stadtentwickler gestrichen wurde, stimmten die Ausschussmitglieder aber mehrheitlich für den Auftrag an die Verwaltung, die rechtliche Machbarkeit eines Sanierungsgebietes zu überprüfen und die entsprechenden Fragen zu beantworten.
Wie es nun konkret am Hölk und Poggenbreeden weitergehen könnte, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. „Eigentum verpflichtet, das gilt für Immobilienkonzerne in besonderem Maße“, lautet die klare Aussage des Landtagsabgeordneten Habersaat.

Veröffentlicht unter Presseartikel |