Mehr Gehalt? Im Stadthaus entscheiden Berater darüber

Lübecker Nachrichten   01.09.2019

Die Oldesloer Verwaltung hat kein Personal für ihre Stellenbewertungen. Das soll jetzt ein Beraterfirma übernehmen – für 60 000 Euro.

Über Gehaltserhöhungen im Oldesloer Stadthaus wird nächstes Jahr eine externe Firma entscheiden. Foto: MARKUS CARSTENS

Bad Oldesloe. „Hey Boss, ich brauch’ mehr Geld“, hat Gunter Gabriel einst gesungen und in den 1970er Jahren den Soundtrack für die Arbeiterklasse geliefert. Wenn Gehaltsverhandlungen doch nur so einfach wären. Im Gegenteil: In der Welt der Verwaltung kann es sogar extrem kompliziert sein.

Bei der Stormarner Kreisverwaltung gibt es sogar jemanden, der sich ausschließlich mit sogenannten Stellenbewertungen beschäftigt. Das heißt, er prüft zum Beispiel den Antrag auf eine höhere Eingruppierung ganz genau auf Herz und Nieren. Was macht welcher Mitarbeiter genau? Welchen Wert hat welche Aufgabe? Nach Aussage von Fachleuten kann dies 20 bis 30 Stunden pro Stelle in Anspruch nehmen.

Auch in der Oldesloer Stadtverwaltung sind in der jüngeren Vergangenheit diverse Anträge eingegangen – mangels Personal jedoch noch nicht bearbeitet worden. Insgesamt liegen derzeit 23 Anträge vor, teilweise aus dem Sommer 2018. Der Sachbereich Personal und Organisation hat jedoch laut Stadtverwaltung keine Kapazitäten, diese zeitnah abzuarbeiten. Das wirke sich auch auf die Motivation der Mitarbeiter aus.

Deshalb hatte die Verwaltung für die jüngste Sitzung des Finanzausschusses den Antrag formuliert, 60 000 Euro freizugeben für eine externe Beratungsgesellschaft. Und die Kommunalpolitiker zeigten sich aufgeschlossen und gaben dem Ansinnen ihre Zustimmung – bei zwei Enthaltungen der FBO. Es gab zwar Stimmen, die Zweifel an den angesetzten 30 Stunden Arbeitsaufwand zur Beurteilung einer Stelle hatten; am Ende waren sich jedoch alle einig, etwas für die Beschäftigten im Stadthaus zu tun.

„Das ist ein aufwendiges und kompliziertes Verfahren. Damit wir Rechtssicherheit haben, sind 30 Stunden angemessen“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke mit Verweis auf den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD). Andere Gemeinden würden das teilweise über den Daumen machen. Aber dann, so Lembke, würden wir immer mehr Anträgen Tür und Tor öffnen. „Die rechtssichere Eingruppierung und Besoldung der Beschäftigten dient der ordnungsgemäßen Führung der Verwaltung“, heißt es in der Begründung des Antrags.

„Wir begrüßen, dass die Dinge nun auf den Weg gebracht werden“, sagte Andreas Lehmann von der CDU. „Wenn die Mitarbeiter mehr leisten, müssen sie auch entsprechend geschätzt und vergütet werden.“ Um die Beschäftigten nicht nur zu halten, sondern auch neue zu gewinnen, regte Lehmann eine Organisationsuntersuchung für das kommende Jahr an.

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Oldesloer Schüler: Per Bus in den Hansa-Park

Stormarner Tageblatt  31.08.2019

Oldesloer Schüler: Per Bus in den Hansa-Park

Für Oldesloer ist der Eintritt in den Hansa-Park  am Freitag, 6. September, frei.  Der Highlander (Foto)  gehört zu den Highlights des Parks an der Ostsee.  Er ist weltgrößter, höchster und schnellster Gyro Drop Tower. Die Fallhöhe beträgt 103 Meter.  HANSA PARK

Für Oldesloer ist der Eintritt in den Hansa-Park am Freitag, 6. September, frei. Der Highlander (Foto) gehört zu den Highlights des Parks an der Ostsee. Er ist weltgrößter, höchster und schnellster Gyro Drop Tower. Die Fallhöhe beträgt 103 Meter. HANSA PARK

Bad Oldesloe Den Hauptpreis der NDR-Sommertour 2019 für den gesamten Ort sicherte sich Bad Oldesloe, nämlich freier Eintritt in den Hansa-Park in Sierksdorf für alle Einwohner der Stadt am kommenden Freitag, 6. September. Dazu gibt die Stadt jetzt noch einmal wichtige Hinweise und Infos für alle Oldesloer, die an diesem Tag in den Hansa-Park fahren wollen. Freien Eintritt gibt es nur für die Einwohner von Bad Oldesloe, die deshalb ihren Personalausweis vorzeigen müssen. Die Hin- und Rückfahrt muss selbst organisiert werden und erfolgt auf eigene Gefahr. Um den Oldesloer Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, diesen Gewinn zu nutzen, wird die Stadt Busse zur Verfügung stellen, die die Schülerinnen und Schüler nach Schulschluss um 13 Uhr in den Hansa-Park fahren. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Hin- und Rückfahrt und der Aufenthalt im Hansa-Park auf eigene Gefahr und ohne Betreuung erfolgt. Es handelt sich um keine Schulveranstaltung. Die Busfahrt ist für die Oldesloer Schüler kostenfrei. Ein Ausweis, aus dem der Wohnort Bad Oldesloe hervorgeht, sowie die Anmeldebestätigung für den Bus sind mitzubringen. Die Abfahrtzeit ist jeweils um 13 Uhr auf dem Exer und vor der Schule am Masurenweg. Die Rückfahrt ist ab Sierksdorf um 18.15 Uhr vom Busparkplatz Hansa-Park. Ankunft ist dann wieder Exer bzw. Schule am Masurenweg. Hier werden die Eltern gebeten, ihre Kinder wieder in Empfang zu nehmen. Da die Plätze in den Bussen begrenzt sind, wird um eine verbindliche Voranmeldung bis zum 3. September gebeten. Hierfür hat die Stadt ein Anmeldeformular vorbereitet. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online mit der Einsendung des ausgefüllten Anmeldeformulars. Sollte es mehr Anmeldungen als Plätze geben, werden die Plätze nach der Anmeldereihenfolge vergeben. st

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular stehen unter: www.badoldesloe.de/sommertour.

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Wo Bad Oldesloe noch wachsen kann

Lübecker Nachrichten   31.08.2019

Wohnraum ist in der Kreisstadt gefragt – In einigen neuen Baugebieten sollen in der Zukunft Häuser und Wohnungen gebaut werden – Auch die Innenstadtverdichtung ist ein Thema

In der Königsstraße in Bad Oldesloe soll ebenfalls neuer Wohnraum entstehen Foto: MT

Bad Oldesloe. Der Kreis Stormarn wird laut einer Studie auch in Zukunft weiter wachsen. Wohnraum ist deshalb begehrt. „Entsprechend der Funktion der Stadt Bad Oldesloe als Mittelzentrum obliegt ihr eine besondere Verantwortung zur Bereitstellung eines bedarfsgerechten Wohnraumangebotes“, erklärt Horst Möller, Erster Bürgermeister-Stellvertreter in Bad Oldesloe. Neben der Erschließung neuer Wohngebiete soll das auch über die Innenstadtverdichtung erfolgen: Laut Baugesetzbuch solle mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden; Maßnahmen zur Innenentwicklung sollten genutzt werden.

„Die Stadt Bad Oldesloe hat in den vergangenen Jahren zahlreiche planerische Aktivitäten zur Innenentwicklung betrieben, die jedoch den Bedarf nicht decken können. Es ist deshalb erforderlich, auch auf die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Baulandreserven im Außenbereich zurückzugreifen“, erklärt Möller. Bad Oldesloe ist über die Autobahn gut zu erreichen und liegt sowohl zu Lübeck als auch zu Hamburg günstig. Von daher ist die Nachfrage nach Wohnraum groß. Derzeit gibt es mehrere Baugebiete in der Kreisstadt, wo neuer Wohnraum entstehen soll.

Im Baugebiet Claudiussee haben rund 200 Wohneinheiten Platz. B. Albrod

„Das Baugebiet Claudiussee im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 107 südlich der Kampstraße ist erschlossen“, so Möller weiter. Die Bauarbeiten dort hätten bereits begonnen. „Es können rund 200 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern entstehen.“ Entlang der Bahnlinie wird derzeit eine Schutzwand gebaut, um die neue Siedlung vor Lärm zu schützen. Die Vermarktung erfolgt durch einen privaten Investor. 20 Prozent der Wohnungen sollen dabei laut Bebauungsplan für Wohnungen, die mit den Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnten, zur Verfügung stehen.

In Rethwischfeld wurde ein neues Baugebiet ausgewiesen. ST

In Rethwischfeld stünden die für diesen Bereich möglichen Wohnbauflächen bereits jetzt zur Verfügung. Das Bauleitplanverfahren sei schon begonnen worden, so Möller. Um der in der Stadt Bad Oldesloe bestehenden anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum entgegenzukommen, soll hier die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche westlich der Alten Ratzeburger Landstraße im Stadtteil Rethwischfeld als Wohngebiet entwickelt werden. „Zum Bauleitplanverfahren für den Bebauungsplan Nr. 114 in Rethwischfeld wurden zwei Planungsvarianten mit 40 bis 60 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern öffentlich ausgelegt.“ Planunterlagen kann man auf der Homepage der Stadt einsehen. Der Zeitpunkt der Rechtskräftigkeit des Bebauungsplanes beziehungsweise der Erschließung des Baugebietes sei noch nicht absehbar.

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Stormarner Tageblatt  31.08.2019

Stormarner Wochenschau

Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Megi Balzer
Megi Balzer

Patrick Niemeier, Stephan Poost und Volker Stolten

Eigentor Ein großes Auslieferungslager eines internationalen Internethändlers soll nach Bad Oldesloe kommen. Soll man sich darüber freuen? Vor dem Hintergrund der Fakten fällt das schwer: 150 Arbeitsplätze mit einem Bruttoverdienst von eben über elf Euro die Stunde, Hunderte Auslieferungsfahrzeuge täglich und Lkw-Zulieferung nachts und – was schwer wiegt – ein ganz schlechtes Signal an die Kaufleute in der Innenstadt. Möglicherweise wird der Internethändler im Umkreis von seinem Auslieferungslager innerhalb eines halben Tages liefern, wie sollen da Einzelhändler überleben? Unsere Karikaturistin hat schon mal in die Zukunft geschaut. Was ebenso schwer wiegt: Mit rund 30.000 Euro werden die Steuereinnahmen beziffert. Mit dem Geld lässt sich noch nicht mal die Straße zum neuen Lager finanzieren. Aber vielleicht sollte man sich ja nicht zu laut beschweren, schließlich hatten es Verwaltung und Politik mit der B-Plan-Gestaltung selbst in der Hand, welche Firmen sich ansiedeln.

Einsatz Das war wirklich ein starker Auftritt: Beim finalen Städtewettkampf der NDR-Sommertour im Hansa-Park haben Bürgermeister Jörg Lembke und seine Getreuen aus der Feuerwehr gezeigt, das an Bad Oldesloe kein Weg vorbeiführt. Mit Kraft und Taktik haben sie die Gegner in die Knie gezwungen. Das war gerade bei der Disziplin Tauziehen zu beobachten. Als hätten sie vom magischen Druiden Miraculix eine Dosis Zaubertrank eingeflößt bekommen, zogen die glorreichen Fünf aus der Kreisstadt die Rivalen auf der anderen Seite schwuppdiwupp und in Rekordzeit über die Markierung. Grandios! Und Philipp Bornholdt – selbst ein Mann wie ein Baum – warf dann beim Baumstamm-Weitwurf alles in die Waagschale und wuchtete den hölzernen Pfosten in unerreichbare Weiten. Beeindruckend! Lohn der sportlichen Arbeit: Freier Eintritt für ganz Bad Oldesloe! Und wir überschlagen mal kurz: 25.000 Einwohner x 39 Euro Eintritt pro Nase = 975.000 Euro. Mein lieber Schwan! Egal, wie viele letztlich hinfahren. Der Gewinn zahlt sich für Stormarns Kreisstadt in jeder Hinsicht aus. Gut gemacht!

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Neues Spielfeld für Schach und Boule

Lübecker Nachrichten   30.08.2019

Neues Spielfeld für Schach und Boule

Bad Oldesloe. Anlässlich der Einweihung des Schach- und Boule-Feldes am Exer in Bad Oldesloe findet am Montag, 2. September, von 16 bis 19 Uhr ein Schach- und Boule-Turnier statt. Während des Turniers ist der Schachverein Bad Oldesloe zugegen und heißt auch spontane Spieler willkommen. Ab sofort kann man gegen ein Pfand von zehn Euro in der Stadtinfo, beim Restaurant Agostino und am Minigolf-Platz den Schlüssel für die Schachfiguren ausleihen. Boule-Kugeln bekommt man gegen ein Pfand von 30 Euro in der Stadtinfo und beim Minigolf-Platz.

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