„Runder Tisch“ spricht über die Hagenstraße

Lübecker Nachrichten   01.03.2019

Bad Oldesloe: Vertreter aus Politik und Wirtschaft treffen sich heute zu einer Gesprächsrunde

Knackpunkt Hagenstraße: Wie soll dieser Bereich zwischen Marktplatz und Historischem Rathaus gestaltet werden?  Foto: mc

Bad Oldesloe. Es ist kompliziert mit der Hagenstraße in Bad Oldesloe. Klar ist derzeit nur, dass sie umgebaut werden soll als Auftakt für die Aufhübschung der gesamten Innenstadt. Die Oldesloer Stadtpolitiker hatten vor Kurzem Pläne der Verwaltung verworfen und wollen im Bereich zwischen Marktplatz und Historischem Rathaus eine Fußgängerzone schaffen – was gleichbedeutend ist mit zwei Sackgassen in Höhe der Sparkasse und des Peters-Parkplatzes auf der anderen Seite.

Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) hält den Beschluss der Politiker jedoch für kaum umsetzbar und möchte demnächst Alternativen vorlegen. Momentan ist der betroffene Bereich noch als Spielstraße gekennzeichnet; das wird jedoch aufgehoben, weil es laut Bürgermeister an dieser Stelle nie zulässig war. Die Verwaltung möchte Tempo 20 für die stark genutzte Straße.

„Das Verkehrsaufkommen ist hier extrem hoch. Es fahren dort 240 Busse pro Tag, und es sollen noch mehr werde“, sagt Lembke. „Dazu kommen Autos, Lieferverkehr und auf der anderen Seite viele Fußgänger und Radfahrer.“ Der Bürgermeister präferiert daher einen Zebrastreifen oder auch eine Ampel, um ein „sicheres Miteinander zu ermöglichen“. Die Stadt wolle hier auch den Zob erhalten genauso wie die Parkplätze. Die Stellflächen dort sind die am stärksten frequentierten in Bad Oldesloe. Die Politiker wollen dagegen Wendemöglichkeiten auf beiden Seiten schaffen, was wohl auf Kosten von Parkplätzen gehen würde.

Heute gibt es nun einen Runden Tisch der Politik mit den Oldesloer Händlern, die auch von den Plänen zur Verkehrsberuhigung überrascht wurden und davon nicht viel halten. Bürgermeister Lembke hofft wie alle anderen Beteiligten, dass noch im März eine Entscheidung gefällt wird, damit die Planungen weitergehen. Ursprünglich waren sechs Bauabschnitte, verteilt auf drei Jahre, vorgesehen. Es ginge wohl auch schneller, dann wäre die Hagenstraße ein Jahr lang ununterbrochen Baustelle. mc

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Hagenstraße: Bürgermeister sucht Lösung

Stormarner Tageblatt   28.02.2019

Hagenstraße: Bürgermeister sucht Lösung

Bad Oldesloe Ein Teil der Hagenstraße als Fußgängerzone ohne Pkw-Durchgangsverkehr? Diesen Wunsch hatte die Lokalpolitik als Beschluss der Verwaltung mit auf den Weg gegeben. Doch zunächst wird keine Überprüfung der Machbarkeit durch diese stattfinden. „Ehrlich gesagt, ist es so, dass eine Fußgängerzone an der Stelle technisch eigentlich gar nicht umsetzbar ist. Es würde Begegnungsverkehr auf beiden anderen Seiten bedeuten und man bräuchte einen Wendebereich, den wir auch nicht garantieren können“, so Bürgermeister Jörg Lembke. „Ich weiß gar nicht, wie das auf der Seite aus Richtung Sparkasse funktionieren sollte. Da ist gar kein Platz“, fügt er an. Daher hoffe er nun, dass eine andere Lösung gefunden werde. Im nächsten Wirtschafts- und Planungsausschuss der Stadt soll das Thema daher wieder auf den Tisch. „Eine Verkehrsberuhigung als Spielstraße – so wie es jetzt ist – ist auf Grund der Verkehrsdichte nicht möglich. Aber eine Tempo-20- oder 30-Zone, darüber können wir doch reden“, sagt der Bürgermeister. In solchen Zonen wären Ampeln und Zebrastreifen eigentlich auf Grund der langsamen Geschwindigkeiten ungewöhnlich, aber mit einer Zebrastreifenlösung könne die Verwaltung leben. Er glaube auch immer noch nicht, dass die Lokalpolitik wirklich eine Fußgängerzone in dem Bereich wolle, sondern nur eine Verkehrsberuhigung. Alle Fraktionen – außer der FBO – wollen sich jetzt am Freitagabend mit Gewerbetreibenden aus der Innenstadt treffen, um zu besprechen, wie ihre Meinung zu dem Thema ist und wie es zu dem aktuellen Beschluss kam. Gemeinsam wolle man Möglichkeiten und Risiken der Neuplanungen im Dialog klären, heißt es. nie

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Ein historisches Kleinod

Stormarner Tageblatt   28.02.2019

Alter Friedhof wird saniert, „Heiligen-Geist“-Treppe fällt weg, Trampelpfad bleibt

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Was lange dauerte, wird bald umgesetzt. Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke freut sich, dass die Sanierung des alten Friedhofs auf den Weg gebracht wurde, auch wenn es Abstriche durch die Lokalpolitik gab.

„Es ist ein Prozess, der vor 14 oder 15 Jahren angestoßen wurde, als das Städtebauförderprogramm seinen Anfang nahm. Da ist es ganz natürlich, dass Ideen langsam verwässern oder mit anderen Protagonisten anders diskutiert wird“, so Lembke. Er erlebe es auch bei anderen Projekten – wie dem Kreisel an der Mommsenstraße – dass Teile aus Städtebauförderprojekten vor dem Abschluss noch einige Male auf den Schreibtisch kommen.

Beim Friedhof sei es jetzt soweit, dass das finale Konzept durchgestimmt sei. Zum Opfer gefallen ist in quasi letzter Minute der eigentlich angedachte Steg auf der Trave. Die FDP hatte kritisiert, dass dieser im Schatten liege und sicherlich nicht stark frequentiert werde. Die Grünen bezweifelten, dass die Idee, dass man dort als Kanufahrer anlegen könne, in der Praxis so gelebt werden würde.

„Im Endeffekt war es ein Vorschlag, von dem wir dachten, dass er die Aufenthaltsqualität erhöhen wird. Die Politik hat sich dagegen entschieden. Allerdings war dieser Bereich auch nicht förderfähig und wir hätten es als Stadt bezahlen müssen. Daher verstehe ich den Hinweis auf die Kosten. Ansonsten ist ja alles, was im Konzeptplan war, so geblieben. Es bleiben Details, wo welche Lampe steht“, sagt Oldesloes Verwaltungschef.

Wegfallen wird die Treppe, die jetzt noch in Richtung „Heiliger Geist“ führt. Erhalten bleiben soll der entstandene Trampelpfad aus Richtung Berliner Ring, der historisch nicht so gewollt war und zunächst entfernt werden sollte. „Wir wollen da natürlich bürgernah sein“, erklärt der Bürgermeister.

Entstehen soll auch das zuletzt in der Kritik stehende Plateau mit Blick in Richtung Beste und Kirchberg. „Eigentlich war dort eine Treppe runter zu einem gedachten Wanderweg geplant. Aber das ist ja länger verworfen. Geblieben ist das Plateau. Die Ängste der Grünen, dass wir dort in den Hang eingreifen oder Bäume fällen, konnten wir – denke ich – nehmen“, so Lembke. „Wir werden ein in der Region einmaliges historisches Kleinod aufwerten. Darüber freue ich mich“, so Lembke.

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Neue Fraktion in der Kreisstadt gegründet

Stormarner Tageblatt   27.02.2019

Neue Fraktion in der Kreisstadt gegründet

Bad Oldesloe Überraschung in der Kreisstadt. Die Stadtverordnetenversammlung hat neben der FDP und der Linken jetzt eine dritte Fraktion mit zwei Mitgliedern. Gegründet hat sich die politische Kooperation zwischen der Familienpartei und den Freien Wähler. Bisher saßen Tom Winter (Familienpartei) und Wolfgang Schmidt (Freie Wähler) mit Einzelmandaten in der Versammlung. Ihnen stand auch jeweils nur ein Stellvertreter und eine Mitgliedschaft in einem Ausschuss zu. Vergangene Woche noch hatte Tom Winter im Hauptausschuss darum gebeten, einen zweiten Stellvertreter benennen zu können. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Nach Gesprächen gründete sich jetzt die neue Fraktion „Freie Wähler&Familie Bad Oldesloe“. Und das wird durchaus weitreichende Konsequenzen haben. Denn als Fraktion steht ihnen nicht nur ein Tagungsraum für ihre Sitzung bei Bedarf zu, sondern sie erhalten auch in jedem Ausschuss einen Sitz mit Stimmrecht. Da die Ausschüsse aber schon voll besetzt sind, muss jeweils ein Mitglied aus den bisherigen Fraktionen ausscheiden. „Das wird wohl die Grünen treffen, die in jedem Ausschuss damit einen Platz verlieren. Zumindest ist das der Stand, den wir bisher errechnet haben. Das tut mir leid für einen engagierten Lokalpolitiker, ist aber so“, so Bürgermeister Jörg Lembke. nie

 
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Oldesloer Bühne: Selbst ins Abseits gestellt

Stormarner Tageblatt   27.02.2019

Ein verärgerter und enttäuschter Bürgermeister Jörg Lembke bezieht deutlich Stellung

Kub-TheaterwerkstattNie

Kub-TheaterwerkstattNie

Bad Oldesloe Eigentlich ist die Oldesloer Bühne in Bad Oldesloe seit über fünf Jahrzehnten für Theater auf der Bühne verantwortlich. Jetzt haben die Laiendarsteller aus der Kreisstadt rund um ihre Vorsitzende Heike Gräpel allerdings für mächtig Theater abseits der Bühne gesorgt. Mit unbedachten und offenbar unwahren öffentlichen Aussagen über die Vergabe von Spielzeiten im Kultur- und Bildungszentrum, in dem die Bühne als einer der Hauptnutzer seit 2016 beheimatet ist, haben sich die Amateurtheatermacher mit Teilen der Kulturszene und vor allem auch mit der Verwaltung überworfen.

Und das ist der Hintergrund: Von Beginn an gehörte die Oldesloer Bühne zu den Mitplanern und Mitinitiatoren des Kubs in Bad Oldesloe. Als solche bat sie im Planungsprozess bereits darum, ein eigenständiges Gebäude zu erhalten, in dem sie proben und auch Vorstellungen durchführen könne. Für mehrere Millionen wurde die auf sie zugeschnittene Theaterwerkstatt als autarkes Gebäude gebaut, das die Bühne seit September 2016 als Mieter und eben Kub-Hauptnutzer sogar exklusiv nutzen darf. Bei Eröffnung des Kubs 2016 allerdings gaben es die Brandschutzvorrichtungen noch nicht her, dass dort auch Aufführungen erlaubt gewesen wären.

Wiederholt beschwerte sich die Bühne in den folgenden Jahren darüber, dass sie dadurch erhebliche logistische Probleme habe, weil Requisiten aus dem Saal in die Werkstatt transportiert werden mussten. „Die Oldesloer Bühne hat daher wiederholt darum gebeten, dass die Werkstatt so hergerichtet wird, dass sie dort zumindest ihre Weihnachtsmärchen spielen kann“, erklärt Bürgermeister Jörg Lembke.

Bis Herbst 2018 waren diese Maßnahmen auf Drängen der Bühne durchgeführt worden. „Wir konnten also die frohe Botschaft überbringen, dass die Weihnachtsmärchen nun dort gespielt werden dürfen. Nach all dem Druck, der aufgebaut wurde, war das von uns ein Entgegenkommen“, so Lembke.

Dankbar reagierte die Bühne allerdings jetzt nicht und sorgte für einen Eklat. Sie beschwerte sich mehrfach öffentlich darüber, dass sie nun im Dezember nicht mehr im Hauptsaal eingeplant worden sei. Angeblich sei die Programmplanung an ihnen vorbeigegangen, heißt es von Seiten der Oldesloer Bühne. Man fühle sich quasi in die Werkstatt abgeschoben. Es ist die Rede davon, dass man „geschickt außen vorgelassen wurde“. Das Kulturbüro der Stadt, die Musikschule und die Musikerinitiative Klngstdt hätten die Termine ohne Absprache unter sich verteilt, sogar Gegenveranstaltungen geplant. Eine Aussage, die bei den Angeschuldigten und der Verwaltung für Enttäuschung und Entsetzen sorgt. „Ich bin davon komplett überrascht worden. Mehr will ich gar nicht sagen. Der Bürgermeister wird als Verwaltungschef dazu Stellung beziehen“, so Kulturchefin Inken Kautter.

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