Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Hier gibt es die meisten Infizierten

Stormarner Tageblatt  25.11.2021

Kreis Stormarn hat erneut Detailzahlen veröffentlicht und erklärt, wie sie in die Statistik einfließen

Hier traten die Neuinfektionen auf.  Kreis Stormarn
Hier traten die Neuinfektionen auf. Kreis Stormarn

Patrick Niemeier

Jeden Tag muss der Kreis Stormarn momentan hohe Corona-Fallzahlen verkünden, manchmal sogar dreistellige. Doch wie werden diese eigentlich berechnet ? Dazu hat sich jetzt die Kreisverwaltung genauer geäußert. So war die Zahl der Neuinfektionen zum Teil identisch mit der Zahl der aktuell insgesamt Infizierten. Doch wie konnte das zustande kommen?

Übermittlung der Fälle manchmal verzögert
Der Grund dafür sind die neuen Quarantänebestimmungen. „Der Wert kann sogar auch niedriger sein, weil für viele derer, die in der Summe der Neuinfizierten der letzten 7 Tage eingerechnet sind, die Quarantäne bereits wieder beendet ist“, erklärt Kreissprecher Michael Drenckhahn. Das liege zum Beispiel daran, dass auch Geimpfte unter den Neuinfizierten sind, die früher wieder aus der Quarantäne können.
Außerdem vergehen manchmal mehrere Tage, bis eine infizierte Person mit Symptomen auch wirklich ans Gesundheitsamt gemeldet wird. Dann kann es aber sein, dass die Quarantäne zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tage lang andauerte. Die Gesamt-Quarantänedauer beginnt aber an dem Tag, an dem die Symptome zuerst auftraten, nicht ab dem Tag, an dem die Infektion gemeldet wurde. Kurzum: Die Zeit, in der die Person als aktiv infiziert in der Statistik geführt wird, kann kürzer als sieben Tage sein.
Damit es nicht noch verwirrender wird, habe sich der Kreis daher entschieden, nur noch die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen der vergangenen Woche und nicht mehr die Zahl der gesamten Infizierten mitzuteilen, die länger als eine Woche in Quarantäne sein könnten.
Außerdem hat der Kreis mitgeteilt, dass für den jeweiligen Tag nur neue Corona-Fälle bis 15 Uhr erfasst werden. Die neuen Fälle, die dann nach 15 Uhr noch hinzukommen, werden in der Meldung des Folgetages übernommen. Das erklärt Abweichungen zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts, das erst um 20 Uhr die aktuellen Corona-Fälle veröffentlicht.
Das Gesundheitsamt hat außerdem wieder den Zeitraum der vergangenen Wochen (17.11 bis 23.11) genauer betrachtet. 151 der 505 Neuinfektionen betrafen vollständig geimpfte Stormarner. Dabei werden nur die Geimpften als Impfdurchbrüche gewertet, die auch Symptome ausbilden. In insgesamt elf der 505 Fälle konnte die Infektion auf eine Reisen der Betroffenen zurückgeführt werden.
Gute Nachrichten gebe es aus den Schulen und Kitas. Denn dort gibt es aktuell laut der Kreisverwaltung keine neuen Fälle. In einem Alten- und Pflegeheim im Süden gibt es dagegen einen Corona-Ausbruch. Dieser betrifft 17 Bewohner. Alle sind vollständig geimpft und haben daher laut Gesundheitsamt milde Covid-19-Verläufe.
Das komplette übrige Ausbruchsgeschehen sei derweil weiterhin diffus.

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Heimatbund stellt Jahrbuch vor

Stormarner Tageblatt  25.11.2021

Der 40. Jahrgang der Chronik umfasst 224 Seiten / 19-köpfiges Autorenteam involviert

Präsentierten das neue Jahrbuch (v.l.): Richard Krumm, Joachim Wergin, Burkhard von Hennigs, Helmuth Peets und Oliver Mesch.  Heimatbund Stormarn
Präsentierten das neue Jahrbuch (v.l.): Richard Krumm, Joachim Wergin, Burkhard von Hennigs, Helmuth Peets und Oliver Mesch. Heimatbund Stormarn
Das Jahrbuch 2022 ist wieder ein historisch starkes Stück Stormarn.  Susanne Rohde
Das Jahrbuch 2022 ist wieder ein historisch starkes Stück Stormarn. Susanne Rohde

Susanne Rohde

Dass der Großvater des bekannten Bildhauers Ernst Barlach einst Pastor in Bargteheide war, das dürften nur wenige Stormarner wissen. Im neuen Jahrbuch des Heimatbundes Stormarn hat sich die Großhansdorfer Journalistin Bettina Albrod auf die Spuren von Gottlieb Ernst Barlach begeben, der die Bargteheide Pfarrstelle 18 Jahre lang bis zu seinem Tod inne hatte.
Und wer etwas über die Besonderheiten des Naturschutzgebiets Kranika in Lütjensee erfahren möchte, der wird hier mit einem interessanten Beitrag von Helmuth Peets fündig. Das neue Jahrbuch 2022 des Heimatbundes enthält zahlreiche interessante Beiträge und spannende Berichte zur Geschichte, Natur und Kultur in Stormarn.
Insgesamt 19 Autorinnen und Autoren haben daran mitgewirkt. Seit 1982 erscheinen alljährlich die beliebten Jahrbücher des Heimatbundes Stormarn. Mit dem neuen Jahrbuch 2022 wurde jetzt das 40. Buch publiziert – ein kleines Jubiläum für den Heimatbund Stormarn, der im November 1979 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde und Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund ist.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört auch die Pflege des Niederdeutschen, das als Sprache im Rahmen der Europäischen Sprachencharta sogar verfassungsmäßig geschützt ist. Mit Hilfe von Forschungsarbeit, Vorträgen, Exkursionen und Tagesfahrten, historischen und naturkundlichen Rundgängen und Besichtigungen sowie Veröffentlichungen und Seminaren will der Heimatbund Stormarn die Identifikationsbereitschaft der Menschen wecken und dazu beitragen, dass man in seinem Wohnort und Landkreis nicht nur wohnt, sondern auch zu Hause ist. Die Jahrbücher für den Kreis Stormarn bringen verschiedenste Beiträge zur Stormarner Geschichte, Natur, Kunst, Literatur, Biografien und zu aktuellen Themen.
Bisher wurden Aufsätze von rund 250 Autoren veröffentlicht, außerdem Gedichte und Prosatexte von rund 60 Autoren, überwiegend aus Stormarn. „Heimat ist da, wo man sein Heim hat“, betont Helmuth Peets, der den Heimatbund seit 20 Jahren leitet und alljährlich die plattdeutschen Tage für Stormarn organisiert. Und weil die Pflege der niederdeutschen Sprache dem Heimatbund seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen ist, steht gleich am Anfang des neuen Jahrbuchs das niederdeutsche Gedicht „Dien Wiehnachtslicht“ von Dieter Staacken. Außerdem kann man viel Interessantes über Enno Glantz und seinen Erdbeerhof in Delingsdorf erfahren. Dem Leben und Werk des Großenseer Malers und Professors Harald Duwe widmet sich Johannes Spallek, ehemaliger Archivar und Kulturreferent des Kreises.
Über die Planung einer großen Landesfestung Ende des 18. Jahrhunderts im Travetal zwischen Tralau und Nütschau, über die sich Pläne in Kopenhagen erhalten haben, schreibt der ehemalige Stormarner Kreisbaudirektor Burkhard von Hennigs. Es erschien im ProFunda-Verlag Großhansdorf in einer Auflage von 700 Exemplaren, kostet 15 Euro und ist ab sofort in den Stormarner Buchhandlungen erhältlich.

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Oldesloer Impfstation öffnet als Erste in Stormarn

Stormarner Tageblatt  24.11.2021

Oldesloer Impfstation öffnet als Erste in Stormarn

Bad Oldesloe Wer sich seine Booster-Impfung gegen das Coronavirus holen möchte, über 60 Jahre alt ist, kann sich ab 26. November in Stormarn in einer Impfstation impfen lassen. Das klingt wie ein Impfzentrum, ist es im Endeffekt auch, heißt aber jetzt anders. Für manche Impfwilligen kann es ganz schnell gehen: denn die Buchungen beginnen um 10 Uhr am 25. November und am 26. November öffnet das ehemalige Impfzentrum Nord in der Jugendherberge der Kreisstadt wieder seine Türen, dann unter dem Namen „Impfstation Bad Oldesloe“. Es können auch schon Termine für die beiden weiteren Impfstationen gebucht werden, die erst später öffnen sollen. Es gibt zunächst dort nur Impfungen für Menschen aus der Gruppe der Ü60-Jährigen. Anmeldungen können ausschließlich über www.impfen-sh.de erfolgen. Es können auch Erst- oder Zweitimpfungen sein. Für eine Booster-Impfung muss die zweite Impfung mindestens sechs Monate her sein. Es sei denn, man hat das Vakzin von Johnson&Johnson erhalten, dann reichen auch 28 Tage Abstand.
In Oldesloe wird es zwei Impflinien geben. Es folgen dann die Eröffnungen der beiden weiteren Impfstationen im Kreis in Glinde (1. Dezember) und Großhansdorf (6. Dezember). Entsprechend können dann auch dort Termine gebucht werden. Insgesamt wird Stormarn dann über maximal fünf Corona-Impflinien verfügen. Auffrischimpfungen und Erst- sowie Zweitimpfungen werden laut dem Land Schleswig-Holstein in den stationären Impfstellen mit mRNA-Impfstoffen durchgeführt – Biontech und Moderna.
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So läuft die 3 G-Pflicht im ÖPNV

Stormarner Tageblatt  24.11.2021

Stormarn: Ab heute wird im gesamten HVV-Bereich die Einhaltung der Regeln von Mitarbeitern geprüft

Busse am ZOB in Bad Oldesloe. Ab heute gilt in ihnen die 3G-Regel.  Patrick Niemeier
Busse am ZOB in Bad Oldesloe. Ab heute gilt in ihnen die 3G-Regel. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Wer ab heute in Stormarn Bus und Bahn benutzen will, der muss geimpft, genesen oder getestet sein. Denn dann tritt die Änderung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft. Diese verlangt genau diese Corona-Maßnahme für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dazu einige Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Gilt die 3 G für Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind?
Ja, die Regel gilt laut Rainer Vohl, Sprecher des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) auch explizit für Fahrgäste, die aus gesundheitlichen Gründen die Maskenpflicht – die weiterhin zusätzlich gilt – nicht einhalten können und ein entsprechendes Attest vorlegen können. Wer sich nicht impfen lassen kann und ein entsprechendes Attest vorweisen kann, muss trotzdem negativ getestet sein.

Wann müssen Ungeimpfte oder Genesene getestet worden sein?
Der Test einer offiziellen Teststation (kein Selbsttest) darf nicht älter als 24 Stunden sein. In Stormarn und Umgebung gibt es diverse Möglichkeiten sich testen zu lassen, auch wenn es mittlerweile deutlich weniger Teststationen als noch im Frühjahr sind.

Wer ist von der 3 G-Regel ausgenommen?
Nur Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Schüler, weil diese regelmäßig in den Schulen getestet werden, sind von der Regelung ausgenommen.

Wird es Einschränkungen im ÖPNV-Angebot geben?
Abgesehen davon, dass Personen die nicht geimpft, getestet oder genesen sind nicht mehr transportiert werden, gibt es keine Einschränkungen. Das Verkehrsangebot soll normal weitergehen.

Gilt die 3 G Regel auch im Taxi?
Nein, in Taxen findet die 3G-Regel keine Anwendung.

Wer kontrolliert die 3G-Regel in den Bussen?
Der HVV wird im gesamten Bereich seiner Verkehrsbetriebe seine 750 Mitarbeiter der Prüf- und Sicherheitsdienste dafür einsetzen. Die Kontrollen der 3G-Regel erfolgen im Rahmen der normalen Fahrkarten- und Maskenkontrollen. Sie sind daher durchaus stichprobenhaft. Der HVV weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Maskenpflicht von 95 Prozent eingehalten werde.

Welche Strafe droht bei Verstößen gegen die 3 G-Pflicht?
Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit. Es kann daher ein Bußgeld nach dem Infektionsschutzgesetz verhängt werden. Zusätzlich prüft der HVV laut seines Sprechers zusätzlich die Einführung einer Vertragsstrafe, so wie es sie schon beim Verstoß gegen die Maskenpflicht im HVV gebe.

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„Schulschließung sollte das letzte Mittel sein“

Stormarner Tageblatt  24.11.2021

Die Maskenpflicht ist zurück / Schüler aus Bad Oldesloe interviewt seinen Rektor

Cedric Looks

Die Maske ist wieder da: Wie in ganz Schleswig-Holstein sind die Schüler und Lehrer des Theodor-Mommsen-Gymnasiums in Bad Oldesloe seit Montag wieder vermummt. Schüler Cedric Looks sprach für das Stormarner Tageblatt mit TMS-Schulleiter Henning Bergmann über die zurückgekehrte Maskenpflicht und die Corona-Politik der Schule.

Was halten Sie von der wiederkehrenden Maskenpflicht im Unterricht?
„Die Maskenpflicht ist sicherlich richtig, wenn man die aktuellen Zahlen betrachtet. Wir müssen vorsichtig sein, damit eine Schulschließung vermieden werden kann.“

Denken Sie, dass es klug war, die Maskenpflicht an Sitzplätzen drei Wochen lang aufgehoben zu haben, obwohl die Zahlen schon da deutlich gestiegen sind?
„Ich glaube, dass es trotzdem richtig war. Obwohl man den Schluss ziehen muss, dass dadurch ganz offensichtlich auch die Fallzahlen hochgegangen sind. Die Masken sind also definitiv ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung der Pandemie, weshalb ich zufrieden bin, die Maskenpflicht wiederzuhaben.“

Warum gibt es inzwischen an unserer Schule eine Empfehlung, dass sich auch Geimpfte testen lassen sollten und warum erst jetzt?
„Die Empfehlung kam zunächst einmal von der Bildungsministerin Karin Prien. Allerdings halte ich diese auch für sehr sinnvoll. Denn inzwischen mussten wir feststellen, dass die Verbreitung durch Geimpfte doch deutlich größer ist, als wir gedacht hatten. Deshalb empfinde ich das, solange wir dafür genug Tests haben, als die beste Variante.“

Was sind für die Schüler, die sich bereits haben impfen lassen, jetzt noch die Vorteile gegenüber Ungeimpften?
„Schüler, die geimpft sind, haben weiterhin einen großen Vorteil. Sie werden bei einer Erkrankung nämlich viel geringere Symptome haben.“

Würden Sie nach Ihrer persönlichen Meinung die Schulen unbedingt offenlassen, oder, wenn die Zahlen wieder hochgehen, auch für einer Schließung plädieren?
„Eine Schulschließung sollte zwar immer das letzte Mittel sein, doch möchte ich da nichts ausschließen. Schließlich ergeben sich in dieser Pandemie immer wieder neue Situationen, die uns zu neuen Mitteln zwingen, um die Gesundheit der Schüler zu schützen. Dies sollte das Wichtigste sein, auch wenn ich hoffe, dass es beim Präsenzunterricht bleibt.

Wie groß sind die Probleme, die durch die Pandemie bei Schülern entstanden sind, und was hat die TMS dagegen getan?
„Natürlich haben sich große fachliche und soziale Probleme entwickelt, die wir versuchen, auszugleichen. Das tun wir, indem wir uns in Fachkonferenzen gemeinsam absprechen, mit den Klassensprechern Gespräche führen und so die Defizite besprechen, um sie dann zu lösen. Tatsächlich hatte unsere Schule im Onlineunterricht aber den Vorteil der Onlineschulplattform „iServ“, die wir sofort nutzen konnten. Trotzdem war das natürlich nie ein normaler Unterricht.“

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