Archiv des Autors: CDU Bad Oldesloe

Nickel-Kaufhaus in Bad Oldesloe wird endlich abgerissen

Stormarner Tageblatt  18.10.2021

Lange erwartete Arbeiten beginnen heute / Neugestaltung Lübecker Straße jetzt im Fokus

Die Abrissfahrzeuge sind bereit. Heute kann es losgehen.  Patrick Niemeier
Die Abrissfahrzeuge sind bereit. Heute kann es losgehen. Patrick Niemeier

Bad Oldesloe In den letzten Tagen war es ruhig auf der Abriss-Baustelle in der Lübecker Straße in Bad Oldesloe geworden. So ruhig, dass manche Oldesloer sich schon fragten, ob es Probleme mit dem angekündigten Rückbau des ehemaligen Nickel-Kaufhauses gebe, das jahrelang als „Schandfleck“ und „hässlichster Innenstadteingang im Norden“ bezeichnet worden war.
Doch Ende der Woche rückte nun großes Gerät an. Es wiegt 65 Tonnen hört auf den Namen „Cat 345c“ und wird ab Montag das Gebäude niederreißen. Das bestätigte die Stadt Bad Oldesloe noch am Freitagnachmittag. Alle Vorbereitungsmaßnahmen seien abgeschlossen.

Abriss als „historischer Moment“
„In Absprache mit allen Beteiligten beginnt an diesem Tag der Abriss des Gebäudes Lübecker Straße 8-12. Dies ist ein historischer Moment für Bad Oldesloe. Darauf haben wir alle lange gewartet“, heißt es dazu aus dem Büro des Bürgermeisters.
In der jahrelangen Geschichte hatte es zuletzt Vorwürfe von einem Bad Oldesloer Architekten gegeben, was die Neugestaltung des Straßenzuges Lübecker Straße 8 bis 20 angeht. Er hatte sich jahrelang mit Ideen eingebracht und sieht bei einer Umgestaltung sein Urheberrecht verletzt.
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„Bad Oldesloe in alten Bildern“

Stormarner Tageblatt  18.10.2021

13. Ausgabe der Stormarner Historie liegt vor / Vorbestellung ab sofort möglich

Hochwasser in der Bad Oldesloer Besttorstraße Mitte der 1950er Jahre.  Bad Oldesloe in alten Bildern
Hochwasser in der Bad Oldesloer Besttorstraße Mitte der 1950er Jahre. Bad Oldesloe in alten Bildern
 
Claus und Nico von Hausen bringen jedes Jahr einen neuen Band des Projekts heraus.  Patrick Niemeier
Claus und Nico von Hausen bringen jedes Jahr einen neuen Band des Projekts heraus. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Historische Ansichten, Wissenswertes über die Kreisstadt und persönliche Erinnerungen, die sonst vielleicht in Vergessenheit geraten könnten – dafür steht „Bad Oldesloe in alten Bildern“.
Mittlerweile ist aus einer kleinen Idee eine Tradition geworden, die bereits in das 13. Jahr geht. „Bad Oldesloe in alten Bildern“ wurde vom Oldesloer Verleger Claus von Hausen erfunden und wird mittlerweile federführend von seinem Sohn Nico von Hausen fortgesetzt.
Besonders an dem Projekt ist, dass es von den Bildern und Geschichten lebt, die die Mitbürger zur Verfügung stellen oder den von Hausens erzählen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit erscheint dann der nächste Band und jedes Mal hängt es in der Luft, dass es nun doch der letzte sein könnte. Denn eigentlich war das Projekt einst nur für eine Ausgabe angedacht gewesen. Doch die Flut der Geschichten ebbt nicht auf. Die Auswahl haben wieder der Senior und der Junior gemeinsam getroffen, die stets alle Bilder zusammen durchgehen.
Dass es den 13. Band geben werde, sei schon im Frühjahr entschieden worden, kann Nico von Hausen berichten. Denn gerade im Corona-Shutdown hätten viele Oldesloer aufgeräumt und alte Bilder durchstöbert. Dabei seien sie offenbar auf einige „Bildschätze“ gestoßen, die sie dem Verlag zur Verfügung stellten.
Es gibt nicht viele Bereiche, die das von sich behaupten können, aber in diesem Fall hat die Pandemie einem Projekt tatsächlich geholfen. Gut war der Shutdown aber auch mit Blick darauf, dass – so zumindest die Erkenntnis der von Hausens – seit der Pandemie mehr gelesen werde.

Einblick in die Königin-Luise-Schule
Einige Themen des neuen Buches, das ab sofort und noch bis zum 31. Oktober vorbestellt werden kann, sind zum Beispiel die Historie Lederhaus Schulz, das 1989 für immer schloss, oder auch die Geschichte der Königin-Luise Schule.
„Wir haben von Hansjochen Beth, der 1959 aus der Schule entlassen wurde, ältere Bilder von seiner Klasse und von Klassentreffen bekommen. So kann man getrost von der Darstellung einer Klasse im Wandel der Zeit sprechen. Das lockert die Geschichte noch ein bisschen auf“, freut sich Verleger von Hausen.
Es gibt außerdem unter anderem Aufnahmen vom evangelischen Friedhof und Impressionen aus den 1980er Jahren aus der Innenstadt zu entdecken.
Wichtig zu wissen: Wer direkt bei den von Hausens unter Telefon (0 45 31) 18 10, in der Buchhandlung Willfang, bei Pareibo oder beim Buchservice Rehme vorbestellt, spart fünf Euro. Denn wer sich das Werk im Vorwege – bis 31. Oktober – sichert, zahlt nur 14,80 statt 19,80 Euro.

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Stormarner Wochenschau: Sichtweisen und Nachspiel

Stormarner Tageblatt  16.10.2021

Sichtweisen und Nachspiel

Karikatur: Megi Balzer
Karikatur: Megi Balzer

Guido Behsen, Patrick Niemeier und Susanne Link

Sichtweise
Mit einem Latte Macchiato mit fachmännischer Schaumkrone in der Hand, im Kaminzimmer sitzen und dem leisen Knistern der Schallplatte auf dem Plattenspieler lauschen – ist das der Arbeitsplatz der Zukunft? Wohl eher nicht. Man stelle sich nur Handwerker, Pflegekräfte, Bauarbeiter, Feuerwehrkräfte und Polizeibeamte in jener Szenerie vor. Wirkt irgendwie nicht realistisch, oder?
Apropos Job der Zukunft: Jüngere Menschen seien nicht mehr bereit 40 Minuten zur Arbeit zu fahren, jüngere studierte Menschen würden nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten wollen, meinen einige Experten – ist dem wirklich so? Ist es nicht eher so, dass in Branchen, in denen Fachkräfte händeringend gesucht werden, die Arbeitgeber ein bisschen mehr bieten müssten – ganz unabhängig vom Alter? Nach dem klassischen Prinzip von Angebot und Nachfrage.
Verallgemeinerungen sind nervig – übrigens nicht nur bezüglich des Themas Job der Zukunft, sondern eigentlich grundsätzlich. Es wird 20-jährige studierte Menschen geben, von morgens bis abends arbeitend – fern ab einer 30-Stunden-Woche. Und die das lieben was sie tun. Und es wird junge Menschen geben, die für ihren Traumjob auch Pendelzeiten von über einer Stunde in Kauf nehmen. Einer ganzen Generation zu unterstellen, nur noch Spaß bei der Erfüllung des Jobs zu suchen, ist wahrlich zu einfach – und auch recht ärgerlich. Denn sie fördert doch nur den Generationenkonflikt. Die Vorstellung von der faulen, verwöhnten Jugend, die keinen Finger mehr krumm macht. Und der alten, arbeitenden Generation. Das ist ärgerlich. Gibt auch alte, faule Menschen und jung-dynamische. Und es gibt Arbeitnehmer, die neben Kicker und Schallplatte gar nicht arbeiten könnten.

Gerecht
Für Veranstalter oder auch Kirchengemeinden ist es keine einfache Frage, welche Regelungen sie treffen wollen, um ihre Gäste zu empfangen. 3 G (geimpft, genesen, getestet), 2 G (geimpft oder genesen) oder 3 G+ (geimpft, getestet oder PCR-Test)? Seit Beginn der Woche gibt es nur noch für wenige Mitmenschen kostenlose Bürgertests. So dass es gefühlt sowieso ein „2 G light“ ist. Wäre es fairer daher gar keine G-Regelung aber dafür Mund- und Nasenschutz, Beschränkungen und Abstände beizubehalten oder wieder zu verschärfen? Manche treffen die Entscheidungen so und andere wieder anders. Vorwürfe gibt es jedes Mal. Vor allem für Veranstalter ist es oft eine finanzielle Notwendigkeit, möglichst alle Plätze besetzen zu können. Ist das zu viel Druck auf Ungeimpfte? Oder ist es ungerecht für alle Genesenen und Geimpften, dass sie sich für die Ungeimpften einschränken sollen? Und was ist mit den Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Wer nimmt wann auf wen Rücksicht? Die freiwillig Ungeimpften auf die freiwillig Geimpften, die Geimpften auf die unfreiwillig Ungeimpften? Wie so oft in der Pandemie stehen Frage von Ethik und Solidarität im Mittelpunkt. Am Ende geht es um mehr als nur darum, wie man durch die Pandemie kommt.

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Stormarn um 12 Uhr

Stormarner Tageblatt  30.09.2021

Ann Sophie Bäth
Ann Sophie Bäth

Bad Oldesloe Der Blick über die Trave von der Brücke zum Beer-Yaacov-Weg in lässt mittlerweile auch ganz ohne Kenntnis des Kalenders keinen Zweifel mehr zu: Der Herbst ist angebrochen und entsprechend verfärben sich die Blätter der Laubbäume. Die Reflektionen im Fluss führen zusätzlich zu einem Spiel der Farben. Zusammen mit der Mittagssonne ein geradezu klischeehafter Anblick.
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Jugendherberge: Zukunft ungewiss

Stormarner Tageblatt  30.09.2021

Geschlossen bis April 2023: Oldesloer Einrichtung öffnet nach Auszug von Impfzentrum vorerst nicht

Der Eingang zur Jugendherberge bleibt für Jugendherbergsgäste noch bis 2023 geschlossen.  Patrick Niemeier
Der Eingang zur Jugendherberge bleibt für Jugendherbergsgäste noch bis 2023 geschlossen. Patrick Niemeier

Patrick Niemeier

Schränke werden herausgetragen, Akten verstaut und medizinisches Equipment verladen. Vor der Bad Oldesloer Jugendherberge herrscht rege Betriebsamkeit. Das Corona-Impfzentrum Nord, das seit Januar das größte im Kreis war, packt in diesen Tagen wortwörtlich seine Koffer. Doch das Gebäude wird danach nicht direkt wieder zur Jugendherberge werden. Und das, obwohl durch die Lockerungen der Corona-Regeln wieder an Aufenthalte von Gruppen zu denken wäre.
Die einzige Jugendherberge im Kreis Stormarn bleibt bis mindestens 2023 geschlossen, wenn sie denn überhaupt eine realistische Zukunft hat. Die steht plötzlich mehr denn je in den Sternen. Leer stehen die Räumlichkeiten zunächst nicht. Bis mindestens Ende 2021 wird der Kreis die Örtlichkeit weiterhin anmieten. Vom 26. bis 28. Oktober wird eine Grippeschutzimpfung angeboten, zudem sind hier inzwischen alle Mitarbeiter zusammengezogen worden, die „beim Kreis etwas mit Corona zu tun haben“, so Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr beim Kreis.
„Wir haben eine Option bis Ende März 2022“, sagt er. Auch darüber hinaus könnte eine Nutzung der Räumlichkeiten für den Kreis noch von Interesse sein.
Dass die Schließung der Jugendherberge bis 2023 verkündet wurde, ist zumindest ein kleiner Schock für Bürgermeister Jörg Lembke, der mit Blick auf die Möglichkeiten des Standorts regelrecht ins Schwärmen gerät. „Eine solche Jugendherberge gibt es wohl im Land nicht nochmal. Sie liegt mitten in der Stadt zwischen Sportplätzen, Schwimmhalle, Sporthalle, Kunstrasenplatz oder Skateland“, sagt der Verwaltungschef. Bad Oldesloes Tourismuschefin Agnes Heesch betonte zuletzt vor wenigen Monaten die Bedeutung, die die Herberge seit Jahrzehnten für die Kreisstadt habe. Sie hoffte damals sogar noch, dass es vielleicht im Jahr 2021 schon noch weitergehen könne.

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