Radboxen am Bahnhof werden abgebaut

Lübecker Nachrichten   06.12.2019

Die gute Nachricht: Das Radhaus am Bad Oldesloer Bahnhof kommt 2020

Rund 80 Fahrradboxen stehen derzeit noch am Oldesloer Bahnhof bereit.Carstens

Bad Oldesloe. Eigentlich sollte es schon diesem Jahr gebaut werden, nun ist das Projekt für 2020 avisiert. Die Rede ist vom Radhaus am Oldesloer Bahnhof, das mehr Platz für Fahrräder verspricht. Die vorhandenen Abstellmöglichkeiten am Bahnhof sind längst ausgereizt.

Zur Vorbereitung der Baumaßnahme müssen aber die 80 Fahrradboxen zwischen den Gleisen 3 und 4 demnächst weichen. Das teilte Bad Oldesloes Kämmerin Mandy Treetzen jetzt dem Wirtschafts- und Planungsausschuss mit. „Die Mietverträge wurden gekündigt.“ Bis 31. Dezember müssten die Boxen leer sein, dann komme der Bauhof und fährt sie weg. „Gut möglich, dass beim Abtransport einige auseinanderfallen“, sagte Mandy Treetzen. Sie seien nicht mehr in einem stabilen Zustand.

Im Ausschuss kam die Frage auf, warum die Fahrradboxen jetzt schon weichen müssten, wo doch noch gar kein genauer Termin für den Bau des Radhauses feststehe und es auch keine Alternativen gebe für die Übergangszeit. Treetzen versprach jedoch, dass das neue Haus mit rund 120 Stellplätzen auf jeden Fall 2020 kommen werde.

Die blauen Boxen müssten jetzt schon weg, weil im Februar der Kampfmittelräumdienst anrücke. Hintergrund ist die Bombardierung des Oldesloer Bahnhofs im Zweiten Weltkrieg. Allein das Kartenmaterial des Kampfmittelräumdienstes reiche nicht aus, so Treetzen, die selbst am 1. Februar ihren neuen Job in der Stadtverwaltung von Bad Schwartau antritt. Die Spezialisten müssten vor Ort nach Blindgängern suchen.

Die FBO schlug vor, einige der Boxen vorübergehend an einem anderen Ort am Bahnhof hinzustellen. „Dann könnten einige Fahrrad-Parkplätze noch erhalten bleiben“, sagte Karl-Friedrich Kümmel. Die Verwaltung will das nun prüfen. mc

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Bad Oldesloe will sozialen Wohnraum schaffen

Lübecker Nachrichten   05.12.2019

Abriss und Neubau der Obdachlosenunterkunft im Gespräch – Daneben könnten Sozialwohnungen entstehen – Oldesloer Wohnstätten interessiert

Von Markus Carstens

Die Oldesloer Obdachlosenunterkunft an der Lübecker Straße ist nur mit drei Personen belegt. foto: Carstens

Bad Oldesloe. Schön ist anders. Die Oldesloer Obdachlosenunterkunft in der Lübecker Straße hat schon bessere Zeiten gesehen. Ein Stockwerk ist derzeit sogar gesperrt. Sanierungsstau. Eigentlich hat die Stadtverwaltung auch seit zwei Jahren den Auftrag, die erste Etage zu sanieren. Wegen Personalmangels ist jedoch bisher nichts passiert.

Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) verfolgt eine ganz andere Idee: Abriss und Neubau und dazu gleich nebenan neue Sozialwohnungen. Auf der Sitzung des Wirtschafts- und Planungsausschusses am Montag stellten Architekt Hinrich Rickmers und Jürgen Stahmer von der Oldesloer Wohnstätten GmbH – 1400 Wohnungen im Bestand – erste Planspiele vor.

„Wir gehören zum Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Kreis Stormarn und wollen bauen“, sagte Stahmer. Die Obdachlosenunterkunft solle dabei in ihrer jetzigen Größe neu gebaut werden – mit einem Büro im Erdgeschoss und mehreren Zimmern auf zwei Stockwerken. Derzeit ist laut Sozialarbeiterin Beatrice Schmidt lediglich eine Etage von drei Personen bewohnt.

Christian Vollpott (Linke) ist wichtig, dass Unterkunft und Wohnungen separate Eingänge bekämen. Wie die SPD kritisierte auf der Sitzung auch Vollpott, dass trotz eines bestehenden Beschlusses durch die Stadtverordneten-Versammlung zwei Jahre lang nichts passiert sei, außer dass einige Fenster erneuert worden seien.

„Das ist in der Tat misslich“, stellte auch Ausschussvorsitzender Hartmut Jokisch (Grüne) fest, fand die Schaffung von sozialem Wohnraum aber sehr verlockend. Bevor es nun erste Planungen gibt, müssen noch wichtige Fragen geklärt werden: Bleibt das Grundstück in städtischer Hand? Gibt es einen Erbpachtvertrag? Viele Zahlen und Fakten konnten Stahmer und Rickmers noch nicht liefern, sie wollten erst einmal das grundsätzliche Okay des Gremiums. Das bekamen sie schließlich einstimmig, so dass im kommenden Jahr eine erste konkrete Planung mit Anzahl und Größe der Wohnungen vorgelegt wird. Matthias Rohde (FBO) kann sich gut vorstellen, dass dort 15 bis 20 Wohnungen entstehen, nimmt man auch die Freifläche in der Nachbarschaft dazu.

Bereits vor fünf Jahren hatte der damalige Bürgermeister Tassilo von Bary einen Abriss ins Spiel gebracht, damals wurde jedoch die Sanierung beschlossen. „Wir müssen jetzt endlich mal vorankommen“, hieß es unisono von SPD und CDU.

Nicole Brandstetter von der Oldesloer Wirtschaftsvereinigung fragte auf der Sitzung nach der weiteren Entwicklung der gesamten Häuserreihe in dem Bereich der Lübecker Straße. Bürgermeister Lembke wollte öffentlich dazu jedoch keine Stellung nehmen.

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Zu viel Dreck: Das Aus für die Altkleidercontainer

Stormarner Tageblatt  05.12.2019

Zu viel Dreck: Das Aus für die Altkleidercontainer

Verdrecktes Umfeld.nie
Verdrecktes Umfeld.nie

Bad Oldesloe Wer durch Bad Oldesloe fuhr, wunderte sich in den vergangenen Wochen: Immer mehr Altkleidercontainer tauchten an allen möglichen Ecken auf. „In Bad Oldesloe stehen derzeit 64 Altkleidersammelcontainer. Davon sind 42 per Sondernutzung auf öffentlichen Flächen genehmigt und 22 stehen auf privatem Grund“, erklärt Bürgermeister Jörg Lembke. Im September 2019 seien durch einen privaten, kommerziellen Anbieter Anträge zum Aufstellen weiterer Container gestellt worden. Aus Gründen der Gleichbehandlung dürften diese nicht von der Stadtverwaltung abgelehnt werden. Es sei auch nicht möglich die Anzahl der Container per Beschluss zu beschränken. Allerdings sei es so, dass man das Aufstellen auf städtischen, öffentlichen Flächen komplett für alle Anbieter untersagen könne. Angesichts dessen, dass es im Umfeld der Container immer wieder zu Verdreckungen komme und außerdem eine unregulierte hohe Anzahl an Containern zusätzlich das Stadtbild verschandele, empfiehlt die Stadtverwaltung ab 1. April 2020 ein Komplettverbot zum Aufstellen von Altkleidercontainern in Bad Oldesloe auf stadteigenen Flächen.

Beim Recyclinghof oder zum Beispiel bei Hilfsorganisation könnten trotzdem noch Altkleider am richtigen Ort abgegeben werden. Der Wirtschafts- und Planungsausschuss stimmte mehrheitlich für den Vorschlag der Verwaltung. nie

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Schädlingsbekämpfung sorgt für Mobilnetzausfall

Stormarner Tageblatt  05.12.2019

Seit 9. November beklagen sich Vodafone-Kunden über fehlenden Empfang in Bad Oldesloe

Der Grund für die Netzproblem  soll auf dem Silo am Bahnhof  zu finden sein. Vodafone bemüht sich um die Behebung.Nie
Der Grund für die Netzproblem soll auf dem Silo am Bahnhof zu finden sein. Vodafone bemüht sich um die Behebung.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Seit Wochen haben zahlreiche Nutzer des Kommunikationsanbieters Vodafone in Bad Oldesloe erhebliche Probleme mit dem Empfang – sowohl im Bereich des Internets als auch des Mobilfunks. Kunden reagierten wütend darauf, dass sie immer wieder ohne genaue Informationen vom Support nach Hause geschickt und seit Wochen um Geduld gebeten wurden. Nach dem Bericht über diese Netzausfälle und die Kritik am Support des Unternehmens vor Ort durch unsere Redaktion gestern, reagierte Vodafone nun.

„Seit dem 9. November hat Vodafone lokale Einschränkungen in seinem Mobilfunknetz in Bad Oldesloe. Grund ist der Ausfall der örtlichen Mobilfunkstation, die sich in einem Silo befindet“, bestätigt Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone Deutschland.

Der Schaden sei entstanden, als bei der Begasung des Silos zur Bekämpfung von Schädlingen durch Dritte „leider das technische Equipment von Vodafone zerstört wurde“, so Petendorf weiter. Man selbst habe die Beschädigung nicht herbeigeführt, leide aber nun als Unternehmen an den Folgen. „Nach der Begasung durfte das Silo natürlich eine Zeitlang nicht betreten werden. Es hätte Lebensgefahr für die Mitarbeiter bestanden“, erklärt der Vodafone-Pressesprecher. Erst 20 Tage nach der Beschädigung habe man sich daher vor Ort ein Bild machen können.

„Die Reparaturarbeiten sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in der Planung und Ausführung sehr aufwändig. Inzwischen wurden die notwendigen Ersatzteile bestellt und nach Bad Oldesloe geliefert und werden eingebaut“, erklärt der Vodafone-Sprecher

„Uns ist bewusst, dass es hier nicht nur um die Wiederherstellung einer zerstörten Mobilfunkstation geht, sondern um Kunden, die klare Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Mobilfunknetz wünschen und benötigen“, bedauert Petendorf die Dauer der Probleme.

„Wenn die Reparaturarbeiten weiterhin planmäßig verlaufen, sollte die Mobilfunkstation im Laufe des Donnerstags wieder in der zuvor gewohnten Qualität zur Verfügung stehen. Ein Teil der Antennen ist bereits wieder in Betrieb, der Rest ist weiterhin in Arbeit.

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CDU: Gute Bilanz in Kiel

Lübecker Nachrichten   04.12.2019

CDU: Gute Bilanz in Kiel

Für die CDU: Claus Christian Claussen, Dr. Janine Rausch und Horst Möllner (v.l.) . Foto: hfr

Bad Oldesloe. Auf einer Veranstaltung der CDU Bad Oldesloe zog der Landtagsabgeordnete Claus Christian Claussen eine positive Halbzeitbilanz der Jamaika-Koalition im Kieler Landtag. „Wir segeln ganz gut am Wind“, meinte der Sprecher für Innen- und Rechtsangelegenheiten seiner Landtagsfraktion.

In Bad Oldesloe standen die Themen Landesentwicklungsplan, Bildung, die Kita-Reform und die Umweltpolitik im Fokus. In lockerer Gesprächsatmosphäre entwickelten sich unter anderem Diskussionen über die Ziele, 30 000 Wohnungen zusätzlich im ländlichen Raum zu schaffen und dennoch die Umweltpolitik nicht aus den Augen zu verlieren.

Zudem sollen in den kommenden Jahren bis zu 12 Prozent der Landesfläche bewaldet und die Landesforsten und die Bildung von Privatwald gefördert werden. Auch die Situation der Windkraftversorgung und zukunftsweisende Investitionen in die Wasserstofftechnik in Schleswig-Holstein wurden erörtert.

Weiteres Thema war die angekündigte Kita-Reform. Zur Entlastung der Kommunen und der Eltern investiert das Land eine Milliarde Euro. Dennoch war allen Gesprächsteilnehmern bewusst, dass es offenbar noch Schattierungen bei diesem Projekt gibt und gegebenenfalls nachjustiert werden muss.

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