Alter Friedhof erhält neues Gesicht

Lübecker Nachrichten   06.12.2018

Landschaftsarchitekten stellten in Bad Oldesloe erste Pläne zur Umgestaltung vor

Von Dorothea von Dahlen

Der Historische Friedhof in Bad Oldesloe soll umgestaltet werden. FotoS: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Er liegt ein wenig versteckt zwischen Bahnhofstraße und Travewanderweg. Ortskundige nutzen ihn meist nur als Abkürzung, um in die Innenstadt zu gelangen. Und so genießt der 1824 eröffnete Historische Friedhof bislang nicht die Aufmerksamkeit, die ihm als Denkmal eigentlich gebührt. Dass dies den Oldesloern nicht egal ist und sie großes Interesse an einer Aufwertung der romantischen Parkanlage haben, zeigten nicht nur Online-Abstimmungen, sondern auch die vor drei Monaten groß inszenierte Befragung an Ort und Stelle, an der sich 70 Besucher beteiligten.

Viele Anregungen der Oldesloer sind inzwischen in konkrete Pläne eingeflossen und so stellte die mit der Ausgestaltung des Historischen Friedhofs betrauten Landschaftsarchitekten jetzt im Bau- und Planungsausschuss vor, was sie an dem 2,1 Hektar großen Areal alles verändern, aber auch erhalten wollen. Letzteres betrifft etwa das 1823 angelegte Wegekreuz, das den Friedhof in vier Quadrate aufteilt und an dessen Mittelpunkt ein Obelisk an die Gefallenen des Deutsch-französischen Krieges 1870/71 erinnert. Stauden und Gräser sollen den Zugang zur historischen Stele gefälliger und freundlicher gestalten. Rundherum soll ein kleiner Platz entstehen mit Sitzmauern oder Bänken zum Verweilen.

Auf dem eigentlichen, östlich vom Obelisken gelegenen Ehrenfriedhof bleiben die Eibenhecken bestehen beziehungsweise werden durch weitere Pflanzen ergänzt. Da bei der Bürgerbeteiligung mehrfach der Wunsch nach angenehmen Sitzgelegenheiten laut wurde, haben die Planer einen besonders attraktiven Platz an der Trave dafür ausgemacht. Eine zum Fluss hin absteigende Treppe soll später genug Platz zum Chillen oder für die Pause am Mittag bieten. 

Als besonders schützenswert erachten die Planer auch die mit Linden bestandenen Wege, die den gesamten Friedhof einrahmen und im Sommer angenehmen Schatten spenden. Sie sollen durch Neuanpflanzungen ergänzt werden, um den Charakter der kleinen Alleen stärker herauszuarbeiten. Der zurzeit noch stark verwilderte, zur Beste hin gelegene Teil des Friedhofs soll besser zugänglich gemacht werden. Schon zum Bürger-Aktionstag im September hatten die Planer eine Fläche freigelegt und so eine kleine Aussichtsplattform geschaffen, die auf die Oldesloer Innenstadt ausgerichtet ist.

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Wiederbelebung des Industriegleises kommt ins Stocken

Stormarner Tageblatt   06.12.2018

Wiederbelebung des Industriegleises kommt ins Stocken

Es fährt noch kein Zug nach irgendwo:   Das  Industriegleis am Oldesloer  Rögen.nie
Es fährt noch kein Zug nach irgendwo: Das Industriegleis am Oldesloer Rögen.nie

Bad Oldesloe Wie geht es weiter mit dem Industriegleis in Bad Oldesloe? Nachdem es eigentlich schon so aussah, dass die Erhaltung eine beschlossene Maßnahme sei und dass die AKN in Zukunft das Gleis übernehmen solle, sind mittlerweile neue Probleme aufgetaucht. „Frau Klahn von der FDP hat mich ja für mein Vorgehen ziemlich kritisiert und meine Ausführungen. Da hat es mittlerweile ein klärendes Gespräch gegeben, schade, dass die FDP heute nicht im Ausschuss ist“, leitete Bürgermeister Jörg Lembke seine Ausführungen im jüngsten Bau- und Planungsausschuss ein, in dem die FDP überraschend komplett fehlte.

Zum Stand der Dinge ließe sich sagen, dass es nicht feststeht, ob die Kosten für die Stadt Bad Oldesloe bei den anteiligen 50 000 Euro bleiben, die eingeplant sind. „Die Kosten könnten steigen und dann steigt natürlich auch unser Anteil“, so Lembke.

Außerdem müssten auch die gesamten Kosten der zunächst notwendigen Restaurierung von geschätzten mindestens 600 000 Euro über die Konten der Stadt laufen, auch wenn geplant sei, dass der Bund und das Land jeweils 150 000 Euro beisteuern. Die restlichen 150 000 Euro sollten auf die Stadt (50 000), die Wirtschaftsaufbaugesellschaft WAS (50 000 Euro) und den Kreis (50 000) aufgeteilt werden.

Erhöhen sich die Restaurierungskosten, erhöhen sich natürlich auch die Anteile. Außerdem sei es wohl so, dass die Bundesfördergelder nur fließen, wenn im Jahr zuvor eine Bahn auf dem Gleis gefahren ist. Aktuell ist außerdem die Ampelanlage bei Blumendorf an den Gleisen kaputt. Die Reparatur wird „einige tausende Euro“ betragen. nie

 
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Oldesloer Hagenstraße soll saniert werden

Lübecker Nachrichten   05.12.2018

Planer schlagen einen Ausbau in sechs Etappen vor

Die Hagenstraße in Bad Oldesloe wird stark frequentiert, von Autos, Bussen, Radfahrern und Fußgängern. foto: von Dahlen

Bad Oldesloe.  Kopfsteinpflaster, Steinplatten, mit Flicken durchsetzte Asphaltstreifen – die Oldesloer Hagenstraße ist alles andere als ein Schmuckstück. Nun soll die von Fußgängern, Radlern, Bussen und Autos zu Stoßzeiten stark frequentierte Verkehrsfläche von Grund auf erneuert werden. Bis jetzt liegt nur ein Vorentwurf vor, doch auch dieser lässt schon erahnen, welch ein Kraftakt mit der Sanierung verbunden ist.

Ingenieur Boris lass von der Merkel Ingenieur Konsult aus Hamburg stellt die Planung für die Sanierung der Hagenstraße in Bad Oldesloe vor. Dorothea von Dahlem

Boris Lass, Leiter der Hamburger Niederlassung von Merkel Ingenieur Consult, stellte das Konzept jetzt im Bau- und Planungsausschuss vor. Wie er anmerkte, ist es mit dem reinen Straßenbau nicht getan. Sämtliche unterirdischen Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Strom und Entwässerung in der Hagenstraße sind offenbar marode und müssen erneuert werden.

Damit die Innenstadt auch während der Baumaßnahme erreichbar bleibt, schlägt Lass eine Sanierung in sechs Etappen vor. Das sei zwar anspruchsvoll, verhindere aber, dass die Straße über einen längeren Zeitraum komplett geöffnet werden müsse. Seinem Plan zufolge sollen sich die Bautrupps am östlichen Ende beginnend Zug um Zug in Richtung Sparkasse vorarbeiten. Die Zufahrt soll so aus beiden Richtungen jeweils bis zur Baustelle zweispurig möglich sein. Wendemöglichkeiten böte der Petersparkplatz. Jedes Teilstück werde vorerst nur mit einer Tragschicht versehen und erhalte erst zum Abschluss unter Vollsperrung die eigentliche Decke.

Um die Lage etwas zu entzerren, schlägt der Planer vor, den Busverkehr über die gesamte Bauphase hinweg auszusperren und die Bushaltestellen in die Lübecker Straße zu verlegen. Drei Jahre wird es nach Lass’ Schätzungen dauern, bis die Hagenstraße nach dieser Vorgehensweise fertiggestellt ist. „Das ist zwar eine lange Bauzeit, beeinträchtigt die Geschäftsleute aber geringer als eine durchgehende Baustelle“, erklärte er.

Was die spätere Gestaltung der Hagenstraße anbelangt, so müssen die Verkehrsflächen nach Ansicht der Planer neu gegliedert werden. Weder seien die Gehwege breit genug, noch hätten Radfahrer ausreichend Platz, um die Einbahnstraße auch in der Gegenrichtung ohne Risiko befahren zu können, sagte Lass.

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Sanierung der Fußgängerzone erst ab 2022

Stormarner Tageblatt   05.12.2018

Sanierung der Fußgängerzone erst ab 2022

Bad Oldesloe Die Sanierung der Oldesloer Fußgängerzone wird sich noch länger hinauszögern, als von vielen Kreisstädtern und Kaufleuten erwartet. Eine ganze Weile war man davon ausgegangen, dass 2019 oder 2020 mit größeren Umgestaltungen begonnen werden könne. Dem widersprach jetzt Bürgermeister Jörg Lembke im Bau- und Planungsausschuss: „Was Fußgängerzone und Marktplatz angeht, sind wir noch absolut in den Vorplanungen. Wir werden dort auch nicht mit Arbeiten anfangen, bevor nicht die Hagenstraße fertig ist. Das kann man der Innenstadt nicht antun, dass das gleichzeitig passiert“, so der Bürgermeister weiter. „Es könnte eine Überlegung sein, ob man direkt anschließt, wenn die Hagenstraße fertig ist“, sagte der Verwaltungschef. Die Hagenstraße soll – nach aktuellen Planungen – von 2019 bis 2022 komplett erneuert werden. Dementsprechend könnte die Sanierung der Fußgängerzone frühestens ab 2022 starten. nie

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Die Langzeit-Baustelle

Stormarner Tageblatt   05.12.2018

Drei Jahre lang werden die Oldesloer Hagenstraße und der ZOB grunderneuert und umgebaut

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören soll: Das Kopfsteinpflaster vor  dem Rathaus stört nicht nur die Busfahrer. nie
Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören soll: Das Kopfsteinpflaster vor dem Rathaus stört nicht nur die Busfahrer. nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Die Hagenstraße in Bad Oldesloe muss saniert werden – daran führt kein Weg vorbei. Es ist nicht nur die Beschaffenheit der Straßenoberfläche, die dringend aufgepeppt werden muss. Auch die verlegten Leitungen unter der Straße, die als einzige direkt am Marktplatz und der Fußgängerzone entlangführt, müssen erneuert und erweitert werden.

„Wir planen nicht, die Hagenstraße über die gesamte Dauer komplett zu sperren, sondern in verschiedenen Abschnitten vorzugehen, die dann allerdings jeweils voll gesperrt werden müssen. Das dürfte insgesamt drei Jahre dauern“, sagte Boris Lass vom Merkel-Ingenieur- Consulting aus Kiel, als er dem Bau- und Planungsausschuss die Entwürfe vorlegte.

Knackpunkt Marktplatz Eine Bauzeit, die die Ausschussmitglieder durchschnaufen ließ. „Gemacht werden muss es, und drei Jahre sind schon eine sportliche, anspruchsvolle Herausforderung“, legte Lass nach. Geplant sind so manche – zum Teil recht grundlegende – Veränderungen. „Durch den Busverkehr, der in Zukunft ja noch ansteigen wird, entstehen ausgefahrene Spuren. Wegen hoher Verkehrsbelastung würden wir daher für eine bituminöse Befestigung plädieren“, so Lass.

Ein Problem sei der Bereich direkt am Marktplatz, dessen historisches Kopfsteinpflaster aktuell auch über die Straße bis zum Historischen Rathaus fortgesetzt wird. Auch wenn das „vermutlich schon seit Jahrhunderten“ so sei, solle man davon nun Abstand nehmen, um diese Schwachstelle zu beheben. In dem Bereich sei es aber trotzdem möglich – an die Tradition anknüpfend – eine andere, trotzdem stabilere Asphaltierung vorzunehmen, die sich gestalterisch abhebe. Generell sollen die Fußgängerwege breiter werden (zwei Meter) und auf der fünf Meter breiten Straße sollen in Zukunft Radfahrer in beide Richtungen fahren dürfen. „Das ist in Sachen Verkehrssicherheit die beste Lösung“, so Lass weiter.

Parkplätze entfallen Allerdings bedeuten diese Pläne auch, dass sechs Parkplätze an der Straße auf Höhe der Sparkasse ersatzlos wegfallen. „Darüber könnte man diskutieren, aber anders schaffen wir die angestrebten Breiten nicht“, so der Planer. Der ZOB wird komplett überplant, bekommt mehr überdachte Bereiche und soll insgesamt den modernen Gegebenheiten und Anforderungen des ÖPNV angepasst werden. Dafür müssten dort stehende Bäume gefällt werden und elf Stellflächen auf dem „Peters-Parkplatz“ würden dem neuen ZOB zum Opfer fallen. „Die Lage des Parkplatzes ist viel zu attraktiv, um sie nur zum Abstellen von Blech zu nutzen. Daher können wir da mitgehen“, sagte Hans-Hermann Roden (SPD). „Dass Sorgen aufkommen, dass es dann zu wenige Parkplätze gibt, kann ich nicht bestätigen. Denn so ist zum Beispiel das Parkhaus in der Königstraße oft sehr leer“, fügte Jens Wieck (CDU) an. „Allerdings muss man bedenken, dass viele Menschen auf dem Wochenmarkt einkaufen und einen Sack Kartoffeln nicht quer durch die Stadt tragen wollen“, so Ausschussvorsitzender Matthias Rohde (FBO).

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