Feuer bei Maschinenbauer Hako

Stormarner Tageblatt  06.05.2021

Wegen eines Brands an der Hamburger Straße waren mehrere Feuerwehren im Großeinsatz

Marc Nasner und Peter Wüst

Großalarm bei Hako in Bad Oldesloe! Auf dem Firmengelände des Maschinenbauers fing am Mittwochnachmittag eine Kehrmaschine aus noch ungeklärter Ursache Feuer. Die Flammen griffen auf ein nebenstehendes Fahrzeug über.
Alle vier Ortswehren der Kreisstadt rückten mit zirka 60 Einsatzkräften zur Hamburger Straße aus, unterstützt von der Reinfelder Feuerwehr und dem Rettungsdienst.

Löschcontainer sowie 60 Einsatzkräfte gefordert

Ein Mitarbeiter von Hako wurde mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung vom Notarzt behandelt. Die übrigen rund 70 Mitarbeiter mussten das Firmengelände verlassen. Gemeindewehrführer Olaf Klaus: „Dank des schnellen Löscheinsatzes gelang es, das Feuer auf die beiden Maschinen zu begrenzen, ohne dass weitere Gebäudeteile erfasst wurden.“ Allerdings enthielt eine der beiden in Brand geratenen Kehrmaschinen einen Lithium-Akku. Daher wurde ein spezieller Löschcontainer der Feuerwehr Neustadt (Kreis Ostholstein) angefordert. Dieser wurde mit Wasser geflutet und die Kehrmaschine anschließend hineingehoben, um das Feuer nachhaltig zu löschen. Das klappt bei den Akkus nur unter Sauerstoff-Abschluss.

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Kreis Stormarn: Lockerungen für Kitas, Schulen und Außengastronomie in Aussicht

Stormarner Tageblatt  04.05.2021

Dazu muss allerdings auch am heutigen Dienstag die Inzidenz unter 100 liegen

Bad Oldesloe Sollte der Corona-Inzidenzwert auch heute weiterhin unter 100 liegen, sollen ab Donnerstag direkt die möglichen Lockerungen der verschärften Maßnahmen erfolgen.
Das teilte die Kreisverwaltung Stormarn gestern mit. Es sollen dann nicht nur die Regelungen der sogenannten Bundes-Coronanotbremse – wie die nächtliche Ausgangsbeschränkungen – gelockert, sondern auch die Schulen und Kindestagesstätten wieder weiter geöffnet werden.
„Zahlreiche Familien geraden derzeit aufgrund der doppelten Herausforderung durch Kinderbetreuung oder Homeschooling und beruflicher Tätigkeit an ihre Belastungsgrenzen. Darum zählt jeder Tag, durch den wir diese Belastung verkürzen können. Bei einer Inzidenz von aktuell 84,8 und keiner besonderen Infektionslage in den Einrichtungen gibt es keinen Grund mehr, auch nur einen Tag länger zu warten, als es Bund oder Land verlangen“, sagt Landrat Dr. Henning Görtz

Klassen 1 bis 6 gehen in den Präsenzunterricht
Das würde konkret bedeuten, dass die Schulen in die Stufe zwei des Pandemie-Plans wechseln. Dieser sieht vor, dass in den Klassen 1 bis 6 Präsenzunterricht durchgeführt wird. Die Klassen 7 und 8 müssen noch im Wechselunterricht bleiben. Für die Jahrgänge darüber sowie für die Abschlussklassen soll es Präsenzangebote geben. Die Kitas in Stormarn dürfen nach dieser Regelung zurück in den bekannten Betrieb unter Pandemiebedingungen.
Der Einzelhandel darf wieder öffnen. Allerdings müssen Kunden ihre Kontaktdaten angeben. Wie vor dem verschärften Shutdown sind von dieser Regelung die Geschäfte des täglichen Bedarfs ausgeschlossen, die nicht im „Click and meet and test“-Modus waren.
„Die Betreiberinnen und Betreiber der Verkaufsstellen haben durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass wartende Kunden vor den Geschäften die Abstandsregelung einhalten“, sagt Kreissprecher Michael Drenckhahn.
Auch die Außengastronomie dürfte ab Donnerstag wieder öffnen, wenn die Inzidenz heute weiterhin unter 100 bleibt. Allerdings gelten auch dort noch strenge Regeln: Ein Hygienekonzept muss vorliegen, eine Terminreservierung muss sichergestellt sein sowie die Möglichkeit des Sitzens an festen Plätzen. Zwischen 21 und 6 Uhr darf generell kein Alkohol ausgeschenkt oder getrunken werden.
„Da die Zahlen nun seit dem vergangenen Mittwoch wieder stabil unter 100 liegen und außerdem durch unser Gesundheitsamt keine besonderen Infektionsschwerpunkte in Schulen und Kitas festgestellt wurden, erlaubt es der Erlass des Landes, die Einschränkungen für Schulen und Kitas zeitgleich mit der Bundesnotbremse aufzuheben“, führt der Landrat aus. „In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein, die am Sonntag stattfand, wird der Kreis Stormarn von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.“
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Deutlich weniger Diebstähle und Einbrüche

Stormarner Tageblatt  04.05.2021

Kriminalitätsstatistik im Kreis Stormarn: Gesamtzahl der Straftaten rückläufig – mehr Cyber-Kriminalität und mehr Betrug

Patrick Niemeier

Weniger Diebstähle, weniger Einbrüche sowie ein deutlicher Rückgang bei Straßenkriminalität und Sachbeschädigungen – 2020 ist die Kriminalität in Stormarn im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus der aktuell veröffentlichten Kriminalstatistik hervor.
12.406 Straftaten wurden laut der Polizeidirektion Ratzeburg im Kreis Stormarn 2020 zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 818 Fälle oder in Prozent ausgedrückt um 6,2 Punkte.

Aufklärungsquote von 52 Prozent
Von den zur Anzeige gebrachten Fällen konnten 6445 Taten aufgeklärt werden. Diese Aufklärungsquote hat sich mit jetzt 52 Prozent um fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2019 verbessert, wie die Polizei mitteilte.
Die meisten statistisch erfassten Straftaten traten 2020 in Ahrensburg auf. In der Schlossstadt wurden 2143 Delikte zur Anzeige gebracht. 2019 waren es noch 2296. Also ist auch in der größten Stormarner Stadt ein Rückgang zu vermelden.
In Bad Oldesloe sank dieser Wert von 2274 auf 1813. In Reinbek war es ein Rückgang von 1298 auf 1229 und in Bargteheide von 1044 auf 955 statistisch erfassten Fällen.
Die Kreisstadt kann für 2020 den in Relation größten Rückgang im gesamten Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg vermelden. Es wurden 20,3 Prozent weniger Straftaten gemeldet. Dieser spiegelte sich vor allem bei den Delikten im Diebstahlsbereich mit 438 Taten weniger wider. Ein Rückgang um deutliche 42,5 Prozent. Der Bereich des schweren Diebstahls sank sogar um 55,1 Prozent. Auch Sachbeschädigungen gingen in Bad Oldesloe um 21,9 Prozent zurück.

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Corona-Lage in den Partnerstädten

Stormarner Tageblatt  04.05.2021

Bad Oldesloe: Der Kontakt nach Jifna und Beer Yaakov in Israel reißt nicht ab

Susanne Rohde-Posern

Der Kampf gegen das Corona-Virus scheint in Israel vorerst gewonnen: Mehr als die Hälfte der israelischen Bevölkerung wurde bereits geimpft. Die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigen nicht mehr an und der Inzidenzwert liegen dort momentan gerade mal bei 11.
In Bad Oldesloe herrscht gerade gleichzeitig eine nächtliche Ausgangsbeschränkung eine Inzidenz über 90.
Es sind extreme Kontraste, die in Bad Oldesloe und in seiner israelischen Partnerstadt Beer Yaakov gerade herrschen. Dr. Hartmut Jokisch, städtischer Beauftragter für die Oldesloer Partnerstädte Beer Yaakov in Israel und Jifna in Palästina hält auch in Pandmiezeiten Kontakt zu seinen Freunden im Nahen Osten.

Bürgermeister auch erkrankt
„Meine besten Freundinnen und Freunde in Israel sind große Impfskeptiker und Gegner der Maßnahmen der israelischen Regierung“, sagt Hartmut Jokisch.
„Und das ist erstaunlich, wo doch in dem kleinen Land jeder jemanden kennt, der schon daran erkrankt ist. Nissim Gozlan, Bürgermeister von Beer Yaacov, hat die Krankheit bereits durchgemacht, ebenso mein israelischer Partner Uri Shimoni, der jetzt noch immer darunter leidet.“ Die erfolgreiche Impfkampagne in Israel habe immerhin dazu geführt, dass vor kurzem die Maskenpflicht im Freien und alle Einkaufs- und Gaststätten-Beschränkungen gefallen sind.
Und auch die Schulen wurden wieder geöffnet, so auch die Highschool Nawe Nachum, die Partnerschule der Oldesloer Ida-Ehre-Schule.
In Palästina sieht es dagegen ganz anders aus. Es gibt dort bisher nur sehr wenige Impfungen, die Inzidenzrate ist hoch, und überall herrscht Lockdown. Etwa die Hälfte der Einwohner Jifnas sind Tagelöhner und haben kein Einkommen mehr. Staatliche Hilfen gibt es nicht, die Ärmsten können sich nicht einmal einen Mund-Nasen-Schutz leisten. Viele in dem 3000-Seelen-Dorf sind erkrankt, die Krankenhäuser der nahen Stadt Ramallah nehmen keine Patienten mehr auf.
„Der beste Freund meines Partners Emil Abdo ist kürzlich an Covid gestorben, ohne dass er medizinische Hilfe bekommen konnte“, erzählt Jokisch, der deshalb ein Hilfsprogramm für Jifna initiiert hat. Mit finanzieller Hilfe der Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der gemeinnützigen Gesellschaft Engagement Global wurden in Jifna Masken und Desinfektionsmittel gekauft und Informationsflugblätter gedruckt.
„Aufgrund der dramatischen Ereignisse in Jifna werden jetzt noch schnell Sauerstoffmasken für die schwer Erkrankten besorgt“, betont Hartmut Jokisch.

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Ausgangsbeschränkungen: Was darf man ab 22 Uhr in Stormarn?

Stormarner Tageblatt  03.05.2021

Im Kreisgebiet gilt noch eine nächtliche Ausgangssperre – doch es gibt einige wichtige Ausnahmen

Patrick Niemeier

Die Stormarner halten sich weiterhin sehr diszipliniert an die Corona-Ausgangsbeschränkungen in ihrem Kreis. Auch die Nacht auf den 1. Mai, in der von manchen Bürgern damit gerechnet wurde, dass es zu mehr Verstößen kommen könnte, blieb ruhig. „Es gab nur vereinzelt Verstöße gegen die aufgestellten Regelungen. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hatten sich die gesetzlichen Beschränkungen gehalten“, sagte ein Sprecher der Polizeileitstelle am Mittag des 1. Mai in Lübeck.
Die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS) in Bad Oldesloe notierte in der Nacht rund einhundert Einsätze für die Kreise Stormarn, Ostholstein und dem Herzogtum Lauenburg.

Sport, Tiere, Notfälle und Arbeit sind Ausnahmen

Doch was genau ist eigentlich nach 22 Uhr noch erlaubt momentan in Stormarn? Und was nicht? Geregelt ist das im überarbeiteten Bundes-Infektionsschutzgesetz. Nach 22 Uhr sind generell nur noch Spaziergänge alleine oder Sport außerhalb von Sportstätten alleine bis Mitternacht gestattet.
Natürlich darf man auch seinen Hund noch Gassi führen. Letzteres darf man auch noch nach Mitternacht. Generell ist es so, dass wie beim Gassigehen, eine notwendige Versorgung von Tieren auch nach Mitternacht gestattet ist.
Ebenso darf man in medizinischen Notfällen seine Wohnung verlassen. Das gilt ebenfalls, wenn man einer anderen Person zur Hilfe eilen muss, wenn die Unterstützung nicht aufschiebbar ist. Auch der Weg zu einer Apotheke, die Notdienst hat, ist gestattet, wenn man dringend ein Medikament benötigt.
Das gilt jedoch nicht für den Weg zu einem Imbiss, um Essen abzuholen. Denn nach 22 Uhr ist der Außerhausverkauf von Speisen bis 5 Uhr untersagt. Der Weg von oder zur Arbeit ist hingegen von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen, auch wenn man nach Beginn der Ausgangsbeschränkungen noch auf dem Weg sein muss. Allerdings soll hier der direkte Weg vom Arbeitsplatz zur Wohnung angetreten werden.

Feuerwehr und Presse dürfen unterwegs sein

Nach 22 Uhr darf auch weiterhin jeder unterwegs sein, der das tun muss, um sein Mandat oder seinen ehrenamtlichen Dienst – zum Beispiel bei der Feuerwehr – durchführen beziehungsweise ausüben zu können. Ebenso ist es Pressevertretern erlaubt, für die Berichterstattung unterwegs zu sein, wie das Infektionsschutzgesetz explizit betont.

Rückkehr von privaten Treffen ist untersagt

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