CDU Bad Oldesloe toppt eigene Frauenquote

Markt   13.03.2019

Mitgliederversammlung der CDU mit Gästen aus Kiel und Berlin
Die CDU hat einen neuen, jüngeren und weiblicheren Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand (vorne sitzende von links): Renata Hoffmann, Marie-Christin Schwarz, Hildegard Pontow, Dr. Janine Krüger, Katrin Stiller, (Reihe zwei von links) Martin Nirsberger, Jörn Lucas, Jörg Feldmann, Wolfgang Gerstand, Uwe Rädisch, (hinten von links) Rainer Fehrmann, Lajoscha Raus, Horst Möller, Wulf Henning Reichardt. Foto: CDU Bad Oldesloe

Bad Oldesloe (om/ka). Die CDU Bad Oldelsoe hat den bisherigen Vorsitzenden Jörg Feldmann wiedergewählt. Zuvor hatte er angekündigt nach drei Wahlkämpfen in zwei Jahren in der nächsten Vorstandsperiode die inhaltliche Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu soll es eine dichtere Vorstandstaktung und themenbezogene Mitgliederversammlungen geben. Er wird dabei unterstützt durch einen neuen Vorstand, dem Dr. Janine Krüger, Marie-Christin Schwarz, Jörn Lucas und Martin Nirsberger als stellvertretende Vorsitzende, Katrin Stiller als Schatzmeisterin sowie Wolfgang Gerstand, Renata Hoffmann, Tanja Jonas-Störtenbeker,
Lajoscha Rausch, Wulf Henning Reichardt und Jascha Ueckert als Beisitzer angehören.Nach über 30 Jahren der Vorstandsarbeit und 20 Jahren als Schatzmeister war Horst Möller nicht
wieder zur Wahl angetreten, bleibt aber als Fraktionsvorsitzender kraft Amtes im Vorstand.
Im geschäftsführenden Vorstand sind je zur Hälfte Männer und Frauen vertreten, im
Gesamtvorstand gibt es eine Frauenquote von über 40 Prozent.

Die Jahreshauptversammlung hatte mit den Berichten von Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann und Landtagsabgeordneten Claus Christian Claussen begonnen. Dabei betonte Storjohann das finanzielle Engagement des Bundes für Infrastruktur und Bildung auf der kommunalen Ebene. Claussen stellte die kollegiale Zusammenarbeit trotz programmatischer Unterschiede der Jamaika-Koalition heraus. Auch in der anschließenden Aussprache spielten die Finanzen eine gewichtige Rolle. Der Finanzausschussvorsitzende der Stadt, Torsten Lohse, mahnte dabei eine möglichst einfache, leicht zu verwaltende Regelung der Grundsteuer an. Das Thema Hagenstraße konnte anschließend durch Fraktionsvorsitzenden Horst Möller und Bauausschusssprecher Jens Wieck zur Zufriedenheit aller Anwesenden beantwortet werden: Ziel sei es, die Hagenstraße als Straße mit sicherem Übergang für Fußgänger zwischen Spar- kasse und Stadthaus zu erhalten.
Zwei Ehrungen erfreuten die Mitglieder besonders: Rudolf Maslo erhielt für seine 40-jährige
Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel, eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Unter dem Applaus der Anwesenden erklärte er, seinerzeit als Zeichen nach verlorenen Kommunalwahl in die CDU eingetreten zu sein. Zum Ehrenvorsitzenden wurde zudem Rainer Fehrmann gewählt, der vor seiner Tätigkeit als Bürgerworthalter zehn Jahre Vorsitzender der CDU Bad Oldesloe war.

 

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Bad Oldesloe: Garten- oder Mäandervariante

Lübecker Nachrichten   13.03.2019

Bau- und Planungsausschuss stellte vor „vollem Haus“ Bauprojekte der Stadt vor

Luftbild des geplanten Wohngebiets in Rethwischfeld. Je nach Variante könnten hier 40 oder bis zu 55 Wohneinheiten entstehen. Foto: Stadtverwaltung/hfr

Bad Oldesloe. Die Luft war knapp, die Sitzgelegenheiten auch. Dicht an dicht hockten die Besucher im Stadthaus aufeinander, um mitzuerleben, wie die Weichen für die Entwicklung Bad Oldesloes im Bau- und Planungsausschusses gestellt werden. Vorgestellt und diskutiert wurden nicht nur einige Bauprojekte in der Stadt, gleichzeitig setzte die Politik fest, mit welcher Dringlichkeit einzelne Projekte zu behandeln sind. Das Interesse flaute jäh ab, nachdem die Gäste für eine Stunde auf den Flur hinaus gebeten worden waren. Der Grund: Eigentümer von Flächen wollten zu ihren Bauprojekten zusätzliche Erklärungen abgeben, die indes sensible Informationen enthielten. Dies betraf im Einzelnen das neue Gewerbegebiet gegenüber Obi (B-Plan 86) und Pölitzer Weg (B-Plan 23). Da diese Fakten für die Abstimmung der Prioritätenliste wichtig waren, blieb offenbar nichts anderes übrig, als die Öffentlichkeit zeitweilig auszuschließen.

Mit konkreten Informationen hatte zuvor indes Planer Gerd Kruse vom Büro Elbberg aus Hamburg die Gäste versorgt. Er präsentierte zwei Varianten, wie das neue Wohngebiet entlang der Alten Ratzeburger Landstraße im Oldesloer Ortsteil Rethwischfeld gestaltet werden könnte. Dort soll eine rund 1,8 Hektar große, bis dato landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bauland umgewandelt werden. Zwischen 40 bis 60 Wohneinheiten können dort entstehen. Der erste Entwurf, den Kruse vorstellte, besteht in einer kettenartigen Bebauung des Areals mit von Innenhöfen beziehungsweise Gärten umgebenen Einfamilienhäusern. Dies berge den Vorteil, dass möglichst viele Häuser auf kleinem Grund errichtet werden könnten, was angesichts der großen Nachfrage für Wohnraum sinnvoll erscheine. Das alternative Modell sieht eine Mischung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern beziehungsweise Geschosswohnungsbauten vor. Hierbei würde das Gebiet auf klassische Weise von einer mäanderartig verschwenkten Straße durchzogen, was indes Platz koste.

Hans Hermann Roden (SPD) sprach sich im Namen seiner Fraktion deutlich für die zweite Variante aus. „Mit dem Mäandermodell schaffen wir mehr Wohneinheiten als mit der Gartenhof-Bebauung“, gab er zu bedenken. Nach Angaben des Planers könnten nämlich bei der zweiten Variante außer Einfamilienhäusern auch Stadtvillen für mehrere Mietparteien entstehen. Wird das Gebiet mit Eigenheimen bebaut, entstehen 40 Wohneinheiten, im anderen Fall wären es bis zu 55.

Und noch ein weiteres Argument wurde für Variante zwei angeführt: der soziale Wohnungsbau. Die Stadtverordneten hätten ganz klar vorgegeben, dass in neuen Siedlungen 30 Prozent der Fläche für den sozialen Wohnungsbau reserviert werden solle. Eine Mitarbeiterin der Oldesloer Verwaltung räumte ein, dass es neuerdings auch für Einzelhäuser eine solche Förderung gebe.

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Ausschuss vergrault Bürger

Stormarner Tageblatt   13.03.2019

Oldesloer Gremium schließt mitten in der Sitzung über eine Stunde die Öffentlichkeit aus

Großer Andrang im Sitzungsraum des Stadthauses: Die ersten Bürger drehten bereits vor Sitzungsbeginn um. nie
Großer Andrang im Sitzungsraum des Stadthauses: Die ersten Bürger drehten bereits vor Sitzungsbeginn um. nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Es wird viel über Politik-Frust gesprochen und darüber, dass sich Lokalpolitiker und Verwaltungen freuen, wenn Mitbürger die Ausschüsse besuchen. Der aktuelle Bau- und Planungsausschuss in Bad Oldesloe war mehr als nur sehr gut besucht. Schon zehn Minuten vor Beginn der Sitzung drehten allerdings die ersten Bürger direkt in der Tür des Sitzungsraums im Oldesloer Stadthaus um, nachdem sie einen Blick in den Raum geworfen hatten. Der war im Prinzip wegen Überfüllung schon geschlossen. Sitzplätze gab es keine mehr und mit Ersatzstühlen drängelten sich einige Besucher sogar schon in zwei Reihen.

Im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung zugesagt, bei Tagesordnungen, die darauf hindeuten, dass viele Besucher kommen könnten, einen Raumwechsel in das Bürgerhaus, die Festhalle oder das Kub einzuplanen. Können nicht alle Mitbürger, die am öffentlichen Teil teilnehmen wollen, teilnehmen, so könnte schließlich sogar die Rechtmäßigkeit der Sitzung hinterfragt werden.

Wütend nach Hause Der Verlauf des Ausschusses machte es dann nicht besser: Mitten im öffentlichen Themenblock waren zwei nichtöffentliche Teile eingepflegt worden. Es hieß, weil Investoren zugesagt worden sei, sie müssten nicht bis zum Ende der Sitzung warten. Allerdings bedeutete es andersrum, dass nun rund 40 interessierte Bürger den Raum mitten in der Sitzung verlassen mussten.

Der nichtöffentliche Zwischenpart zog sich über eine Stunde hin und führte dazu, dass der Großteil der Bürger frustriert und zum Teil wütend den Heimweg antrat. „Die Länge des nichtöffentlichen Teils war auch für uns überraschend. Doch es gab da inhaltlich solche Unklarheiten, dass es so kam. Es tut uns leid, glücklich war das in dieser Form nicht“, erklärt Hartmut Jokisch von den Grünen dazu.

Anderer Sitzungsort? „Ich konnte mir den nichtöffentlichen Block in der Mitte nicht erklären und es tut mir leid für die Mitbürger“, so Hans-Jörg Steglich (FBO). Auch die Linken-Fraktion schließt sich dem an: „Der Ausschussvorsitzende kam erst mit Beginn der Sitzung und man konnte nichts mehr besprechen. Man hätte bei so vielen Besuchern abfragen sollen, wer zu welchem Punkt da ist und dann die Tagesordnung diskutieren“, so Christian Vollpott. „Wenn man sieht, dass viele Besucher kommen – was uns ja freut – dann muss man den Raum wechseln und schauen, zu welchen Tagesordnungspunkten sie da sind. Wenn da auf die Wünsche eines Investors mehr Rücksicht genommen wurde als auf Mitbürger, dann geht das gar nicht. Wir sollten daraus lernen“, sagt der Stadtverordnete Andreas Lehmann (CDU).

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Bad Oldesloe soll wachsen

Stormarner Tageblatt   13.03.2019

40 bis 60 neue Wohneinheiten sind im Ortsteil Rethwischfeld geplant / Planungsbüro präsentiert Ideen

Gerd Kruse (stehend) stellte die Planungsideen vor. Nie
Gerd Kruse (stehend) stellte die Planungsideen vor. Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Die Kreisstadt soll ein neues Wohngebiet bekommen. Entstehen soll es im Ortsteil Rethwischfeld im Bereich zwischen den Straßen „Am Hausteich“ und „Ziegeleiweg“. Im aktuellen Bau- und Planungsausschuss stellte Planer Gerd Kruse vom Büro „Elbberg“ erstmalig Ideen detaillierter vor, wie das Gebiet in Zukunft gestaltet werden könnte.

Fest steht, dass dort 40 bis 60 Wohneinheiten geschaffen werden könnten. Angesichts des weiterhin bestehenden und noch ansteigenden Wohnungsbedarfs in Bad Oldesloe, ein Plan, der bei allen Fraktionen auf Gegenliebe stößt. Kruse stellte zwei unterschiedliche städtebauplanerische Varianten vor. Die eine sieht eine Bebauung mit sogenannten Gartenhofhäusern vor, die andere setzt auf eine Mischung aus Einzel- Doppel- und Reihenhäusern sowie optional auch Geschosswohnungsbau vor.

Zu diesem Punkt äußerten sich bereits im Rahmen dieser ersten Präsentation die Politiker. „Ich möchte daran erinnern, dass wir 30 Prozent sozialen Wohnungsbau verpflichtend in der Stadtverordnetenversammlung für Neubaugebiete beschlossen haben. Daher geht nur Variante zwei“, so Hans-Hermann Roden (SPD). Ein Punkt an dem sich die FBO allerdings störte. „Wenn ich mir da Geschosswohnungsbau vorstelle, dann finde ich nicht, dass es passt. Vielleicht kann man einen Kompromiss finden und den sozialen Wohnungsbau an einer anderen Stelle in der Stadt durchführen, wo er besser passt“, so der Ausschussvorsitzende Matthias Rohde.

Verwaltung und Planer stellten klar, dass sozialer Wohnungsbau nicht immer Geschosswohnungsbau – und wenn mit maximal zwei Stockwerken – bedeuten muss

Kruse, der Projektleiterin Ramona Groß mitgebracht hatte, die sich selbst allerdings nicht äußerte, deutete einige Probleme an. „Die Zuwegung wird nicht einfach. Da muss man sehen, wie man die Straßenplanung durchführt. Außerdem sind wir neugierig, wie einige Anwohner planen. Wollen Sie in Zukunft vielleicht selbst weitere Häuser auf ihren Grundstücken bauen? Sind sie bereit Grundstücksteile zu verkaufen? Wir brennen allgemein darauf, jetzt bald mit ihnen in Kontakt zu kommen“, so Kruse. Beim Thema Straßenverbreiterung, Abholzen von Bäumen und wegfallenden Parkplätzen sah man im Publikum schon erstes Kopfschütteln unter Mitbürgern.

Der Aufstellung des B-Plans soll nun die Öffentlichkeitsbeteiligung folgen.

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„Freie Schule“ zieht nicht in die Kurparkschule

Stormarner Tageblatt   14.03.2019

„Freie Schule“ zieht nicht in die Kurparkschule

Gut ausgelastet: Die Kurparkschule  in Bad OldesloeNie
Gut ausgelastet: Die Kurparkschule in Bad OldesloeNie

Bad Oldesloe Die Pläne, dass die „Freie Schule Stormarn“ mit dem Namen „Unique“ in die Räumlichkeiten der Kurparkschule in Bad Oldesloe einziehen könnte, sind vom Tisch. „Wir haben das überprüft und im Gespräch auch klar machen können, dass die Kurparkschule nicht leersteht, wie die Initiatoren aus einem falsch interpretierten Medienbericht entnommen hatten“, so Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak. Dort habe es geheißen, die Kurparkschule sei eine Schule ohne Schüler. „Das war missverständlich und wurde so verstanden, dass quasi eine Schule leersteht. In echt sind die Räume durch Vereine aber auch durch das Förderzentrum mit Lehrerzimmer und Konferenzräumen durchaus sehr gut genutzt. Wir können die Schule nicht zur Verfügung stellen“, so Sobczak. „Das Gespräch war trotzdem gut und freundlich und wir konnten auch zwei andere Ideen vorschlagen. Ob diese Vorschläge von der Freien Schule weiterverfolgt werden, wissen wir nicht. Aber der Austausch war insgesamt angenehm und positiv“, so Sobczak. nie

 
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