ÖPNV: Änderungen zum Fahrplanwechsel

Stormarner Tageblatt   05.12.2018

ÖPNV: Änderungen zum Fahrplanwechsel

Bad Oldesloe Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember gibt es im Kreis Stormarn eine Reihe von Verbesserungen und Änderungen im ÖPNV-Angebot.

Die Linie 233 (U Steinfurther Allee – Oststeinbek – Havighorst – U Mümmelmannsberg) bindet das Gewerbegebiet Oststeinbek in den Hauptverkehrszeiten (6 -9 Uhr und 15 -19 Uhr) künftig im Halbstundentakt statt im Stundentakt an. Die neuen Fahrten werden zwischen U Steinfurther Allee und dem Gewerbegebiet eingeführt.

Die Linie 536 (S Reinbek – Reinbek, Borsigstr. – Reinbek, Senefelder Ring) wird nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr vom Halbstundentakt auf einen 20/40-Minutentakt umgestellt. Somit werden die Anschlüsse zur S-Bahnlinie 21 verbessert.

Die Linie 237 (Willinghusen – Glinde – S Reinbek) wird ab der S-Bahn Reinbek Mo.-Fr. stündlich zwischen 6 und 20 Uhr und Sa. zwischen 8 und 18 Uhr bis ins Gewerbegebiet Wentorf verlängert.

Die Linie 263 (U Wandsbek, Markt – Jenfeld – Barsbüttel – Stapelfeld – Großlohe) verkehrt künftig ohne den Umweg über die Jenfelder Straße, stattdessen mit Bedienung der Haltestelle Denksteinweg zum Jenfeld-Zentrum. Alle Jenfeld-Zentrum endenden/beginnenden Fahrten gehen auf die Metrobus-Linie 10 über, so dass die Linie 263 immer Barsbüttel bedient. In der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit Mo.-Fr. zwischen 15 und 19 Uhr verkehren die Fahrten künftig alternierend von/zu Möbel Höffner oder als Direktfahrt von/nach Willinghusen im 20-Minutentakt. Nach Willinghusen kommt es dadurch zu Fahrtzeitverkürzungen bis zu 17 Minuten. Weiterhin wird der Gelenkbuseinsatz in den Abendstunden bis 22 Uhr ausgedehnt.

Auf der Linie 374 (Bahnhof Bargteheide – U Hoisbüttel – S Poppenbüttel) erfolgt eine Verlängerung der Verstärkerfahrten Mo.-Fr. in den Hauptverkehrszeiten zwischen S Poppenbüttel und Timmerhorn bis Bargteheide. Zur Verbesserung der Anschlusssicherheit der Linien untereinander im Stadtverkehr Bad Oldesloe erfolgen auf den Linien 8101 , 8102 und 8103 Fahrtzeitanpassungen sowie auf Linie 8102 zudem zwei Linienwegsänderungen im Bereich Mährischer Berg und Theodor-Storm-Straße zur Verbesserung der Pünktlichkeit. Die Linie 8102 endet künftig nicht mehr bei Famila, sondern ebenfalls am Bahnhof/ZOB. Zur besseren Transparenz wird sie in zwei Linien 8102 (ZOB – Schanzenbarg – Rethwischfeld – Schanzenbarg – ZOB) und 8104 (ZOB – Hagenstraße – Friedhof – ZOB) aufgeteilt.

Die Linie 8730 (Ratzeburg – Sandesneben – Ahrensburg) wird zwischen Sandesneben und Ahrensburg samstags, sonn- und feiertags auf einen Zwei-Stundentakt verdichtet.

Alle Fahrpläne: www.hvv.de

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Erster Blick auf die Hospiz-Baustelle

Lübecker Nachrichten   05.12.2018

Förderverein Lebensweg Stormarn öffnete im Lebendigen Adventskalender das erste Türchen

Für rund 3.5 Millionen Euro entsteht am Sandkamp in Bad Oldesloe ein stationäres Hospiz. Sabine Tiedtke (r.) und Birte Thelen stehen am künftigen Eingang.

Bad Oldesloe. „Den Lebendigen Adventskalender finde ich ziemlich cool“, sagt Lebensweg-Chefin Sabine Tiedtke. Deshalb hat sie mit ihrem Team vom Lebensweg Stormarn bereits im vierten Jahr dazu eingeladen. Die ersten Kalendertüren wurden noch in der Lübecker Straße und im Bürgerhaus geöffnet. Die diesjährige bei Kinderpunsch, Keksen und Posaunenchor-Musik direkt an der Hospiz-Baustelle am Oldesloer Sandkamp.

„Wir wollen es als Tradition erhalten“, betont Tiedtke zum Adventskalender-Date. Wie ihr unermüdliches Helferteam findet sie es spannend, wer denn alles so vorbeikommt. Und in diesem Jahr sind es deutlich mehr als in den Vorjahren. Einige haben ganz spontan davon aus der Zeitung erfahren, andere gerade ihre Kinder von der Probe für das Oldesloer Weihnachtsmärchen abgeholt.

Friedhofsverwalter Jörg Lelke begleitet den Hospiz-Verein schon lange. Gerade erst fand ein vom Förderverein Lebensweg Stormarn organisiertes Theaterstück zum Thema Lebensende in der Auferstehungskapelle am Oldesloer Friedhof statt. „Endlich ist etwas zu sehen“, freut er sich an der Hospiz-Baustelle am Sandkamp. Jetzt sehe man, wofür das Geld gebraucht wird. Wo nach jahrelangem Einsatz des Vereins das stationäre Hospiz entsteht.

Vergangenes Jahr sei es bei einer Veranstaltung des Lebendigen Adventskalenders so kalt gewesen, dass sein Sohn sogar einen Schneemann bauen konnte, erinnert sich Lelke. Und dieses Jahr beteilige sich am 10. Dezember um 17 Uhr auch die Friedhofsverwaltung erstmals mit Feuerkorb, Punsch und Erzähltheater an der Aktion, die von der Kirchengemeinde Oldesloe koordiniert wird.

Von Schnee ist in diesem Jahr bisher allerdings weit und breit nichts zu sehen. Aber die Kinder haben großen Spaß an den riesigen Erdhaufen an der Hospiz-Baustelle, die sie immer wieder erklimmen. Die Erwachsenen werfen lieber schon mal einen Blick auf das künftige Oldesloer Hospiz. Viele Rohre ragen aus der Betonplatte, die die Umrisse des Gebäudes verrät. Sie zeigen an, wo die Sanitärbereiche der geplanten zwölf Hospizzimmer mit Terrassen später einmal liegen werden. Gleich links auf der Ausbuchtung soll einmal den Raum der Stille entstehen.

„Hier ist der Eingang“, zeigt Sabine Tiedtke. Und dann erzählt sie von dem steinernen Engelsflügel, der die Besucher später einmal begrüßen soll. Den hat die Powerfrau schon vor Jahren in Elmenhorst bei Henning Fründ entdeckt. Da war der Verein noch nicht einmal gegründet. Ihre Visionen im Kopf aber recht lebhaft.

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Stadt bezuschusst Schul und Vereinsschwimmen

Stormarner Tageblatt   04.12.2018

Stadt bezuschusst Schulund Vereinsschwimmen

Das Travebadnie
Das Travebadnie

Bad Oldesloe Die Nutzung des Oldesloer Travebads wird für Schulen und Vereine deutlich teurer. Statt bisher zehn Euro pro Bahn und pro Stunde sind in Zukunft 40 Euro pro Stunde fällig. Da die städtische Schwimmhalle defizitär wirtschaftet, bestand bei den bisherigen Preisen der Verdacht, dass durch die geringen Nutzungsgebühren verdeckte Subventionen ausgeschüttet würden. Damit soll nun Schluss sein und das Preissystem wurde angepasst. Vereine und Schulen protestieren seit Monaten gegen diesen Vorgang.

Gespräche mit den betroffenen Vereinen haben ergeben, dass diese bereit wären, in Zukunft 15 statt zehn Euro pro Stunde zu zahlen. Bleiben 25 fehlende Euro.Die sollen nun in Zukunft per Zuschuss der Stadt gewährt werden. Der jährliche Zuschuss der Stadt wird hier in den nächsten Jahren knapp über 117 080 Euro betragen.

Auch beim Schulschwimmen musste nachgerüstet werden. Die Schulen hatten gemeinsam in einer Mail an die Verwaltung mitgeteilt, dass eine Vervierfachung des Nutzungsgeldes dazu führen werde, dass der Schwimmunterricht in der jetzigen Form nicht mehr angeboten werden könne. Gleichzeitig wurde betont, dass der Unterricht sehr wichtig sei. Unverständnis kam auf, dass – so hatte es zum Beispiel die Ida-Ehre-Schule durchkalkuliert – die Nutzung für Schulen sogar teurer sei als für Privatpersonen. Wenn also ein Schüler mit der Schule schwimmen gehe, sei das im Prinzip teurer, als wenn er am Nachmittag mit seinen Freunden die Schwimmhalle benutze. „Ich finde es wichtig darauf hinzuweisen, dass der Schwimmunterricht der Schulen nicht der einzige Weg sein soll, auf dem Kinder schwimmen lernen. Das ist eher eine Ergänzung. Trotzdem ist der Unterricht natürlich wichtig“, so Bürgermeister Jörg Lembke.

Die Budgets der Schulen sollen nun hinsichtlich des Mehrbedarfs nachgebessert werden, so dass die 40 Euro pro Stunde gezahlt werden können. Diese Budget-Nachbesserung schlägt mit zusätzlichen 33 800 Euro pro Jahr zu Buche. nie

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Lichterzauber in den Stormarner Innenstädten

Stormarner Tageblatt   03.12.2018

Lichterzauber in den Stormarner Innenstädten

niemeier
niemeier

Bad Oldesloe Zu Weihnachten gehört es in Stormarn auch, dass sich die Kleinstadt-Einkaufsstraßen ein wenig herausputzen und mit entsprechenden Illuminationen für ein besonderes Einkaufs- oder auch einfach Flanier-Erlebnis sorgen wollen. In Ahrensburg gibt es die berühmten Sterne der Kaufleute, in Bargteheide wurde auch in diesen Tagen die Beleuchtung feierlich eingeschaltet und auf diesem Foto aus einer nicht alltäglichen Vogelperspektive sieht man die Oldesloer Hindenburgstraße im adventszeitlichen Glanz. nie

 
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Zugang zum Teilhabepaket per Plastikkarte

Stormarner Tageblatt   03.12.2018

Sozial benachteiligte Kinder sollen einfacher auf Leistungen zugreifen können

Patrick Niemeier Bad Oldesloe In Stormarn, einem der reichsten Kreise in Deutschland, leben tausende Kinder unter der Armutsgrenze. Ein Umstand, auf den in jedem Jahr auch der Deutsche Kinderschutzbund nicht nur mit seiner berühmten Fähnchenaktion vor dem Ahrensburger Schloss aufmerksam macht. Ein großes Problem daran sei, so erklärt Ingo Loeding vom DKSB regelmäßig, dass diese Kinder und Jugendlichen aus rein finanziellen Gründen häufig auch von Vereinsaktivitäten und Hobbys quasi ausgeschlossen seien.

Das Bildungs- und Teilhabepaket sollte daran eigentlich etwas ändern. Es sichert – laut Gesetzgebung – Kindern aus Familien mit Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen für Asylbewerber bis zum 25. Lebensjahr Leistungen zu, zum Beispiel Schulbedarf in Höhe von 100 Euro pro Schuljahr, Lernförderungen, Erstattung von Mensaessen und bis zum 18. Lebensjahr auch zehn Euro monatlich für Teilhabe am „sozialen und kulturellen Leben“.

Das ist die Theorie. Für Bad Oldesloe hat sich die Linken-Politikerin Cornelia Steinert informiert und festgestellt, dass dieses Angebot kaum genutzt wird. „Das liegt vor allem auch daran, dass die Formulare viel zu kompliziert sind. Da müssen wir ran. Das Geld steht den Kindern und Jugendlichen zu“, erklärte Steinert im jüngsten Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Auf um die 30 Prozent schätzte sie die Nutzungsquote für Stormarn. „Ich habe nun sogar konkrete Zahlen bekommen, dass Stormarn landesweit an letzter Stelle ist. Da kommen mir die Tränen, wenn ich lese, dass ein so reicher Kreis dieses Angebot nicht wirklich ausschöpft“, sagte sie.

Mit einer Plastikkarte wäre es es einfach, die Gelder abzurechnen. Zudem bräuchten nicht immer neue Formulare ausgefüllt werden und Kinder müssten keinen schriftlichen Bescheid vorzeigen, was sie stigmatisieren könnte. „Das Modell gibt es in anderen Städten schon“, so Steinert. Dort habe es zu einer viel besseren Nutzung des vorhandenen Budgets geführt. Steinert empfahl die Zusammenarbeit mit der Firma Sodexo, die eine entsprechende Karte entwickelt habe. „Ja, man muss was tun, aber viele Vereine und Verbände machen ja auch schon was. Die Firma Sodexo will damit aber auch gutes Geld verdienen“, so die skeptische Liberale Anita Klahn. „Die Zahlen in Stormarn sind erschreckend. Aber ich sehe das als Kreisaufgabe“, so Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak. Oldesloer Alleingänge würden nicht helfen. „Ich habe die Karte einst mitenwickelt, sie ist praktisch. Man sollte jetzt aber vielleicht erst einen runden Tisch einsetzen, Angebote und Möglichkeiten sammelt und sehen, wie man die besser nutzbar machen kann“, so Torge Sommerkorn (CDU). „Einen Weg zu finden, Kinder möglichst nicht zu stigmatisiert, ist zu begrüßen. Dafür wurde die Karte ja auch in anderen Städten eingeführt.“

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