Am Claudiussee entsteht das erste Haus

Lübecker Nachrichten   29.12.2018

Für die Mietshäuser im Oldesloer Wohngebiet findet sich noch kein Investor

Das neue Wohngebiet Claudiussee in Bad Oldesloe ist ab Januar quasi bebaubar. Verkauft sind fast alle Grundstücke für Eigenheime. FOTO: DVD

Bad Oldesloe. Etliche Neubürger wird die Stadt Bad Oldesloe in absehbarer Zeit begrüßen dürfen. Denn das Wohngebiet Claudiussee ist bereits zu 80 Prozent erschlossen. Die meisten Grundstücke für Einfamilienhäuser sind veräußert worden. Einer der Käufer hat bereits die Bodenplatte für sein Domizil gegossen.

„Ja, wir sind letztlich doch gut vorangekommen“, sagt Axel Schulz, Geschäftsführer der Schulz & Partner Immobilien GmbH, die das Quartier südlich der Bahnlinie Hamburg–Lübeck vermarktet. Bereits 2016 hatte er damit begonnen, so dass im darauf folgenden Januar schon 50 Prozent der Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser reserviert waren. Dass noch einige Zeit ins Land gehen würde, bevor dort tatsächlich Bautrupps anrücken könnten, war von Beginn an klar. Denn am Standort der einstigen Farbenfabrik schlummerten noch Schadstoffe im Boden. Statt diese Altlast der Nachwelt zu hinterlassen, wollten die Erben das Gelände sanieren und so Platz für ein neues Wohngebiet schaffen. Doch bevor mit diesem aufwändigen Projekt begonnen werden konnte, stellten sich die Landesbehörden quer. Sie hatten einen Konflikt zu einer angrenzenden Gewerbefläche ausgemacht, die schon lange brach liegt.

Um die Bedenken auszuräumen, musste der Flächennutzungsplan geändert werden. Nachdem dieses Hindernis ausgeräumt war, verzögerte das Rodungsverbot im Frühjahr den unverzüglichen Start der Sanierung. „Aber jetzt ist alles geschafft. Ein komplett kontaminationsfreies schönes Wohngebiet am See ist entstanden“, sagt Schulz erleichtert. Es sei sogar an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Die ersten Privathäuser könnten schon im neuen Jahr errichtet werden.

Als sehr schwierig erweist sich Schulz zufolge hingegen der Verkauf von acht Flächen, die für den Geschossbau vorgesehen sind. In diesen Häusern sollen Sozialwohnungen entstehen, da die Mietpreise in Bad Oldesloe auf dem freien Markt sehr hoch liegen. „Der Druck ist wohl enorm. Aber es findet sich kein Investor, der unter den gegenwärtigen Förderkonditionen bauen will“, sagt Schulz. Schleswig-Holstein gewähre einen Zuschuss pro Quadratmeter für neue Vorhaben des sozialen Wohnungsbaus. Der Bund jedoch sei noch nicht soweit, Anreize zu schaffen. „Auch die öffentlichen Wohnungsgesellschaften halten sich deshalb noch zurück. Alle warten auf bessere Konditionen. Das ist wie an der Tankstelle. Auch da schauen alle auf die Preisentwicklung“, sagt Schulz.

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>>>Politiker und Parteien haben das Wort: Mit Zuversicht für Bad Oldesloe ins neue Jahr!

Markt   27.12.2018

Mit Zuversicht für Bad Oldesloe ins neue Jahr!

Wulf Henning Reichardt, Foto CDU Bad Oldesloe

Es stand eigentlich schon lange fest und trotzdem kommen für viele Weihnachten und Neujahr ziemlich überraschend. Deshalb darf man sich auch nicht wundern, wenn politische Entscheidungen erst dann in die Kritik geraten, wenn sie zur Ausführung anstehen. Dann geht es rund, wie beim Kreisel am Tunnel Pölitzer Weg. Er wird kommen und dann von den Nutzern erfreut angenommen wie der Kurparkkreisel auch, dem ja ähnliche Diskussionen vorausgegangen sind.

Viel hat sich in diesem Jahr ereignet. Das Wetter hat gezeigt, dass wir auch Sommer können. Mal ehrlich, dann ist es hier bei uns deutlich schöner als in den sonnenverwöhnten Urlaubsregionen. Es gibt uns auch einen Einblick, wie hart es ist, bei solchen Temperaturen zu arbeiten und was es für die Gärten, die Landwirtschaft und die Natur bedeutet, mit so geringen Niederschlägen zu leben. Aber nun gleich in Klimakatastrophenstimmung zu verfallen, bringt uns auch nicht weiter. Angst ist ein schlechter Begleiter.

Kommen wir zu der nächsten vermeintlichen „Katastrophe“. Die Kommunalwahl hat einige Parteien ziemlich gerupft, einige erstarken und andere neu hinzukommen lassen. Es ist im Oldesloer Stadtparlament bunter geworden. Die Entscheidungsfindungen sind deutlich schwieriger geworden, denn man muss offen miteinander reden. Was dann dabei herauskommt, sind Kompromisse. Sie werden von vielen geringschätzig abgewertet als Zeichen der Schwäche, aber wenn sie gut sind, zeigt es Stärke und Können und davon lebt die Demokratie.

Für mich hat sich die Atmosphäre in der neuen Stadtverordnetenversammlung positiv verändert. Es wird über Partei- und Fraktionsgrenzen miteinander gesprochen in weitgehend entkrampfter Art und man geht so die Herausforderungen an. Da ist es nicht zielgerichtet, wenn man manche Vorschläge ständig wiederholt. Dadurch werden sie nicht besser, sondern verschwenden nur wertvolle Zeit – unwiderruflich. Ebenso wenig bringt es etwas, mit griffigen aber unrealistischen Parolen Andere vor sich her zu treiben, denn der Plenarsaal ist keine Arena sondern der Versammlungsort der gewählten Volksvertreter.

Den Stadtverordneten und bürgerlichen Mitgliedern in den Ausschüssen sei an dieser Stelle ausdrücklich Dank gesagt für ihren Einsatz für die Stadt und das Gemeinwohl.

Ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr wünschen wir allen Oldesloer Bürgern und Bürgerinnen.

Wulf Henning Reichardt

CDU-Vorstandsmitglied

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Oldesloer Weihnachtsmarkt: „So geht es nicht weiter“

Stormarner Tageblatt   27.12.2018

Neun Buden, Bühnenprogramm und Kinderaktionen lockten weniger Besucher an als im Vorjahr

Enttäuscht von der Resonanz: Sebastian Hagen.Nie
Enttäuscht von der Resonanz: Sebastian Hagen.Nie
 

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Sebastian Hagen lächelt zufrieden: „Jetzt läuft es“, sagt er. Ein wenig Stolz ist in seinem Gesicht zu erkennen, während er auf seinen Weihnachtsmarkt in der Oldesloer Mühlenstraße schaut. Es ist Heiligabend – das traditionelle Treffen ehemaliger Schüler und letzter Geschenkejäger der Kreisstadt findet an den beiden Punschbuden in der Mühlenstraße statt. Es ist das zweite Mal in den vergangenen vier Wochen, dass der Organisator des kleinen Oldesloer Weihnachtsmarkts vollauf zufrieden ist. Das liegt nicht daran, dass er überzogene Erwartungen hatte oder den Maßstab für Erfolg und Misserfolg sehr hoch ansetzt, sondern es liegt schlichtweg daran, dass die Resonanz auf die zweite Ausgabe dieses vorweihnachtlichen Events in der Adventszeit erschreckend gering war. „60 bis 70 Prozent weniger Kunden hatten wir an den Ständen“, sagt Hagen.

Das erste Mal, dass er in diesem Jahr wirklich zufrieden war, war an einem der Auftakttage, als zahlreiche Besucher des „Weihnachtsmannweckens“ auf dem Marktplatz anschließend einen Gang an die Buden antraten. Ansonsten: Flaute. Und Frust. Natürlich ärgert das Hagen mit Blick in seine eigenen Kassen, aber ebenso sehr ärgert es ihn menschlich, dass er auf so viel generelles Desinteresse stieß. Nikolauspostaktion mit Wunschzetteln? Drei Kinder machten mit. Kostenloses Karussellfahren gesponsort vom Verein „Wir für Bad Oldesloe“? An vier Tagen fuhren zwanzig Kinder auf dem kleinen Schaugeschäft. Lesestunden mit Frau Holle und Auftritte des Eisengels? Zum Teil gähnende Leere vor der kleinen Bühne. Ilona Rehme als „Frau Holle“ wunderte sich auch über die Resonanz. Dass einige Mitbürger den Nachwuchs geradezu von Lesestunden weg – und am Karussell vorbei manövrierten irritierte sie.

Der Auftritt der Oldesloer Sängerin Gabi Liedtke kam am 15. Dezember gut an und zeigte, welches Potenzial der Markt entfalten könnte, doch andererseits „waren es trotzdem deutlich weniger Zuschauer, als bei Gabis Auftritten früher auf dem Markt am Mühlenrad. Ich verstehe nicht genau warum“, ist Hagen ratlos.

Es existiert eine Ausschreibung für einen Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr. Hagen wird sich nicht wieder bewerben. „Nicht unter diesen Umständen. Es müssten sich einige Dinge ändern. Vielleicht der Standort, vielleicht die Anzahl der Buden. Aber ich will nicht zu viel erzählen, was ich mir vorstellen könnte oder nicht, denn ich suche erst das Gespräch mit der Stadt“, so der Oldesloer Eventplaner weiter. „Vielleicht ist die Zeit kleiner Weihnachtsmärkte auch vorbei. Überall gibt es viele Angebote, überall wird eine Punschbude aufgebaut. Vielleicht gibt es dadurch ein Überangebot“, so Hagen, der in diesem Jahr mehr Dekoration und Lichterketten in tagelanger Kleinarbeit an den neun Buden befestigte.

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Peter-und-Paul: Das Einsingen der Weihnacht

Stormarner Tageblatt   24.12.2018

Peter-und-Paul: Das Einsingen der Weihnacht

Niemeier
Niemeier

Bad Oldesloe Für viele Oldesloer beginnt das Weihnachtsfest so richtig mit dem „Einsingen der Weihnacht“ in der Peter-Paul-Kirche mit dem Posaunenchor und der Singakademie. Normalerweise wird das gemeinsame Singen traditioneller Weihnachtslieder von „O Tannebaum“ bis „Stille Nacht“ unter freiem Himmel zelebriert. Doch obwohl er bekanntlich im Oldesloer Stadtwappen verewigt ist, hatte Petrus kein Einsehen. Während draußen die Techniker von SLS tapfer im strömenden Regen wieder abbauten , war das Gotteshaus bis auf den letzten Platz besetzt. Pastor Diethelm Schark und Bürgerworthalterin Hildegard Pontow sprachen ihre Weihnachtsgrüße. nie

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Hildegard Pontow und Jörg Lembke wünschen ein frohes Fest

Markt   22.12.2018

Grußwort zu Weihnachten und zum Jahreswechsel 2018/2019

Bürgermeister Jörg Lembke und Bürgerworthalterin Hildegard
Pontow Foto: Stadt Bad Oldesloe

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr neigt sich dem Ende, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Wir alle hoffen auf ein paar geruhsame, friedliche Tage, wir freuen uns auf Feiern im Familien- und im Freundeskreis.

  Natürlich ist ein Jahreswechsel der Moment, an dem man auf die abgelaufenen Ereignisse zurückblickt und einen Ausblick ins Neue Jahr gibt.

  Für Bad Oldesloe war 2018 ein ereignisreiches Jahr. Wir haben viel bewegt. Und wir freuen uns, zum Jahresausklang sagen zu können: Mit unserer Stadt geht es weiter aufwärts.

  Am 6. Mai wurde die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Statt der bisher 27 sind es nun 34 Stadtverordnete aus acht Parteien, die die Entscheidungen für die Zukunft Bad Oldesloes treffen. 59 Jahre lang war die Zahl der Stadtverordneten gleichgeblieben, aber Mehrsitze und
Ausgleichmandate sorgten nun für erheblichen Zuwachs an ehrenamtlichen Kommunal- politikern, die sich aufmachen, die zu lösenden Probleme in sachlicher Atmosphäre zu diskutieren, um Mehrheiten innerhalb der Parteienvielfalt zu finden.

  Unsere Haushaltslage ist aufgrund der stark gestiegenen Ausgaben weiterhin angespannt. Daher werden wir uns die Frage stellen müssen, wie wir Einnahmen und Ausgaben zukünftig wieder in ein ausgeglichenes Verhältnis bringen können.

  Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir sind auf einem guten Weg. Und diesen Kurs werden wir im kommenden Jahr fortführen. Dabei ist uns wie den Stadtverordneten vor allem daran
gelegen, dass auch die Bad Oldesloerinnen und Bad Oldesloer, die bislang nicht vom Aufschwung profitiert oder mit Schwierigkeiten welcher Art auch immer zu kämpfen haben, neue Perspektiven erhalten.

  Noch nie seit Aufzeichnung der Zahlen für den Kreis Stormarn, hatten aber so viele Menschen sozialversicherungspflichtige Arbeit, und die meisten Jugendlichen haben gleich nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz gefunden. Die Bad Oldesloer Unternehmen haben ihre Marktposition weiter ausgebaut, Handwerk und Gewerbe verzeichnen volle Auftragsbücher und besonders erfreulich ist, dass im kommenden Jahr 30 Hektar neue Gewerbeflächen erschlossen werden, um weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen.

  Zur guten Bilanz gehört natürlich auch, dass Bad Oldesloe weiterhin wächst. Bei uns werden wieder mehr Kinder geboren und unsere Stadt zieht Zuwanderer an, vor allem aus dem Hamburger Raum. Mit dem Baugebiet am Claudiussee werden im kommenden Jahr auch zahlreiche Wohnungen geschaffen werden, die hunderten von Neubürgern ein zu Hause schaffen. An zwei neue Straßennamen werden wir uns dort auch gewöhnen müssen, denn neben der Claudiusstraße und der Hebbelstraße werden dort Anschriften im Anna-Vagt-Weg und am Schmiedeberg entstehen. Und weitere Bauvor- haben, zum Beispiel in der Ratzeburger Straße, am Berliner Ring oder in der Königstraße sind bereits in der Vorbereitung. Das sind gute Perspektiven, auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

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