Hagenstraße wird nachts saniert

Stormarner Tageblatt  12.01.2021

Grund sind Arbeiten an einer Schmutzwasserdruckleitung ab dem 25. Januar / Verkehr wird umgeleitet

Auch wenn es hier nicht so aussieht: Hagenstraße, der ZOB und der Peters-Parkplatz (rechts) sind für die Kaufleute eine Lebensader der Fußgängerzone in der Kreisstadt.  niemeier
Auch wenn es hier nicht so aussieht: Hagenstraße, der ZOB und der Peters-Parkplatz (rechts) sind für die Kaufleute eine Lebensader der Fußgängerzone in der Kreisstadt. niemeier

BAD OLDESLOE Die Stadtwerke Bad Oldesloe lassen in der Hagenstraße den Schmutzwasserdüker unter der Trave samt vorgeschalteten Sandfang grabenlos sanieren. Diese Arbeiten sollen nachts stattfinden. Ein Düker ist eine Druckleitung zur Unterquerung einer Straße. Die Bezeichnung kommt aus dem niederländischen “duiker“, Taucher.

Umleitung teilweise über Schützenstraße
Dafür wird von Montag bis Freitag zwischen 21 und 6 Uhr der Bereich zwischen Peters-Parkplatz und Lübecker Straße voll gesperrt. Das teilten die Stadtwerke am vergangenen Donnerstag, mit. Der Verkehr entlang der Hagenstraße wird über die Schützenstraße und den Konrad-Adenauer-Ring umgeleitet werden. Dies betrifft auch den Busverkehr. Bis zur Baustelle ist der Verkehr für Anlieger frei.

Fertigstellung wohl Mitte März
Die Einbahnstraßenregelung wird während der Vollsperrung aufgehoben. Die Arbeiten beginnen am 25. Januar und werden voraussichtlich Mitte März abgeschlossen.
Es handelt sich hierbei nicht um die geplante und viel diskutierte Oberflächensanierung und Umgestaltung der Hagenstraße, die erst nach der Erstellung eines Verkehrsgutachten durchgeführt werden soll.  st

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Ein Berliner Bär in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  12.01.2021

Am Berliner Ring steht seit mehr als 60 Jahren ein sogenannter Meilenstein, der an eine ganz besondere Zeit erinnern soll

Seit einer Sanierung im vergangenen Jahr erstrahlt der Berliner Meilenstein wieder so wie im Originalzustand.  susanne Rohde
Seit einer Sanierung im vergangenen Jahr erstrahlt der Berliner Meilenstein wieder so wie im Originalzustand. susanne Rohde

Susanne Rohde
BAD OLDESLOE Am Rande des Berliner Rings, gleich neben dem alten Friedhof und nur 100 Meter von der Brücke über die Trave entfernt, steht eine Stein-Skulptur, auf dem ein Bär abgebildet ist. Genauer gesagt – ein Berliner Bär. Darauf ist die Anzahl der Kilometer vermerkt, die man von dieser Stelle aus bis in die Bundeshauptstadt fahren muss – nämlich 328 Kilometer. Fast jeder Oldesloer hat ihn bestimmt schon mal gesehen, aber kaum einer weiß so genau, was es damit auf sich hat.

Denkmäler in der Republik verteilt
Die steinernen Berliner Bären sind Denkmale, die an die Teilung Berlins und an dieses traurige Kapitel der deutschen Geschichte erinnern sollen. Die Berliner Meilensteine, Kilometersteine oder Gedenksteine wurden zwischen 1954 und 1989 unter dem Motto „Bären für Berlin“ in hunderten deutschen Städten aufgestellt. 1954 wurde an der Autobahn zwischen Köln und Frankfurt/Main der erste Berliner Kilometerstein aufgestellt. Viele deutsche Städte wollten auf diese Weise ihre Solidarität mit Berlin bekunden. Mehr als 250 Steine folgten in Orten oder an Autobahnen. Viele Steine sind allerdings verschwunden oder inzwischen in Vergessenheit geraten. Auch in Lübeck am Berliner Platz und Bad Segeberg vor der Dahlmann-Schule gibt es Bären-Steine.
Der Oldesloer Bär gehörte zu den ersten, denn er wurde schon im Juni 1959 aufgestellt und feierlich enthüllt. Ein Vertreter des Berliner Senats kam damals in die Travestadt und grüßte besonders herzlich von Willy Brandt, gebürtiger Lübecker und damals seit zwei Jahren das Stadtoberhaupt Berlins. Die angrenzende Straße bekam damals auch ihren Namen: Berliner Ring. Im Internet kann man sogar einen rund drei Minuten langen Film von der Einweihung des Meilensteins in Bad Oldesloe unter www.ardmediathek.de sehen.

Idee stammt von berühmtem Verleger
Wie zahlreiche andere Steine mit einem Bärenrelief auch, ist der Oldesloer Gedenkstein ein sogenannter Sintenis-Stein der Bildhauerin Renée Sintenis (1888 – 1965), von der das stilisierte Bären-Motiv stammt. Die Berliner Bildhauerin und Grafikerin schuf unter anderem das Vorbild für die goldenen Bären, die alljährlich auf der Berlinale verliehen werden. Hinter der Idee stand damals der Verleger und Berlin-Beauftragte Gerd Bucerius, der anregte, auf den bundesdeutschen Autobahnen alle 100 Kilometer einen Kilometerstein mit dem Berliner Bären zu errichten. Bucerius konnte diese aus Mitteln des Bundes finanzierten Meilensteine jeweils kostenlos zur Verfügung stellen, die Gemeinden hatten jeweils nur für die Kosten der Errichtung der Steine geradezustehen.
Der Oldesloer Bär war jahrzehntelang ein „Braunbär“, denn irgendwann einmal wurde er braun angemalt, ebenso auch die Buchstaben auf der Skulptur. Im vergangenen Jahr wurde der Stein endlich mal wieder gereinigt und in den Originalzustand versetzt. Der kleine Bär erstrahlt jetzt wieder hell wie am ersten Tag.

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Neues Wohngebiet Claudiussee: Bewohner sollen mitgestalten

Lübecker Nachrichten   10.01.2021

Anstelle einer Bürgerversammlung lädt die Oldesloer Stadtverwaltung die Einwohner des Gebiets zu einer Online-Umfrage ein. Bei ihr können Ideen zur Gestaltung abgegeben werden.

Von Dorothea von Dahlen

Sophia freut sich, dass es am Wohngebiet Claudiussee einen Berg zum Rodeln gibt. Vater Cornelius Bogdan-Filusz ist sich aber sicher, dass der Spielplatz dort nicht mehr reichen wird, wenn das Gebiet komplett besiedelt ist.Foto: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Bestes Rodelwetter für Sophie. Mit wachsender Begeisterung saust sie den kleinen Abhang auf dem Spielplatz im neuen Wohngebiet am Claudiussee hinab, gut behütet von Vater Cornelius Bogdan-Filusz. „Noch ist hier das Angebot an Spielgeräten ausreichend. Aber wenn erst alle Häuser bezogen sind, könnte es knapp werden“, sagt er. Denn perspektivisch entstehen auf dem Areal derzeit noch 19 Reihenhäuser, dazu sechs Stadtvillen und Mehrfamilienhäuser mit mehr als 200 Wohnungen. Zudem werden auf dem einstigen Soex-Gelände weitere 200 Wohneinheiten geplant. Axel Schulz, Geschäftsführer der Schulz & Partner Immobilien GmbH, schätzt, dass die Stadt um rund 400 Einwohner gewachsen sein wird, wenn das Gebiet, das er vermarktet, vollständig besiedelt ist.

Damit sich die Bewohner, aber auch Spaziergänger aus den angrenzenden Siedlungen dort wohlfühlen, soll das Gebiet mit Anpflanzungen aufgehübscht werden. Es sollen neue Tummelplätze für Kinder aus dem gesamten Quartier und Treffpunkte für die Erwachsenen geschaffen werden. Damit das Ganze nicht an den späteren Nutznießern vorbei geplant wird, ist inzwischen eine Umfrage gestartet worden, die in Erfahrung bringen soll, welche Angebote gewünscht werden. Da es sich um öffentliche Anlagen handelt, hätte die Stadt Bad Oldesloe normalerweise zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen, um die Ideen und Vorlieben der Bewohner und ihrer Nachbarn einzuholen. Doch aufgrund der Corona-Beschränkungen war dies nicht möglich.

Deshalb gibt es jetzt eine interaktive Variante im Netz. „Auf unserer Homepage kann diesbezüglich ein Fragebogen ausgefüllt werden, dessen Ergebnisse mit in die Gestaltung einfließen sollen“, sagt der Fachbereichsleiter Bürgeramt, Thomas Sobczak. Die Bewohner des Gebiets und des umliegenden Quartiers seien zudem angeschrieben worden. Redaktionsschluss für die Beteiligung sei am 15. Januar. Anschließend werde das Material von den Mitarbeitern des Mehrgenerationenhauses Oase ausgewertet und an die Planer weitergereicht.

„Wir nehmen auch die angrenzenden Straßen mit in den Plan hinein, weil viele Anwohner aus der Nachbarschaft ebenfalls über kleine Wanderwege ins Wohngebiet kommen“, sagt Ritva Krüger vom Ingenieurbüro Gosch und Priewe aus Bad Oldesloe. Sie entwickelt die Landschaftsplanung im Auftrag der Erbengemeinschaft der Familie Stumpf. Sie hat bereits einen anschaulichen Plan im PDF-Format erarbeitet, der auch auf den Seiten der Stadt zu sehen ist. Er zeigt, was überhaupt möglich ist in diesem Gebiet und unterbreitet schon einige Gestaltungsvorschläge. Demnach könnte die Claudiusstraße später von einer Baumreihe gesäumt und ein kreuzender, mit Obstbäumen bestandener Weg mit einer wassergebundenen Decke befestigt werden.

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Stormarn: Ein Bus fährt Senioren zur Corona-Impfung

Lübecker Nachrichten   09.01.2021

Dieser Service ist landesweit einmalig: Ein Impfbus holt Senioren überall im Kreis Stormarn  ab und bringt sie in die Impfzentren – Auch die Impftermine werden organisiert

Von Bettina Albrod

 
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Schlange stehen vorm Impfzentrum – Kreis will Probleme beheben

Lübecker Nachrichten   09.01.2021

Das Impfzentrum in Bad Oldesloe hat seine Arbeit aufgenommen. 480 Stormarner haben die erste Impfdosis erhalten. Allerdings belasteten Schlangestehen und längere Wartezeiten die über 80-Jährigen. Der Landrat bittet um Geduld bei der Terminvergabe.

Bad Oldesloe. Seit Montag wird auch in Bad Oldesloe gegen Corona geimpft. Wenn sie einen Termin ergattern konnten, gab es für Senioren über 80 in der Jugendherberge in Bad Oldesloe eine Spritze. „Das Impfzentrum des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe hat an den ersten vier Tagen seine Bewährungsprobe im Echtbetrieb ohne wesentliche Probleme bestanden“, lobt Kreissprecher Michael Drenckhahn. Doch nicht nur bei der Terminvergabe hakte es noch ein wenig.

Am Donnerstagnachmittag standen die Ü-80-Jährigen trotz ihrer vereinbarten Termine im Regen Schlange vor dem Impfzentrum – und das teilweise bis zu einer halben Stunde und länger. Für viele eine Kräfte raubende Prozedur. Den späteren Ablauf in der Impfstraße lobten die Impflinge dann allerdings.

Das Schlangestehen zuvor solle die Ausnahme bleiben. „Es zeigt sich nun mal erst in der Praxis, wo es noch nicht so glatt läuft“, erklärt der Kreissprecher auf Anfrage. Die Probleme seien erkannt und würden abgestellt. „Größere Wartezeiten im Impfzentrum traten bislang nur an einem Tag auf. Die Mitarbeiter des Impfzentrums arbeiten daran, die Ursachen der verlängerten Wartezeit zu beseitigen. Alle zu impfenden Personen waren meist mehr als pünktlich und die Abläufe in der Einrichtung werden zunehmend routinierter“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

In einer Pressemitteilung wird die gute Zusammenarbeit der Mitarbeiter im Impfzentrum gelobt. Im Einsatz sind Kollegen der Johanniter Unfallhilfe (JUH), Bundeswehr (BW), Kreisverwaltung, des Ordnungsdienstes sowie Ärzte und Ärztinnen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Sie haben an den ersten vier Tagen alle zur Verfügung gestellten 480 Impfdosen verabreicht. 80 Prozent der Impflinge waren älter als 80. Die restlichen 20 Prozent verteilten sich auf Impfberechtigte aus medizinischen Einrichtungen, also Mitarbeiter von Pflegeheimen und aus dem Rettungsdienst.

„Es gab in den ersten vier Tagen weder medizinische Notfälle noch Schwierigkeiten bei der Bereitstellung des Impfstoffes“, sagt Kreissprecher Michael Drenckhahn. Die Lieferungen des Impfstoffes hat das Technische Hilfswerk (THW) übernommen. Die Dosen werden täglich entsprechend der Anmeldungen ausgeliefert. Die Gesamtleitung des Zentrums obliegt dem Kreis. Auch die Impfungen durch mobile Teams in den Alten- und Pflegeeinrichtungen werden ausgeweitet. Im Kreis haben bis 5. Januar in zehn stationären Pflegeeinrichtungen 925 Personen von mobilen Impfteams ihren ersten Piks erhalten.

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