Ein buntes Programm für die Ferien

Lübecker Nachrichten   14.09.2019

Ein buntes Programm für die Ferien

Prall gefüllt mit Veranstaltungen: Peter Huck präsentiert den Herbstferienspaß. Foto: hfr

Bad Oldesloe. Bald sind Herbstferien – und es gibt keinen Grund, dass Langeweile aufkommen muss: Gleich 52 tolle Veranstaltungen werden vom 4. bis zum 18. Oktober für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren geboten.

Die Jugendfreizeitstätte, die Stadtbibliothek Bad Oldesloe, die ERLE Erleben leben, der Kreisjugendring, das Familienzentrum Oase, das Kinderhaus Blauer Elefant, Sport vor Ort und die Ev. -Luth-. Kirchengemeinde Oldesloe haben ein buntes Programm zusammengestellt.

Im sportlichen Bereich gibt es Volleyball, Parcour, Skateboard und Tischtennis. Outdoor-Fans können auf der Trave eine Kanu-Tour unternehmen, beim Elefanto-Spielmobil auf zwei Spielplätzen vorbeischauen oder am Lagerfeuer Brot aus selbst gemahlenem Korn backen.

Es gibt auch wieder spannende Ausflüge in den Hansapark sowie einen Überraschungsausflug. Eine dreitägigen Mädchenfreizeit führt nach nach Heidkate an die Ostsee.

Eine Reise ganz anderer Art können Teilnehmer beim Escaperoom Game „Die Flucht aus der Horrorvilla“ erleben.

Wer Lust auf Film, Regie oder Schauspiel hat, der kann bei „Spiel in deinem eigenen Film“ all das ausprobieren und einen eigenen Kurzfilm drehen. Zum Thema Herbst wird Deko hergestellt, Kerzen gestaltet, Kränze gebunden und für Halloween gebastelt.

Am 11. Oktober ist Weltmädchentag. An diesem Tag gibt es in der Juze zahlreiche Workshops für zwei Altersgruppen. Weiterhin gibt es einen Bogenbaukurs, ein Fifa-Turnier, eine Chaos-Ralley, Pizza und vieles mehr.

Alle Veranstaltungen mit den Terminen, Kosten und Anmeldeadressen finden sich unter www.badoldesloe.de/juze und im Herbstferien-Spaß-Heft. Dieses ist kostenlos in der Jugendfreizeitstätte, in der Stadtbibliothek, bei allen anderen Veranstaltern, in der Stadtinfo im KuB und im Stadthaus erhältlich. Für die meisten Veranstaltungen muss man sich persönlich beim jeweiligen Veranstalter anmelden. Die Anmeldungen sind erst gültig, wenn der Kostenbeitrag geleistet ist. Für manche Angebote sind Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten nötig, die spätestens am Veranstaltungstag abgegeben werden müssen.

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Bad Oldesloe setzt auf fairen Handel

Lübecker Nachrichten   14.09.2019

Der Titel Fairtrade-Stadt wurde bereits zweimal erneuert – Nach dem „Beste Trave Stadtkaffee“ und dem „Beste Trave Olivenöl“ können Kunden in Bad Oldesloe die neue faire Schokolade probieren

Eigenes Label für drei Produkte aus fairem Handel: Agnes Heesch mit dem Kaffee, die Auszubildende Wencke Behrens mit der neuen Schokolade und Hartmut Jokisch mit dem Olivenöl. Foto: FOFANA

Bad Oldesloe. Wenn es nach Stadtsprecherin Agnes Heesch geht, wird Bad Oldesloe irgendwann sogar einmal die Hauptstadt des fairen Handels sein. „Beim nächsten Mal werden wir Fairtrade-Hauptstadt. Das schaffen wir“, wünscht sie sich begeistert. 2017 hat Köln es geschafft. „Das kann man nicht vergleichen“, bremst Hartmut Jokisch, Initiator und Mitglied der Oldesloer Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe. „Da machen es nicht nur Ehrenamtler.“ Außerdem sei das Verfahren kompliziert.

Am diesjährigen Wettbewerb hat sich die Stadt Bad Oldesloe mit dem besonderen Projekt „faires Olivenöl“ aus der Oldesloer Partnerstadt Jiffna trotzdem beteiligt. Fairtrade-Hauptstadt wird die Kreisstadt damit wohl nicht. Aber immerhin wurde eine Oldesloer Abordnung um Hartmut Jokisch zur Preisverleihung nach Köln und zum Fach-Kongress vom 18. bis 20. September von TransFair e.V. und Engagement Global gGmbH in die amtierende Hauptstadt des Fairen Handels Köln eingeladen. Vielleicht bringt die Delegation dann viele neue, nachhaltige Ideen mit nach Bad Oldesloe.

„Kaffee ist immer noch der Star“, weiß Stadt-Info-Mitarbeiterin Manja Eggers. Bei ihr im Kultur- und Bildungszentrum stehen sowohl der „Beste Trave Stadtkaffee“ als auch das „Beste Trave Olivenöl“ im Regal neben anderen Kreisstadt-Souvenirs. In Kürze wird dort zudem eine Schokolade mit dem Oldesloe-Label zu haben sein. Die „Beste Trave Schokolade“. Eggers: „In der Weihnachtszeit setzen wir auf die Schokolade.“ Und sie passt auch wunderbar in die KuB-Gut-scheine, hat sie schon ausprobiert: „Als süße Überraschung zum Fest.“

Hat denn schon jemand die neue Schokolade probiert? „Ja, ich“, gesteht Jokisch. Obwohl er Bitterschokoladen-Liebhaber sei, habe er bisher nur die Milchschokolade getestet. Sein Urteil: „Die schmeckt sehr gut.“ Vorgestellt werden beide Schokoladensorten am morgigen Sonntag beim Fairen Frühstück des Oldesloer Weltladens und der Stadt von Bürgermeister Jörg Lemke. Beginn ist um 10 Uhr im Bürgerhaus, Anmeldungen sind nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 5 Euro. Dort kann die faire Stadtschokolade dann auch gleich neben anderen Produkten aus fairem Handel wie Hummus, Falafel, Pita, Pizzabrötchen, Salaten und natürlich dem Oldesloer Stadtkaffee genossen werden.

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Bad Oldesloe bekommt wieder einen Seniorenbeirat

Lübecker Nachrichten   13.09.2019

Die älteren Bürger von Bad Oldesloe erhalten wieder eine Stimme. Die Kandidaten für den neuen Seniorenbeirat haben bereits viele Pläne und Ideen.

Auch Ilse Fischer (stehend) möchte im neuen Seniorenbeirat in Bad Oldesloe mitmachen. foto: MC

Bad Oldesloe. Sie sind zwischen 60 und 80 Jahre alt und wollen sich für die Belange der älteren Bürger Bad Oldesloes einsetzen: 24 Kandidaten haben sich am Mittwochabend im Bildungs-, Sozial und Kulturausschuss der Stadt vorgestellt und wollen in den neuen Seniorenbeirat einziehen. Diese Einrichtung hatte es zuletzt nicht mehr gegeben. Sie war mangels Interesse und Beteiligung vor sechs Jahren aufgelöst worden.

„Wir sind sehr froh über die große Anzahl an Bewerbern“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Jörn Lucas (CDU) und dankte Bürgerworthalterin Hildegard Pontow, die seit mehreren Monaten Werbung für die Wiederbelebung des Gremiums macht. Pontow moderierte die Vorstellungsrunde und begrüßte dabei deutlich mehr weibliche als männliche Kandidaten. Am Ende werden neun Bürger in den Beirat einziehen.

Einige wollen etwas für Flüchtlinge tun, andere für die geistige Fitness der Senioren. Manch einer ist bereits bei den Seniortrainern aktiv oder im Hospizverein „Da sein“. Ilse Fischer, die seit 50 Jahren in Bad Oldesloe lebt, möchte die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern. Sie hat jahrelang die Verbrauchergemeinschaft Stormarn geleitet. „Das Einkaufen in der Innenstadt wird für Senioren immer schwieriger“, ergänzte eine weitere Kandidatin.

Anderen geht es darum, die Freizeitaktivitäten für Ältere zu verbessern und ein Netzwerk gegen Vereinsamung zu schaffen. Wohnen und Wohnprojekte haben sich einige auf die Agenda geschrieben. Aber auch das Thema Sicherheit spielt eine Rolle, zum Beispiel bei der Betrugsmasche Enkeltrick, wie ein ehemaliger Lehrer sagte. Ein anderer Kandidat stellte fest, dass er mit nun 81 Jahren „plötzlich selbst Senior“ sei.

Mit Manfred Meurers stellt sich auch ein alter Bekannter zur Wahl. Er saß für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung und hat jahrelang für den Kreis Stormarn gearbeitet. Maren Petersen wiederum war 40 Jahre lang als Lehrerin tätig. Auch ihr geht es um die Infrastruktur in Bad Oldesloe. Unter anderem könne sie sich auch eine bessere Verbindung von Senioren und Schule vorstellen, sagte Maren Petersen, die vor vielen Jahren das Oldesloer Jugendzentrum mit aufgebaut hat. Eine weitere Beiratskandidatin betonte, dass in der Stadt in Bezug auf den Verkehr und insbesondere auf das Radfahren etwas geschehen müsse.

Bei der Stadt betreut Tim Knackstedt aus der Kulturabteilung das Projekt Seniorenbeirat. Gewählt werden die neuen Mitglieder am 30. September von den Stadtverordneten. Auch neun Ersatzmitglieder sind vorgesehen. mc

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Verkaufsoffener Sonntag kann nun stattfinden

Stormarner Tageblatt  13.09.2019

Stadt ist nun doch Veranstalter / Kritik an der Musikerauswahl beim begleitenden Bier- und Genussfest

Idealfall: Veranstaltungen, die den verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Innenstadt beleben wie  „Pflasterart“.Nie
Idealfall: Veranstaltungen, die den verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Innenstadt beleben wie „Pflasterart“.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Die Unsicherheit hat ein Ende: Der verkaufsoffene Sonntag am 22. September in Bad Oldesloe kann stattfinden. Die gute Nachricht für die Kaufleute ist, dass sie auch vor ihren Geschäften im Rahmen einer generellen Sondernutzungsgenehmigung ihre Waren anbieten oder Aktionen planen können.

Recherchen der Redaktion des Stormarner Tageblatts hatten ergeben, dass das eigentliche Konstrukt bisher juristisch nicht möglich gewesen wäre. Die Idee, dass nur auf dem Marktplatz eine städtische Veranstaltung, das Bier- und Genussfest, stattfindet und durch die bereits erfolgte Gestattung auch die Geschäfte am Sonntag die Türen öffnen dürfen, hätte nur die Öffnung an sich erlaubt. Denn bisher war keine Sondernutzungsgenehmigung für Aktionen im Rest der Fußgängerzone beantragt und damit eben auch nicht bewilligt worden.

In der Konsequenz, so hieß es zunächst aus der Verwaltung, hätte das bedeutet, dass jedes Geschäft, das vor seinem Laden eine Aktion plane, diese hätte beantragen müssen. Die Einhaltung hätte vom Ordnungsamt akribisch kontrolliert und im Endeffekt auch bei Verstößen sanktioniert werden müssen. Das hätte das Verhältnis zwischen Kaufleuten und Verwaltung zusätzlich verschärft. Zunächst hatte offenbar ein kommunikatives Missverständnis darüber bestanden, dass die Kaufleute keine Genehmigungen mehr bräuchten.

Nach den Nachfragen der Tageblattredaktion wurde die Stadtverwaltung daher tätig und springt nun doch in die Veranstalterrolle für den gesamten verkaufsoffenen Sonntag. Eigentlich hatte man das zunächst noch ausgeschlossen. Deshalb war unter anderem ein von der Musikschule auf der Hude angedachtes Musikfest für den 22. September abgesagt worden, nachdem man sich auch mit den Organisatoren des Bier- und Genussfestes auf dem Marktplatz nicht einig werden konnte. Damals hieß es, dass die Stadt nicht als Veranstalter für den gesamten verkaufsoffenen Sonntag auftreten würde, wenn kein offizieller Antragsteller und Koordinator von Seiten der Kaufleute benannt wurde. Gefunden hat sich mit Ernst August Rohde vom Kaufhaus Rohde bisher nur ein Ansprechpartner, aber kein Veranstalter.

Damit aber trotzdem der nun schon auf Plakaten beworbene und angekündigte verkaufsoffene Sonntag durchgeführt werden kann, wurde eine Regelung innerhalb der Verwaltung gefunden. „Der rechtliche Rahmen für den verkaufsoffenen Sonntag ist durch die städtische Veranstaltung auf dem Marktplatz gegeben“, so Stadtsprecherin Agnes Heesch. „Für die Kaufmannschaft wurde intern die Erweiterung der bestehenden Sondernutzungen auf den 22. September beantragt und genehmigt“, so Heesch. Das sehe Bürgermeister Jörg Lembke auch nicht als Widerspruch. Für zwei Veranstaltungen im Jahr sei das immer als Möglichkeit gesehen worden. Für den vierten Einkaufssonntag im November werde das aber garantiert nicht der Fall sein.

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Gleichstellung: Ärger um den Haushalt

Stormarner Tageblatt  13.09.2019

Gleichstellung: Ärger um den Haushalt

Bad Oldesloe Marion Gurlitt macht als Gleichstellungsbeauftragte gute Arbeit für die Stadt Bad Oldesloe, darüber besteht Einigkeit in der Lokalpolitik. Die Frauenkulturtage sind etabliert, und gerade konnte Marion Gurlitt berichten, dass sie an einem Buch über Frauen in der Lokal- und Kommunalpolitik arbeitet. Daran beteiligen sich auch Gleichstellungsbeauftrage anderer Städte. Eine Zustimmung zu ihrem beantragten Haushalt 2020 wurde trotzdem vertagt. Der Grund: Gurlitts Kalkulation entspricht nicht den Haushaltsregeln. Bei Erträgen setzte sie jeweils eine Erwartung von 100 Euro an. Es zeigte sich aber, dass die Einnahmen eigentlich jedes Jahr deutliche höher sind. Gurlitt erklärte das pragmatisch: Sie gehe erstmal von so geringen Erträgen aus, und mit dem Geld, das mehr reinkomme, könnten dann erstmal andere Projekte ganz unbürokratisch querfinanziert werden. „Das geht gar nicht. Dann setzen Sie lieber die Kosten höher an. Wir wolle ja gar nicht kürzen. Aber Sie müssen uns realistische Zahlen anbieten“, so Torben Klöhn (SPD). CDU-Finanzexperte Andreas Lehmann war schockiert. „Diese Praxis muss sofort aufhören. Das ist absolut nicht mit der Sorgfaltspflicht im Haushalt zu vereinbaren.“ „Tatsächlich muss Frau Gurlitt das nochmal überarbeiten“, bestätigte Hauptamtsleiter Malte Schaarmann. Die Beratung wird demnach im nächsten BSKA fortgesetzt. nie

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